Freitag, 1. Januar 2021

A.R. & Machines – Die grüne Reise

 



A.R. & Machines – Die grüne Reise


Besetzung:

Achim Reichel – guitars, echo-machines, vocals


Gastmusiker:

Dicky Tarrach – drums, vocal percussion
Hans "Flipper" Lampe – percussion


Label: Polydor


Erscheinungsjahr: 1971


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Station 1: Globe - Globus (2:56)
2. Station 1: In The Same Boat - Im Selben Boot (2:02)
3. Station 2: Beautiful Babylon - Schönes Babylon (5:00)
4. Station 2: I‘ll Be Your Singer – You‘ll Be My Song - Ich Bin Dein Sänger, Du Bist Mein Lied (2:28)
5. Station 3: Body (1:55)
6. Station 3: A Book‘s Blues (1:42)
7. Station 4: As If I Had Seen All This Before - Als Hätt Ich Das Alles Schon Mal Gesehen (5:28)
8. Cosmic Vibration (4:41)
9. Come On, People (2:53)
10. Truth And Probability - Wahrheit Und Wahrscheinlichkeit (11:42)

Gesamtspieldauer: 40:51



Nachdem Achim Reichel mit den von Siggi Loch produzierten Rattlers und der Band Wonderland, die von James Last produziert worden war einige Erfolge – auch umsatztechnisch – eingefahren hatte, wollte er Anfang der 70er Jahre nun mal „kompromisslos sein eigenes Ding“ durchziehen. Nur wusste er noch nie wie er das Anstellen konnte. So saß er abends da, stöpselte nach eigenen Worten seine Gibson Firebird in sein neues Bandgerät Akai X-330D und erhielt bei den ersten Aufnahmen verblüffenderweise ein aus Echos seiner gespielten Akkorde bestehendes Soundgebilde als Ergebnis. Der Grundstein für „sein eigenes Ding“ war gelegt.

Im Jahr 1971 erschien dann das erste Werk von A.R. & Machines, wie Achim Reichel sein Neues „Projekt“ nun nannte. „Die Grüne Reise – The Green Journey“ heißt diese erste Platte und erschien auf dem Plattenlabel Polydor. Und dieses Album ist wahrlich eine Reise, eine psychedelische, experimentelle Reise, während der Sound-Konstrukte, Atmosphären, Rhythmen und Melodien entstehen, um wieder, nur kurze Zeit später, zu vergehen. „Die Grüne Reise“ klingt in allem experimentell und Grenzen auslotend.

Auf über vierzig Minuten Spielzeit hört man spacig-psychedelische Musik, die angereichert wurde mit Wortfetzen, unverständlichen Lauten oder ein paar englischen Worten. Im Falle des letzten Titels „Truth And Probability“ besteht fast das ganze Lied lediglich aus Stimmen, die sich so fast auch auf dem Album „Ummagumma“ von Pink Floyd hätten befinden können. Das klingt nicht immer eingängig, dafür außergewöhnlich und niemals alltäglich.

Fazit: „Die Grüne Reise“ von Achim Reichel ist ein musikalischer Trip der sich lohnt gehört zu werden. Wer sich für Krautrock oder psychedelische Musik interessiert, kann hier einen der deutschen Höhepunkte des Jahres 1971 lauschen. Spannend. Elf Punkte.

Anspieltipps: Beautiful Babylon, As If I Had Seen All This Before, Cosmic Vibration



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