Dienstag, 13. März 2018

Tocotronic – Wie Wir Leben Wollen




Tocotronic – Wie Wir Leben Wollen


Besetzung:

Dirk von Lowtzow – Gesang, Gitarre, Chor
Rick McPhail – Gitarre, Keyboards, Chor
Jan Müller – Bass, Chor
Arne Zank – Schlagzeug, Chor


Gastmusiker:

Julia Wilton – zusätzliche Gesänge
Michaela Meise – zusätzliche Gesänge
Dorit Chrysler – Theremin
Ben Lauber – Kanun, Glockenspiel, Kastagnetten
Edda Durstewitz – Blasinstrumente
Jakobus Siebels – Blasinstrumente


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Im Keller (3:16)
2. Auf Dem Pfad Der Dämmerung (4:00)
3. Abschaffen (4:54)
4. Ich Will Für Dich Nüchtern Bleiben (3:10)
5. Chloroform (3:11)
6. Neutrum (4:17)
7. Vulgäre Verse (4:43)
8. Warte Auf Mich Auf Dem Grund Des Swimmingpools (6:38)
9. Die Verbesserung Der Erde (5:42)
10. Exil (3:12)
11. Die Revolte Ist In Mir (3:51)
12. Warm Und Grau (5:10)
13. Eine Theorie (3:23)
14. Höllenfahrt Am Nachmittag (2:25)
15. Neue Zonen (4:43)
16. Wie Wir Leben Wollen (4:29)
17. Unter Dem Sand (2:21)

Gesamtspieldauer: 1:09:32



„Wie Wir Leben Wollen“ das zehnte Studio-Album der deutschen Independent-Rock-Band Tocotronic. Die Scheibe erschien am 25. Januar 2013 auf dem Plattenlabel Vertigo Records. „Wie Wir Leben Wollen“ konnte sich in Deutschland, Östereeich und der Schweiz in den Charts platzieren und belegte als höchste Platzierung in Deutschland Platz 3. Die Lieder „Auf Dem Pfad Der Dämmerung“ und „Ich Will Für Dich Nüchtern Bleiben“ wurden in dieser Reihenfolge als Singles ausgekoppelt.

„Wie Wir Leben Wollen“ ist für Tocotronic ein sehr typisches Album geworden. Independent Rock der interessanteren Sorte gibt es hier zu hören, der mit guten und deutschsprachigen Texten unterfüttert wird, die sich einem nicht unbedingt immer sofort erschließen und viel Spielraum für Interpretationen lassen. Die Stimmung auf „Wie Wir Leben Wollen“ ist eine eher nachdenklichere bis melancholische. Doch auch das ist nichts Neues für eine Platte der vier Musiker. Allzu rockig klingt es auf „Wie Wir Leben Wollen“ nicht mehr an vielen Stellen, sehr viel eher erinnert die Platte an einen langsamen und ruhigen Fluss, bei dem nur ab und an Stromschnellen die Fließgeschwindigkeit ankurbeln.

„Wie Wir Leben Wollen“ ist allerdings nicht ganz so überzeugend gelungen, wie die Vorgänger-Platten. Das liegt an der Musik selbst, die dieses Mal einfach nicht so zünden möchte, wie dies sonst der Fall war. Die Lieder gehen nicht ganz so gut ins Ohr und dieser besondere Höhepunkt, der fehlt. Das ist „Jammern“ auf relativ hohem Niveau, was bedeutet, dass das Album keinesfalls schlecht geworden ist und sich das Anhören durchaus lohnt. Jedoch kann es eben nicht mehr uneingeschränkt in allen Facetten überzeugen. Die Lieder gehen ins Ohr, jedoch nicht tief und vor allen Dingen nicht sehr lange. Nachhaltig klingt hier leider kein Titel. Somit läuft die Platte etwas durch, wie der oben bereits erwähnte Fluss. Schließlich steht man an der Mündung zum Meer und kann sich nicht mehr an die Reise vorher erinnern, was durchaus etwas schade ist.

Fazit: Die Zutaten zu einem typischen Tocotronic-Album sind alle vorhanden und somit ist „Wie Wir Leben Wollen“ auch ganz bestimmt kein schlechtes Album geworden. Allerdings fehlen diese besonderen Melodien, in die man vollständig eintauchen kann, diese absoluten Höhepunkte. Ein klein wenig ist diese Platte normaler „geworden“. Ein klitzekleines bisschen zumindest – auch wenn es mit „Warm Und Grau“ ein Lied auf „Wie Wir Leben Wollen“ gibt, welches völlig aus der Reihe fällt und das Album durch seine sphärische Ausstattung nochmals bereichert. Acht Punkte.

Anspieltipps: Warm Und Grau, Eine Theorie



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