Samstag, 17. Februar 2018

Kraan – Andy Nogger




Kraan – Andy Nogger


Besetzung:

Peter Wolbrandt – guitar, vocals
Jan Fride – drums, percussion
Helmut Hattler – bass
Johannes Pappert – alto saxophone


Label: Intercord / EMI


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Jazzrock / Fusion, Krautrock


Trackliste:

1. Stars (5:26)
2. Andy Nogger (3:48)
3. Nam Nam (5:50)
4. Son Of The Sun (5:03)
5. Holiday am Marterhorn (7:42)
6. Home (5:44)
7. Yellow Bamboo (4:25)

Gesamtspieldauer: 38:02



Kraan ist eine deutsche Jazzrock-Band, die von 1970 bis 1990 und dann wieder ab dem Jahr 2000 aktiv war und ist. Gerade in den 70er Jahren veröffentlichte die Band regelmäßig Alben und galt damals mit als genreprägend. „Andy Nogger“ ist ihre dritte Veröffentlichung. Die Platte erschien im Jahr 1974 zunächst auf Intercord, wurde später auf dem Plattenlabel EMI wiederveröffentlicht.

Auf „Andy Nogger“ hört man sehr rhythmusbetonten Jazz Rock, der dabei auch immer wieder gut ins Ohr geht. Besonders hervorzuheben ist dabei das Saxophon-Spiel des Johannes Pappert, welches auf „Andy Nogger“ den Part der Keyboards übernimmt. Das klingt äußerst spannend und gibt es in dieser Art und Weise auch nicht allzu häufig zu hören. Die einzelnen Titel grooven und machen Spaß, der Fuß muss hier automatisch immer wieder mal mitwippen. Die Titel auf dem Album gehen dabei sogar durchaus auch ins Ohr. Zu frickelig, wie Jazz Rock auch mitunter sein kann, ist auf „Andy Nogger“ nichts. Das Genre Rock scheint immer wieder durch, in die einzelnen Lieder hinein – zumindest auf diesem Album. Dabei muss an dieser Stelle auch unbedingt erwähnt werden, dass die Musik von Kraan einiger Durchläufe bedarf, um wirklich anzukommen. Manches erschließt dich der Hörerin beziehungsweise dem Hörer erst nach dem vierten oder fünften Mal des Hörens – dann allerdings umso lohnender.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings doch auf „Andy Nogger“. Dies ist der Gesang, der einfach nicht zur Musik passen möchte und auch stimmlich absolut nicht überzeugt. Somit sind die Instrumentalpassagen auf dem Album deutlich besser gelungen, als jene, die mit Gesang verbunden sind. Höhepunkte auf „Andy Nogger“ sind das längste Lied der Scheibe, „Holiday am Marterhorn“ und die letzte Nummer des Albums „Yellow Bamboo“. Erstgenanntes Stück ist ein jazzig-rockiger Instrumentaltitel, welcher groovt, aus mehreren Teilen aufgebaut ist und dabei auch melodiös ins Ohr geht. Hier glaubt man die Spielfreude der Musiker von Kraan wunderschön heraushören zu können. „Yellow Bamboo“ hat einen leichten orientalischen Einschlag. Bei diesem Lied scheinen die Musiker fast zu jammen und wenn der Gesang gerade aussetzt, klingt das Lied durch die Saxophon-Linie nochmal überzeugender.

Fazit: Eine schöne Jazz Rock Platte ist Kraan mit dem Album „Andy Nogger“ gelungen. Jazz und Rock verschmelzen hier und die Eigenarten beider musikalischer Genres kommen in Kombination gut zum Tragen. An keiner Stelle der Platte klingt es zu kompliziert, in vielen Passagen hört sich die Musik von Kraan sogar eingängig an. Dazu ein netter Groove und fertig ist die überzeugende Jazz Rock Platte. Neun Punkte.

Anspieltipps: Holiday am Marterhorn, Yellow Bamboo



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