Samstag, 11. August 2018

Kilbey Kennedy – Glow And Fade




Kilbey Kennedy – Glow And Fade


Besetzung:

Keine Instrumentenangabe


Label: Golden Robot Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Indie Electronic, Neo-Psychedelia, Ambient Pop


Trackliste:

1. Glow And Fade (4:30)
2. The Game Never Changes (16:05)
3. They Know (3:58)
4. We Are Still Waiting (3:45)
5. The Law Of The Jungle (5:19)
6. Levitate (4:34)
7. The Story Of Jonah (4:38)
8. One Is All (4:23)

Gesamtspieldauer: 47:17




Kilbey Kennedy ist eine Band die sich aus Steven John Kilbey, Sänger, Bassist und Songwriter der australischen Band The Church und Martin Kennedy, Gründer und Mitglied der australischen Electronic Band All India Radio zusammensetzt. „Glow And Fade“ ist bereits die elfte Veröffentlichung des Duos und erschien im Jahr 2017 auf dem Plattenlabel Golden Robot Records. Über die Besetzung und den Einsatz der Instrumente gibt das Booklet leider keine Auslkunft.

Sphärischen und sehr relaxten Electronic Pop bis Rock servieren einem die beiden Herren auf diesem Album. Auf diversen Seiten im Internet kann man dabei nachlesen, dass die Musik von Kilbey Kennedy sehr an jene von Pink Floyd angelehnt sei, des Öfteren sogar stark danach klingen würde. Nun Pink Floyd und Kilbey Kennedy machten oder machen Musik, das ist die Gemeinsamkeit der beiden Bands. Ansonsten klingt bei Kilbey Kennedy nichts nach Pink Floyd. Ein Umstand, der allerdings nichts über die Qualität der Musik aussagt, denn diese ist durchaus hörenswert – wenn auch nicht durchgängig.

Die Lieder von Kilbey Kennedy klingen nach Weite und Sehnsucht, nach Weltraum und Heimweh, nach Verlust und Suche. Und sie klingen immer dann besonders überzeugend, wenn nicht ein dumpfes und monotones Gestampfe, mittels des Drum-Computers, das Ganze in die Ecke des Synthie-Pop manövriert, wie beim Titel „We Are Still Waiting“. Dann hört sich die Musik von John Kilbey und Martin Kennedy gar nicht mehr gut, sondern sehr viel eher billig und auch nervend an. Großartig und gleich sehr viel gelungener klingt dagegen „The Game Never Changes“. Hört man zu Beginn des Stücks Astronauten sprechen, so setzt sich dieser Eindruck auch sofort musikalisch fort. Eine sehr schöne entspannte und sphärische Nummer, mit sanftem und ebenso entspannten Gesang ausgestattet, die sich immer wieder wandelt und neu erfindet. Auch hier gibt es synthetische Abschnitte, die in andere, von der akustischen Gitarre dominierte Passagen münden. Hier klingt nun auch der manchmal ebenfalls, neben dem „richtigen“ Schlagzeug vorhandene Drum-Computer erträglicher. Weiterer Höhepunkt der Platte ist das intensive und sehr eingängige „The Story Of Jonah“. Allein für diese beiden Nummern lohnt sich der Erwerb der Platte.

Fazit: Eine sehr sphärische „Angelegenheit“ ist das Album „Glow And Fade“ vom Duo Kilbey Kennedy. Nicht alles weiß darauf zu überzeugen, denn wenn die Musik in die Synthie-Pop-Ecke abdriftet, bereiten die Lieder der beiden Australier weit weniger Freude. Das kommt glücklicherweise nicht zu häufig auf „Glow And Fade“ vor und andere Titel sind dafür umso lohnender und verströmen dabei einen überaus eingängigen und zum Teil auch sehr abwechslungsreichen Ambient Pop Eindruck. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Game Never Changes, The Story Of Jonah



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