Sonntag, 4. September 2016

Muscadine – The Ballad Of Hope Nicholls




Muscadine – The Ballad Of Hope Nicholls


Besetzung (Ohne Instrumentenangabe):

Malcolm Walker
Benji Hughes
Stacey Leazer
Jonathan Wilson


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Sire Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1 Alice In Indieland (5:30)
2. Popsicles For Mummy (6:19)
3. Southern Belle (3:05)
4. Mon Petit Chou (2:11)
5. Analexis Dakota (4:06)
6. She Doesn't Want Me (2:41)
7. Saltwater Suntan (3:21)
8. Mr. Music (4:42)
9. Wind Up Doll (3:48)
10. Well (5:28)
11. Dignity (10:51)

Gesamtspieldauer: 52:06




Im Jahr 1995 gründeten die beiden Musiker Jonathan Wilson und Benji Hughes die Band Muscadine. Viel lässt sich über diese Formation nicht mehr herausfinden. „The Ballad Of Hope Nicholls“ war aber ihr erstes und wohl auch letztes Album und wurde im Jahr 1997 auf dem Label Sire Records veröffentlicht. Jonathan Wilson und Benji Hughes veröffentlichten nach ihrer Zeit mit Muscadine allerdings fleißig Solo-Alben.

Zu hören gibt es auf „The Ballad Of Hope Nicholls“ gut gemachten Gitarren-Rock, der im Bereich des Alternative Rock angesiedelt ist. Viele der Lieder gehen gut ins Ohr, am allerbesten dabei die sanfte Nummer „Well“, die auch längerfristig hängenbleibt und den Höhepunkt der Scheibe darstellt. Etwas experimentierfreudiger waren die vier Musiker beim letzten Stück, beim allerletzten, welches sich ziemlich zügig an „Dignity“ in Form eines Hidden Tracks anschließt. Die Pause zwischen beiden Nummern ist nicht sehr lange, nur wenige Sekunden und dann beginnt sie, die Kakophonie der schrägen Töne, die so gar nicht zum Rest der Platte passen will und sich deutlich von den eher melodischen Tönen absetzt.

Ansonsten sind die Lieder auf dem Album gut gemachte Stücke, die allerdings nicht allzu sehr aus dem Rahmen fallen. Mal klingt die Gitarre etwas schwerer, ein anderes Mal sind die Töne deutlich weicher gehalten. Melodiös und eingängig ist das fast immer, ohne dabei jedoch restlos zu überzeugen. Dazu sind die Lieder auf „The Ballad Of Hope Nicholls“ einfach zu sehr im Allgemeinen und Unspektakulären verwurzelt.

Fazit: Ein unaufgeregtes., mit ein paar Höhepunkten versehenes Album ist „The Ballad Of Hope Nicholls“ von Muscadine geworden. Freunde des Alternative Rock werden sicherlich Spaß an der Scheibe haben, die manchmal sehr überzeugt, manchmal allerdings einfach so an einem vorbeiläuft. Trotzdem, ganz sicher kein schlechtes Album. Neun Punkte.

Anspieltipps: Alice In Indieland, Well



Samstag, 3. September 2016

Muse – Black Holes And Revelations




Muse – Black Holes And Revelations


Besetzung:

Matthew Bellamy – lead vocals, lead and rhythm guitars, piano, synthesizers
Christopher Wolstenholme – bass, backing vocals, double bass on “Soldier's Poem”, some synthesizers on “Map Of The Problematique” and “Hoodoo”
Dominic Howard – drums, percussion, brief vocals and electronic drums on "Supermassive Black Hole", buchla 200e on “Take A Bow”


Gastmusiker:

Edoardo de Angelis – first violin on "Take a Bow", "City Of Delusion", "Hoodoo" and "Knights Of Cydonia"
Around Art – strings on "Take A Bow", "City Of Delusion", "Hoodoo" and "Knights Of Cydonia"
Marco Brioschi – trumpet on "City Of Delusion" and "Knights Of Cydonia"


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Take A Bow (4:35)
2. Starlight (3:59)
3. Supermassive Black Hole (3:29)
4. Map Of The Problematique (4:18)
5. Soldier's Poem (2:03)
6. Invincible (5:00)
7. Assassin (3:31)
8. Exo-Politics (3:53)
9. City Of Delusion (4:48)
10. Hoodoo (3:43)
11. Knights Of Cydonia (6:06)

Gesamtspieldauer: 45:31




„Black Holes And Revelations“ heißt das vierte Studioalbum der englischen Band Muse, bei der Sänger und Gitarrist Matt Bellamy einmal mehr für die Kompositionen inklusive der Texte zuständig war. Veröffentlicht wurde „Black Holes And Revelations“ im Juli 2006 auf dem Musiklabel von Warner Brothers und wurde von den Fans der Band überwiegend begeistert aufgenommen. Die Platte erreichte in Australien, Irland, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich den Spitzenplatz der Charts und konnte sich in fast allen westlichen Ländern in den Top Ten der jeweiligen Hitparaden platzieren.

Nun, was man auf der Scheibe zu hören bekommt, das ist Musik, die ganz eindeutig von Muse stammt, zu unverwechselbar sind einfach der Gesang des Matt Bellamy und mitunter auch mal das bombastische Element, welches der Musik der Engländer auch immer wieder mal anhaftet. Viele der Nummern auf „Black Holes And Revelations“ gehen durchaus ins Ohr, auch wenn man dafür sicherlich ein paar Durchläufe der Scheibe benötigt. Der Sound ist toll, wirklich gut abgemischt, jedem Instrument wird ein passender Auftritt zugestanden. Mal klingt die Musik indisch, mal mexikanisch, mal etwas orientalisch angehaucht. Viele musikalische Stile verwenden Muse auf „Black Holes And Revelations“, trotzdem bleibt das immer Rock, der mitunter richtiggehend mitreißend ist. Und beim kurzen Titel „Soldier's Poem“ klingt dann das Gesangsarrangement schon sehr nach Queen, denen hier wohl auch noch eine musikalische Reminiszenz gewidmet ist.

So weiß die Musik auf „Black Holes And Revelations“ durchaus zu überzeugen. Vor allem aber wohl, wenn man eingefleischter Muse-Fan ist. Die richtig herausragenden Lieder, die auf anderen Platten von Muse immer wieder vorhanden sind, fehlen hier nämlich. Trotzdem überzeugt das Album durchaus. Alles klingt, alles wirkt. Die Musik nähert sich oftmals durchaus dem etwas härteren Rock an, wirkt aufgrund des Gesangs und der eingesetzten Instrumente dann jedoch sehr viel weicher und sanfter.

Fazit: Wer Muse liebt wird auch dieses Album lieben. Die Band um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Matthew Bellamy unternimmt hier keine Experimente. Der einmal von Muse eingeschlagene Weg wird konsequent fortgesetzt. Die Musik bewegt sich nahe des Hard Rock, ist dabei sehr melodiös und wirkt durch den Gesang ganz speziell. Sicherlich keine Mainstream-Musik. Spannend sind Muse irgendwie immer. Neun Punkte.

Anspieltipps: Take A Bow, Map Of The Problematique, Assassin



Freitag, 2. September 2016

Mother’s Finest – Live




Mother’s Finest – Live


Besetzung:

Joyce "Baby Jean" Kennedy – vocals
Mike Keck – keyboards
Gary "Moses Mo" Moore – guitar
Glenn "Doc" Murdock – vocals
Barry "B.B. Queen" Borden – drums
Jerry "Wyzard" Seay – bass


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Rock, Funk Rock


Trackliste:

1. Somebody To Love (5:55)
2. Fire (4:10)
3. Mickey's Monkey (6:03)
4. Give You All The Love (6:30)
5. Baby Love (4:13)
6. Magic Carpet Ride (5:11)
7. Love Changes (5:21)
8. Watch My Stylin' (4:46)
9. Don't Wanna Come Back (3:28)
10. Can't Fight The Feeling (4:34)

Gesamtspieldauer: 50:13




Mother’s Finest sind mit die Pioniere des Funk Rock, die vor allen Dingen durch ihre Live-Auftritte, sowie ihre Live-Alben zu überzeugen wussten und wissen, denn die Bands ist bis heute noch aktiv. 1970 wurden Mother’s Finest in Atlanta, Georgia, gegründet und erlangten hierzulande vor allen Dingen durch einen Auftritt im Rahmen der Rockpalast Serie des WDR’s im Jahr 1978 ihren Bekanntheitsgrad. Das Album „Live“ entstand dann auf der Tour 1979 während verschiedener Auftritte im Januar und Februar, deren Örtlichkeiten nicht weiter angegeben sind.

In den frühen 80er Jahren durfte schließlich, die auf der Platte vorhandene Live-Version des Titels „Baby Love“, auf keiner Party fehlen, wenn man denn die anwesenden Gäste zum Tanzen bewegen wollte. Ganz gleich, ob man mit funkiger Musik etwas anzufangen weiß oder nicht, diese Mischung aus Funk und Rock, die sich auf „Live“ befindet, ist so etwas von energiegeladen und mitreißend, dass man sich ihr kaum entziehen kann.

Zwar gilt das nicht ausnahmslos und für jeden Titel des Albums, wenn man allerdings die hier enthaltende Version des Jefferson Airplane Klassikers „Somebody To Love“ hört, geht einem automatisch das Herz auf, so überzeugend und kraftvoll klingt diese Interpretation. Auch „Magic Carpet Ride“ ist eine, mit so viel Energie angefüllte Nummer, dass man kaum die Füße stillhalten kann. Und dann ist da natürlich noch das Meisterwerk von Mother’s Finest: „Baby Love“. Ein unfassbar dynamisches Lied, bei dem Joyce "Baby Jean" Kennedy wirklich alles aus ihrer Stimme herausholt und einfach nur begeistert. Es ist die Verbindung des Funks mit der in die Richtung Hard Rock tendierenden Musik, die alles so kraftvoll klingen lässt. Da gilt für jeden Titel auf der Scheibe, auch wenn nicht alle gleichermaßen zu überzeigen wissen. Zwar gehen die Nummern durchgehend in die Beine, nicht alle davon schaffen es jedoch hängenzubleiben – für richtige Funk-Rocker ist diese Platte allerdings die Offenbarung und ohne jegliche Hänger ausgestattet.

Fazit: Eine besondere Platte ist „Live“ von Mother Finest durchaus. Noch niemals vorher hatte es diese so energiegeladene Verbindung von Funk und Rock gegeben, die auch das Herz eines Rock-Fans höherschlagen lässt. Nicht alles darauf ist gleich gut gelungen, die Höhepunkte haben es jedoch in sich und sind auch viele, viele Jahre nach ihrer Entstehung noch sehr hörenswert. Neun Punkte.

Anspieltipps: Somebody To Love, Baby Love, Magic Carpet Ride



Donnerstag, 1. September 2016

Van Morrison – Pay The Devil




Van Morrison – Pay The Devil


Besetzung:

Van Morrison – acoustic guitar, vocals


Gastmusiker:

Crawford Bell – vocals
Trionagh Moore – vocals
Olwin Bell – vocals
Paul Godden – guitar, steel guitar
Mick Green – guitar
Karen Hamill – vocals
Bobby Irwin – drums
Ian Jennings – double bass
Bob Loveday – violin
Leon McCrum – vocals
Paul Riley – acoustic bass
Johnny Scott – guitar, vocals
Nicky Scott – electric bass
Fiachra Trench – vocals, string arrangements
Geraint Watkins – piano
Aine Whelan – vocals
Gavyn Wright – string section leader


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Country


Trackliste:

CD:

1. There Stands The Glass (2:17)
2. Half As Much (2:35)
3. Things Have Gone To Pieces (3:10)
4. Big Blue Diamonds (2:56)
5. Playhouse (4:13)
6. Your Cheatin' Heart (2:32)
7. My Bucket's Got A Hole in It (2:22)
8. Back Street Affair (2:48)
9. Pay The Devil (3:02)
10. What Am I Living For? (3:56)
11. This Has Got To Stop (4:44)
12. Once A Day (2:51)
13. More And More (2:46)
14. 'Til I Gain Control Again (5:59)

Gesamtspieldauer: 46:18


DVD:

Aufgenommen im Ryman Auditorium am 7. März 2006

1. Playhouse (5:38)
2. 'Till I Gain Control Again (6:24)
3. Big Blue Diamonds (3:05)
4. This Has Got To Stop (4:25)
5. There Stands The Glass (3:01)

Spieldauer DVD: 22:33




„Pay The Devil“ heißt das bereits 32. Studio-Album des nordirischen Sängers und Songwriters Van Morrison. Diese wurde in diesem Jahr, 2016, sogar zum Ritter geschlagen, aufgrund seiner musikalischen Verdienste und jener, die er für den nordirischen Tourismus geleistet hat. Nun, „Van The Man“, wie er von seinen Fans auch genannt wird, hat mit „Pay The Devil“ allerdings ein Album vorgelegt, bei dem der Teufel durchaus seine Finger mit im Spiel gehabt haben könnte. Nomen est omen.

Auf dieser Scheibe sind elf Cover-Versionen vertreten, lediglich die Titel „Playhouse“, „Pay The Devil“ und „This Has Got To Stop“ stammen aus der Feder von Van Morrison selbst. Ansonsten sind die Komponisten US-amerikanische Country-Größen wie Hank Williams, Billy Wallace, Webb Pierce oder Rodney Crowell. Auf „Pay The Devil“ ist also nicht „so ein bisschen“ Country zu hören. Nein „Pay The Devil“ ist angefüllt mit Country Musik in Reinkultur. Und schon bin ich leider wieder einmal an einem Punkt angelangt, an dem ich die zu hörende Musik wohl nicht mehr ganz so würdigen kann, wie sie eigentlich gewürdigt werden sollte. Es ist schon so ein Kreuz mit dem eigenen Musikgeschmack.

Nun, ich mache es kurz. Die Musik ist grauenvoll – zumindest in meinen Ohren. Diese gezogenen Gitarrenklänge, diese unfassbar süßlich klingenden Hintergrundgesänge und dieser immer gleich klopfende Rhythmus, der sich so verdammt nach dem Herumtapsen irgendeines altersschwachen Pferdes anhört, all das ergibt eine Mischung, die kaum zu ertragen ist. Tut mir leid und ich entschuldige mich auch ganz lieb bei allen Country Fans. Asche auf mein Haupt. Es ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass man ansonsten als durchschnittlicher Mitteleuropäer sehr tapfer sein muss, wenn man dieses Werk ganz durchhören möchte. Die mitgelieferte DVD, worauf man fünf Titel eines Live-Konzertes sehen und hören kann, ist übrigens genauso schlimm.

Fazit: Auf „Pay The Devil“ gibt es Musik, die das Country-Fan-Herz höherschlagen lässt. Diese ist jedoch nicht – oder nur schwerlich dazu geeignet, einen Freund von Rock-Musik auch nur im Ansatz zu unterhalten. Ganz im Gegenteil, man nimmt Reißaus. Wie ein Pferd sein, Anlauf nehmen und über den Zaun gesprungen und dann ganz schnell der untergehenden Sonne entgegen, nur weg von hier. Ein Punkt.

Anspieltipps: 'Til I Gain Control Again



Mittwoch, 31. August 2016

Morrissey – Bona Drag




Morrissey – Bona Drag


Besetzung:

Morrissey – voice
Vini Reilly – guitar, keyboards
Craig Gannon – guitar
Kevin Armstrong – guitar
Stephen Street – keyboards, guitar, bass guitar
Andy Rourke – bass guitar
Matthew Seligman – bass guitar
Andrew Paresi – drums
Mike Joyce – drums


Gastmusiker:

Graham "Suggs" McPherson – additional vocals on "Piccadilly Palare"
Kirsty MacColl – backing vocals on "Interesting Drug"
Mary Margaret O'Hara – additional voice on "November Spawned A Monster"


Label: Sire


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop


Trackliste:

1. Piccadilly Palare (3:26)
2. Interesting Drug (3:27)
3. November Spawned A Monster (5:25)
4. Will Never Marry (2:22)
5. Such A Little Thing Makes Such A Big Difference (2:51)
6. Last Of The Famous International Playboys (3:37)
7. Ouija Board, Ouija Board (4:25)
8. Hairdresser On Fire (3:50)
9. Everyday Is Like Sunday (3:33)
10. He Knows I'd Love To See Him (3:08)
11. Yes I Am Blind (3:44)
12. Lucky Lisp (2:51)
13. Suedehead (3:54)
14. Disappointed (3:05)

Gesamtspieldauer: 49:46




Bei „Bona Drag“ handelt es sich um ein Kompilationsalbum, welches Morrissey im Oktober 1990 veröffentlichte. Darauf befinden sich Lieder aus der Anfangszeit seiner Karriere, die zumeist vorher noch auf keinem Album veröffentlicht worden waren. „Suedehead" und „Everyday Is Like Sunday" stammen allerdings vom ersten Solo-Album „Viva Hate“. Die Titel „The Last Of The Famous International Playboys", „Interesting Drug" und „Ouija Board, Ouija Board" waren im Laufe des Jahres 1989 als Singles veröffentlicht worden, wobei die erstgenannten beiden Stücke sogar die Top 10 der britischen Charts erreichten. Mehr neues Material hatte Morrissey jedoch noch nicht zusammen und beschloss so, diese Nummern zusammen mit zwei Liedern aus dem ersten Album, sowie B-Seiten als neue Platte zu veröffentlichen. Dies also die kurze „Inhaltsangabe“ zu der 1990er Veröffentlichung „Bona Drag“.

„Bona Drag“ ist dabei ein Album geworden, welches angefüllt wurde mit Gitarren-Pop, der nicht immer so ganz und hundertprozentig überzeugen kann. Mal gibt es ein paar Streicher mehr, mal wird auf diese Orchestrierung verzichtet. Immer klingen die Lieder dabei jedoch eingängig und irgendwie weich, allerdings nicht in der Art und Weise, dass man das Album öfters hört und einem danach die einzelnen Stücke immer noch im Ohr herumschwirren.

Gelungen sind – wie immer bei Morrissey – die Texte, die niemals 08/15-Ware darstellen und immer wieder zum Nachdenken anregen. Am Gelungensten klingen für mich auf „Bona Drag“ das traurig und warm klingende „Will Never Marry“, das sich daran anschließende „Such A Little Thing Makes Such A Big Difference“, welches nun richtiggehend fröhlich klingt. Schön hier auch die Textzeile „Most people keep their brains between their legs“. Und schließlich wäre da noch die Nummer „Yes I Am Blind“ zu erwähnen. Ein schönes und sanftes Lied, welches durchaus auch das Potential besitzt, etwas länger hängenzubleiben.

Fazit: Ein klein wenig hört man „Bona Drag“ schon an, dass sich darauf auch B-Seiten befinden. Dazu das zweite Solo-Album auch noch mit zwei Nummern des ersten Solo-Albums aufzufüllen, sorgt zumindest bei mir für einiges Stirnrunzeln. Zu hören gibt es auf „Bona Drag“ Pop-Musik, keineswegs der schlechten Sorte, jedoch auch nicht von besonders spektakulärer Art. Eine Scheibe für den eingefleischten Morrissey-Fan. Acht Punkte.

Anspieltipps: Will Never Marry, Such A Little Thing Makes Such A Big Difference, Yes I Am Blind



Dienstag, 30. August 2016

Marillion – The Thieving Magpie




Marillion – The Thieving Magpie


Besetzung:

Steve Rothery – guitar
Mark Kelly – keyboards
Fish – vocals
Pete Trewavas – bass, vocals
Ian Mosley – drums, percussion


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1988 (aufgenommen 1984, 1986, 1987)


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

CD1:

1. Intro: La Gazza Ladra (2:45)
2. Slàinte Mhath (4:49)
3. He Knows You Know (5:12)
4. Chelsea Monday (8:00)
5. Freaks (4:06)
6. Jigsaw (6:24)
7. Punch & Judy (3:23)
8. Sugar Mice (6:03)
9. Fugazi (8:39)
10. Script For A Jester's Tear (8:45)
11. Incommunicado (5:23)
12. White Russian (6:14)


CD2:

1. Pseudo Silk Kimono (2:19)
2. Kayleigh (3:52)
3. Lavender (2:27)
4. Bitter Suite (7:38)
5. Heart Of Lothian (5:12)
6. Waterhole (Expresso Bongo) (2:16)
7. Lords Of The Backstage (6:07)
8. Blind Curve (5:34)
9. Childhoods End? (2:48)
10. White Feather (4:22)

Gesamtspieldauer CD1 (1:09:47) und CD2 (42:40): 1:52:27




„The Thieving Magpie“ heißt das zweite Live-Album der britischen Progressive Rockband Marillion und wurde im Jahr 1988 auf dem Musik-Label EMI veröffentlicht. Benannt ist die Scheibe nach der Einführungsmusik, welche die Band zum Auftakt eines jeden Konzertes während ihrer „Clutching At Straws“-Tour gewählt hatte. Dies war die Ouvertüre der Oper „La Gazza Ladra“ von Rossini, welche eben auf Englisch „The Thieving Magpie" heißt. Im Deutschen ist es „Die Diebische Elster“.

Das Doppelalbum wurde kurz nach dem Ausstieg Fishs veröffentlicht, noch bevor Steve Hogarth seinen Platz eingenommen hat. Es sollte die Live-Musik der Band mit Fish abbilden. Dabei ergänzt die Scheibe das erste Live-Album Marillions „Real To Reel“, da hier andere Lieder zu hören sind, als auf diesem Vorgänger. Auch ist „The Thieving Magpie“ kein einzelnes Konzert, sondern eine Zusammenstellung von Liedern, die live eingespielt wurden, allerdings zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten. Die ursprüngliche Plattenausgabe unterscheidet sich von der später nachgeschobenen CD-Ausgabe, dass sich darauf nur die zweite Seite des live eingespielten Konzeptalbums „Misplaced Childhood“ aus dem Jahr 1985 befindet. Auf der CD-Ausgabe des Albums gibt es beide Seiten der Platte zu hören. Zudem hört man auf der Compact Disc Ausgabe auch noch der Titel „Freaks", der am 21. Juni 1986 live in Mannheim auf dem „Maimarktgelände" eingespielt wurde. Bei diesem Konzert spielte Marillion direkt vor Queen, die hier eines ihrer letzten Konzerte mit Freddie Mercury in Deutschland gaben – und Arndt und ich waren dabei.

Nun, die Musik der Band, im Zusammenspiel mit Fish, wurde auf diesen Seien schon bei den entsprechenden Studio-Alben besprochen. Steht man auf Progressive Rock, der sehr melodisch ist und sofort ins Ohr geht, dann kommt man an Marillion in den 80er Jahren nicht vorbei. Zudem gibt die Platte auch einen ganz guten Überblick über die Entwicklung der Band, die ihre besten Platten ganz klar mit den beiden ersten Scheiben hatte, dann durchaus etwas kommerzieller klang und natürlich damit auch noch erfolgreicher wurde – oder vielleicht sogar erst so richtig erfolgreich wurde.

Von daher ist dieses Doppelalbum durchaus gelungen, allerdings nicht mehr ganz so überzeugend, wie es noch „Real To Reel“ war. „Misplaced Childhood“ wird hier wirklich 1:1, wie im Studio, eingespielt. Den Unterschied merkt man daran, dass zwischen den einzelnen Titeln Applaus zu hören ist. Ansonsten klingt es fast gleich wie das Studio-Album. Das bedeutet allerdings auch, dass die Qualität der Aufnahme sehr gut ist, diese hat wahrlich fast Studioqualität.

Fazit: Um einen Überblick über die Musik von Marillion in den 80er Jahren, die zusammen mit Sänger Fish entstand, zu erhalten, dazu eignet sich „The Thieving Magpie“ allerbestens. Auch klang die Musik der Band zur damaligen Zeit deutlich weniger kommerziell, als wie sie später noch werden sollte, obwohl die Grundlagen dafür bereits auf den letzten beiden „Fish-Platten“ schon deutlich zu hören sind. Trotzdem macht „The Thieving Magpie“ Spaß. Gut gemachter Neo-Progressive Rock eben. Elf Punkte.

Anspieltipps: Vor allem CD1



Montag, 29. August 2016

Marilyn Manson – Mechanical Animals




Marilyn Manson – Mechanical Animals


Besetzung:

Marilyn Manson – vocals, vocoder, electric drums and syncussion, synthesizer, guitar, piano
Zim Zum – guitar, synth-guitar
Twiggy Ramirez – bass, guitar, synth-bass, noises
Ginger Fish – drums, electric drums
M.W. Gacy – keyboards, piano, mellotron, shaker, electric percussion, sampler, synth-bass, electric drums


Gastmusiker:

Dave Navarro – guitar on "I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)"
Danny Saber – keyboards, clavinet, strings, programming
Rose McGowan – vocals on "Posthuman"
Alexandra Brown – background vocals on "I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)"
Lynn Davis – background vocals on "I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)"
Dyanna Lauren – "pornography" on "New Model No.15"
John West – background vocals on "I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)"


Label: Interscope Records


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Rock


Trackliste:

1. Great Big White World (5:01)
2. The Dope Show (3:46)
3. Mechanical Animals (4:33)
4. Rock Is Dead (3:09)
5. Disassociative (4:50)
6. The Speed Of Pain (5:30)
7. Posthuman (4:17)
8. I Want To Disappear (2:56)
9. I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me) (5:03)
10. New Model No. 15 (3:40)
11. User Friendly (4:17)
12. Fundamentally Loathsome (4:49)
13. The Last Day On Earth (5:01)
14. Coma White (5:38)

Gesamtspieldauer: 1:02:37




„Mechanical Animals“ heißt das dritte Studioalbum der US-amerikanischen Rock Band Marilyn Manson. Veröffentlicht wurde es im September des Jahres 1998 auf dem Label Interscope Records. Wie das Vorgänger-Album, „Antichrist Superstar“, sowie die Nachfolge-Platte „Holy Wood (In The Shadow Of The Valley Of Death)“, so ist auch „Mechanical Animals“ ein Konzeptalbum und als solches ebenfalls Teil einer Trilogie mit den anderen beiden, bereits genannten Werken.

Die Musik darauf erreicht zwar nicht ganz die Klasse des Nachfolgers „Holy Wood (In The Shadow Of The Valley Of Death)“, überzeugt jedoch mehr, als die des Vorgängers „Antichrist Superstar“, was ganz eindeutig an der der Melodiösität der einzelnen Nummern liegt. Diese schaffen es durchaus, sich auch längerfristig festzusetzen. Gerade gegen Ende des Albums, häufen sich sogar die Lieder die ganz – oder zumindest teilweise Stellen aufweisen – die perfekt ins Ohr gehen und dort auch verbleiben. Die Texte sind dabei sicherlich nicht ganz jugendfrei, Hauptthema der Scheibe sind Drogen, die oftmals eine ganz zentrale Rolle im Leben einnehmen. Von einer Verherrlichung derselben kann hier jedoch ganz sicher nicht gesprochen werden, eher das Gegenteil ist der Fall. Aber wer weiß schon, was bei manchem, während des Hörens der einzelnen Stücke, im Kopf vorgeht?

Es wird weit weniger geschrien, als noch auf „Antichrist Superstar“ und solch ein eingängiges Lied wie „Coma White“ findet man dort sowieso nicht. Dieses Lied startet sanft und gemäßigt und entwickelt sich dann zum überzeugenden Rocker. Thema sind dabei natürlich wieder die Drogen. Auch die beiden Nummern davor sind ähnlich aufgebaut. Ein zunächst etwas verhaltenes Lied steigert sich langsam. Dabei bestechen auch diese beiden Stücke durch sehr viel Eingängigkeit, wissen genau damit zu überzeugen. Die Platte klingt allgemein sehr viel melodiöser als noch „Antichrist Superstar“. Ob das wohl auf eine Veränderung in der Besetzung der Band zurückzuführen ist? Daisy Berkowitz hatte Marilyn Manson verlassen und war durch Zim Zum, alias Timothy Michael Linton ersetzt worden, der sich auch in den Entstehungsprozess der Titel mit einbrachte.

Fazit: „Mechanical Animals“ ist eine gute Rock Platte geworden. Die Musik wird nicht bis zum Exzess gesteigert, wirkt bestimmt nicht zu hart und ist doch „harter“ Rock. Die Lieder wurden alle mit Melodien ausgestattet, die ins Ohr gehen und dort zu verbleiben verstehen. Und selbstverständlich wächst auch dieses Album mit jeder Umdrehung, die es vollführt – ohne dass man sich dabei zu schnell an dem Gehörten überhört. Wenn man dann noch die Stimme des Marilyn Manson, der hier lediglich am Entstehungsprozess zweier Titel beteiligt war, mag, dann steht dem Hörgenuss gar nichts mehr im Wege. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Fundamentally Loathsome, The Last Day On Earth, Coma White



Sonntag, 28. August 2016

Stereophonics – Keep Calm And Carry On




Stereophonics – Keep Calm And Carry On


Besetzung:

Kelly Jones – lead vocalist, guitar
Richard Jones – bass
Adam Zindani – guitar, backing vocals
Javier Weyler – drums


Gastmusiker:

Niel Cowley – piano, wurlitzer, organ on track 2, 3, 4, 12
Jim Abbiss – piano, percussion on track 1, piano on track 2, organ on track 3, 4, 5, synthesizer on track 3, vibraphone on track 5
Arnulf Lindner – cello on track 12


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. She's Alright (3:27)
2. Innocent (3:41)
3. Beerbottle (3:54)
4. Trouble (3:04)
5. Could You Be The One? (3:52)
6. I Got Your Number (3:22)
7. Uppercut (4:16)
8. Live 'n' Love (3:45)
9. 100mph (4:15)
10. Wonder (3:44)
11. Stuck In A Rut (3:07)
12. Show Me How (4:42)

Gesamtspieldauer: 45:07




„Keep Calm And Carry On“ nannten die Musiker der walisischen Rockband Stereophonics ihr siebtes Studio-Album, welches im Jahr 2009 auf dem Label Mercury Records erschienen ist. Die Band war im Laufe der Jahre immer bekannter geworden und machte mit „Keep Calm And Carry On“ einen weiteren Schritt hin, zum doch einigermaßen massentauglichen Rock bis Pop. Die Lieder sind dabei jedoch keine 05/15-Nummern, geben dabei allerdings durchaus sehr schnell ins Ohr.

Somit ist „Keep Calm And Carry On“ eine Scheibe geworden, die keine lange Anlaufzeit benötigt, um sich im Ohr der Hörerin und des Hörers festzusetzen. Die Melodien der einzelnen Lieder sind eingängig, bleiben dabei oft schon beim ersten Male des Hörens hängen. Eine dieser Nummern ist zum Beispiel das Lied „Beerbottle“. Dieses überzeugt sehr schnell und zwar nicht nur durch die sehr melodiöse und eingängige Melodie, sondern auch durch einen guten und lohnenswerten Text. Sehr, sehr schade – und das muss an dieser Stelle einfach angemerkt werden – ist dabei jedoch die Rhythmusfraktion geraten. Warum bei diesem tollen Titel ein Drum-Computer, der auch wirklich sehr synthetisch klingt, zum Einsatz kommen muss, das weiß wohl nur die Band alleine. Trotzdem bleibt das Lied ein gutes Lied. Dieser Drum-Computer findet glücklicherweise auf „Keep Calm And Carry On“ nur noch wenige weitere Betätigungsfelder.

Schön gelungen auch das sehr nachdenkliche „Could You Be The One?“, ebenso ein Lied, welches schnell, wenn nicht sofort ins Ohr geht. Das gilt auch für „100mph“, für mich mit einer der Höhepunkte auf dieser gelungenen Scheibe. Bei dieser Nummer kommt auch wieder sehr schön der Gesang des Kelly Jones zum Tragen, der einmal mehr alle Lieder in Eigenregie schrieb und auch die Texte dazu verfasste. Die Stimme des Kelly Jones klingt immer dann am Überzeugendsten, wenn er beziehungsweise sie so herrlich sehnsüchtig klingt. Genau dann wirkt dieses rauchzarte Timbre in seiner Stimme am besten. Für mich sind die drei genannten Lieder die Höhepunkte auf „Keep Calm And Carry On“, was jemand anderes wieder ganz anders sehen kann und vielleicht auch wird. Das wiederum liegt daran, dass die einzelnen Stücke alle ihre Qualität haben und die eigenen Höhepunkte ganz im und am eigenen Ohr liegen.

Fazit: Eine Mischung aus Alternative Rock mit ein paar poppigen Einsprengseln gibt es auf „Keep Calm And Carry On“ zu hören. Zum einen ist dies eine Platte, die zwar schon beim ersten Mal des Hörens gefällt, wenn Alternative Rock zum eigenen, musikalischen „Beuteschema“ gehört, andererseits wächst die Scheibe trotzdem noch mit jedem weiteren Durchgang. Die Musik wird auf „Keep Calm And Carry On“ nicht neu erfunden und es ist auch nicht die beste Scheibe der Stereophonics, trotzdem macht das Album Spaß und klingt sich kurzweilig. Neun Punkte.

Anspieltipps: Beerbottle, Could You Be The One?, 100mph



Samstag, 27. August 2016

Oasis – Don't Believe The Truth




Oasis – Don't Believe The Truth


Besetzung:

Liam Gallagher – lead vocals, tambourine
Noel Gallagher – lead guitar, lead and backing vocals, bass guitar
Andy Bell – bass guitar, lead guitar, acoustic guitar
Gem Archer – rhythm guitar, bass guitar, keyboards, harmonica, backing vocals (track 6)
Zak Starkey – drums and percussion, handclaps


Gastmusiker:

Lenny Castro – percussion (track 7)
Martin Duffy – piano (track 4)
Terry Kirkbride – drums and percussion (track 2)
Henry Phillpotts – mixing assistant (track 2)
Paul 'Strangeboy' Stacey – mixing (track 2), piano and mellotron (track 11)


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Turn Up The Sun (3:59)
2. Mucky Fingers (3:55)
3. Lyla (5:10)
4. Love Like A Bomb (2:52)
5. The Importance Of Being Idle (3:39)
6. The Meaning Of Soul (1:42)
7. Guess God Thinks I'm Abel (3:24)
8. Part Of The Queue (3:48)
9. Keep The Dream Alive (5:45)
10. A Bell Will Ring (3:07)
11. Let There Be Love (5:31)

Gesamtspieldauer: 42:59




„Don't Believe The Truth“ ist das sechste Studio-Album der englischen Alternative Rock Band Oasis und erschien am 30. Mai im Jahr 2005, wie schon der Vorgänger „Heathen Chemistry“, auf dem Label Epic Records. „Don't Believe The Truth“ war verkaufstechnisch auch wieder deutlich erfolgreicher als die beiden vorherigen Alben von Oasis. „Lyla“, „The Importance Of Being Idle“ sowie „Let There Be Love“ hießen die drei ausgekoppelten Singles, wobei die ersten beiden bis auf Platz 1 der britischen Charts kletterten – genau wie das Album selbst, welches in Deutschland immerhin auch Platz 2 der Charts belegte.

Erneut ist diese Platte eine für Oasis unverwechselbare geworden. Und wieder liegt das nicht nur am Gesang des Liam Gallagher, sondern am Gesamtsound des Albums, denn auch sein Bruder und Gitarrist Noel übernahm einige Gesangsparts. Die einzelnen Lieder wirken musikalisch nach und gehen ins Ohr – und das wahrlich ohne Ausnahme. Dazu wartet ein absoluter Höhepunkt mit dem Stück „The Importance Of Being Idle“ auf die Hörerin beziehungsweise den Hörer. Ein Lied, welches mit einem stampfenden Rhythmus beginnt, sofort ins Ohr geht und auch vom Gesang lebt, den dieses Mal Gitarrist und Songschreiber Noel Gallagher selbst beisteuert. Das Lied startete sogleich als Nummer 1 der britischen Single-Charts, dadurch schaffte es die Band erstmals, zwei Nummer 1 Hits in einem Jahr zu platzieren, da die vorherige Singleauskopplung „Lyla“ ebenfalls bis auf Platz 1 kletterte. Gleichzeitig war „The Importance Of Being Idle“ der letzte Nummer 1 Hit der Band, bis zu deren Auflösung im Jahr 2009. In einem Interview mit dem Q Magazine gab Noel Gallagher mal zu Protokoll, dass das Lied für ihn, auf das Gitarrenspiel bezogen, wie eine Mischung aus der Musik der Bands The Kinks und The La’s klingen würde und die darin ausgedrückte Stimmung nahe der des Titels „Sunny Afternoon“ von den Kinks wäre. Da kann man ihm beim Hören des Stücks durchaus beipflichten. Zudem meinte er, dass er zu dem Text durch seine eigene Faulheit inspiriert worden wäre. Die Umsetzung des Ganzen im Video ist dabei durchaus witzig gelungen und sehr sehenswert.

Neben diesem Titel sind allerdings noch mehrere Lieder enthalten, die alle in die Richtung „Ohrwurm“ tendieren. Sei es der Opener „Turn Up The Sun“, welchen Bassist Andy Bell beisteuerte, das ebenfalls überragende und mitreißende „Part Of The Queue“ oder der ruhige und entspannte Abschlusstitel „Let There Be Love“. Allesamt sehr eingängige und melodiöse Nummern, die hängenbleiben, angesiedelt meist in der rockigen Ecke, jedoch durchaus auch mit poppigen Einsprengseln ausgestattet. Einen Ausfall gibt es auf „Don't Believe The Truth“ glücklicherweise unter den restlichen Nummern auch nicht zu beklagen, sodass dem Hörerlebnis im Grunde genommen nichts im Wege steht.

Fazit: „Don't Believe The Truth“ von Oasis ist eine sehr überzeugende Scheibe geworden, die neben rockigen auch die poppigen Töne nicht ganz vergisst. Die Scheibe enthält mit „The Importance Of Being Idle“ einen richtigen Ohrwurm, wobei man das auch von anderen Nummern auf der Platte behaupten kann. Mit „Don't Believe The Truth“ haben Oasis nochmals einen Höhepunkt in ihrer Kariere gesetzt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Turn Up The Sun, The Importance Of Being Idle, Part Of The Queue, Let There Be Love



Freitag, 26. August 2016

Radiohead – A Moon Shaped Pool




Radiohead – A Moon Shaped Pool


Besetzung:

Colin Greenwood
Jonny Greenwood
Ed O'Brien
Philip Selway
Thom Yorke


Gastmusiker:

Clive Deamer – additional drums on "Ful Stop"
London Contemporary Orchestra and Choir – strings and female chorus


Label: XL Recordings


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Art Rock, Post Rock, Alternative Rock


Trackliste:

1. Burn The Witch (3:41)
2. Daydreaming (6:24)
3. Decks Dark (4:41)
4. Desert Island Disk (3:44)
5. Ful Stop (6:07)
6. Glass Eyes (2:53)
7. Identikit (4:26)
8. The Numbers (5:45)
9. Present Tense (5:06)
10. Tinker Tailor Soldier Sailor Rich Man Poor Man Beggar Man Thief (5:03)
11. True Love Waits (4:45)

Gesamtspieldauer: 52:40




„A Moon Shaped Pool“ ist das neunte Studioalbum der britischen Art Rock Band Radiohead. Zuerst gab es diese Scheibe ab Mai 2016 nur als Download, am 17. Juni 2016 wurde das Album dann auch als CD auf dem Label XL Recordings veröffentlicht. Die gleiche Vorgehensweise bezüglich der Veröffentlichung hatten Radiohead bereits beim Vorgängeralbum „The King Of Limbs“ gewählt. Vielleicht soll dieses Vorgehen manch Hörerin beziehungsweise Hörer zum doppelten Erwerb des Albums animieren, aber das würde die Band wohl so niemals zugeben und ist auch lediglich eine Spekulation.

„A Moon Shaped Pool“ ist ein sanftes und melancholisches Album geworden. Die etwas rockigere Phase von Radiohead liegt in weiter Vergangenheit zurück. Alles auf dieser Scheibe klingt nachdenklich, irgendwie langsam und ruhig. Dazu benötigt man auch nicht allzu viele Anläufe, um vollständig in die Musik der Band eintauchen zu können. Selten mal haben Radiohead eingängiger, melodiöser geklungen. Es gibt sie zwar noch, die etwas experimentelleren Ansätze und Passagen in der Musik der fünf Engländer, allerdings sind diese deutlich weniger ausgeprägt, seltener vorhanden, als auf so manch anderer Scheibe von Radiohead.

Das wiederum bedeutet keinesfalls, dass „A Moon Shaped Pool“ ein langweiliges oder gar ein Album des Mainstreams geworden ist. Die Musik ist eindeutig der von Radiohead zuzuordnen. Die Stimmung ist meist etwas dunkel bis nachdenklich, die Stimme des Thom Yorke klingt genauso packend wie immer, wenn man sie bisher denn auch als „packend“ empfunden hat. Die Zutaten, die die bisherigen Platten von Radiohead ausmachten, sind also auch auf „A Moon Shaped Pool“ vorhanden, jedoch ist die Eingängigkeit der einzelnen Titel deutlich stärker herausgehoben. Gute Musik muss nicht melodiös klingen und ins Ohr gehen, wenn sie es allerdings trotzdem kann, freut das zusätzlich. Und genau das schaffen Radiohead hier mit ihrem neunten Album. „A Moon Shaped Pool“ enthält spannende Musik, nicht alltäglich und trotzdem melodiös das Ohr umschmeichelnd. Dazu gehört für mich auch, dass das London Contemporary Orchestra samt Chor nicht zu dominant in den Vordergrund gerückt wurde und nur partiell bestimmtere Rollen einnimmt.

Fazit: Mit „A Moon Shaped Pool“ ist Radiohead eines der eingängigsten Alben ihrer Karriere gelungen. Die einzelnen Lieder hören sich zerbrechlich, sanft und melancholisch bis sentimental an. Alle elf Nummern sind dabei hörenswert, alles klingt, nichts fällt hinten runter. Fans von Radiohead werden dieses Album sicherlich größtenteils sehr mögen, allerdings lohnt es sich auch für alle anderen Musikfreunde, hier mal ein Ohr zu riskieren. Vielleicht ist „A Moon Shaped Pool“ kein Meisterwerk wie „Kid A“ geworden, trotzdem ist es ein Album, welches überzeugt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Burn The Witch, Daydreaming, Present Tense



Donnerstag, 25. August 2016

John Lennon – Working Class Hero: The Definitive Lennon




John Lennon – Working Class Hero: The Definitive Lennon


Besetzung:

Keine Angaben


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 2005 (Musik aus den Jahren 1969 – 1980)


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

CD 1:

1. (Just Like) Starting Over (3:56)
2. Imagine (3:02)
3. Watching The Wheels (3:30)
4. Jealous Guy (4:14)
5. Instant Karma! (3:20)
6. Stand By Me (3:26)
7. Working Class Hero (3:48)
8. Power To The People (3:22)
9. Oh My Love (2:44)
10. Oh Yoko! (4:18)
11. Nobody Loves You (When You're Down And Out) (5:07)
12. Nobody Told Me (3:34)
13. Bless You (4:37)
14. Come Together (4:22)
15. New York City (4:31)
16. I'm Stepping Out (4:06)
17. You Are Here (4:07)
18. Borrowed Time (4:29)
19. Happy Xmas (War Is Over) (3:37)


CD 2:

1. Woman (3:33)
2. Mind Games (4:12)
3. Out The Blue (3:22)
4. Whatever Gets You Thru The Night (3:27)
5. Love (3:23)
6. Mother (5:34)
7. Beautiful Boy (Darling Boy) (4:01)
8. Woman Is The Nigger Of The World (5:16)
9. God (4:09)
10. Scared (4:36)
11. #9 Dream (4:46)
12. I'm Losing You (3:55)
13. Isolation (2:51)
14. Cold Turkey (5:01)
15. Intuition (3:08)
16. Gimme Some Truth (3:15)
17. Give Peace A Chance (4:50)
18. Real Love (4:12)
19. Grow Old With Me (3:20)

Gesamtspieldauer: CD1 (74:25) und CD2 (77:11): 2:31:36




„Working Class Hero: The Definitive Lennon“ ist das bereits vierte „Best Of“-Album des John Lennon und erschien im Oktober des Jahres 2005, passend zum 65. Geburtstag des Ex-Beatle auf dem Plattenlabel Parlophone. Die Scheibe ist dabei das bereits fünfzehnte Album, was nach seinem Tod im Jahr 1980 veröffentlicht wurde. Auf dem Doppel-Album sind 20 Single-A-Seiten, die zwischen den Jahren 1969 und 1988 veröffentlicht wurden, enthalten. Zudem gibt es hier eine rockige Version des Liedes „I’m Losing You“, vom letzten Album zu Lebzeiten, „Double Fantasy“, zu hören. Die ursprüngliche Beatles-Nummer „Come Together“ wird einem in einer Live-Version präsentiert. Zwei Lieder entstammen zwei weiteren Kompilationsalben und die restlichen vierzehn Nummern entstammen schließlich wieder den regulären Studio-Alben.

Die achtundzwanzig Titel bieten durchaus einen anschaulichen beziehungsweise hörenswerten Überblick über die Musik des John Lennon aus den Jahren 1969 bis 1980 (bis auf „Come Together“). Seine „Klassiker“ sind dabei ebenfalls enthalten, schade dabei ist lediglich, dass die Nummer „I’m Losing You“ in einer anderen Version, als auf der Studio-Platte vorhanden ist. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Beeindruckend zeigt dieses Solo-Kompilations-Album, wie schon die einzelnen Beatles-Platten, welch Gefühl John Lennon für die einprägsame Melodie hatte. Auf „Working Class Hero: The Definitive Lennon“ befinden sich einige Ohrwürmer, die den Tod dieses Ausnahmemusikers sicherlich noch viele, viele Jahrzehnte überdauern werden.

Als kleine historische Dokumente sind auch die Texte des John Lennon anzusehen, die aus heutiger Sicht zum Teil etwas komisch anmuten, zu ihrer Entstehungszeit allerdings für sehr viel Aufregung, Zuspruch und Widerstand sorgten. Aber natürlich gibt es auch jene Texte, die auch heute noch hochaktuell sind, man denke nur an das wunderschöne „Imagine“. Über allem stehen jedoch die Melodien, die solch Lieder wie eben jenes „Imagine“ oder aber „Watching The Wheels“, „Jealous Guy“, „Working Class Hero“, „Happy Xmas (War Is Over)“, „Woman“, „I’m Losing You“ und und und zu zeitlosen und immer wieder überzeugenden Klassikern werden ließen.

Fazit: Auch wenn ich immer die Original-Alben bevorzuge, so gibt diese Zusammenstellung der Lieder des John Lennon doch einen sehr guten Einblick in das Schaffen des Liverpoolers in seiner Solo-Karriere. Nicht alles kann dabei restlos überzeugen, vieles allerdings sogar sehr gut. Zudem gibt es die Scheibe immer wieder mal für relativ kleines Geld, sodass sich der Erwerb durchaus lohnt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Imagine, Jealous Guy, Working Class Hero, Happy Xmas (War Is Over)



Mittwoch, 24. August 2016

Snow Patrol – Final Straw




Snow Patrol – Final Straw


Besetzung:

Gary Lightbody – guitar, glockenspiel, vocals, backing vocals, keyboards
Mark McClelland – bass, keyboards
Jonny Quinn – drums
Nathan Connolly – guitar, background vocals


Gastmusiker:

Iain Archer – background vocals (on track 12)
Bruce White – viola
James Banbury – piano, strings, cello
Fiona McCapra – violin


Label: Fiction Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Alternative Rock, Pop


Trackliste:

1. How To Be Dead (3:22)
2. Wow (4:02)
3. Gleaming Auction (2:04)
4. Whatever's Left (2:39)
5. Spitting Games (3:46)
6. Chocolate (3:02)
7. Run (5:54)
8. Grazed Knees (2:55)
9. Ways & Means (4:48)
10. Tiny Little Fractures (2:28)
11. Somewhere A Clock Is Ticking (4:32)
12. Same (3:55)

Gesamtspieldauer: 43:31




„Final Straw“ heißt das dritte Studio-Album der britischen Band Snow Patrol, welches im August des Jahres 2003 auf dem Label Fiction Records veröffentlicht wurde. Mit „Final Straw“ starteten die vier Briten erfolgstechnisch gesehen durch – zumindest in Großbritannien und Irland, wo die Scheibe mehrfach mit Platin ausgezeichnet wurde. Im restlichen Europa hielt sich der Erfolg von Snow Patrol bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch etwas in Grenzen.

Etwas überraschend gewiss, denn auf „Final Straw“ gibt es bereits all jene Ingredienzien in der Musik von Snow Patrol zu hören, die der Band drei Jahre später mit dem Album „Open Your Eyes“ den weltweiten Durchbruch bescherten. Auf „Final Straw“ gibt es sehr melodischen Alternative Rock zu hören, wobei diese Umschreibung gar nicht mal so passend ist, denn oftmals driftet die Musik von Snow Patrol ganz eindeutig in die Richtung zum Pop und vereinigt sich auch mit diesem musikalischen Genre.

Die Musik der Band auf „Final Straw“ klingt sanft und weich. Auch wenn es immer wieder etwas „härtere“ Momente zu hören gibt, so bleibt die Grundstimmung der Platte doch eher ruhig, nachdenklich bis sogar ein wenig melancholisch. Die Texte handeln zumeist vom Thema Nummer Eins in der Pop- und Rock-Musik, nämlich der Liebe. Da gibt es natürlich auch sehr viel intelligentere Ansätze. Allerdings variieren Snow Patrol hier sogar mal das Thema, werden auch mal kritischer, was man ihnen immerhin zu Gute halten möchte. Die Musik geht auf jeden Fall ins Ohr, da sie einfach melodisch ist. Und zumindest ein Ohrwurm ist mit dem sehr nachdenklichen „Run“ ebenfalls enthalten. Zudem noch sehr gelungen sind die beiden Lieder „Spitting Games“ und „Somewhere A Clock Is Ticking“. Beides ebenfalls Ohrumschmeichler, die sich schnell festzusetzen verstehen. Nun und da auch die restlichen Lieder nicht großartig abfallen, eine Nummer, die überhaupt nicht wirkt, auch nicht vorhanden ist, steht dem Hörerlebnis auf „Final Straw“ eigentlich nichts mehr im Wege.

Fazit: Eine Mischung aus Pop und Alternative Rock präsentieren die Briten von Snow Patrol auf „Final Straw“ ihren Fans. Die Musik auf dem Album ist insgesamt sehr unaufgeregt und es wird sehr viel Wert auf Melodiösität und Eingängigkeit gelegt, wofür nicht zuletzt auch einige Streicher sorgen. Und das funktioniert auch. Somit ist „Final Straw“ eine Platte geworden, die all jenen gefallen wird, die auch den ruhigen Moment in der Musik lieben. Neun Punkte.

Anspieltipps: Spitting Games, Run, Somewhere A Clock Is Ticking



Dienstag, 23. August 2016

Jethro Tull – Repeat - The Best Of Jethro Tull - Vol. II




Jethro Tull – Repeat - The Best Of Jethro Tull - Vol. II


Besetzung:

Ian Anderson – flute, mandolin, producer, acoustic guitar, guitar, sax (alto), vocals, voices, sax (soprano)
Martin Barre – acoustic guitar, electric guitar
John Evan – accordion, piano, synthesizer, piano-accordion, hammond organ, keyboards
Glenn Cornick – bass guitar on tracks 3, 4, 8
Jeffrey Hammond – bass guitar on tracks 1, 2, 5, 6, 7, 10
John Glascock – bass guitar, vocals on track 9
Clive Bunker – drums, percussion on tracks 2, 3, 4, 8
Barriemore Barlow – drums, percussion on tracks 1, 5, 6, 7, 9, 10
David Palmer – arranger, saxophone, synthesizer, keyboards, conductor
Maddy Prior – backing vocals on 9



Label: Chrysalis Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Minstrel In The Gallery (4:17)
2. Cross-Eyed Mary (4:11)
3. A New Day Yesterday (4:10)
4. Bourée (3:46)
5. Thick As A Brick (Edit #4) (3:27)
6. War Child (4:37)
7. A Passion Play (Edit #9) (3:33)
8. To Cry You A Song (6:14)
9. Too Old To Rock 'n' Roll: Too Young To Die (5:42)
10. Glory Row (3:33)

Gesamtspieldauer: 43:36




Nun, das hatte ich bisher auch noch nicht, dass ich eine Rezension eines Albums im Grunde genommen 1:1 auf ein anderes übertragen könnte. Geht aber wirklich für „Repeat - The Best Of Jethro Tull - Vol. II“, dem dritten „Best Of…“-Album der Band. Dieses wurde ein Jahr nach „M.U. – The Best Of Jethro Tull“, im Jahr 1977 also, ebenfalls wieder auf Chrysalis Records veröffentlicht. Es handelt sich dabei also fast um genau denselben Zeitraum, der hier von der Diskographie der Band abgebildet wird. Man könnte nun vielleicht meinen, dass das Anfang 1977 inzwischen veröffentlichte Album „Songs From The Wood“ zumindest auch mit einem Lied vertreten wäre, doch das ist nicht der Fall. Somit liegen diesem „Best Of…“-Album dieselben Platten zugrunde, wie bereits dem Vorgänger.

Leider wurde hier nun genauso verfahren, wie bereits bei eben jenem Vorgänger. Auch auf „Repeat - The Best Of Jethro Tull - Vol. II“ sind Auszüge aus „Thick As A Brick“ sowie „A Passion Play“ enthalten, da die eigentlichen Stücke selbst ganze Plattenseiten einnehmen. Dies kann man einfach nur als grausame Verstümmelung empfinden, wenn man denn die kompletten Stücke kennt. Und auch dieses Mal wurde ein bisher unveröffentlichter Titel mit hinzugepackt, der dann doch einen zusätzlichen Kaufanreiz für alle jene darstellen sollte, die bereits alles von Jethro Tull besitzen. Auf „Repeat - The Best Of Jethro Tull - Vol. II“ ist dies die letzte Nummer, die den Titel „Glory Row“ trägt. Ein Titel, durchaus gelungen und ganz im Stile von Jethro Tull der mittleren 70er Jahre, jedoch ganz bestimmt kein Kaufargument dafür, sich diese ganze Scheibe zuzulegen.

Fazit: „Repeat - The Best Of Jethro Tull - Vol. II“ ist das dritte „Best Of…“-Album von Jethro Tull. Die Musik darauf weiß natürlich zu überzeugen, wenn man auch feststellen muss, dass das Veröffentlichen von lediglich Lied-Auszügen irgendwie grausam ist. Die Platte lohnt allerdings wirklich nur, wenn man sich einen kleinen Überblick über die Musik von Jethro Tull bis hin zu jener Zeit verschaffen möchte. Besitzt man die ersten Scheiben der Band, gibt es keinen wirklichen Grund sich auch noch diese hier zuzulegen. Das bisher unveröffentlichte Lied „Glory Row“ wurde inzwischen übrigens der Wiederveröffentlichung des Albums „War Child“ angehängt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Glory Row