Dienstag, 6. März 2018

Tori Amos – Native Invader




Tori Amos – Native Invader


Besetzung:

Tori Amos – bösendorfer, hammond, keybords, programming and additional instrumentation, vocals


Gastmusiker:

Mac Alladin – all guitars
Mark Hawley – programming and additional instrumentation
John Philip Shenale – synthesizer programming and additional keyboards (1, 13)
Tash – additional vocals (5)


Label: Decca Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Art Pop


Trackliste:

1. Reindeer King (7:07)
2. Wings (4:09)
3. Broken Arrow (5:20)
4. Cloud Riders (5:23)
5. Up The Creek (3:22)
6. Breakaway (4:36)
7. Wildwood (4:41)
8. Chocolate Song (4:41)
9. Bang (6:12)
10. Climb (4:02)
11. Bats (4:18)
12. Benjamin (2:43)
13. Mary’s Eyes (5:16)
14. Upside Down 2 (3:23)
15. Russia (2:46)

Gesamtspieldauer: 1:08:07



„Native Invader“ heißt das bereits fünfzehnte Studioalbum der US-amerikanischen Musikerin Tori Amos. Drei Jahre nach „Unrepentant Geraldines“ erschien „Native Invader“ am 8. September 2017 auf dem Plattenlabel Decca Records. Die erste Single der Platte, die Nummer „Cloud Riders“ war bereits am 27. Juli veröffentlicht worden. In den US Billboard 200 kletterte das Album bis auf Platz 39, in Deutschland erreichte „Native Invader“ sogar Platz 18 der Charts.

Wie schon beim Vorgängeralbum, so besinnt sich Tori Amos auch auf ihrem neuesten Werk wieder ihren musikalischen Ursprüngen. Allerdings wirkt die Platte doch durchaus auch ein wenig poppig, manchmal auch mehr, als noch ihre Veröffentlichungen in den 90er Jahren. Nicht zuletzt das Fehlen eines echten Schlagzeugs trägt zu diesem Eindruck bei. Der Rhythmus stammt aus dem Synthesizer. Dieses Instrument kommt auch ansonsten häufig zum Einsatz auf „Native Invader“, diese wunderschönen Piano-Lieder der Tori Amos gibt es zwar ebenfalls wieder auf diesem Album zu hören, doch sie sind etwas seltener geworden, als noch auf den früheren Veröffentlichungen.

Aber es gibt diese Stücke eben noch und damit auch die Musik der Tori Amos, die sie zu etwas Besonderem werden lässt. Wunderschöne und warme Klänge bahnen sich den Weg zum Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers. Man kann perfekt in diese überaus melodiöse Musik eintauchen. Zumindest bei solch Titeln wie „Reindeer King“, „Climb“ oder „Mary’s Eyes“. In sehr eingängige Harmonien wird man bei diesen Liedern gehüllt. Sanft und zerbrechlich klingend und sofort ins Ohr gehend. Ebenfalls noch sehr gelungen klingt „Bang“, bei dem nun das Piano allerdings nicht ganz so im Zentrum steht. Dabei schwebt über dem gesamten Album eine etwas melancholische bis traurige Stimmung ohne dabei zu sehr der Tristesse zu verfallen. Die Lieder klingen zumeist nachdenklich, allzu viel Fahrt nimmt die Musik dabei nie auf, klingt immer eher verhalten und ruhig.

Fazit: Auch wenn „Native Invader“ an mancher Stelle oder mit manchem Lied etwas poppiger klingt, so ist es insgesamt doch ein weiteres sehr schönes Album der Tori Amos geworden. Zudem wachsen die einzelnen Lieder auch mit jedem Durchlauf ein wenig mehr. Die wunderschönen Stellen, die bei Tori Amos ihr Gesang in Kombination mit warmen Piano-Klängen bedeuten, die gibt es auch auf diesem Album. Hier wird dann auch keine Rhythmus-Maschine oder ein Synthesizer benötigt, um Atmosphäre zu erzeugen. Gerade durch diese Piano-dominierten Lieder wird „Native Invader“ zu einer gelungenen Platte, die nicht nur Tori Amos Fans überzeugen dürfte, sondern auch Menschen, die in ihrer Lieblingsmusik immer wieder einen Hang zu Melancholie entdecken. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Reindeer King, Climb, Mary’s Eyes



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