Donnerstag, 8. Februar 2018

The Idle Race – The Birthday Party




The Idle Race – The Birthday Party


Besetzung:

Jeff Lynne – vocals, guitar, piano
Dave Pritchard – guitar, vocals
Greg Masters – bass guitar, vocals
Roger Spencer – drums, vocals


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 1968


Stil: Pop, Psychedelic Pop


Trackliste:

1. Skeleton And The Roundabout (2:26)
2. Happy Birthday (0:24)
3. The Birthday (2:59)
4. I Like My Toys (2:12)
5. Morning Sunshine (1:48)
6. Follow Me, Follow (2:48)
7. Sitting In My Tree (2:00)
8. On With The Show (2:22)
9. Lucky Man (2:38)
10. (Don't Put Your Boys In The Army) Mrs. Ward (2:14)
11. Pie In The Sky (2:27)
12. The Lady Who Said She Could Fly (2:22)
13. End Of The Road (2:05)

Gesamtspieldauer: 28:51



The Idle Race ist eine englische Psychedelic Pop Band, die von 1966 bis 1972 existierte und in dieser Zeit drei Studioalben veröffentlichte. „The Birthday Party“ heißt das erste Album dieser kurzen Reihe, erschien auf dem Plattenlabel Parlophone und wurde auf selbigem im Jahr 2014 auf CD wiederveröffentlicht. Die sehr kurze Platte bekam durchaus gute Kritiken, floppte allerdings an der Kasse, verkaufte sich kaum und konnte sich auch in keiner der Charts platzieren.

Legt man die Scheibe auf und hört die Musik, wird man zwangsläufig an Jeff Lynne und sein Electric Light Orchestra erinnert, denn die Musik zu „The Birthday Party“ komponierte fast vollständig der damals einundzwanzig-jährige Musiker aus Birmingham, der zwei Jahre später, im Jahr 1970, ELO gründen sollte. Auch auf dem nachfolgenden und selbstbetitelten Album war er noch beteiligt und Teil der Band, dann verließ er The Idle Race. Die Musik auf „The Birthday Party“ klingt harmlos und zumeist nach typischem 60ies-Pop. Ab und an hört man leichte psychedelische Einschübe, bei manchem Lied – jedoch längst nicht durchgängig – bereits den Electric Light Orchestra Sound. „The Birthday Party“ von The Idle Race ist dabei weder sehr innovativ, noch sehr beeindruckend. „Schlecht“ klingt allerdings auch anders, jedoch wird dieses Album wohl keine Spuren hinterlassen und ist nur daher etwas interessanter, da es die erste Veröffentlichung des Jeff Lynne war.

Empfehlenswert und überzeugend sind lediglich zwei Titel am Anfang der Platte. „Skeleton And The Roundabout“ klingt lustig und so herrlich unbeschwert. Dazu verfügt es noch über eine Melodie, die gut ins Ohr geht. Dieses Lied ist auch der Titel des Albums, der am ehesten hängenbleibt. Ebenfalls noch gelungen ist „The Birthday“. Diese Nummer erinnert zunächst entfernt an die Beatles und ändert dann ihren Charakter in ein Lied, welches man zwangsläufig Jeff Lynne zurechnen wird, wenn man die Musik des Electric Light Orchestras zumindest ein klein wenig kennt. Die restlichen Stücke laufen mehr oder weniger schnell durch. Das wiederum liegt zum einen daran, dass kaum mehr ein Titel packt und Spuren hinterlässt. Zum anderen in dem Umstand begründet, dass die Scheibe mit noch nicht einmal einer halben Stunde Spielzeit wahrlich kurz geraten ist und heute wohl nur als EP durchgehen würde.

Fazit: Eine kurze und unaufgeregte Pop-Scheibe ist „The Birthday Party“ von The Idle Race geworden. 60ies Pop, der ab und an einen leichten psychedelischen Einschlag aufweist. Ansonsten ist die Platte wohl eher deswegen interessant, weil sie die erste Veröffentlichung von Jeff Lynne, dem Gründer des Electric Light Orchestras ist. Ab und an ganz nett, mitunter auch langweilig. Sieben Punkte.



Mittwoch, 7. Februar 2018

Can – Future Days




Can – Future Days


Besetzung:

Holger Czukay – bass, double bass
Michael Karoli – guitar, violin
Jaki Liebezeit – drums, percussion
Irmin Schmidt – keyboards, synthesizers
Damo Suzuki – vocals, percussion


Label: Spoon Records


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Krautrock, Psychedelic Rock, Experimental Rock


Trackliste:

1. Future Days (9:30)
2. Spray (8:28)
3. Moonshake (3:03)
4. Bel Air (19:52)

Gesamtspieldauer: 40:56




„Future Days“ heißt das fünfte Album der Kölner Krautrock und Psychedelic-Band Can. Veröffentlicht wurde die Platte im August des Jahres 1973 auf dem Plattenlabel Spoon Records. „Future Days“ stellt ein klein wenig die „Easy-Listening“-Scheibe von Can dar. Der Zugang ist nicht allzu schwierig, wenn auch „Easy-Listening“ im Falle Can etwas anderes bedeutet, als das, was man gemeinhin unter diesem Begriff versteht. Experimentelle Töne gibt es auf dem Album durchaus zu hören, jedoch in einer irgendwie gemäßigteren Ausführung.

Trotzdem, Can spielen auf „Future Days“ Krautrock, der deutlich weniger ausufert und dabei auch nicht zu experimentell klingt. Die vier auf der Platte enthaltenen Lieder sind zwar keine regelrechten Ohrwürmer, klingen jedoch an der ein oder anderen Stelle sogar melodiös und durchaus eingängig. Das mit etwas über drei Minuten Spieldauer für Can-Verhältnisse sehr kurze „Moonshake“, kann man dabei sogar fast schon als Pop-Nummer bezeichnen. Auch diesen monotonen, hypnotischen Passagen sind vorhanden, allerdings ebenfalls in der etwas weniger ausufernden Form.

Sphärisch, außergewöhnlicher und auch etwas ausgefallener wird es dann allerdings doch beim längsten Titel auf der Platte, „Bel Air“. Das Lied setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, die mal verworrener, mal eingängiger klingen. Manchmal denkt man das Stück sei bereits vorbei, da die Musik ausklingt und die sich anschließende Passage auch gar nicht unbedingt mit der vorherigen zu korrespondieren scheint. Teilweise gehen diese Parts dabei gut ins Ohr, teilweise rufen sie eher Verwunderung hervor, ohne dabei in Richtung einer Kakophonie abzudriften. Allerdings kann es beim Hören von „Bel Air“ auch mal atonal klingen – jedoch auch hier nur sehr gedämpft. Dem Rhythmus kommt bei dieser Nummer – wie so oft bei Can – wieder eine zentrale Rolle zu. Jaki Liebezeit spielt wie ein menschliches Metronom auf den Punkt genau, die anderen Musiker gruppieren sich scheinbar darum herum. Insgesamt ist „Bel Air“ eine tolle und spannende Nummer, abwechslungsreich und niemals langweilig.

Fazit: Die ganz „abgefahrene“ Zeit scheint mit dem Album „Future Days“ bei Can der Vergangenheit anzugehören. „Future Days“ ist deutlich eingängiger als die Vorgängeralben, das hört und spürt man bereits beim ersten Mal des Auflegens der Platte. Natürlich wäre diese Musik für jemanden, die oder der lediglich leichte Radiomusik hört sehr fordernd beziehungsweise wahrscheinlich sogar bereits überfordernd. Mutigeren Hörerinnen und Hörern, die einen Einstieg in den Can-Kosmos suchen, sei diese Platte allerdings sehr empfohlen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Future Days, Bel Air



Dienstag, 6. Februar 2018

PJ Harvey & John Parrish – A Woman A Man Walked By




PJ Harvey & John Parrish – A Woman A Man Walked By


Besetzung:

PJ Harvey – vocals
John Parish – guitars, drums, organ, ukulele, banjo


Gastmusiker:

Eric Drew Feldman – bass guitar on „Black Hearted Love“, keyboard on „April“
Carla Azar – drums on „Black Hearted Love“ and „April“
Giovanni Ferrario – guitar on „Black Hearted Love“, bass guitar on „April“


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Alternative Rock, Experimental Rock, Art Rock


Trackliste:

1. Black Hearted Love (4:40)
2. Sixteen, Fifteen, Fourteen (3:35)
3. Leaving California (3:56)
4. The Chair (2:29)
5. April (4:40)
6. A Woman A Man Walked By / The Crow Knows Where All The Little Children Go (4:47)
7. The Soldier (3:54)
8. Pig Will Not (3:49)
9. Passionless, Pointless (4:18)
10. Cracks In The Canvas (1:54)

Gesamtspieldauer: 38:07



„A Woman A Man Walked By“ heißt das neunte Album der englischen Musikerin Polly Jean Harvey und ist gleichzeitig die zweite Scheibe, die in enger Kooperation mit dem befreundeten Musiker John Parish entstand. Veröffentlicht wurde „A Woman A Man Walked By“ am 27. März 2009 auf dem Plattenlabel Island Records. Genau wie bei der ersten Zusammenarbeit dieser Art auf „Dance Hall At Louse Point“, war John Parish wieder für das Komponieren der Musik zuständig und spielte diese fast komplett alleine ein, wohingegen PJ Harvey erneut die Texte schrieb und diese einsang.

Verglichen mit „Dance Hall At Louse Point“ aus dem Jahr 1996, ist das Album „A Woman A Man Walked By“ sehr viel eingängiger und melodiöser geartet. Zwar hört man auch auf dieser Platte einige experimentellere Töne, worauf auch bereits solch ein Liedtitel wie „A Woman A Man Walked By / The Crow Knows Where All The Little Children Go“ hinweist, doch insgesamt gehen die Lieder deutlich besser ins Ohr – wenn diese Platte auch nicht mit einem „reinen“ Solo-Album der PJ Harvey zu vergleichen ist. Die Musikerin singt auf dieser Scheibe oftmals fast schon entrückt und manchmal kindlich naiv klingend, was vielen der Lieder eine ganz geheimnisvolle Aura verleiht. Andererseits gibt es allerdings auf „A Woman A Man Walked By“ solch ein Lied wie „Pig Will Not“, eine Kakophonie mit so vielen falschen und aggressiven Tönen, dass beim Durchhören der Scheibe wieder viel von der sonst vorhandenen Stimmung zerstört wird.

Dieses Geheimnisvolle wohnt einigen Liedern wie „Leaving California“, „April“ oder „Cracks In The Canvas“ inne, um nur einige Titel zu nennen. Die einzige Singleauskopplung des Albums heißt „Black Hearted Love“ und ist dagegen eher eine rockige Nummer, gar nicht mal so stellvertretend für das gesamte Album. Auch bei diesem Lied hört man sogar einige etwas schrägere Töne, doch bleiben diese kurzen „Ausbrüche“ eher gemäßigt. Höhepunkte für mich sind das sehr seltsam und fast schon unbeholfen klingende, dabei lediglich spärlich instrumentierte „April“, sowie die letzte, äußerst sanfte Nummer „Cracks In The Canvas“.

Fazit: Erneut sehr experimentell, dabei auch nicht immer überzeugend, so klingt die zweite engere Kooperation der PJ Harvey mit John Parish auf „A Woman A Man Walked By“. Diese intensive Zusammenarbeit hatte es bereits dreizehn Jahre zuvor schon mal gegeben, auch da war das Klangerlebnis eher durchwachsen ausgefallen. Doch gibt es auf „A Woman A Man Walked By“ auch schöne und spannende Momente und zwar immer dann, wenn die Musik sanft und leise wird und PJ Harvey mit ihrer Stimme spielt, diese atmosphärisch ausreizt. Trotzdem, mehr als an manchen Stellen „ganz interessant“ ist „A Woman A Man Walked By“ leider nicht geworden. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Black Hearted Love, Leaving California, April, Cracks In The Canvas



Montag, 5. Februar 2018

Popol Vuh – Das Hohelied Salomos




Popol Vuh – Das Hohelied Salomos


Besetzung:

Florian Fricke – piano
Daniel Fichelscher – electric guitar, acoustic guitar, percussion
Djong Yun – vocals


Gastmusiker:

Alois Gromer – sitar
Shana Kumar – tabla


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Progressive Rock, Krautrock, New Age


Trackliste:

1. Steh auf, zieh mich Dir nach (4:45)
2. Du schönste der Weiber (4:30)
3. In den Nächten auf den Gassen (1:35)
4. Du Sohn Davids I (3:00)
5. In den Nächten auf den Gassen II (3:27)
6. Der Winter ist vorbei (3:43)
7. Ja, deine Liebe ist süßer als Wein (3:36)
8. Du Sohn Davids II (3:48)
9. Du tränke mich mit deinen Küssen (4:57)

Gesamtspieldauer: 33:26




„Das Hohelied Salomos“ ist das sechste Studioalbum der deutschen Band Popol Vuh. Ursprünglich wurde die Platte im Jahr 1975 auf dem Plattenlabel United Artists Records veröffentlicht. Im Jahr 2005 gab es eine Wiederveröffentlichung auf SPV mit drei Bonus Titeln und im Jahr 2017 eine dritte Veröffentlichung, wieder ohne Bonus-Material, auf dem Label Warner Music.

Alles klingt sanft, nett, vom Frieden erfüllt und beseelt und überaus weich auf „Das Hohelied Salomos“. Symphonisch-melodischen Progressive Rock hört man auf dieser Scheibe bis in den letzten Takt und Akkord hinein. Dazu gesellt sich der engelsgleiche Gesang der Djong Yun und fertig ist eine Scheibe, die sofort beim ersten Mal des Hörens ins Ohr geht. Viele fernöstliche Klänge halten zudem Einzug in die Musik von Popol Vuh, die Sitar hat auf „Das Hohelied Salomos“ mehrere Auftritte und lässt alles noch ein wenig mehr entrückter klingen und vor allen Dingen auch wirken. Ebenso bekommt man sehr religiöse Texte zu hören, die der ganzen Musik von Popol Vuh in dieser Kombination letztendlich sogar einen sehr esoterischen Anstrich verleihen.

Nett anzuhören ist das Album allemal, wenn man auf jede Menge Melodiösität und Harmonie in der Musik steht. Trotzdem hinterlassen die Lieder auf „Das Hohelied Salomos“ einen mitunter etwas zu süßlichen Nachgeschmack. Dafür kann man jedoch bestens in diese Musik eintauchen, falls man auf die ultimative Harmonie steht. Dies gelingt sogar noch ein wenig mehr, wenn sie ohne Gesang dargeboten wird. Das wiederum liegt nicht daran, dass Djong Yun schlecht singt oder, dass es sich bei den Inhalten um religiöse Motive handelt. Vielmehr ist es die Sprache, die etwas antiquiert klingt und am ehesten wohl in einen Gottesdienst passen würde.

Fazit: Mir gefällt das durchaus, was ich hier zu hören bekomme. Trotzdem hinterlässt es einen irgendwie gearteten, seltsamen Nachgeschmack. Sind es die Texte? Nein. Die Musik? Die schon mal gar nicht! Der Gesang? Auch nicht. Die Instrumentierung? Ebenso wenig. Manche Dinge lassen sich einfach nicht in Worte fassen. „Das Hohelied Salomos“ ist ein melodisch, harmonisches und sehr eingängiges Album geworden. Ganz sanft klingt darauf alles, von der Musik, bis über den Gesang, hin zu den Texten. Indische Einflüsse in der Musik sind unüberhörbar und machen die Scheibe durchaus noch ein wenig spannender. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Steh auf zieh mich Dir nach, In den Nächten auf den Gassen II, Du tränke mich mit deinen Küssen



Sonntag, 4. Februar 2018

Motorpsycho And Ståle Storløkken – The Death Defying Unicorn




Motorpsycho And Ståle Storløkken – The Death Defying Unicorn


Besetzung:

Kenneth Kapstad – drums
Hans Magnus Ryan – guitar, vocals
Bent Saether – bass, vocals
Ståle Storløkken – keyboards


Gastmusiker:

Ola Kvernberg – violin
Kåre Chr. Vestrheim – mellotron, various sonic mayhem, gongs and other canned goods of the viennese persuasion
Kjetil Traavik Møster – clarinet, tenor and baritone saxophones
Hanna Paulsberg – tenor saxophone
Klaus Ellerhusen Holm – alto saxophone
André Roligheten – tenor saxophone, bass clarinet
Mathias Eick – trumpet
Eivind Nordset Lønning – trumpet
Mats Äleklint – trombone
Kristoffer Kompen – trombone
Daniel Turcina – violin
Åse Våg Aaknes – violin
Sigrid Stang – violin
Stina Andresson – violin
Frøydis Tøsse – viola
Lars Marius Hølås – viola
Marianne Lie – cello
Tabita Berglund – cello


Label: Stickman Records


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Moderne Klassik, Psychedelic Rock, Alternative Rock


Trackliste:

CD1:

1. Out In The Woods (2:40)
2. The Hollow Lands (7:36)
3. Through The Veil (16:01)
4. Doldrums (3:06)
5. Into The Gyre (10:22)
6. Flotsam (1:33)

CD2:

1. Oh, Proteus - A Prayer (7:35)
2. Sculls In Limbo (2:21)
3. La Lethe (7:53)
4. Oh, Proteus - A Lament (1:04)
5. Sharks (7:56)
6. Mutiny! (8:33)
7. Into The Mystic (7:04)

Gesamtspieldauer: CD1 (41:21) und CD2 (42:29): 1:23:50



Im Jahr 2010 wurde zum 40. Jubiläum des Molde-Jazzfestivals die Musik von „The Death Defying Unicorn“ uraufgeführt. Der Keyboarder Ståle Storløkken hatte sich mit der Band Motorpsycho zusammengetan und sie hatten zusammen ein Werk erstellt, welches etwa zwei Stunden dauerte und viele verschiedene musikalische Einflüsse in sich vereinigte. Doch das sollte es noch nicht sein. Noch nicht endgültig. Die Musiker setzten sich nochmals zusammen, überarbeiteten das Konzept, die vorher hauptsächlich Instrumentalnummern wurden mit Texten versehen, die Musik leicht gekürzt und verfeinert und anschließend alles zusammen mit dem Trondheim Jazz Orchestra neu eingespielt. Im Jahr 2012 erschien schließlich Motorpsycho und Ståle Storløkkens „The Death Defying Unicorn“ auf dem Plattenlabel Stickman Records und war zu einem Werk geworden, welches einen plättet, beeindruckt, in den Bann zieht und völlig anders ist als das, was man sonst im allgemeinen und täglichen zu hören bekommt.

So, so, das Einhorn trotzt also dem Tod, wie uns der Titel vermitteln möchte. Das ist auf „The Death Defying Unicorn“ allerdings nicht das Einzige, was trotzt. Dieses Doppelalbum trotzt so vielem mehr. Dem Mainstream, der Langweile, den Konventionen, den Erwartungen. „The Death Defying Unicorn“ ist eine Mischung aus moderner Klassik, Progressive Rock, Jazz, Alternative Rock. „The Death Defying Unicorn“ unterscheidet sich deutlich von der Musik, die ich sonst kenne und auch höre. Dieser Abwechslungsreichtum, diese Kraft, die in jedem der Lieder zu stecken scheint, wirkt fast schon überbordend. Dabei muss man zugeben, dass diese Musik nicht sofort ins Ohr geht, an vielen Stellen auch nicht mit „melodiös“ und „eingängig“ umschrieben werden kann. Sehr viel eher ist das, was man hier zu hören bekommt eine musikalische Explosion, brachial und gewaltig. Die Eingängigkeit, die Melodiösität stellt sich erst mit dem häufigeren Hören ein – und auch dann nicht immer.

Gut, die Harmonie und die Eingängigkeit in der Musik von Motorpsycho und Ståle Storløkken ist nicht immer gegeben. Dafür ist die Musik an Intensität und Abwechslung kaum zu überbieten. Nichts ist hier vorhersehbar, nichts klingt langweilig. Auf „The Death Defying Unicorn“ wird bis an die Schmerzgrenze hin gerockt, auf „The Death Defying Unicorn“ hört man sanfte und schwebende Töne, auf „The Death Defying Unicorn“ klingt die Musik still, auf „The Death Defying Unicorn“ klingt die Musik schrill und laut. Und alles geht ineinander über, passt perfekt zusammen, ergänzt sich, muss so und kann gar nicht anders klingen. Das Zusammenspiel von klassischen Instrumenten mit den Pendants ist hier perfekt geglückt. Man hört hier keinen „verklassischten“ Rock und auch keine rockige klassische Musik. Vielmehr stellt „The Death Defying Unicorn“ eine perfekte Symbiose verschiedenster musikalischer Genres dar, bei der die jazzigen Ausprägungen und Anleihen auch nicht unerwähnt bleiben sollten.

Von diesem Album spezielle Lieder und Höhepunkte herauszuheben ist einigermaßen schwierig. Die Musik wirkt wohl in ihrer Gesamtheit am gelungensten, ist eine Reise, ist ein intensiver musikalischer Trip, der sich nicht so ohne Weiteres auseinanderdividieren lässt. So gibt es jede Menge Höhepunkte auf diesen zwei Scheiben, die manches Mal auch lediglich Abschnitte in einem der Titel darstellen können. Das wiederum soll keinesfalls bedeuten, dass der Rest der Nummer dann nicht wirken würde, denn mitunter ermöglicht diese geradezu erst einen Höhepunkt, der dann Teil eines ganzen Liedes ist und ohne diese „Einleitung“ überhaupt nicht möglich wäre. Soll ich hier allerdings ein Lied nennen, welches die Platte sehr schön repräsentiert, so fällt mir das deutlich leichter. Die letzte Nummer des Albums, „Into The Mystic“, beinhaltet in Kurzform alles, was man auf „The Death Defying Unicorn“ zu hören bekommt. 

Fazit: Musik kann unglaublich packend und mitreißend sein. Dazu noch spannend und überraschend. All das beinhaltet das Album „The Death Defying Unicorn“ von Motorpsycho und Ståle Storløkken. Wahrlich außergewöhnlich. Ins Ohr geht die Musik dabei nicht unbedingt immer sofort – mitunter sogar auch nach vielen Durchläufen des Albums noch nicht. Trotzdem hört man hier etwas Besonderes, in das sich tief einzutauchen lohnt. „The Death Defying Unicorn“ ist absolut keine Musik zum „Nebenbeihören“. „The Death Defying Unicorn“ beinhaltet Musik, die die volle Aufmerksamkeit von der Hörerin beziehungsweise vom Hörer verlangt. Und dann muss man sich darauf einlassen können, immer und immer wieder. Dann erst erschließt sich einem mit dieser Platte etwas ganz Besonderes und musikalisch Wunderschönes. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: The Hollow Lands, Into The Mystic



Samstag, 3. Februar 2018

Crippled Black Phoenix – No Sadness Or Farewell




Crippled Black Phoenix – No Sadness Or Farewell


Besetzung:

Justin Greaves – drums, guitar, bass, keys, ebow, bells, saw, bowed cymbals, electronics, monk voice, choir, backing shouts
Christian Hellmann – bass, bells, choir
Karl Demata – guitar
Mark Furnewall – synth, hammond, mellotron, choir, monk voice, backing shouts
Miriam Wolf – piano, bells, choir, monk voice, backing shouts
John E. Vistic – vocals, megaphone, monk voice, backing shouts
Mark Ophidian – synths, electronics, samples


Gastmusiker:

Kostas Panagiotou – piano
Belinda Kordic – vocals
Martin Collins – additional drums


Label: Cool Green Recordings


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Art Rock, Post Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. How We Rock (12:24)
2. Hold On (So Goodbye To All Of That) (6:54)
3. What Have We Got To Lose? (10:33)
4. One Armed Boxer (3:21)
5. Jonestown Martin (6:30)
6. Long Live Independence (5:24)

Gesamtspieldauer: 45:09




Noch im selben Jahr wie „(Mankind) The Crafty Ape“ veröffentlichte die englische Band Crippled Black Phoenix, deren Ideengeber der Multiinstrumentalist Justin Greaves ist, im Oktober 2012 ihr nächstes Studioalbum unter dem Namen „No Sadness Or Farewell“. Jedoch läuft die Scheibe nicht unter der Überschrift „Studioalbum“, sondern wird offiziell als EP geführt. Bei einer Laufzeit von über einer dreiviertel Stunde klingt das jedoch einigermaßen überraschend, gibt es doch immer noch Sängerinnen, Sänger oder Bands, die Alben mit Laufzeiten zum Teil deutlich unter der 40 Minuten veröffentlichen. Sei es drum, auf die Qualität der Musik hat das sowieso keinen Einfluss. „No Sadness Or Farewell“ erschien auf dem Plattenlabel Cool Green Recordings und lohnt sich.

Crippled Black Phoenix haben mit dem Australier John E. Vistic einen neuen Sänger bekommen, der sich mit Belinda Kordic den Gesang auf „No Sadness Or Farewell“ teilt. Wieder zelebrieren Crippled Black Phoenix ihren düsteren und melancholischen Art Rock, der so überaus melodiös das Ohr umspielt. Die Musik umspielt nicht nur das Ohr sondern geht auch in dieses und weiß dabei bereits beim ersten Durchgang zu überzeugen. Zu frickelig klingt hier gar nichts, alles ist sanft und eingängig gehalten. Trotzdem wird auch mal das Tempo angezogen und die Scheibe rockt.

Beim überaus gelungenen Opener und gleichzeitig längstem Lied der Platte, „How We Rock“, klingt das Ergebnis dann schon sehr nach Pink Floyd. Zumindest in den Abschnitten des Instrumentalstücks, in dem die Gitarre ein elegisches David-Gilmour-Gedächtnis-Solo spielt. Ansonsten steht die Musik auf „How We Rock“ freier und eigenständiger da, klingt keineswegs nach einer Blaupause einer anderen Band, sondern nach Crippled Black Phoenix. Bass, Orgel, Gitarre, Schlagzeug und Gesang ergänzen sich sehr überzeugend und bilden ein äußerst hörenswertes Gesamtergebnis. Überaus gelungen sind dabei das bereits erwähnte Instrumentalstück „How We Rock“, welches im weiteren Verlauf immer bombastischer zu werden scheint. Auch die sanfte Nummer „What Have We Got To Lose?“ macht jede Menge Laune. Hier singt Belinda Kordic und alles klingt nun ein wenig sehnsüchtiger. Allerdings hätte ich an dieser Stelle auch jedes der anderen vier Lieder erwähnen können, denn auch diese wirken und lassen einen in diese Musik wunderschön eintauchen. Nein, es gibt auf „No Sadness Or Farewell“ keine Ausreißer nach unten. Alles sechs Lieder, egal ob rockiger oder nachdenklicher klingend, können auf der Scheibe bestens überzeugen.

Fazit: Wer auf sehr vollen und intensiven Rock steht, der zumeist im Moll-Bereich zu Hause ist, ein paar progressivere Abschnitte aufweist, im Art Rock verwurzelt ist und dabei bestens ins Ohr geht, die oder der wird mit „No Sadness Or Farewell“ von Crippled Black Phoenix bestens bedient werden. Die Musik überzeugt in den ruhigen wie in den rhythmischen Passagen, klingt dabei allgemein eher dunkel, als fröhlich und klingt dabei an jeder Stelle des Albums eingängig und melodiös. Elf Punkte.

Anspieltipps: How We Rock, What Have We Got To Lose?, Long Live Independence



Freitag, 2. Februar 2018

Roxy Music – Roxy Music




Roxy Music – Roxy Music


Besetzung:

Bryan Ferry – vocals, piano, hohner pianet, mellotron
Brian Eno – VCS3 synthesizer, tape effects, backing vocals
Andy Mackay – oboe, saxophone, backing vocals
Phil Manzanera – electric guitar
Paul Thompson – drums
Graham Simpson – bass guitar (except on „Virginia Plain“)


Gastmusiker:

Rik Kenton – bass guitar (on „Virginia Plain“)


Label: E.G. Records


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Art Pop


Trackliste:

1. Re-Make / Re-Model (5:14)
2. Ladytron (4:26)
3. If There Is Something (6:34)
4. Virginia Plain (2:58)
5. 2 H.B. (4:30)
6. The Bob (Medley) (5:48)
7. Chance Meeting (3:08)
8. Would You Believe? (3:54)
9. Sea Breezes (7:03)
10. Bitters End (2:03)

Gesamtspieldauer: 45:42




Das selbstbetitelte Album „Roxy Music“ ist das erste Studioalbum der englischen Band, die Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre eine der erfolgreichsten musikalischen Pop-Acts werden sollten. Die Platte erschein am 16. Juni im Jahr 1972 und wurde ursprünglich auf dem Plattenlabel EG Records veröffentlicht. Darauf zu hören ist ein Art Pop / Art Rock Mix, der bis hinein in den Progressive Rock reicht. Absolut abwechslungsreich und immer wieder überraschend.

Die Musik von Roxy Music hat auf ihrem Debut-Album noch nicht so viel mit jener Musik gemein, die sie zehn Jahre später, auf ihrem achten und letzten Album, „Avalon“, praktizierten werden. Auf „Roxy Music“ gibt es noch einen Stilmix, der von Pop über Rock und in viele von dessen Unterkategorien reicht. Mal klingt es progressiver, dann kurz folkiger, anschließend wieder leicht jazzig und auch kurze Rock’n’Roll-Anleihen und sogar der Glam-Rock dürfen da nicht fehlen. Trotzdem kann für diese Art der Musik die Überschrift Art Rock und Art Pop gewählt werden, sehr abwechslungsreich und nach neuen Wegen suchend. Eindimensional klingt diese Platte auf jeden Fall nicht. Es ist das Zusammenspiel der Musiker, die auf „Roxy Music“ zu einem sehr gelungenen Gesamtergebnis führt.

Da ist der intensive Gesang des Bryan Ferry, der manches mal so wundervoll überheblich klingt, hier das völlig losgelöste und ungebremste Keyboard-Spiel des Brian Eno. Schließlich noch Andy Mackay an der Oboe und dem Saxophon in Verbindung zu Phil Manzanera an der Gitarre, Paul Thompson am Schlagzeug und Graham Simpson am Bass. All das zusammen ergibt etwas völlig Neues, ganz bestimmt nicht Alltägliches. Die Musiker probieren sich aus, beschreiten neue Wege, die es zur damaligen Zeit noch nicht in dieser Art und Weise gab. Somit ist „Roxy Music“ von Roxy Music ganz sicher keine allzu einheitliche Platte, jedoch ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Album geworden.

Höhepunkte der Scheibe sind die überaus eingängigen Titel „Chance Meeting“ sowie „Bitters End“ und das siebenminütige „Sea Breezes“, welches aus mehreren Teilen aufgebaut ist und von sphärischer Gelassenheit bis hin zu rockigen Tönen einiges zu bieten hat. Doch auch die Nummern „2 H.B.“ und „The Bob“ machen Laune, wobei überhaupt und ganz allgemein festzustellen ist, dass nichts auf „Roxy Music“ nervt, langweilig oder nicht gelungen wäre. Die Platte ist in ihrer Gesamtheit sehr hörenswert.

Fazit: Auch Roxy Music fingen anders an, als sie später zu ihrer Hochzeit klangen. Waren es gegen Ende der Karriere von Roxy Music die musikalischen Genres Pop und New Wave, welche für die musikalische Ausrichtung von Roxy Music standen, so waren die Töne zu Beginn ihrer Karriere sehr viel progressiver und ungewohnter. Irgendwie etwas Besonderes. Dieses Debut-Album ist abwechslungsreich und bereitet jede Menge Spaß. Die Lieder gehen ins Ohr, ohne dabei anbiedernd oder platt zu klingen. Lohnenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: Chance Meeting, Sea Breezes, Bitters End



Donnerstag, 1. Februar 2018

Aurora – All My Demons Greeting Me As A Friend




Aurora – All My Demons Greeting Me As A Friend


Besetzung:

Aurora Aksnes – vocals, piano, synthesizer


Gastmusiker:

Alf Lund Godbolt – synthesizer, programming
Nicolas Rebscher – synthesizer, keyboards & programming, programming
Odd Martin Skålnes – synthesizer, piano, drums & percussion, programming, bass guitar, acoustic guitar
Magnus Åserud Skylstad – synthesizer, piano, drums & percussion
Oystein Skar – synthesizer
Pete Davis – keyboards & programming
Michelle Leonard – keyboards & programming
Edvard Eriford – programming
Henrik Michelsen – programming
Matias Monsen – cello
Askjell Solstrand – wurlitzer organ
Geoff Lawson – conductor (The Royal Philharmonic Orchestra)


Label: Decca Records


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Electro Pop, Art Pop


Trackliste:

1. Runaway (4:08)
2. Conqueror (3:27)
3. Running With The Wolves (3:14)
4. Lucky (4:13)
5. Winter Bird (4:04)
6. I Went Too Far (3:27)
7. Through The Eyes Of A Child (4:34)
8. Warrior (3:43)
9. Murder Song (5, 4, 3, 2, 1) (3:20)
10. Home (3:32)
11. Under The Water (4:24)
12. Black Water Lilies (4:40)

Gesamtspieldauer: 46:53



„All My Demons Greeting Me As A Friend“ heißt das Debut-Album der norwegischen Sängerin Aurora. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 11. März 2016 auf dem Plattenlabel Decca Records. Auf „All My Demons Greeting Me As A Friend“ hört man elektronischen Pop, der jedoch glücklicherweise nicht in die Synthie-Pop-Schiene abdriftet. Zahlreiche Singles wurden aus dem Album ausgekoppelt: „Runaway“, „Running With The Wolves“, „Murder Song (5, 4, 3, 2, 1)“, „Conqueror“, „I Went Too Far“ und „Winter Bird“. Das Album kletterte selbstverständlich in Norwegen bis auf Platz 1 der Charts, erreichte im Vereinigten Königreich Platz 28 und in Deutschland Platz 24.

Aurora Aksnes, wie die junge, einundzwanzigjährige Norwegerin mit vollem Namen heißt, hat eine schöne klare Stimme, die sie in den höheren Lagen immer wieder mal überschlagen lässt, was etwas an die am 15. Januar 2018 verstorbene irische Sängerin Dolores Mary Eileen O‘Riordan erinnert. Die Musik von Aurora Aksnes stammt allerdings überwiegend aus dem Synthesizer, eine Gitarre hört man nur ganz zart und sehr selten. Hierbei handelt es sich dann auch um eine akustische Gitarre, um wohl keinesfalls den Anschein des Rocks entstehen zu lassen beziehungsweise gar heraufzubeschwören. Die Lieder auf „All My Demons Greeting Me As A Friend“ klingen dabei nicht zu „künstlich“, sehr viel eher dem Mainstream des Pop zugehörig. Alles hört sich leicht und melodiös an, ohne dabei jedoch in die Tiefe gehende Ohrwürmer zu produzieren.

Am gelungensten klingen für mich die Titel „Winter Bird“ und vor allen Dingen „Murder Song (5, 4, 3, 2, 1)“. Beides auch zwei Single-Veröffentlichungen, was jedoch selbstverständlich nicht viel heißt, bei den vielen Singles, die aus dem Album ausgekoppelt wurden. Richtige Ausreißer gibt es qualitativ gesehen allerdings weder nach oben noch nach unten. Die Musik hat ihre Qualität und diese wird das gesamte Album über gehalten. Weltbewegend ist dabei allerdings nichts.

Fazit: Ganz netten Mainstream Pop bekommt man auf dem Debut-Album der Norwegerin Aurora zu hören. Die Musik geht durchaus ins Ohr, klingt melodiös und eingängig. Um längerfristig hängenzubleiben, dazu hat die Musik auf „All My Demons Greeting Me As A Friend“ freilich nicht die Qualität. Jedoch lässt sich das alles gut anhören ohne dabei zu aufregend, zu spannend, zu unterhaltend zu sein. Pop Durchschnitt eben, der immer nur kurz nachhallt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Winter Bird, Murder Song (5, 4, 3, 2, 1)



Mittwoch, 31. Januar 2018

The Gods – Genesis




The Gods – Genesis


Besetzung:

John Glascock – bass, vocals
Ken Hensley – guitar, percussion, keyboards, vocals
Lee Kerslake – drums
Joe Konas – guitar, vocals


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1968


Stil: Rock, Psychedelic Rock, Pop


Trackliste:

1. Towards The Skies (3:23)
2. Candles Getting Shorter (4:27)
3. You're My Life (3:19)
4. Looking Glass (4:13)
5. Misleading Colours (3:37)
6. Radio Show (3:16)
7. Plastic Horizon (3:32)
8. Farthing Man (3:17)
9. I Never Know (5:40)
10. Time And Eternity (2:29)

Gesamtspieldauer: 37:29



„Genesis“ heißt das Debut-Album der englischen Band The Gods. Die Scheibe wurde im Jahr 1968 aufgenommen und veröffentlicht und erschien damals auf dem Plattenlabel EMI. Im Jahr 2014 gab es eine Wiederveröffentlichung, dieses Mal auf Parlophone, inzwischen ein Tochterlabel der Warner Music. Zu diesem Zeitpunkt waren Ken Hensley und Lee Kerslake Mitglieder der Band, die später für den Sound und die Musik von Uriah Heep prägend sein sollten. Des Weiteren ist John Glascock am Bass und beim Gesang zu hören, er spielte bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1979 noch bei Jethro Tull. Vor Veröffentlichung dieses Albums waren ebenfalls noch Greg Lake und Mick Taylor Mitglieder bei The Gods, einer Band also, die eine ganze Anzahl sehr erfolgreicher Musiker hervorbrachte.

Das erste Album der Band ist geprägt vom schweren Orgelsound des Ken Hensley, sodass hier unweigerlich Assoziationen zu Uriah Heep aufkommen. Dieser Sound ist das Überzeugende an diesem Einstiegsalbum von The Gods, die im Übrigen insgesamt drei Studioalben veröffentlichten. Allerdings gibt es sonst leider nicht nur Positives von dieser Band auf „Genesis“ zu berichten. Die hier zu hörende Beat-Musk im Stile der ausgehenden 60er Jahre klingt heute nicht mehr durchgehend so interessant, wenn sie damals vielleicht deutlich innovativer klang. Vieles auf dem Album hört sich wie der damals typische Pop-Rock an und das psychedelische Moment der Scheibe liegt wohl in den Liedübergängen verborgen. Hier hört man leicht sphärische oder auch mal seltsame Geräusche und Klangfolgen, zumeist elektronisch erzeugt – für wenige Sekunden. Diese Parts werden unter anderem mit Mickey Mouse-Stimmen angefüllt, die zur damaligen Zeit mit Sicherheit sehr „cool“ klangen, heutzutage wie dem Kinderkanal entsprungen klingen.

Schlecht ist die Musik auf „Genesis“ jedoch auf keinen Fall, es ist auch kein 08/15-Pop-Rock der damaligen Zeit, damit würde man dem Album nicht gerecht werden. Dieser fette Uriah Heep-Sound hat durchaus was und bei solch Liedern wie „Looking Glass“ oder „I Never Know“ kommt gerade deswegen auch Freude auf, da sie gut rocken und ins Ohr gehen. Auch hier ist es ganz speziell der fette Orgel-Sound, der am meisten zu überzeugen weiß. Zudem ist die Platte deutlich mehr dem Rock zugewandt, denn dem Pop – wenn es auch leicht poppige Anleihen auf der Scheibe zu hören gibt.

Fazit: Eher Rock mit leichten Pop-Bezügen hört man auf „Genesis“, dem ersten Album der englischen Band „The Gods“. Unter Psychedelic Rock läuft die Scheibe wohl auch mitunter, da die Lieder durch recht ausgefallene Parts miteinander verbunden sind, die heute allerdings längst nicht mehr so spektakulär klingen, wie sie damals, Ende der 60er Jahre, geklungen haben mögen. Wer allerdings den Klang und die Musik von Uriah Heep zu Beginn derer Karriere mag, die oder der kann hier getrost zugreifen und wird etwas Lohnendes für sich entdecken. Neun Punkte.

Anspieltipps: Looking Glass, I Never Know



Dienstag, 30. Januar 2018

Ronan Keating – Ronan




Ronan Keating – Ronan


Besetzung:

Ronan Keating – vocals


Gastmusiker:

Rusty Anderson – guitar
Jason Bailey – vocals (background)
Mats Berntoft – guitar
Mike Brignardello – guitar (bass)
Danielle Brisebois – vocals (Background)
Alex Brown – vocals (background)
Sue Ann Carwell – vocals (background)
Donna De Lory – vocals (Background)
Andy Duncan – drums, percussion, programming
Paul Gendler – guitar
Nick Ingman – string arrangements
Priscilla Jones – vocals (background)
Charles Judge – keyboards, piano, synthesizer
Fridrik "Frizzy" Karlsson – guitar
Brian Kennedy – vocals (background)
Michael Landau – guitar
Paul Leim – drums, percussion
Patrick Leonard – keyboards, piano, programming, synthesizer
Stephen Lipson – guitar, guitar (bass), mandolin, programming
Brian Macleod – drums, percussion
James McNally – accordion, whistle
Dominic Miller – guitar
David Munday – flute, guitar
Pete Murray – keyboards, piano, synthesizer
Tessa Niles – vocals (background)
Rick Nowels – keyboards, piano, synthesizer, vocals (background)
Meavh O’Hare – fiddle
Steve Pearce – guitar (bass)
John Pierce – guitar (bass)
Tim Pierce – guitar
Guy Pratt – guitar (bass)
Andy Richards – keyboards, piano, programming, synthesizer
Eric Rigler – uillean pipes
Carol Riley – vocals (background)
Wayne Rodriguez – programming
Matt Rollings – keyboards, piano, synthesizer
Chuck Sabo – drums, percussion
Alfie Silas – vocals (background)
Jackie Smiley – vocals (background)
Miriam Stockley – vocals (background)
Robin Thicke – vocals (background)
Phil Thornalley – guitar, guitar (bass), keyboards, piano, synthesizer, vocals (background)
Patrick Tucker – guitar, guitar (bass)
Yvonne Williams – vocals (background)
John D. Willis – guitar
Gavyn Wright – string conductor


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Pop


Trackliste:

1. Life Is A Rollercoaster (3:56)
2. The Way You Make Me Feel (3:53)
3. In This Life (3:11)
4. Heal Me (4:05)
5. Keep On Walking (3:57)
6. When You Say Nothing At All (4:18)
7. Brighter Days (4:55)
8. If You Love Me (3:27)
9. If I Don't Tell You Now (3:20)
10. Only For You (4:29)
11. Addicted (5:25)
12. When The World Was Mine (5:18)
13. Believe (5:06)
14. Lovin' Each Day (3:34)
15. Once Upon A Lifetime (4:23)

Gesamtspieldauer: 1:03:25




Ronan Patrick John Keating ist ein irischer Sänger, der zunächst 1994 durch seine Beteiligung an der Boygroup Boyzone eine große Bekanntheit erlangte. Ab dem neuen Jahrtausend, nach dem Auseinanderbrechen von Boyzone, veröffentlichte Ronan Keating auch Solo-Alben. Das erste dieser Alben wurde schlicht mit seinem Vornamen „Ronan“ betitelt, erschien am 31. Juli des Jahres 2000 auf dem Plattenlabel Polydor. Es enthält oberflächlichen Pop und die Cover-Version des Liedes „When You Say Nothing At All“, welche durch den Film „Notting Hill“ zum Hit wurde.

Es gibt durchaus den Fall, dass man Musik auflegt und nach den ersten drei Takten weiß, dass man gerade wieder einmal dabei ist, erneut sinnlos eine Stunde seines Lebens zu verschwenden – zumindest dann, wenn man sich auf die Musik konzentrieren möchte. So erging es mir nach den ersten paar Sekunden mit „Ronan“ und mit jeder weiteren Sekunde wurde ich in meinem Gefühl bestärkt. Auf dem Album hört man das zuckersüße bis schleimige Gesäusel des Iren Ronan Keating, was die jungen Mädchen damals in die Raserei trieb, so lieb und süß sendete er seine Liebesschwüre über das Mikrophon in die ganze weite Welt hinaus. Auf „Ronan“ hört man grauenvolle und anbiedernde Musik, die weder musikalisch und schon gar nicht textlich überzeugt. Oder ist das umgekehrt?

Der einzige Höhepunkt der Platte ist wirklich jenes „When You Say Nothing At All“. Ein schönes und eingängiges Liebeslied, geschrieben von Paul Overstreet und Don Schlitz. Drei Musikerinnen beziehungsweise Musiker konnten mit dem Titel punkten. Keith Whitley erreichte mit dem Lied im Jahr 1988 den ersten Platz der Billboard Hot Country Singles Charts. Für Alison Krauss war es im Jahr 1995 ihre erste Top Ten Platzierung und schließlich Ronan Keating, der mit der Nummer im Jahr 1999 den ersten Platz der Hitparaden in Irland und dem Vereinigten Königreich belegte. Das Lied ist ebenfalls ein überzuckertes Gesäusel, wie alle anderen Lieder der Platte „Ronan“ auch. Aber immerhin verfügt es über eine Melodie, die eingängig hängenbleibt. Das kann man vom ganzen Rest der Scheibe keineswegs behaupten. Massenkompatibler und oberflächlicher Pop, zugeschnitten auf das ganz junge, weibliche Publikum.

Fazit: „Ronan“ von Ronan Keating steht für Belanglosigkeit in allen seinen Auswüchsen. Unfassbar schleimige Texte, oberflächliche Musik, die auf schnelle Eingängigkeit getrimmt wurde, ohne jeden Nachhaltigkeitsfaktor. Einzig die Cover-Version von „When You Say Nothing At All“ klingt. Das war es allerdings schon. Man kann seine Zeit wahrlich auch mit Musik vergeuden. Das Album ist inzwischen für deutlich unter vier Euro zu haben. Mag das echt niemand mehr hören? Ein Punkt.

Anspieltipps: When You Say Nothing At All



Montag, 29. Januar 2018

Grobschnitt – Merry-Go-Round




Grobschnitt – Merry-Go-Round


Besetzung:

Eroc – drums, hysterical voices
Lupo – lead guitar, acoustic guitar, chorus
Mist – keyboard castle, chorus
Popo Hunter – bass
Wildschwein – vocals, guitars
Toni Moff Mollo – vocals, lighting design


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Progressive Rock, Krautrock


Trackliste:

1. Come On People (6:35)
2. Merry-Go-Round (6:14)
3. A.C.Y.M. (6:57)
4. Du Schaffst Das Nicht (8:35)
5. Coke Train (4:43)
6. May Day (7:51)


Bonus Tracks der remasterten Wiederveröffentlichung von 2015:

7. Merry-Go-Round (Live At Volkshaus, Zürich / 1979) (6:59)
8. Die Säule Der Nation (Live At Volkshaus, Zürich / 1979) (1:18)
9. May Day (Live At Volkshaus, Zürich / 1979) (7:42)
10. Come On People (Live At Ostwestfalenhalle, Kaunitz / 1978) (12:18)
11. Coke Train (Live At Ostwestfalenhalle, Kaunitz / 1978) (4:33)
12. Merry-Go-Round (Session Remix) (5:18)

Gesamtspieldauer: 1:19:08



„Merry-Go-Round“ heißt das fünfte Studioalbum der Hagener Progressive Rock oder Krautrock Band Grobschnitt. Im Jahr 1979 wurde die Scheibe ursprünglich auf dem Plattenlabel Metronome veröffentlicht. 2015 gab es eine neue, remasterte Auflage des Albums, welche bei Universal Music erschien. Glasklar kommt hier der Sound zum Tragen und auch bei den zahlreichen Zugaben kann man sich über den Klang wahrlich nicht beschweren.

Was allerdings nicht mehr ganz so gelungen ist, das ist die Musik auf „Merry-Go-Round“. Immer weniger klingt es hier spannend und nach der Band Grobschnitt der Jahre zuvor. Die Lieder sind eher rockig geraten, verfügen allerdings zum Teil schon über einen leicht poppigen Anstrich. Diese ausgelassenen und mit Spielfreude angefüllten Instrumentalpassagen gibt es so nicht mehr auf „Merry-Go-Round“. Die Lieder sind zwar immer noch nicht radiotauglich, doch sie nähern sich diesem Format bereits deutlich an. Grobschnitt klingen etwas austauschbarer.

Die Melodien der Lieder können nicht mehr so punkten, wie auf vorherigen Veröffentlichungen. Die Musik packt deutlich weniger, geht schlechter ins Ohr, ohne dabei jedoch völlig einfallslos oder billig zu klingen. Doch es hat sich etwas geändert in der Musik von Grobschnitt seit „Rockpommel’s Land“. Alles klingt ein wenig unspektakulärer, weniger spannend, ein klein wenig mehr dem damaligen Mainstream unterworfen. Höhepunkt des Albums ist das gleichzeitig längste Stück der Platte „Du Schaffst Das Nicht“. Doch noch niemals hat die Länge eines Liedes eine Aussage über die Qualität eines Stückes zugelassen. Das gilt auch für dieses Lied. Doch die Nummer hat was. „Du Schaffst Das Nicht“ beginnt zart, mit sanften Orgeltönen und steigert sich, wird intensiver. Das Stück wirkt dabei zunächst fast sphärisch und hinterlässt durch seine Entwicklung, sein Anwachsen, gleich von Beginn an Eindruck.

Sechs Stücke gibt es auf der offiziellen Ausgabe des Albums. Gleich sechs Zugaben mit einer Gesamtlaufzeit von knapp vierzig Minuten wurden dieser Veröffentlichung hinzugefügt. Dabei handelt es sich, bis auf die kurze Klamauk-Einlage „Die Säule Der Nation“ und einem Session Remix des Liedes „Merry-Go-Round“, um Live-Aufnahmen der Album-Lieder „Merry-Go-Round“, „May Day“, „Come On People“ sowie „Coke Train“. Diese sind klanglich durchaus hörenswert und unterscheiden sich zum Teil von den Originalen, was für den Fan durchaus einen Mehrwert darstellen dürfte.

Fazit: Mit dem Album „Merry-Go-Round“ machen Grobschnitt die ersten kleinen Schritte in Richtung zur Pop-Band. Noch ist das zum Teil durchaus noch abwechslungsreicher Rock, den man hier zu hören bekommt, doch die Ansätze, weg vom ursprünglichen Genre der Band, sind bereits vorhanden. Kein schlechtes Album, doch hält „Merry-Go-Round“ in meinen Ohren keinen Vergleich zu den Vorgängeralben mehr stand. Schade. Acht Punkte.

Anspieltipps: Du Schaffst Das Nicht



Sonntag, 28. Januar 2018

Can – Ege Bamyasi




Can – Ege Bamyasi


Besetzung:

Holger Czukay – bass
Michael Karoli – guitar
Jaki Liebezeit – drums
Irmin Schmidt – keyboards
Damo Suzuki – vocals


Label: Spoon Records


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Krautrock, Psychedelic Rock, Experimental Rock


Trackliste:

1. Pinch (9:30)
2. Sing Swan Song (4:48)
3. One More Night (5:36)
4. Vitamin C (3:32)
5. Soup (10:32)
6. I'm So Green (3:05)
7. Spoon (3:04)

Gesamtspieldauer: 40:10



„Ege Bamyasi“ haben die Musiker der deutschen Band Can ihr viertes Album genannt. Veröffentlicht wurde „Ege Bamyasi“ im November 1972 auf dem Plattenlabel Spoon Records. Zu hören gibt es darauf die inzwischen gut bekannte „Can-Mischung“. Soll heißen, ein paar Lieder im Stile des Krautrocks mit psychedelischen Ausflügen und eine ganze Menge experimentelle Musik, die gar nicht mal immer so eindeutig als Musik auszumachen ist.

Mit dem Titel „Pinch“ fängt die Platte bereits überaus schräg an. Sehr viel Rhythmus wird von Jaki Liebezeit vorgelegt und die restlichen Musiker füllen das Ganze mit verschiedenen, zum Teil seltsamen bis abgefahrenen Tönen an. Sänger Damo Suzuki nuschelt oder redet oder schreit dazu unverständliche Worte, von denen man irgendwie nicht so ganz weiß, ob es überhaupt Worte sind und wenn es doch welche wären, wäre das Ganze wohl überaus sinnfrei. Irgendwie „anders“ klingt „Pinch“, sehr rhythmisch und wahrlich nicht melodiös, dafür umso experimenteller. Das ändert sich mit dem zweiten Titel „Sing Swan Song“. Er startet mit dem Geräusch von fließendem Wasser und entwickelt sich dann hin zu einem ziemlich „normalen“ Lied, wenn man die uns bekannten Kriterien dafür anlegt. Und dazu kommt die große Überraschung, denn „Sing Swan Song“ hört sehr melodiös an, ist eine absolut eingängige Nummer.

Das sich anschließende „One More Night“ ist ebenfalls eher ein konventionelles Lied. Nicht zu schrill, dabei auch nicht zu melodiös, dafür sanft dahinplätschernd. Etwas forscher startet dann „Vitamin C“. Ein groovender Rhythmus, erneut eingängige Melodie und Damo Suzuki singt „Hey you, you’re losing your Vitamin C“. Zum Kringeln. Schließlich setzt die Orgel stärker ein, bestimmt die Melodie, alles löst sich in Wohlgefallen auf. Doch genug der harmonischen Berieselung. Mit „Soup“ folgt das längste Stück auf „Ege Bamyasi“. Atonal, geräuschvoll, abgedriftet, aggressiv. Damo Suzuki schreit, die Gitarre klingt ohrenbetäubend schrill, das Keyboard versucht alles Mögliche, um sich ja nicht auf eine Melodie einzulassen, der Bass dröhnt und das Schlagzeug zieht unbeirrt seine akustischen Kreise. Absolut entrückt das Ganze und weit davon entfernt, als Lied im herkömmlichen Sinn durchzugehen. Klangfetzen, Geräuschfetzen, Sprachfetzen.

Mit „I'm So Green“ und „Spoon“ klingt „Ege Bamyasi“ dann wieder eher angepasst – oder sollte ich etwa schreiben „den Normen entsprechend?“ aus. „Spoon“ war dabei sogar ein kleiner Single-Hit, kletterte bis auf Platz 6 der deutschen Single-Charts. Die Nummer war die Titelmusik der deutschen Fernseh-Mini-Serie „Das Messer“ und wurde somit einem größeren Publikum zugänglich gemacht.

Fazit: Mit „Ege Bamyasi“, dem vierten Album von Can, bekommt man alles. Melodiösität und eine Art akustische Zerstörung. Solch ein Lied wie „Soup“ ist ein absoluter Grenzgänger. So etwas kann man kaum mit anderen Menschen zusammen hören, muss es sich alleine geben, da man sonst ganz bestimmt als „gefährlich“ eingestuft wird. Gerade das macht auch die Einmaligkeit der Musik von Can aus, hier werden definitiv Grenzen überschritten. Aber gefallen? „Sing Swan Song“ und „Vitamin C“ gefallen mir, „Soup“ gefällt mir nicht. Nein, macht es nicht – trotzdem höre ich es mir an. Wer soll das verstehen? Ich schon mal gar nicht. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Sing Swan Song, Vitamin C