Dienstag, 10. April 2012

Radiohead – Ok Computer





Radiohead – Ok Computer


Besetzung:

Thom Yorke – vocals, guitar, piano
Jonny Greenwood – keyboard, guitar
Phil Selway – drums
Ed O'Brien – guitar
Colin Greenwood – bass


Label: Parlophone / EMI


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Independent, Alternative


Trackliste:

1. Airbag (4:44)
2. Paranoid Android (6:23)
3. Subterranean Homesick Alien (4:28)
4. Exit Music (For A Film) (4:25)
5. Let Down (4:59)
6. Karma Police (4:22)
7. Fitter Happier (1:57)
8. Electioneering (3:51)
9. Climbing Up The Walls (4:45)
10. No Surprises (3:49)
11. Lucky (4:20)
12. The Tourist (5:25)




Was wurde nicht alles über dieses dritte Album der englischen Band Radiohead gesagt und geschrieben. Als es 1997 veröffentlicht wurde, konnte man des Öfteren nachlesen, dass Radiohead mit dieser Scheibe die Musik neu erfunden hätten. Oder aber „Ok Computer“ sei das erste Album des neuen Jahrtausends, so weltbewegend sei es. Nun, zustimmen kann man diesen Aussagen insoweit, dass „Ok Computer“ wirklich ein gutes Musikalbum geworden ist. Ob die Musiker von Radiohead mit dieser Platte allerdings die Musik neu erfunden haben? Nein, ganz bestimmt sogar nicht.

Das Album beginnt mit einem Rocksong. „Airbag“ heißt dieser und das Auffälligste bei der Nummer ist noch der Gesang Thom Yorkes. Alles wirkt ein wenig sphärisch und durchaus auch mal schräg, sodass das Lied zwar interessant ist, einen aber auch nicht unbedingt umhaut. Das könnte schon eher beim nächsten Titel passieren. „Paranoid Android“ umschmeichelt den Hörer mit seiner Melodie und dem Gesang. Nur ab und zu wird dieser Wohlklang, diese Harmonie von einem etwas härteren Part unterbrochen, um dann wieder in einen weiteren, mehrstimmigen und überaus eingängigen Teil überzugehen. Auch die nächste Nummer, „Subterranean Homesick Alien” ist ein ruhigeres Lied. Hier fehlen allerdings die etwas „lauteren“ Passagen und das Lied kann auch sonst nicht so packen, wie es sein Vorgänger noch konnte.

Gleich um Klassen eindringlicher wird es anschließend bei „Exit Music (For A Film)“. Der Zusatztitel ist dabei passend gewählt, denn so könnte man einen Filmabspann trefflich untermalen. Das Lied wirkt so sehnsüchtig, melancholisch und sentimental. Wunderschön ist dabei der Mellotron-Einsatz, der einen Chor imitiert. Mit „Let Down“ wird es dann wieder ein wenig „normaler“, soll heißen, hierbei handelt es sich um einen ruhigen Popsong, der durchaus zu gefallen weiß, allerdings nichts Besonderes darstellt. Letzteres trifft dann aber auf „Karma Police“ zu. Wieder ein richtig guter und eingängiger Titel, der vom Zusammenspiel von Gitarre, Piano und Gesang lebt. Bestens arrangiert hört man hier eine sehr eingängige Nummer, die auch noch über den Text punkten kann.

Mit „Fitter Happier“ wird der Zuhörer anschließend aus allen Träumen gerissen. Eine Computerstimme hält einen Monolog, untermalt vom Piano und jeder Menge sphärischen Tönen. „Electioneering“, Titel Nummer acht, rockt dann sogar und bei „Climbing Up The Walls“ wird es wieder melancholisch und deutlich ruhiger. Eine Gemeinsamkeit haben beide Lieder allerdings, denn eingängig sind beide Stücke. Dies gilt auch für „No Suprises“, einer netten Popnummer, die ein wenig an R.E.M. erinnert.

Blieben noch „Lucky“ und „The Tourist“. Beides wieder eher ruhigere Stücke, die sich ebenfalls nach mehrmaligem Hören ihren Weg ins Musikzentrum des Gehirns bahnen und sich dort festsetzen können. Bei „The Tourist“ hört man auch wieder diesen Mellotron-Chor, der das Stück wieder ein wenig „retro“ klingen lässt. Ansonsten können beide Tracks nicht mehr ganz so überzeugen, wie die Titel am Anfang des Albums.

Fazit: Wer auf meist eingängigen Pop, beziehungsweise Rock steht, dem müsste „Ok Computer“ gefallen. Hier hört man allerdings keine 08/15 Pop-Musik und das Album erschließt sich wohl auch nicht gleich mit dem ersten Hören. Die Musik ist deutlich anspruchsvoller als Durchschnittsware und benötigt mit Sicherheit mehrere Durchgänge, bis sie zündet. Was auf „Ok Computer“ zu hören ist, das ist gut gemachte Pop-Musik. Was allerdings nicht zu hören ist, das ist die bahnbrechende Wende in Bezug auf die Musik am Ende des letzten Jahrtausends. Somit ergibt das zehn Punkte.

Anspieltipps: Paranoid Android, Exit Music (For A Film), Karma Police



Montag, 9. April 2012

Pink Floyd – Obscured By Clouds





Pink Floyd – Obscured By Clouds


Besetzung:

David Gilmour – guitar, vocals, synthesizer
Nick Mason – percussion
Richard Wright – keyboards, vocals, synthesizer
Roger Waters – bass guitar, vocals, synthesizer


Label: EMI


Erscheinungsdatum: November 1972/ 1995 / 2011


Stil: Psychedelic Rock, Soundtrack


Trackliste:

1. Obscured By Clouds (3:05)
2. When You're In (2:31)
3. Burning Bridges (3:30)
4. The Gold It's In The ... (3:08)
5. Wots ... Uh The Deal (5:09)
6. Mudmen (4:18)
7. Childhood's End (4:34)
8. Free Four (4:17)
9. Stay (4:08)
10.Absolutely Curtains (5:51)




Bei dem Album „Obscured By Clouds“ handelt es sich um den Soundtrack zum Film „La Vallée“ von Barbet Schroeder. Damit ist dieses Album, nach „More“, bereits die zweite Zusammenarbeit Pink Floyds mit dem französischen Regisseur. Und festzuhalten bleibt: „Obscured By Clouds“ klingt meist deutlich anders als die Platten, die zeitlich gesehen um dieses Werk herum entstanden sind. Aber immer wieder lassen sich auch Parallelen zu anderen Alben Pink Floyds ziehen. Wie ein Blick in die Credits zeigt, sind hier fast alle Songs in Zusammenarbeit der Musiker entstanden, nur Gilmour (Childhood’s End) und Waters (Free Four) durchbrechen bei zwei Stücken diese Herangehensweise an das Komponieren der Musik. Des Weiteren kommt es auf dieser Platte auch zum ersten Mal zum Einsatz eines Synthesizers, um dessen Bedienung sich mit Wright, Waters und Gilmour gleich drei Bandmitglieder bemühten.

Zwei Instrumentalstücke eröffnen das Album. Da ist zum einen der Titeltrack „Obscured By Clouds“, der ganz von der Gitarre David Gilmours lebt, da hier jeder Ton sehr langgezogen wird. Ansonsten klingt das Lied sogar ein wenig düster und sphärisch. Das ändert sich sofort mit Beginn des zweiten Titels „When You’re In“, der von seiner Machart her durchaus noch ein Part vom Opener darstellen könnte. Doch hier klingt jetzt alles ein wenig treibender, rhythmischer und – asiatisch.

„Burning Bridges“ ist anschließend ein Stück, welches, von der Stimmung her, dann doch ganz gut auch auf „Meddle“ gepasst hätte. Es erinnert sehr an die ruhigeren Lieder auf Seite 1 des Vorgängers. Deutlich härter wird es dann bei „The Gold Is In The …“. Ein netter „Rocker“ und eines der wenigen härteren Lieder im Songkatalog Pink Floyds. Geradezu süßlich und relaxt klingt danach „Wot’s … Uh The Deal“. Und wie „Burning Bridges“ gehört es in die Kategorie jener ruhigeren Nummern, die auch auf dem Vorgängeralbum zu finden sind. „Mudmen“ erinnert dann schon eher an „Atom Heart Mother“. Das Lied ist eine völlig entspannte Instrumentalnummer, die von Richard Wright und David Gilmour geschrieben wurde. Und so verwundert es auch nicht, dass sowohl der Orgel, wie der Gitarre, bei diesem Stück ein sehr großer Raum eingeräumt wurde.

„Childhood’s End“ rockt dann im Anschluss daran erneut, wobei hierbei allerdings auch der psychedelische Ansatz nicht zu kurz kommt. Dazu verfügt das Lied über eine schöne Melodieführung und kann so überzeugen. Auch rockiger gibt sich „Free Four“, allerdings das Geklatsche zur Rhythmusgenerierung ist dabei zumindest gewöhnungsbedürftig. Mit „Stay“ folgt schließlich eine schöne Pianonummer, zu der auch wieder Richard Wright den Gesang beisteuert. Das Stück schwebt fast schon aus den Boxen und wirkt, bis in den letzten Takt hinein, entspannt.

Bliebe noch die letzte Nummer, „Absolutely Curtains“, auf dem Album. Dieses Stück will irgendwie so gar nicht zum Rest des Albums passen, stellt allerdings durchaus einen weiteren Höhepunkt der Platte dar. Hier geht es wieder um Atmosphäre und sonst nichts. Alles schwebt, klingt, tönt, summt und zieht sphärisch seine Kreise, bis das Lied seinem kurzen Höhepunkt in Form eines „Aaahs“ entgegenklettert. Dann klingt das Stück aus und man hört den Mapuga Stamm aus Neuguinea das Lied im Chor beenden. Alles in allem sehr ungewöhnlich und irgendwie auch beeindruckend.

Fazit: “Obscured By Clouds” hat nicht die Klasse von “Meddle”, dem Vorgänger. Und “Obscured By Clouds” nimmt auch nicht diese exponierte Stellung in der Discographie der Band ein wie „The Dark Side Of The Moon“, dem Nachfolger. “Obscured By Clouds” klingt auch sehr viel eher wie ein ganz normales Studioalbum, als wie ein Soundtrack. Klar merkt man, dass mit einigen Stücken Stimmungen erzeugt werden sollen, was wiederum allgemein keine große Überraschung ist bei einer Platte von Pink Floyd. “Obscured By Clouds” ist ein sehr ungewöhnliches Album für Pink Floyd, welches durchaus mit einigen Höhepunkten aufwarten kann, wenn einem die Musik von Pink Floyd gefällt. Mir ist das Ganze zehn Punkte wert.

Anspieltipps: Obscured By Clouds, When You're In, Burning Bridges, Mudmen, Childhood’s End, Absolutely Curtains



Sonntag, 8. April 2012

Talk Talk – Spirit Of Eden





Talk Talk – Spirit Of Eden


Besetzung:

Mark Hollis – vocals, piano, organ, guitar
Lee Harris – drums
Paul Webb – bass


Gastmusiker:

Tim Friese-Greene – harmonium, piano, organ, guitar
Martin Ditcham – percussion
Robbie McIntosh – dobro, 12 string guitar
Mark Feltham – harmonica
Simon Edwards – mexican bass
Danny Thompson – double bass
Henry Lowther – trumpet
Nigel Kennedy – violin
Hugh Davies – shozygs
Andrew Stowell – bassoon
Michael Jeans – oboe
Andrew Marriner – clarinet
Christopher Hooker – cor anglais
Choir Of Chelmsford Cathedral – vocals


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: ArtPop, Postrock


Trackliste:

1. The Rainbow (8:02)
2. Eden (7:40)
3. Desire (7:17)
4. Inheritance (5:24)
5. I Believe In You (6:16)
6. Wealth (6:44)




Mein Gott kann sich eine Band ändern. Nur wenige Jahre zuvor standen Talk Talk für eingängigen Synthie-Pop, der radio- und zugleich discotauglich war. Da wurde mit in die Ohren gehenden Melodien und groovenden Rhythmen abgetanzt, was das Zeug hält. Dann jedoch setze eine Entwicklung ein, die 1988, mit dem vierten Album der Briten um Mark Hollis, ihren Höhepunkt fand. Nicht mehr mainstreammäßiger Pop war angesagt, keine Hitparaden oder Charts galt es mehr zu erklimmen, progressive Musik in Form eines gewissen Minimalismus wurde dem geneigten Hörer jetzt serviert. Und das bei einem Label wie EMI – nicht auszudenken, wie die entsprechenden Manager damals bei der ersten Präsentation der Musik reagiert haben.

Was sich auf der dritten Veröffentlichung „The Colour Of Spring“ schon bei dem einen oder anderen Song andeutete, das wurde hier auf „Spirit Of Eden“ perfektioniert. Nicht die Melodie oder der Rhythmus stehen im Mittelpunkt, es ist die Atmosphäre, die über die Musik transportiert wird, die den zur Verfügung stehenden Raum einnimmt. Nicht wenige Talk Talk Fans der ersten Stunde werden die Hände über den Kopf zusammengeschlagen haben, als sie „Spirit Of Eden“ das erste Mal hörten. Der Wiedererkennungswert liegt ganz klar in der nuschelnden Stimme Mark Hollis, das war es dann aber auch schon.

Die Instrumente in den einzelnen Liedern werden meist nur angespielt, soll heißen, sie stehen, wie alles auf dem Album, irgendwie im Hintergrund. Nur ganz, ganz selten wird es mal lauter oder krachiger. „Eden“ zum Beispiel lebt von diesem Spiel zwischen laut und leise. Immer wieder gibt es in diesem Stück Abschnitte, die sich in den Vordergrund spielen, um sich dann, nur wenige Augenblicke später, wieder zurückzuziehen. Beim Opener „The Rainbow“ werden diese Akzente durch eine Mundharmonika gesetzt, bei „Desire“, dem dritten Titel des Albums, beteiligt sich die ganze Band an diesem musikalischen Stilmittel.

Bei den folgenden Stücken schreitet der Minimalismus der Musik auf „Spirit Of Eden“ noch weiter voran und findet seinen Höhepunkt im letzten Stück des Albums, „Wealth“. „Wealth“ ist das ruhigste Lied, welches ich je gehört habe. Noch stiller, noch leiser, noch zurückhaltender kann Musik gar nicht mehr sein.

Fazit: Ein unglaublich ruhiges, allerdings auch intensives Album haben Talk Talk mit ihrer vierten Veröffentlichung „Spirit Of Eden“ auf den Markt gebracht. Dass dieses Album musikalischer Selbstmord war, das steht außer Frage. Ganz gewiss ist das keine Musik für jeden. Der- oder diejenige, der oder die Talk Talk durch die ersten Platten schätzen- und lieben gelernt hat, sollte vor dem Kauf von „Spirit Of Eden“ unbedingt erst mal in die Musik reinhören. Hier erschließen sich dem Hörer völlig andere Klangwelten. Klangwelten, die einen in der richtigen Stimmung packen können und so schnell nicht mehr loslassen werden. „Spirit Of Eden“ ist eine gute, allerdings auch sehr schwere Platte, für die es zehn Punkte gibt.

Anspieltipps: Alle sechs Titel.



Samstag, 7. April 2012

Electric Light Orchestra – Out Of The Blue





Electric Light Orchestra – Out Of The Blue


Besetzung:

Jeff Lynne – lead vocals, backing vocals, guitars, wurlitzer, mini-moog, percussion
Richard Tandy – moog, wurlitzer, piano, mellotron, clavinet, guitar
Kelly Groucutt – vocals, backing vocals, guitar, bass, percussion
Bev Bevan – drums, percussion, backing vocals
Mik Kaminski – violin
Hugh McDowell – cello
Melvin Gale – cello


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Pop, Mainstream


Trackliste:

1. Turn To Stone (3:48)
2. It's Over (4:08)
3. Sweet Talkin' Woman (3:50)
4. Across The Border (3:53)
5. Night In The City (4:02)
6. Starlight (4:28)
7. Jungle (3:52)
8. Believe Me Now (1:21)
9. Steppin' Out (4:40)
10. Standin' In The Rain (4:20)
11. Big Wheels (5:09)
12. Summer And Lightning (4:11)
13. Mr. Blue Sky (5:06)
14. Sweet Is The Night (3:28)
15. The Whale (5:02)
16. Birmingham Blues (4:23)
17. Wild West Hero (4:42)

Gesamtspieldauer: 1:10:23




Das ehemalige Doppelalbum, „Out Of The Blue“, ist das siebte Album der britischen Band Electric Light Orchestra. Und dieses Album hat wirklich überhaupt nichts mehr mit den Alben zu tun, die nur wenige Jahre zuvor entstanden sind. ELO ist mit „Out Of The Blue“ endgültig im Pop angekommen. Was zunächst nicht unbedingt was Schlechtes bedeuten muss. Zudem sind die Stücke alle absolut perfekt arrangiert, das betrifft die Musik genau wie den Gesang. Perfekter geht es wohl kaum.

Und dieses Album war erfolgreich. Es verkaufte sich millionenfach. Nun und wenn man diese Musik in seiner Jugend gehört hat, dann hat man sicherlich auch jede Menge Anknüpfungspunkte, Erinnerungen und Erlebnisse, die man mit diesen Klängen in Verbindung bringt. Ob sich diese allerdings für heutige Ohren auch noch interessant anhören? Irgendwie schwer zu glauben. Denn es ist eben Pop, sehr eingängige Pop Musik, die allerdings leider allzu oft eben nicht hängenbleibt. Stimmt auch nicht ganz, denn auf dem Album sind schon einige Perlen zu finden. Stücke, die sich aus dem restlichen, radiotauglichen, nicht weiter belastenden mainstreamsumpf herausheben.

Da ist zum Beispiel das alles überragende „Mr. Blue Sky“. Ein Popsong wirklich absolut erster Güte. Wenn es Frühling wird, die ersten Sonnenstrahlen treffen den Körper und man hört „Mr. Blue Sky“, dann wird nicht nur die Haut, nein dann wird sogar das Herz erwärmt. Bei diesem Stück wird die Stimmung der Musik 1:1 im Text wiedergegeben. Begeisternd gemacht, mit all den Stilmitteln, den Chören und mehrstimmigen Gesängen. Ein Höhepunkt im Schaffen des Electric Light Orchestras.

Auch das kurze „Believe Me Now” kann überzeugen. Man hört getragene Musik, wunderschöne Streicherarrangements und dann diese Computerstimme, die für ELO der damaligen Zeit so typisch war. Ein guter Track, leider viel zu kurz. Und auch Titel Nummer 10, „Standin' In The Rain“ ist ein tolles Lied. Ganz nett der Gag ziemlich zu Beginn, in dem sich aus einem Donnergrollen eine Stimme entwickelt. Und auch hier gilt wieder: Klasse Melodie, toll arrangiert, Abwechslung fast im 5-Sekunden-Takt. Dazu die Rhythmuswechsel und der mehrstimmige Gesang. Das hat was.

Nun, das war es allerdings auch schon mit der Herrlichkeit. Klar finden sich auf dem Album noch so Lieder wie „Turn To Stone“, „Sweet Talkin' Woman“, „It’s Over“ oder ein poppiger Rock‘n’Roll wie „Across The Border“. Alles dann doch Popsongs, die man, ohne, dass man sie vorher gehört hätte, sofort dem Electric Light Orchestra zuordnen könnte. Absolut typisch in ihrer Machart, vielleicht sogar in einzelnen Abschnitten „ganz nett“. Aber das war es dann auch schon.

Zudem befinden sich auf „Out Of The Blue“ dann auch solch schlechte Disco-Pop-Stücke wie „Night In The City“ oder aber vor Schmalz triefende Nummern wie „Big Wheels“, „Steppin‘ Out“ und „Summer And Lighting“. Ich glaube es gibt überhaupt kein Lied, welches mit der Zeile „I have waited for your love for so long” beginnt und dann doch noch gut ist. Nein, das funktioniert einfach nicht. „Sweet Is The Night“ startet noch ganz nett, geht dann allerdings auch in das Schwülstige über. Ebenso zu dieser Kategorie Lieder gehört „Wild West Hero“. Bei diesem Titel findet sich jedoch noch eine schöne Melodie, die den Track etwas erhebt.

„The Whale“ ist zunächst sphärisch, dann poppig und wieder langweilig. „Bluesig“ wird es bei „Birmingham Blues”, ohne, dass das Lied einen packt. Und ganz peinlich hören sich „Starlight“ und „Jungle“ an. Da wird es dann ganz, ganz schlecht. Ist das Disco? Sollen hier „Earth, Wind and Fire“ imitiert werden? Unsäglich.

Fazit: Nein, auf „Out Of The Blue“ befinden sich nicht nur mäßige Pop-Stückchen, die schnell wieder vergessen sind. Da gibt es auch Highlights. Die sind allerdings so dermaßen in der Unterzahl, sodass der nervige Eindruck irgendwie überwiegt. Und das unterscheidet das Electric Light Orchestra auch von anderen Bands dieser Zeit wie zum Beispiel Queen oder Supertramp. Denn diese Formationen haben es deutlich häufiger geschafft, sehr viel mehr „zeitlose Musik“ auf eine Platte zu pressen, als dies ELO in der zweiten Hälfte der 70er Jahre gelungen ist. Sechs Punkte – hauptsächlich wegen „Mr. Blue Sky“.

Anspieltipps: Believe Me Now, Standin' In The Rain, Mr. Blue Sky



Freitag, 6. April 2012

Golden Earring – Cut





Golden Earring – Cut


Besetzung:

George Kooymans – lead guitar, vocals
Barry Hay – vocals, guitar
Rinus Gerritsen – bass, keyboards
Cesar Zuiderwijk – drums


Gastmusiker:

Robert-Jan Stips – synthesizer tracks 3, 7
Hans Hollestelle – horn arrangements track 1


Label: CNR Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Rock


Trackliste:

1. The Devil Made Me Do It (3:25)
2. Future (5:25)
3. Baby Dynamite (5:15)
4. Last Of The Mohicans (4:09)
5. Lost And Found (4:00)
6. Twilight Zone (7:58)
7. Chargin' Up My Batteries (4:17)
8. Secrets (4:04)

Gesamtspieldauer: 38:33




Viele Bands, die in den 70er Jahren tolle Alben veröffentlichten, konnten diese „Form“ nicht mit in das neue Jahrzehnt hinüberretten. Und nicht viel anders ist das auch bei der holländischen Band Golden Earring. Diese war von jeher zwar eine Rock-Band, wurde allerdings auch durch ihre progressiven Kompositionen Anfang bis Mitte der 70er Jahre erfolgreich und berühmt. Danach lief es nicht mehr so gut und erst das Album „Cut“ sollte Golden Earring den Erfolg wieder etwas zurückbringen.

Dies lag allerdings einzig und allein an einem Stück, welches sich auf dem Album „Cut“ befand. Die längste Nummer auf der Platte, „Twilight Zone“, ist wahrlich der Bringer. Ein kraftvoller Titel, der alle Zutaten eines tollen Rock-Songs in sich vereint. Hier gibt es den treibenden Groove, der das Mitwippen des Fußes fast erzwingt. Hier gibt es die klasse, ins Ohr gehende Melodie, die sofort hängenbleibt, dabei aber in keinster Weise platt ist. Und da gibt es einen mitreißenden Instrumentalpart in der Mitte des Stücks, der von einem treibenden Bass ununterbrochen angetrieben wird. Dazu gesellt sich dann ein intelligentes und packendes Gitarrensolo, bis sich alles wieder in Form der Strophe auflöst. Wahrlich klasse gemacht und auch ein Highlight im Schaffen von Golden Earring überhaupt. Zudem ein Höhepunkt in der Musik der frühen 80er Jahre, denn so viele Stücke, in dieser Machart, gab es damals nämlich nicht mehr.

So, nun zum Rest des Albums. „The Devil Made Me Do It“ kommt allzu mainstreammäßig daher, auch wenn die Bläser eine nette Bereicherung darstellen. „Future“, Lied Nummer 2 auf „Cut“, groovt zwar zunächst ganz nett, ist allerdings auch stark auf den Massenmarkt ausgerichtet. Es ist irgendwie nicht schlecht, dieses Stück, haut einen allerdings auch nicht vom Hocker. „Baby Dynamite“ unterscheidet sich dahingehend von den ersten beiden Songs, da es deutlich ruhiger ist. Leider auch noch einen Tick langweiliger. Interessant klingen hier vor allem, die am Synthesizer erzeugten Flötentöne, die im Hintergrund zu hören sind.

„Last Of The Mohicans“ rockt wieder ein wenig mehr. Viel mehr kann man zu diesem Track allerdings kaum sagen beziehungsweise schreiben, da er noch deutlich schlechter, als die vorherigen Titel ist. Das ist Belanglosigkeit pur. Langweilige Melodie und eine dem Klatschen nachempfundene Rhythmusunterstützung. Fast schon traurig, wenn man an die großen Songs von Golden Earring denkt. Mit „Lost And Found“ geht es weiter. Und es geht glücklicherweise wieder etwas besser weiter. Zumindest die Strophe kann bei diesem Track überzeugen. Der Refrain, wenn auch kurz, ist dann schon wieder drei Kategorien schlechter. Es wirkt fast so, als ob den vier Holländern da überhaupt nichts eingefallen wäre. Aber so ein Lied muss doch einen Refrain haben…

Es folgt „Twilight Zone“. Zu dem Stück wurde oben schon alles gesagt. „Chargin‘ Up My Batteries“ heißt die siebte Nummer des Albums. Die Gitarre erinnert bei diesem Lied sogar ein wenig an „Twilight Zone“. Ansonsten gilt hier, wie auch schon bei den anderen Tracks des Albums: Das ist wahrlich nicht viel, was dem Hörer da kredenzt wird. Irgendwie einfallslos, eintönig und wieder einmal langweilig. Bliebe als Abschluss noch „Secrets“. Nein, es wird nicht besser. Fast scheint es so, als ob die Musiker mit „Twilight Zone“ ihr Pulver vollständig verschossen hatten. Schade.

Fazit: Außer dem Lied „Twilight Zone“ ist dieses Album langweilig, stinklangweilig sogar. Auf den anderen sieben Titeln der Platte ist nichts zu hören, was diese CD in irgendeiner Art und Weise aufwerten würde. Da hört man nur 08/15 Songs, die ins eine Ohr hineingehen, aus dem anderen wieder verschwinden. Nichts für längere Zeit. Das wird den eingefleischten Golden Earring Fan natürlich nicht vom Kauf der Platte abhalten. Soll es auch gar nicht, denn ein Track lohnt sich ja auf jeden Fall. Und so bekommt „Cut“ sechs Punkte, allerdings auch nur wegen – klar, „Twilight Zone“.

Anspieltipps: Twilight Zone







Donnerstag, 5. April 2012

Styx – The Grand Illusion





Styx – The Grand Illusion


Besetzung:

John Panozzo – drums, percussion and vocals
Tommy Shaw – acoustic, electric and 12 string guitars and vocals
Dennis De Young – keyboards, vocals and synthesizers
James Young – guitars and vocals
Chuck Panozzo – bass guitar and vocals


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Bombast Rock, Symphonic Rock


Trackliste:

1. The Grand Illusion (4:37)
2. Fooling Yourself (The Angry Young Man) (5:32)
3. Superstars (3:55)
4. Come Sail Away (6:07)
5. Miss America (5:02)
6. Man In The Wilderness (5:51)
7. Castle Walls (5:59)
8. The Grand Finale (1:58)




Ja, es ist wohl das Etikett “Bombast Rock” welches die Musik von Styx auf “The Grand Illusion” am besten trifft. Und auch Mainstream ist da zu hören, jedoch auch ein paar Prog-Einflüsse sind zu entdecken. Und dann gibt es da noch die Pop-Abschnitte, neben den Rock Teilen. Alles in allem ganz schön vielschichtig, was Styx hier 1977, auf ihrem siebten Album, veröffentlichten.

Der Titeltrack „The Grand Illusion“ ist gleichzeitig auch der erste Track des Albums. Was wie ein Marsch beginnt, entwickelt sich zu einem schönen Pop-Song, der im Mittelteil auch richtig rockt. Und gleich auf diesem ersten Lied bekommt man eine sehr eingängige Melodie mit der Musik serviert, mit der die Band den Hörer immer wieder einfangen und fesseln kann. Von der Qualität her in eine ähnliche Kategorie fällt „Fooling Yourself“. Eingeleitet mit einem Keyboardlauf, entwickelt sich dann ein munterer Popsong, wieder mit eingängiger Melodie und einem weiteren Markenzeichen von Styx: dem perfekt arrangierten und mehrstimmigen Gesang aller Bandmitglieder. Das Ganze wird immer wieder unterbrochen durch kurze Einschübe der Akustikgitarre, sodass die Nummer immer spannend und abwechslungsreich bleibt.

„Superstars“, der dritte Titel auf „The Grand Illusion“, wurde dann von Young, De Young und Shaw in gemeinsamer Arbeit geschrieben. Und vielleicht trifft hier der Spruch zu, dass viele Köche den Brei verderben. Denn dieses Stück kann nun nicht mehr richtig überzeugen. Eine eingängige Melodie, wie die der ersten zwei Nummern, geht dem Stück ein wenig ab und im Refrain entwickelt sich das Lied zu einem richtigen Schmachtfetzen: „You and I, We will climb so high, Superstars, Whoa whoa you and I“. Nein dieser Titel kann deutlich weniger packen.

„Come Sail Away“ ist eine Ballade, die in den USA als Singleauskopplung sogar unter die Top Ten kam. Und schön hört sich das Lied wirklich an. Schön getragen, ein wenig melancholisch, ein bisschen sentimental. Dann wird etwa gegen Mitte des Stücks die nächste Stufe gezündet und der Titel entwickelt sich zu einem Rock Song mit schweren Gitarren und treibenden Beats. Natürlich nur kurz, denn dann wird es sphärisch, dann sphärisch poppig, anschließend erneut rockig und schließlich wird alles ausgeblendet. Interessant wie es Styx schaffen, so viel verschiedene Musikstile in diesen sechs Minuten unterzubringen, ohne, dass das Ganze überfrachtet wirken würde.

„Miss America“, Titel Nummer fünf, ist ein Rocker. Hier bewegen wir uns jetzt schon sehr in Mainstream Gefilden. Klar, das Stück ist sehr eingängig, aber irgendwie auch nichts Besonderes. Lieder dieser Art hat man schon öfters und auch bereits von anderen Bands gehört. Deutlich interessanter wird es dann bei „Man In The Wilderness“. Eine Rockballade, auch keine Erfindung von Styx, allerdings ist dieses Stück wieder mit einer wunderschönen Melodie ausstaffiert worden, die einfach Spaß macht, ins Ohr geht und zum Mitsingen, zumindest Mitsummen, verleitet. Und auch hier gibt es wieder einen rockigeren Teil zu hören, der mit einem schönen Gitarrensolo aufwarten kann, bis es wieder in den balladesken Part übergeht, der nun noch ein wenig bombastischer klingt.

Auch der nächste Titel, „Castle Walls“, kann überzeugen, allerdings erneut auf eine ganz andere Art und Weise. Mit einem schönen, eingängigen und spinettartigen Keyboardlauf wird das Lied eingeleitet. Und dann entwickelt sich wieder dieser typische Styx-Sound aus Bombast und mehrstimmigem Gesang. Unterbrochen wird das Ganze schließlich durch einen Instrumentalpart, bei dem das Keyboard im Vordergrund steht. Alles wieder sehr melodisch und bombastisch, bis schließlich eine E-Gitarre das Zepter schwingt und das Stück anschließend wieder in den Gesangsteil übergeht. Auch hier erneut: Viele verschiedene Teile eines Liedes, die allerdings perfekt zusammenpassen und in keinster Weise irgendwie aneinander gestückelt wirken.

Beim letzten Stück „The Grand Finale“ wird teilweise noch mal das Lied „Superstars“ aufgegriffen. Ansonsten ist die Nummer kurz und nichts Besonderes mehr.

Fazit: „The Grand Illusion“ ist eine interessante Platte geworden. Auf ihr gibt es richtig gute Songs und deutlich weniger Ausfälle zu hören, als auf den CD’s, die in den achtziger und neunziger Jahren, von der amerikanischen Formation Styx, veröffentlicht werden sollten. Und dabei ist die Musik von Styx hier auch noch unglaublich facetten- und abwechslungsreich. Bei „The Grand Illusion“ handelt es sich um ein Album, für welches es sich lohnt mal ein Ohr zu riskieren, denn hier befindet sich die Band auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft. Dafür gibt es elf verdiente Punkte.

Anspieltipps: The Grand Illusion, Come Sail Away, Man In The Wilderness, Castle Walls



Mittwoch, 4. April 2012

Pink Floyd – Relics



















Pink Floyd – Relics


Besetzung:

Syd Barrett – guitar & vocals
David Gilmour –guitar & vocals
Nick Mason – drums, percussion
Richard Wright – organ, piano, mellotron & vocals
Roger Waters – bass guitar & vocals


Label: EMI


Erscheinungsdatum: Mai 1971 / 1995 / 2011


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Arnold Layne (2:57)
2. Interstellar Overdrive (9:43)
3. See Emily Play (2:54)
4. Remember A Day (4:29)
5. Paintbox (3:33)
6. Julia Dream (2:37)
7. Careful With That Axe, Eugene (5:46)
8. Cirrus Minor (5:18)
9. The Nile Song (3:26)
10. Biding My Time (5:18)
11. Bike (3:22)




Kurz was zum Cover des Albums. Bei dem handelt es sich in der ursprünglichen Version um eine Zeichnung von Nick Mason, auf der ein ganz ungewöhnliches, orgelähnliches Musikinstrument dargestellt ist. Auf der remasterten CD-Ausgabe aus dem Jahr 1995, kann man dieses „Instrument“ dann als Nachbau bewundern.

Nun zur Musik der Platte. “Relics” ist kein “Best Of…”-Album. Vielmehr handelt es sich hierbei um Resteverwertung. Allerdings muss dabei auch festgestellt werden, dass einige der Songs bereits auf früheren Platten Pink Floyds erschienen. Auf „The Piper At The Gates Of Dawn“ findet man die Stücke „Interstellar Overdrive“ und „Bike“. Auf „A Saucerful Of Secrets“ wurde bereits “Remember A Day” veröffentlicht und vom Soundtrack zum gleichnamigen Film „More“ stammen die Stücke „Cirrus Minor“ sowie „The Nile Song“. Sicherlich ein Nachteil für den Erwerb der Platte, dass diese Titel auch in absolut derselben Version nochmals auf „Relics“ erscheinen.

Ein wenig anders sieht es bei dem Stück „Careful With That Axe, Eugene“ aus. Dieser Titel war zwar noch nicht mit einer Studioversion auf einem regulären Album vertreten, allerdings wurde die Live-Version dieser Nummer bereits auf „Ummagumma“ veröffentlicht. Und dort war die Umsetzung des Liedes deutlich länger, packender und fesselnder.

Nun, blieben von den elf Liedern noch fünf übrig, die bisher noch nicht auf einer LP erschienen waren. Da ist zum einen die erste Single Pink Floyds zu hören. Diese erzählt die Geschichte von „Arnold Layne“, einem Wäscheliebhaber, der nachts losschleicht, um sich mit diversen Damen-Wäschestücken von Wäscheleinen einzudecken. Eine Pop-Nummer, eingängig und nicht besonders aufregend und schon gar nicht psychedelisch, die noch aus der Feder Syd Barretts stammt.

Auch „See Emily Play“ hat Syd Barrett komponiert. Und dieses Stück stellt die zweite Single der Engländer dar und klingt schon deutlich mehr nach dem, für das Pink Floyd vor allem am Anfang ihrer Karriere standen, nämlich Psychedelic Rock. Dazu besitzt das Lied auch noch eine eingängige Melodie und schaffte es so, 1967 bis auf Platz 6 der englischen Charts vorzudringen.

Die nächsten beiden Stücke „Paintbox“ und „Julia Dream“ bildeten Single B-Seiten. „Paintbox“ schrieb Richard Wright und ist ein richtig guter Song. So ein Gute-Laune-Lied, welches einfach Spaß macht. „Julia Dream“ dagegen, geschrieben von Roger Waters, klingt irgendwie verwunschen und mystisch. Das Stück ist zwar zuckersüß, hat allerdings was.

Bliebe letztendlich noch „Biding My Time“, ebenfalls aus der Feder Roger Waters‘. Diese Nummer ist eigentlich Teil eines Stücks, welches nur live gespielt wurde und kam auf „Relics“ doch zu der Ehre, auf Platte beziehungsweise CD gebrannt zu werden. Der Titel klingt ein wenig bluesig und wird dann interessanter, wenn die Bläser einsetzen, denn diese läuten den rockigen Teil der Nummer ein, in dem David Gilmour ein ellenlanges Solo hinlegen darf.

Fazit: Nun, „Relics“ ist kein „normales“ Studioalbum, dazu passen einfach die fünf bereits auf Platten veröffentlichten Stücke nicht. Warum diese sich überhaupt erneut ihren Weg auf dieses Album bahnten, wird wohl für immer ein Geheimnis der Band bleiben. Mit „Careful With That Axe, Eugene“ ist auf „Relics“ dazu noch die schlechtere Version veröffentlicht worden. Blieben noch die fünf bisher auf Platte unveröffentlichten Lieder. Die lohnen den Kauf - allerdings wohl nur, wenn man eingefleischter Pink Floyd Fan ist und alles von dieser Band besitzen möchte. Die Musik auf der Scheibe ist gut, was nervt sind eben diese Déjà-Vu‘s, daher nur neun Punkte.

Anspieltipps: Die bisher auf Platte unveröffentlichten Lieder: Arnold Layne, See Emily Play, Paintbox, Julia Dream und Biding My Time



Dienstag, 3. April 2012

Stefanie Hertel – Hast Du Zeit für ein paar Träume?




Stefanie Hertel – Hast Du Zeit für ein paar Träume?


Besetzung:

Stefanie Hertel – Gesang


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: East West Records


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Volkstümlicher Schlager


Trackliste:

1. Hast Du Zeit für ein paar Träume (3:34)
2. Alles geht, wenn man es wirklich will (2:57)
3. Ich hab ein Handy in meinem Herzen (3:32)
4. Noch dreimal wird der Kirschbaum blüh'n (3:06)
5. Goldene Hände (3:19)
6. Immer wieder Sehnsucht (3:14)
7. Ein kleines Blatt am Baum des Lebens (3:19)
8. Mit einem Koffer voller Sonnenschein (2:50)
9. Ein Geschenk des Himmels (3:07)
10. Mach ein Geschenk aus Deinem Leben (3:27)
11. Espresso Italiano (3:59)
12. Ich bin immer da, wo die Musi spielt (2:56)

Gesamtspieldauer: 39:25




„Hast Du Zeit für ein paar Träume?“ fragt Stefanie mit dem Titel ihres fünften Studioalbums aus dem Jahr 1996. Veröffentlicht wurde die Scheibe einmal mehr auf dem Plattenlabel East West Records und auch das Komponistenduo blieb der Vogtländerin erhalten. Die Musik schrieb Jean Frankfurter, die Texte verfasste Irma Holder.

Um die Frage der Stefanie gleich zu beantworten, „Nein, habe ich nicht“, denn es wären auf dieses Album bezogen definitiv Alpträume. Musik und Texte sind mit das Primitivste, was man sich vorstellen kann. Alle Lieder klingen praktisch identisch und sind fast nicht auszuhalten. Auf „Hast Du Zeit für ein paar Träume?“ hört man sehr schlechte Schlagermusik, bei der, um dem volkstümlichen Anstrich auch Genüge zu tun, noch ein paar idiotische Bläsereinlagen zu hören sind. Dazu hört man Texte, für die man sich beim Hören schämt. Die Lieder wurden zum Teil absolut sinnfrei gereimt, um des Reimens Willen und neunmalkluge Botschaften werden versendet, die bereits in den Titeln wie „Alles geht, wenn man es wirklich will“ oder „Mach ein Geschenk aus Deinem Leben“ präsentiert werden. Unfassbar schlecht.

Fazit: Im Grunde genommen verbietet sich die Zeitverschwendung über diese Platte viele Worte zu verlieren beziehungsweise etwas darüber zu lesen. Ich kenne jede Menge Musik und bin mir wahrlich nicht sicher, ob „Hast Du Zeit für ein paar Träume?“ nicht die allerschlechteste Platte ist, die ich jemals gehört habe. Unter den miesesten Top 3 ist sie auf jeden Fall. Null Punkte.

Anspieltipps: Hast Du Zeit für ein paar Träume?



Montag, 2. April 2012

The Killers – Sam’s Town





The Killers – Sam’s Town


Besetzung:

Brandon Flowers – vocals, keyboards, bass
Dave Keuning – lead-guitar, backing vocals
Ronnie Vannucci – drums, percussion
Mark Stoermer – bass, rhythm-guitar, backing vocals


Gastmusiker:

Corlene Byrd – backing vocals on “Why Do I Keep Counting?”
Louis XIV – backing vocals on “Sam’s Town”, “My List”
Tommy Marth – saxophones
Neeraj Khajanchi – trombone
Adrina Hanson, Maryam Haddad, Tristan Moyer – backing vocals


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Pop Rock, Alternative


Trackliste:

1. Sam's Town (4:06)
2. Enterlude (0:50)
3. When You Were Young (3:40)
4. Bling (Confession Of A King) (4:08)
5. For Reasons Unknown (3:32)
6. Read My Mind (4:07)
7. Uncle Jonny (4:26)
8. Bones (3:47)
9. My List (4:08)
10. This River Is Wild (4:38)
11. Why Do I Keep Counting? (4:24)
12. Exitlude (2:27)




Nein, schlecht ist auch das zweite Album der „Killers“ nicht. Auch auf „Sam’s Town“ aus dem Jahr 2006, bekommt der Hörer wieder eingängigen Gitarrenrock zu hören, der meist noch intelligent vom Keyboard unterstützt wird. Alle Stücke haben diesen gewissen „Gute-Laune-Faktor“, der manche Musik zu einem guten Begleiter durch den Tag werden lässt. Und so fällt es wirklich schwer, einen richtig schlechten Song auf „Sam’s Town“ auszumachen – auch wenn man immer und immer wieder hinhört. Nein, man findet irgendwie keinen, solange man auch sucht.

Und umgekehrt, was ist mit den richtig guten Stücken, die begeistern, einen packen und nicht mehr loslassen? Nun, im Überfluss sind diese Titel leider auch nicht auf „Sam’s Town“ vertreten. Aber es gibt sie, die guten, die besseren Nummern. Ein Highlight der Platte ist sicherlich der Titeltrack und gleichzeitig das erste Stück auf dem Album. „Sam’s Town“ ist eine gute Rocknummer, die ziemlich schnell ins Ohr geht und einfach gefällt. Da ist dieser treibende Rhythmus und die eingängige Melodie, die beide zum Mitwippen animieren und beim Hören einfach Spaß bereiten. Gefolgt wird dieses Stück von der kleinen, ruhigen und unaufgeregten Nummer „Enterlude“. Nicht schlecht so ein Einschub, denn der erzeugt Abwechslung.

Die zum Stück „Sam’s Town“ geschriebenen Worte treffen fast genauso auf den vierten Titel „Bling (Confession Of A King)“ zu. Auch hier wird man mit einer schönen Melodie beglückt, die in Verbindung mit dem „Groove“ des Liedes eine gute Nummer entstehen lassen. Noch einen Tick besser wird es bei “Why Do I Keep Counting?” Das liegt nicht zuletzt daran, dass dieses Stück ein klein bisschen ruhiger ist, als die meisten anderen Titel der Platte und allein dadurch schon mal aus der Reihe tanzt. Nun, aber auch „Why Do I Keep Counting?” setzt auf schöne Harmonien und was wirklich gut gelungen ist, das ist der mehrstimmige Gesang, der dem Stück eine tolle Stimmung verleiht. Und gegen Ende wird es fast ein wenig hymnisch – melancholisches Herz, was willst Du mehr?

Bliebe noch die letzte Nummer des Albums zu erwähnen. „Exitlude“, ebenfalls ein ruhigeres Lied, welches fast schon balladenartig beginnt. Wieder findet sich eine schöne Melodie und die Instrumentierung, bestehend aus Akustik-Gitarre und Piano, wissen zu überzeugen. Dazu auch hier ein mehrstimmiger Gesang. Einfach schön gemacht.

Fazit: Ein paar hörenswerte Höhepunkte befinden sich auf “Sam’s Town”. Die restlichen Stücke sind allerdings auch nicht schlecht – ohne jedoch absolute Klasse zu sein. „Sam’s Town“ ist das richtige Album für gute Laune, das man immer wieder gerne anhört. Dabei sind die einzelnen Stücke, bis auf drei, vier Ausnahmen, flotter Natur. Gut gemachte Pop-Rock-Musik, die man manchmal einfach hören möchte. Neun Punkte.

Anspieltipps: Sam's Town, Enterlude, Bling (Confession Of A King), Why Do I Keep Counting?, Exitlude



Sonntag, 1. April 2012

Stefanie Hertel – Ein Lied für jeden Sonnenstrahl




Stefanie Hertel – Ein Lied für jeden Sonnenstrahl


Besetzung:

Stefanie Hertel – Gesang


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: East West Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Volkstümlicher Schlager


Trackliste:

1. Ein Lied für jeden Sonnenstrahl (3:10)
2. Wenn nicht Deine frechen blauen Augen wär‘n (3:29)
3. Auch die Sterne müssen warten (3:29)
4. Max, das kleine Murmeltier (3:12)
5. Wenn a Bua kein Rad'l hat (3:04)
6. So ein Sonntag ohne Fernseh'n (3:09)
7. Komm blas' mir mal die Wolken fort (2:59)
8. Oma, Du verstehst mich nicht (3:07)
9. Lass doch mal die Polka raus (3:32)
10. Komm doch heim (3:35)
11. Alles, was Spass macht (2:40)
12. Wir sind die Fans (3:21)
13. Wir lachen uns einfach die Sonne herbei (2:55)

Gesamtspieldauer: 41:49




Es hatte sich etwas getan, als Stefanie Hertel ihr viertes Studioalbum veröffentlichte. „Ein Lied für jeden Sonnenstrahl“ heißt diese Platte und sie erschien im Jahr 1995 erneut auf dem Plattenlabel East West Records. Was sich ebenfalls nicht veränderte war das Duo, welches Musik und Text schrieb. Erneut war es Jean Frankfurter, der die Musik komponierte und Irma Holder, die sich für die Texte verantwortlich zeigte.

Das, was neu war, war der Umstand, dass Stefanie Hertel inzwischen in der Pubertät war und hier nun auch schon die ersten „zarten“ Liebeslieder zu hören sind. Aber auch das Spiel mit dem „lieben kleinen Mädchen Image“ wird weiter bedient. Beispiel hierfür ist die Nummer „Max, das kleine Murmeltier“. Zumeist ist diese volkstümliche Schlagermischung weiterhin ungenießbar, wenn auch die ein oder andere Melodie besser ins Ohr geht, als noch auf den Scheiben davor. Es gibt ein paar „Stimmungslieder“ zu hören, die so auch im Bierzelt zu hören sein können. Mit dem entsprechenden Pegel würde wohl auch da mitgegrölt werden.

Fazit: Ich bin mir fast sicher, dass Schlagerfans an dieser Scheibe schon etwas mehr Spaß haben dürften, als noch an den vorherigen Veröffentlichungen, die noch nicht mal für diese geeignet waren. Das ein oder andere Stimmungslied passt ins Bierzelt und für Kinder passt so etwas wie „Max, das kleine Murmeltier“. Dieser sozialkritische Ansatz in diesem volkstümlichen Schlager ist glücklicherweise fast verschwunden. Fast. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Max, das kleine Murmeltier



Samstag, 31. März 2012

Oasis – Dig Out Your Soul





Oasis – Dig Out Your Soul


Besetzung:

Liam Gallagher – vocals
Noel Gallagher – vocals, electric guitar, drums, keyboards and electronics
Gem Archer – electric guitar, the bass and keyboards
Andy Bell – the bass, electric guitar, keyboards and tamboura
Zak Starkey – drums


Gastmusiker:

Jay Darlington – mellotron and electronics (7)
National In-Choir – backing vocals (track 2)


Label: Big Brother Recordings LTD.


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Brit-Pop, Rock


Trackliste:

1. Bag It Up (4:40)
2. The Turning (5:05)
3. Waiting For The Rapture (3:03)
4. The Shock Of The Lightning (5:00)
5. I'm Outta Time (4:10)
6. [Get Off Your] High Horse Lady (4:07)
7. Falling Down (4:20)
8. To Be Where There's Life (4:36)
9. Ain't Got Nothin' (2:15)
10. The Nature Of Reality (3:48)
11. Soldier On (4:51)

Gesamtspieldauer CD: 45:54


Bonus DVD:

1. Gold & Silver & Sunshine (Interview) (28:59)
2. The Making Of „The Shock Of The Lightning“ Video (4:15)
3. “The Shock Of The Lightning” Video (4:12)

Gesamtspieldauer DVD: 37:26




Im Jahr 2008 erschien das siebte und bisher letzte Studioalbum der Briten Oasis. Vieles spricht dafür, dass „Dig Out Your Soul“ auch die letzte Veröffentlichung der Band bleiben wird, denn nur ein Jahr nach dem Erscheinen der Platte, trennten sich die Wege der beiden Brüder Noel und Liam Gallagher 2009 im Streit. Während Noel Gallagher nun Solopfade begeht und auch schon ein Solo-Album veröffentlicht hat, ist sein Bruder unter dem Namen „Beady Eye“ aktiv, wobei ihn dabei auch, die an diesem Album hier beteiligten Gem Archer und Andy Bell unterstützen.

Für viele Fans war „Dig Out Your Soul“ nicht mehr die Band Oasis, die sie in den 90ern des letzten Jahrhunderts so zu lieben gelernt hatten. Und wenn man sich das Album anhört, verwundert das nicht unbedingt. Klar ist da immer noch Brit Pop zu hören, aber ein Pop, der sich sehr stark dem Rock angenähert hat. Was natürlich aber nichts über die Qualität der Musik aussagt. Denn die ist wahrlich nicht schlecht. Der erste Song „Bag It Up” ist gleich so eine flottere und härtere Nummer. Die E-Gitarre steht im Vordergrund, aber nichtsdestotrotz verfügt das Lied über eine schöne Melodie, für deren Entfaltung sich Oasis schon immer auszeichneten.

„The Turning“ kommt dann sehr viel relaxter daher. Das Lied lebt zu Beginn von den Drums und wird dann weiter von einem fetten Orgelsound getragen. Das klingt nicht schlecht und lässt Gedanken und Erinnerungen an längst vergangene Musikzeiten aufkommen. Aber nur „retro“ ist das nicht, das ist durchaus Musik aus diesem Jahrtausend. „Waiting For The Rapture” ist im Anschluss daran wieder ein eher “schwererer” Titel. Nicht ganz so melodisch, allerdings geht das Stück durch den immer wieder „erhöhten“ Gesang auch schnell ins Ohr. „The Shock Of The Lightning”, die vierte Nummer des Albums, war auch gleichzeitig die erste Singleauskopplung der Platte. Treibender Beat, schöne Melodie, dichter Sound. Das Lied groovt einfach richtig gut. Die Stimmung des Liedes wird dabei von der ersten bis zur letzten Sekunde kompromisslos durchgezogen. Unterbrochen nur von einem kurzen Instrumentalteil, bei dem man wieder dieser tollen Retro-Orgel lauschen kann. Richtig gut gemacht.

„I'm Outta Time“ bildet dann dazu einen sehr schönen Kontrast. Es ist das erste Lied der Platte, welches nicht von Noel Gallagher stammt. Hier hat sich Liam als Songwriter versucht und dabei eine wunderschön getragene Nummer geschrieben. Ich gebe jedem recht, der behauptet, dieses Stück klingt unglaublich nach Beatles oder noch besser: nach John Lennon. Genau so ist das. Und es klingt gut. Wieder ganz anders hört sich dann “[Get Off Your] High Horse Lady” an. Ein dezent stampfender Rhythmus, eine Telefonstimme und die fast schon hypnotisierend wirkende Musik von Bass und Gitarre. Das Ganze endet schließlich mit einem Strandspaziergang. Jede Menge Vielfalt wird dem Hörer des Albums von Oasis geboten.

„Falling Down“, ist das letzte Stück aus der Feder von Noel Gallagher auf diesem Album, der sich bisher, bis auf die eine Ausnahme, für alle Stücke verantwortlich zeigte. Und wieder zeigt sich, dass er ein richtig guter Songschreiber ist. Toller Rhythmus, klasse Melodie und hier bewegen wir uns jetzt wieder auf dem Terrain des Brit Pop, was in diesem Fall allerdings in keinster Weise bedeuten soll, dass das Lied seicht ist. Das ist es wahrlich nicht. “To Be Where There's Life” von Gem Archer klingt anschließend erneut sehr beatleslike. Hier allerdings wie eines der späteren Werke der Fab Four, wie ein George Harrison Song und das nicht nur wegen der Sitar.

„Ain't Got Nothin'“ stammt aus der Feder von Liam Gallagher. Ein kurzer Titel, recht rockig bis hart, der allerdings nicht so richtig greift und gegen die bisherigen Tracks ein wenig abfällt. Bei „The Nature Of Reality” durfte sich dann auch Andy Bell als Songschreiber versuchen. Auch dieser Song ist wieder eine härtere Nummer, die stampfend eingeführt wird. Dabei besteht die letzte Minute des Liedes aus, na, sagen wir mal „Chaos“ – in bester Live-Rock-Manier. Beschlossen wird das Album dann von „Soldier On”. Hier wird es wieder deutlich melodiöser allerdings auch sphärischer und ein wenig psychedelisch. Und auch dieser fette Orgeleinsatz findet hier wieder seine Rolle. Und so klingt die ganze Platte sehr psychedelisch aus und überrascht bis zum Schluss.

Es gibt neben der normalen Ausgabe auch noch die Limited Edition (neben der Deluxe Version) der CD. Diese Limited Edition kostet meist nicht mal einen Euro mehr und beinhaltet neben der CD noch eine DVD mit dem Video zu “The Shock Of The Lightning”, dessen „Making Of…“ sowie einem knapp dreißig minütigen Interview. Alles nicht essentiell, für Fans allerdings, bei dem Preis, unter Umständen eine lohnende Zugabe.

Nicht unerwähnt sollte hier auch die Verpackung bleiben. Denn da hat sich jemand richtig viel Gedanken gemacht und auch sehr viel Mühe gegeben. Die CD / DVD kommt nicht in Form einer Plastikhülle, sondern in Form eines Hardcover-Buches. Nur die äußere Form entspricht noch der CD. Das Booklet, beziehungsweise die einzelnen Seiten dieses Buches, sind sehr aufwendig und liebevoll gestaltet. Surreale Bilder gibt es da zu sehen, alle ziemlich in orange gehalten. Dazu sind die Texte der Lieder auf den Bildern abgedruckt. Sieht richtig gut aus.

Fazit: Die Platte ist anders, als die Platten früherer Zeiten von Oasis. Was allerdings nichts über die Qualität der Musik aussagt, denn die ist gut. Immer wieder muss sich der Hörer auf etwas Neues einstellen. Somit wird es nie langweilig. Und da dieses „Neue“, dieser andere Stil des nächsten Liedes, auch immer überzeugen kann, ist auch „Dig Out Your Soul“ eine gute Platte geworden, die lohnt, gehört zu werden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Bag It Up, The Turning, Waiting For The Rapture, The Shock Of The Lightning, I'm Outta Time, [Get Off Your] High Horse Lady, Falling Down, Soldier On. Ja, das sind fast alle Stücke.