Freitag, 11. Oktober 2019

Bent Knee – You Know What They Mean




Bent Knee – You Know What They Mean


Besetzung:

Courtney Swain – vocals, keyboards
Ben Levin – guitar, vocals
Chris Baum – violin
Jessica Kion – bass, vocals
Gavin Wallace-Ailsworth – drums
Vince Welch – synthesizer, guitar, sound-design


Label: InsideOut Music


Erscheinungsjahr: 2019


Stil: Hard Rock, Art Rock


Trackliste:

1. Lansing (1:22)
2. Bone Rage (4:13)
3. Give Us The Gold (3:51)
4. Hold Me In (4:50)
5. Egg Replacer (3:10)
6. Cradle Of Rocks (4:00)
7. Lovell (1:26)
8. Lovemenot (5:09)
9. Bird Song (2:55)
10. Catch Light (4:39)
11. Garbage Shark (5:38)
12. Golden Hour (5:50)
13. It Happens (5:05)

Gesamtspieldauer: 52:13




Bent Knee ist eine amerikanische Rock-Band, die 2009 in Boston, Massachusetts, gegründet wurde. „You Know What They Mean“ ist bereits das fünfte Studioalbum der US-Amerikaner und erscheint heute, am 11.Oktober 2019 auf dem Plattenlabel InsideOut Music. Die Musik von Bent Knee ist breit gefächert, reicht von Pop über Rock zu Industrial und besitzt auch den ein oder anderen progressiven Ansatz.

Auf „You Know What They Mean“ spielen die Musiker von Bent Knee dabei mit den Atmosphären. Von sanft und weich, bis zu verstörend laut reichen die musikalischen Stimmungen auf dem Album, welche einen hochzuheben verstehen, um einen anschließend wieder fallen zu lassen. Doch man fällt immer sanft, eine Melodie wartet bereits, die so manchen Ausbruch wieder einfängt und relativiert. Dabei klingt gerade dieses Spiel mit den Emotionen oftmals mitreißend und jederzeit abwechslungsreich und lässt das Album somit zu einer spannenden Reise durch musikalische Intensitäten werden.

Über allem schwebt dabei der Gesang der Courtney Swain, der einen in den ruhigen Passagen genauso fesselt wie in jenen Abschnitten, wenn die Musik wie ein Vulkan auszubrechen versteht und sie sich das Herz aus dem Leib zu schreien scheint. Perfekt unterstreicht sie jede Regung der Musik oder ist das eher umgekehrt? Wahrlich beeindruckend und ganz bestimmt einer der Gründe dieses Album zu schätzen.

Die kurzen Stücke „Lansing“ und „Lovell“ sind Eindrücke aus dem Übungsraum und lockern das Album etwas auf. Höhepunkt der Platte ist das Lied „Give Us The Gold“. Ungewöhnliche Rhythmusfraktion, schräge Violin-Einlage und eine Courtney Swain in Höchstform, die ihr gesamtes stimmliches Spektrum preisgibt. Dazu noch eine coole und eingängige Melodie – und ich gebe es zu, ich mag Melodien, die ins Ohr gehen. Doch auch das Stück „Egg Replacer“ begeistert. In diesem Lied wird das Wechselspiel mit „laut“ und „leise“ auf die Spitze getrieben. „Catch Light“ rockt mitreißend und „Golden Hour“ klingt zunächst so wunderschön entrückt, schließlich wie ein kleiner Ohrwurm, der sich immer weiter steigert, um schließlich letztendlich sanfter wieder zu verklingen. Viel Abwechslung, die zu hören lohnt.

Fazit: Zwei Dinge machen „You Know What They Mean“ von Bent Knee zu einer sehr hörenswerten Scheibe. Zum einen dieses Spiel mit den Atmosphären, zum anderen der Gesang der Courtney Swain. Dazu gesellen sich noch überraschende musikalische Wendungen und immer wieder hörenswerte Melodien. Lohnend. Elf Punkte.

Anspieltipps: Give Us The Gold



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