Dienstag, 22. Oktober 2019

Novalis – Sterntaucher




Novalis – Sterntaucher


Besetzung:

Detlef Job – Gitarren
Fred Mühlböck – Gesang, Gitarren, Variophon
Lutz Rahn – Tasteninstrumente
Hartwig Biereichel – Schlagzeug


Gastmusiker:

Heinz Fröhling – Bass
Manfred Seegers – Saxophon „Kleinwenig mehr“


Label: Vertigo


Erscheinungsjahr: 1983


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Fährmann (4:54)
2. Ich will hier ’raus (4:08)
3. Abschied (3:50)
4. Keiner kann gewinnen (7:38)
5. Kleinwenig mehr (3:40)
6. Sterntaucher (4:38)
7. Grenzen (6:33)
8. Sinus (5:46)

Gesamtspieldauer: 41:11




Ab dem Jahr 1981 veröffentlichten Novalis bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1985 jährlich ein neues Album. „Sterntaucher“ erschien im Jahr 1983 und ist ganz im Stile der 80er Jahre und der Veröffentlichungen von Novalis davor und danach gehalten. Man hört auf der Platte eine Mischung aus Pop und Rock, die eher belanglos denn spannend klingt.

Zum größten Teil erklingt auf „Sterntaucher“ radiotaugliche Musik, wenn auch die Laufzeit des einen oder anderen Titels dies wohl verhinderte. Doch die allgemeine Massentauglichkeit ist der Musik auf dem Album nicht abzusprechen. Man hört unaufgeregten, poppigen Rock, ohne großartige Tiefe und Abwechslung. Einmal mehr sind es auch auf „Sterntaucher“ die Texte, die heutzutage einfach nicht mehr wirken und fast schon peinlich klingen. Es sei mal dahingestellt, ob dies im Jahr 1983 anders wirkte.

Höhepunkte, also Lieder, die länger hängenbleiben und einen bewegen diese Scheibe öfters aufzulegen, findet man auf „Sterntaucher“ nicht. Nachdem Novalis mit dem letzten Album „Neumond“ schon im Weltraum nicht fündig wurde, so verhält sich dies bei „Sterntaucher“ ebenso. Fred Mühlböck ist zudem kein Rocksänger. Wird es mal musikalisch „härter“, so klingt seine Stimme sehr gepresst und überhaupt nicht überzeugend. Damit ist es schließlich auch nicht weiter überraschend, dass der „Sterntaucher“ mit dem letzten Lied „Sinus“, einer Instrumentalnummer, seinen Höhepunkt doch noch findet – allerdings ohne Gesang. Der ganze Rest des Albums klingt langweilig, belanglos und schon lange überholt.

Fazit: Auf „Sterntaucher“ hört man eine poppig-rockige Mischung, die sich zwar Abseits der damals grassierenden Neuen Deutschen Welle bewegt, allerdings nichts Besonderes oder Hörenswertes mehr beinhaltet. Nur an wenigen Stellen des Albums lohnt es sich aufzuhorchen und man kann in die Musik etwas tiefer einsteigen. Aber das sind deutlich zu wenige Stellen. Dennoch stellt diese Platte eine deutliche Steigerung zur vorherigen Veröffentlichung „Neumond“ dar. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Sinus



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