Dienstag, 8. April 2014

Klaus Nomi – The Nomi Song (DVD)




Klaus NomiThe Nomi Song (DVD)


Mitwirkende:

Klaus Nomi, Ann Magnuson, Gabriele LaFari, David MacDermot, Page Wood, Angela Christlieb, Alexandra Baltarzuk, Ruth Peyser, Mark Daniels, Thomas Mertens, Annegret Even, Annette Pisacane, Guido Krajewski, Eric Schefter, Andrew Horn, Ilona Ziok, David Bowie, etc.


Regie: Andrew Horn


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Dokumentation


Inhalt:

1. The Nomi Song (1:35:51)

Bonusmaterial:

1. Deleted Scenes
2. Additional Footage
3. Full Length Performances
4. Audio Remixes
5. The New York Premiere Party
6. US Theatrical Trailer
7. Palm Previews
8. Weblinks
9. Play Movie With Commentary By Director Andrew Horn

Spieldauer des Bonusmaterials: ~1:20:00




Bei wohl keinem Musiker scheiden sich so die Geister wie bei Klaus Sperber, alias Klaus Nomi. Dieser ist in den USA und Frankreich sehr viel bekannter als hier in Deutschland, dabei ist Klaus Nomi ein gebürtiger Immenstädter, der mit 29 Jahren nach New York ging, um dort sein Glück als Kontertenor zu finden. Sein Markenzeichen war der Falsett-Gesang, gepaart mit sehr schrillem Outfit und New Wave Musik. Ende der 70er Jahre nahm dann seine Karriere auch langsam Fahrt auf, dauerte allerdings nur wenige Jahre, da er leider auch als erstes bekannteres AIDS-Opfer in die Geschichte dieser Erkrankung einging.

In dieser Dokumentation über Klaus Nomi kommen Bekannte und Freunde des Musikers zu Wort, die ihn einen Teil seines Weges begleiteten. Nicht alle wichtigen Protagonisten im Leben des Klaus Nomi sind hier allerdings vertreten. Joey Arias zum Beispiel, der Klaus Nomi einen großen Teil seiner Karriere begleitete und auch Nachlassverwalter von dessen Hinterlassenschaft wurde, kommt hier nicht zu Wort. Warum dieser an der Produktion nicht mitwirkte, wird nicht genauer erläutert. Trotzdem erfährt man sehr viel über den Menschen Klaus Nomi und auch über die Anfänge des New Wave. Und dann kommt es auch, wie immer bei Filmen oder Dokus aus dieser Zeit, zu heute wahnsinnig komischen Szenen. Zum Beispiel, als Klaus Nomi 1979 einen Auftritt zusammen mit David Bowie hatte, der wiederum diesen Deutschen ganz interessant zu finden schien. Dieser Auftritt fand bei Saturday Late Night statt und David Bowie steckte in einem Kostüm, mit dem er selbst nicht mehr laufen konnte… Unfassbar wie Klaus Nomi und Joey Arias ihn dann über die Bühne schleppen mussten.

Tante Trude kommt auch öfters zu Wort. Dies ist die Schwester seiner Mutter, die in Essen lebt und von den Jugendtagen des Klaus Nomi in herrlichem Ruhrpott-Deutsch erzählt. Und jetzt wird es wahrlich skurril. Tante Trude hatte es sich nämlich noch mal überlegt, denn sie war einfach zu schüchtern, um leibhaftig in dem Film mitzuspielen. Die Szenen waren allerdings schon gedreht und so baute man ihr Wohnzimmer kurzerhand in Form eines Puppenhauses nach, selbst die an der Wand hängenden Bilder wurden imitiert. Eine Puppe wurde gebastelt und der Kopf von Tante Trude ausgeschnitten und oben draufgeklebt. So erzählt sie dann von ihren Erlebnissen mit Klaus in einer Art Stillleben.

Musikalisch bekommt man auf der DVD einen Einblick in das Schaffen von Klaus Nomi. Für richtige Fans allerdings nicht befriedigend, denn meistens gibt es nur kurze Ausschnitte der Lieder zwischen den einzelnen Interview-Passagen zu hören. Auf der mir vorliegenden Import DVD gibt es im Bonusmaterial auch noch einige Titel in voller Länge, bei denen allerdings kein sehr gutes Bildmaterial zugrunde gelegt wurde. Das Bildmaterial im Film ist allerdings sehr interessant und es erscheint einem heutzutage unglaublich, dass sich Menschen jemals getraut haben, so aufzutreten – auch wenn es perfekt zur Show des Künstlers passte.

Fazit: Also, wer Klaus Nomi mag und etwas mehr über ihn erfahren möchte, der ist hier richtig. Es gibt zwei verschiedene Versionen der DVD. Eine Import-Variante, mit sehr viel mehr Bonus-Material, allerdings ohne deutsche Untertitelung und eine deutsche Ausgabe, bei der die Interviews dann eben deutsch untertitelt sind. Bei Tante Trude und auch bei einigen Szenen mit Klaus Nomi braucht man das nicht, denn da wird Deutsch gesprochen. Trotzdem sollte man bei der Import-DVD schon ein wenig des Englischen mächtig sein, sonst verschenkt man sich was. Musikalisch dient diese DVD eher zur Orientierung, wenn man mal die Musik Klaus Nomis antesten möchte. Des Weiteren erfährt man eine ganze Menge über die Anfänge des New Wave und über die Karriere des Deutschen in Amerika. Dazu ist es auch immer wieder ganz lustig, wenn das Ende auch traurig ist. Schade, dass sich nicht alle seine Begleiter hier verewigten. Interessant ist die CD auf jeden Fall trotzdem, genau wie die Musik des Klaus Nomi, die hier demnächst auch besprochen werden wird. Zehn Punkte.



Montag, 7. April 2014

Tumblewild – When The World Had Four Corners




Tumblewild – When The World Had Four Corners


Besetzung:

Audrey Evans – singing
Alonza Bevan – other bits


Gastmusiker:

Marc Descamps – drums on tracks 3-11
Paul Winterhart – drums on track 2
Christian Gerard – cello
Julien Brasseur – horns on tracks 2 & 4
Fred Goffin – horn on track 5
Flore Laurent – horn on track 5
Olivier Leclercoz – sitar on track 3


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Modern Folk


Trackliste:

1. Revenge (3:57)
2. Walk On Fire (3:25)
3. Sweet Bones (4:15)
4. One In A Million (3:28)
5. Lucinda (3:43)
6. Elevator Girl (2:51)
7. Poison Arrow (3:25)
8. Run (3:21)
9. Way Home (3:16)
10. Dog On A Chain (3:57)


Bonus Track:

Sinnerman (3:29)

Gesamtspieldauer: 39:06




Es gibt Musik, die umschreibt man am besten mit dem Adjektiv „schön“. Genau diese Bezeichnung passt auf das Debut-Album von Tumblewild. Tumblewild, das ist das Ehepaar Audrey Evans, ehemaliges Mitglied der Mediæval Bæbes, eine Formation aus weiblichen Interpreten, die sich der mittelalterlichen Musik verschrieben haben und Alonza Bevan, Bassist und Songschreiber von Kula Shaker, welche auf diesen Seiten ebenfalls schon besprochen wurden.

Die Musik klingt oftmals folkig, ab und an auch ein wenig Country-angehaucht – aber auch rockigere Töne gibt es auf „When The World Had Four Corners” zu hören. Und wenn man Kula Shaker kennt, dann kennt man natürlich auch deren Anleihen aus der indischen Musik. Auch auf diese muss man hier nicht verzichten, denn „Dog On A Chain“ wartet ebenfalls mit solchen Klängen auf. Dabei zeigen die beiden Musiker bei jedem Titel ihr Gespür für eindringliche Melodien, die es schaffen den Hörer zu treffen und auch nachzuhallen. Soll heißen, einige Lieder des Albums sind durchaus dazu in der Lage längerfristige Begleiter im Musikuniversum des Hörers zu werden.

Allgemein klingt das Album sehr melancholisch, manchmal ein wenig verträumt, treibende Töne wie beim rockigen „Lucinda“sind vorhanden, stehen aber nicht zu sehr im Vordergrund. Die ruhigeren Momente überwiegen in der Musik von Tumblewild, was nicht zuletzt auch durch die weiche und warme Stimme Audrey Evans‘ unterstrichen wird. Trotzdem wird es hier nie langweilig, dazu verfügen alle Titel über eine gewisse Eigenständigkeit, kein Titel gleicht dem anderen, verbunden sind sie durch den Gesang der Audrey Evans und dieser immer vorhandenen Harmonie. Die einzelnen Nummern erzählen Geschichten oder beschreiben Charaktere, „die mir in Büchern, Märchen, Fotos oder Gemälden begegnet sind“ so die Sängerin. So erinnert „Revenge“ zum Beispiel an Bonnie und Clyde, als Inspiration dazu diente Alfred Hitchcocks „Bei Anruf Mord“.

Fazit: „When The World Had Four Corners” ist wahrlich ein schönes Album geworden. Völlig unaufgeregt entwickeln die beiden Musiker ihre Melodien und Geschichten, denen zu lauschen lohnt. Wer auf sehr eingängige und auch hintergründige Musik steht, der wird hier eine ganze Menge für sich entdecken können. Sehr empfehlenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: Revenge, Walk On Fire, Sweet Bones



Sonntag, 6. April 2014

Deep Purple – In Concert With The London Symphony Orchestra (DVD)




Deep Purple – In Concert With The London Symphony Orchestra (DVD)


Besetzung:

Ian Gillan – vocals
Steve Morse – guitar
Roger Glover – bass
Jon Lord – keyboards
Ian Paice – drums


Gastmusiker:

Paul Mann – conductor
Aitch McRobbie – vocals
Margo Buchanan – vocals
Pete Brown – vocals
Mario Argandona – vocals, percussion
Sam Brown – vocals on "Wait A While"
Miller Anderson – vocals on "Pictured Within"
Ronnie James Dio – vocals on "Sitting In A Dream", "Love Is All"
Graham Preskett – violin on "Love Is All"
Eddie Hardin – piano on "Love Is All"
Annie Whitehead – trombone
Paul Spong – trumpet, flugelhorn
Roddy Lorimer – trumpet, flugelhorn
Simon C. Clarke – baritone/alto sax/flute
Tim Sanders – tenor/soprano sax
Dave LaRue – bass
Van Romaine – drums


Label: Eagle Rock Entertainment


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: verklassischster Rock


Trackliste:

1. Pictured Within
2. Wait A While
3. Sitting In A Dream
4. Love Is All
5. Wring That Neck
6. Concerto For Group And Orchestra - Movement I
7. Concerto For Group And Orchestra - Movement II
8. Concerto For Group And Orchestra - Movement III
9. Ted The Mechanic
10. Watching The Sky
11. Sometimes I Feel Like Screaming
12. Pictures Of Home
13. Smoke On The Water

Gesamtspieldauer: 1:59:31




Im Jahr 2000 veröffentlichte Deep Purple ihr Konzert, welches sie in der Royal Albert Hall zusammen mit dem London Symphony Orchestra am 25. und 26. September 1999 aufgenommen hatten. Hierzu gibt es eine CD-Version wie vorliegende DVD, auf der allerdings nicht alle gespielten Titel enthalten sind.

Dreißig Jahre nach seinem „Concerto For Group And Orchestra“ des Jon Lord, von dem allerdings die Originalpartitur verloren gegangen war, gab es eine Neuauflage in der Royal Albert Hall. Es wurde recherchiert und zusammengetragen, um möglichst dem Original dreißig Jahre zuvor nahe zu kommen. Dieses Mal wurde das Ganze allerdings mit dem London Symphony Orchestra eingespielt und nicht wie Ende der 60er Jahre mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Dazu wurden noch einige andere Stücke der Band auf die klassische Schiene gesetzt, soll heißen mit Streichern und Bläsern unterlegt.

Logischerweise kann man bezüglich eines solchen Ansatzes skeptisch sein. Manche Rock-Musiker versuchen ihre Kunst anscheinend dadurch aufzuwerten, indem sie sich auch der ernsteren Musik nähern. Das hat bei Roger Waters „Ca Ira“, einer Oper in drei Akten nicht geklappt und genau so wenig bei vielen anderen Rockbands, die unbedingt ihre Titel mal von einem Orchester gespielt bekommen wollten. Allerdings haben Deep Purple schon einmal diese Verbindung von Rock und Klassik mit „April“ in Vollendung hinbekommen. Bei dieser Eigenkomposition aus dem Jahr 1969 passt einfach alles. Nun, aber hier? Es ist schön Ronnie James Dio zu sehen und zu hören, wenn er dann allerdings auf der Bühne „hoppeln“ muss, da die Musik an einen ungarischen Tanz erinnert, dann sieht man ihm direkt an, dass ihm das unangenehm ist. So ist das „Concerto For Group And Orchestra” noch ganz interessant, die restlichen Titel, in die klassische Musik übertragene Rock-Nummern, werfen allerdings immer wieder die Frage auf: „Was soll das?“

Fazit: Deep Purple machten und machen echt tolle Musik. Dieser DVD hier hätte es allerdings nicht bedurft. Wenn ich Rock hören will, dann höre ich Rock. Wenn ich Klassik hören möchte, dann höre ich Klassik. Warum aber soll man Rock-Musik im klassischen Gewand lauschen? Keine Ahnung, überflüssig. Punkte gibt es eigentlich nur für „Concerto For Group And Orchestra“, doch dieses Lied ist um Klassen schlechter, als besagtes „April“. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Concerto For Group And Orchestra



Samstag, 5. April 2014

The Silencers – Dance To The Holy Man




The Silencers – Dance To The Holy Man


Besetzung:

Jimme O’Neill – vocals, guitar, harp, keyboards, penguin land
Cha Burns – guitar, vocals, e bow, sirens and avenger
Davy Crichton – electric violin, mandolin, accordion, keyboards, juggling
Tony Soave – drums, percussion, tablas, fire extinguisher, convector heater, wine glass, t-tray
Lewis Rankine – bass, skateboard, sega grandmaster
James “Jinky” Gilmour – vocals, acoustic guitar, dancing


Gastmusiker:

Bob Tinker and his Celctic Horns – horn section
Tina Tinker – flute
Bob – mellophonium
Seamus Behan – hammond
Louis Jardin – extra percussion


Label: BMG Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Pop, Folk Rock


Trackliste:

1. Bulletproof Heart (4:59)
2. The Art Of Self Deception (5:17)
3. Singing Ginger (1:40)
4. Robinson Crusoe In New York (5:52)
5. I Want You (4:06)
6. Just Can't Be Bothered (4:32)
7. Cameras And Colleseums (1:03)
8. One Inch Of Heaven (7:32)
9. Hey Mr.Bank Manager (3:39)
10. This Is Serious / John The Revelator (5:46)
11. Afraid To Love (3:27)
12. Rosanne (3:54)
13. Electric Storm (5:52)
14. When The Night Comes Down (3:28)
15. Robinson Rap (1:01)

Gesamtspieldauer: 1:02:07




Zehn Alben haben die Silencers bisher veröffentlicht. „Dance To The Holy Man“ heißt ihre dritte Scheibe aus dem Jahr 1991. Wenn man etwas über diese Band aus Schottland liest, dann werden immer wieder Vergleiche zu den Simple Minds oder U2 gezogen. Kann man natürlich machen, muss man allerdings nicht. „Dance To The Holy Man“ jedenfalls hört sich deutlich anders an, als besagte Bands. Klar hört man den schottischen Ursprung der Band heraus und da scheint dann der Sprung hinüber nach Irland auch nicht mehr allzu weit zu sein, allerdings sind diese Anleihen relativ spärlich gesät. Vielmehr ist die Musik auf dem Album eher poppiger Natur, meist relativ eingängig – aber irgendwie nichts Besonderes.

Etwas lässt sich hier allerdings feststellen: In Liedern, in denen gepfiffen wird, scheint ein relativ hohes Hit-Potential zu liegen. „Bulletproof Heart”, der Opener der Platte, ist hierfür ein gutes Beispiel. Eine rockige Nummer, sehr eingängig, die dann auch noch diese „pfiffigen“ Parts für den Hörer bereithält, die ebenfalls sofort ins Ohr gehen. Sicherlich ein, wenn nicht der Höhepunkt der Platte. Ebenfalls sehr gelungen ist der Titel „I Want You”. Schön eingeleitet mit der Akustik-Gitarre, entwickelt sich hier ein Lied, welches zum Mitwippen animiert und ebenfalls einen, zumindest kleinen Ohrwurmcharakter besitzt.

Zugegebenermaßen befindet sich kein richtig schlechter Track auf „Dance To The Holy Man“. Alles hat seine Qualität, so richtig mitreißen kann einen die Scheibe allerdings letztendlich trotzdem nicht. Bei aller Melodiösität fehlt irgendwie das Außergewöhnliche, was sich beim Hörer festzusetzen versteht. So läuft die Platte durch, gerne auch nebenbei während einer Unterhaltung und irgendwann merkt man, dass Stille herrscht - das muss allerdings nicht unmittelbar nach dem letzten Lied auffallen. War da was?

Fazit: Ein nettes und eingängiges Album ist „Dance To The Holy Man“ geworden. Vielleicht keine Allerweltsplatte, so richtig überzeugend ist es dann allerdings auch nicht geworden. Manchmal ein wenig langweilig, aber auch nicht wirklich schlecht, irgendwo so mittendrin. Durchaus ab und an unterhaltsam, wenn man sich darauf konzentriert, wenn man diese Scheibe allerdings nicht kennt, dann hat man auch nicht zu viel verpasst. Acht Punkte.

Anspieltipps: Bulletproof Heart, I Want You



Freitag, 4. April 2014

The Beatles – Magical Mystery Tour




The Beatles – Magical Mystery Tour


Besetzung:

John Lennon – vocals, guitar, keyboards (acoustic and electric pianos, mellotron, organ, clavioline), harmonica on "The Fool On The Hill"
Paul McCartney – vocals, bass, piano, mellotron, recorder on "The Fool On The Hill "
George Harrison – vocals, guitar, organ, harmonica on "The Fool On The Hill "
Ringo Starr – drums and percussion


Gastmusiker:

Mal Evens – percussion ("Magical Mystery Tour", "Strawberry Fields Forever")
Neil Aspinall – percussion ("Magical Mystery Tour")
David Mason – trumpet ("Magical Mystery Tour")
Elgar Howarth – trumpet ("Magical Mystery Tour")
Roy Copestake – trumpet ("Magical Mystery Tour")
John Wilbraham – trumpet ("Magical Mystery Tour")
Christoper Taylor – flute ("The Fool On The Hill")
Richard Taylor – flute ("The Fool On The Hill")
Jack Ellory – flute ("The Fool On The Hill")
Sidney Sax – violin ("I Am The Walrus")
Jack Rothstein – violin ("I Am The Walrus")
Ralph Elman – violin ("I Am The Walrus")
Andrew McGee – violin ("I Am The Walrus")
Jack Greene – violin ("I Am The Walrus")
Louis Stevens – violin ("I Am The Walrus")
John Jezzard – violin ("I Am The Walrus")
Jack Richards – violin ("I Am The Walrus")
Lionel Ross – cello ("I Am The Walrus")
Eldon Fox – cello ("I Am The Walrus")
Brian Martin – cello ("I Am The Walrus", "All You Need Is Love")
Terry Weil – cello ("I Am The Walrus")
Neill Sanders – horn ("I Am The Walrus")
Tony Tunstall – horn ("I Am The Walrus")
Morris Miller – horn ("I Am The Walrus")
Peggie Allen, Wendy Horan, Pat Whitmore, Jill Utting, June Day, Sylvia King, Irene King, G. Mallen, Fred Lucas, Mike Redway, John O'Neill, F. Dachtler, Allan Grant, D. Griffiths, J. Smith and J. Fraser - backing vocals ("I Am The Walrus")
Ken Essex – viola ("Hello, Goodbye")
Leo Birnbaum – viola ("Hello, Goodbye")
Tony Fisher – trumpet ("Strawberry Fields Forever")
Greg Bowen – trumpet ("Strawberry Fields Forever")
Derek Watkins – trumpet ("Strawberry Fields Forever")
Stanley Roderick – trumpet ("Strawberry Fields Forever")
John Hall – cello ("Strawberry Fields Forever")
Derek Simpson – cello ("Strawberry Fields Forever")
Norman Jones – cello ("Strawberry Fields Forever")
Ray Swinfield – flute ("Penny Lane")
P. Goody – flute ("Penny Lane")
Manny Winters – flute ("Penny Lane")
Dennis Walton – flute ("Penny Lane")
Leon Calvert – trumpet ("Penny Lane")
Freddy Clayton – trumpet ("Penny Lane")
Bert Courtley – trumpet ("Penny Lane")
Duncan Campbell – trumpet ("Penny Lane"), trumpet ("All You Need Is Love")
Dick Morgan – english horn ("Penny Lane")
Mike Winfield – english horn ("Penny Lane")
Frank Clarke – double bass ("Penny Lane")
David Mason – piccolo trumpet ("Penny Lane")
Eddie Kramer – vibraphone ("Baby, You're A Rich Man") 
George Martin – piano ("All You Need Is Love")
Mick Jagger, Keith Richards, Marianne Faithfull, Keith Moon, Eric Clapton, Pattie Boyd Harrison, Jane Asher, Mike McCartney, Maureen Starkey, Graham Nash and wife Rose Eccles Nash, Gary Leeds and Hunter Davies – backing vocals ("All You Need Is Love")
Sidney Sax – violin ("All You Need Is Love")
Patrick Halling – violin ("All You Need Is Love")
Eric Bowie – violin ("All You Need Is Love")
Jack Holmes – violin ("All You Need Is Love")
Rex Morris – saxophone ("All You Need Is Love")
Don Honeywill – saxophone ("All You Need Is Love")
Stanley Woods – trumpet ("All You Need Is Love")
Evan Watkins – horn ("All You Need Is Love")
Henry Spain – horn ("All You Need Is Love")
Jack Emblow – accordion ("All You Need Is Love")


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 1967


Stil: Psychedelic Rock, Pop


Trackliste:

1. Magical Mystery Tour (2:52)
2. The Fool On The Hill (3:00)
3. Flying (2:17)
4. Blue Jay Way (3:57)
5. Your Mother Should Know (2:30)
6. I Am The Walrus (4:37)
7. Hello, Goodbye (3:32)
8. Strawberry Fields Forever (4:11)
9. Penny Lane (3:03)
10. Baby, You're A Rich Man (3:04)
11. All You Need Is Love (3:48)

Gesamtspieldauer: 36:50




„Magical Mystery Tour” ist bereits das neunte Studioalbum der Beatles und erschien 1967, also im selben Jahr wie „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band”. Wenn man irgendwelche Menschen danach fragt, sie sollen ein Beatles-Album nennen, dann werden das bereits erwähnte „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band”, „Abbey Road“, „Let It Be“, “White Album” und auch noch „Help“ und „Rubber Soul“ genannt. Ziemlich überraschend, denn es gibt wohl keine Platte der Beatles, die eingängiger ist als „Magical Mystery Tour“. Hierauf befinden sich solche „Klassiker“ wie „The Fool On The Hill”, „I Am The Walrus”, „Strawberry Fields Forever”, „Penny Lane”, „All You Need Is Love” und noch jede Menge mehr, denn im Grunde genommen hätte man hier fast jedes Lied nennen können.

Die Musik der Platte ist ein Soundtrack zum gleichnamigen Film und wurde in Großbritannien auf zwei EP’s veröffentlicht, in den USA erschien er sofort als Album. Der Film selbst handelt von einer sehr skurrilen Busreise und bekam allgemein sehr schlechte Kritiken, die Musik selbst wurde von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt. Überschattet wurden die Entstehung des Films und des Albums allerdings durch den Tod des Beatles Managers Brian Epstein am 27. August 1967. Die vier Musiker trafen sich am 1. September und beratschlagten das weitere Vorgehen und auch die Zukunft der Beatles. Das Ergebnis dieser Unterredung war, sowohl den Film voranzutreiben und auch als Band weiterzumachen. In Fachkreisen gilt jedoch der Tod Brian Epsteins als Einstieg in das Ende der Band.

Nun, wenn jemand noch kein Beatles-Album besitzt und sich mit der Band mal beschäftigen möchte, ist „Magical Mystery Tour“ ein sehr guter Einstieg. Hier gibt es alles zu hören, was diese Band zu dem werden ließ, für was sie bis heute steht: eingängige Melodien, wunderschöne Harmonien, tolle Ideen und auch eine gewisse Experimentierfreude. Zwar ist der indische Einfluss in der Musik weitestgehend verschwunden, experimentiert wird allerdings auf dem Album immer wieder, sodass das Genre „Psychedelic Rock“ nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Der überwiegende Teil der Platte ist allerdings sehr gut gemachter Pop, der ins Ohr geht. Und wo gibt es schon mal eine Scheibe, bei der sich der Hintergrundchor aus Musikern wie Mick Jagger, Keith Richards, Marianne Faithfull, Keith Moon und Eric Clapton zusammensetzt? Den Unterschied zu anderen Pop-Bands der 60er Jahre sieht man auch an der sehr aufwendigen Instrumentierung mit sehr vielen unterschiedlichen Instrumenten und noch zahlreicheren Musikern. Der Aufwand und auch der Anspruch hatten endgültig Einzug in die Pop-Musik gehalten.

Paul McCartney äußerte mal in einem Interview, dass das Lied, welches ihn am meisten an John Lennon erinnern würde und welches auch am deutlichsten nach ihm klingen würde „Strawberry Fields Forever“ wäre. „Strawberry Field“ war der Name eines Waisenhauses, in dessen Nähe John Lennon aufwuchs. Der Text ist wieder mal sehr metaphorisch, die Musik bei aller Eingängigkeit sehr vertrackt und hier trifft das Genre „Psychedelic Rock“ dann schon sehr gut zu. Dies allerdings auch noch im Nachhinein aus einem anderen Grund. 1969 verbreitete eine US-amerikanische Campus-Zeitung der University of Michigan aus Spaß das Gerücht, Paul McCartney sei 1966 bei einem Autounfall getötet worden und die Beatles würden nun mit einem Doppelgänger weitermachen. Ein Radiomoderator griff dies auf und plötzlich kursierte diese Meldung. Ein angeblicher Beweis für diesen Umstand – neben vielen anderen – sei, dass John Lennon am Ende von „Strawberry Fields Forever“ in das Mikrofon flüstern würde „I buried Paul“. Wenn man aber die Lautsprecher aufdreht, kommt da eher „Cranberry Sauce” heraus.

Fazit: Ein tolles Album der Beatles. Melodiös, eingängig, experimentell psychedelisch und sehr innovativ. Wenn man bedenkt, dass dieses Album nur sehr kurze Zeit nach „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band” entstand, überschattet war vom Tod des Managers Brian Epstein und im Grunde genommen ein Soundtrack ist, dann ist das schon sehr, sehr beeindruckend. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Blue Jay Way, Strawberry Fields Forever



Donnerstag, 3. April 2014

Marilyn Manson – Holy Wood




Marilyn Manson – Holy Wood


Besetzung:

Marilyn Manson – arranger, vocals, producer, art direction, concept, syncussion, optigan, mellotron, distorted flute, synth bass, keyboards, piano, electric harpsichord, rhythm guitar
Twiggy Ramirez – bass, guitar (rhythm, lead, leslie, warped), keyboards
John 5 – guitar (lead, rhythm, acoustic, synth, electric, slide, phase)
Madonna Wayne Gacy – synths, ambiance, keyboards, samples, bass synth, synth strings, mellotron, sound effects
Ginger Fish – drums, drum machine, sound effects, keyboards


Gastmusiker:

Bon Harris – synthesizers, programming, organic drum programming, bass, keyboard, synth bass, sleigh bells, electronics, piano
Dave Sardy – synthesizers, drum programming, rhythm guitar
Danny Saber – additional loops
Alex Suttle – backing vocals


Label: Nothing Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Alternative Metal


Trackliste:

1. Godeatgod (2:34)
2. The Love Song (3:17)
3. The Fight Song (2:56)
4. Disposable Teens (3:02)
5. Target Audience (Narcissus Narcosis) (4:18)
6. "President Dead" (3:13)
7. In The Shadow Of The Valley Of Death (4:10)
8. Cruci-Fiction In Space (4:56)
9. A Place In The Dirt (3:37)
10. The Nobodies (3:35)
11. The Death Song (3:30)
12. Lamb Of God (4:40)
13. Born Again (3:21)
14. Burning Flag (3:22)
15. Coma Black (5:59)
16. Valentine's Day (3:32)
17. The Fall Of Adam (2:34)
18. King Kill 33 (2:18)
19. Count To Six And Die (The Vacuum Of Infinite Space Encompassing) (3:25)

Gesamtspieldauer: 1:08:19




Marilyn Manson wird immer dann sehr schwierig, wenn es geschmacklos wird. Das betrifft die Zeichnungen und Photos auf den Covern genau wie die Texte, die mitunter offensichtlich nur noch provozieren wollen und das natürlich auch schaffen. Musikalisch ist es meist schon sehr viel einfacher, die Band gut oder schlecht zu finden. Metal gibt es da meist kompromisslos zu hören, Metal in verschiedensten Ausprägungen. Zumindest hier unterscheidet sich jedoch „Holy Wood“ von vielen anderen Scheiben Marilyn Mansons. Dieses Mal experimentiert die Band deutlich mehr und rutscht dabei sogar ab und an in die „Alternative-Schiene“, was das Album deutlich abwechslungsreicher und spannender werden lässt. Auch die Texte sind hier ein klein wenig gezügelter, obwohl das Schwerpunktthema „Gewalt“ ist. Dies lag wohl daran, das zwei Schüler der Columbine High School im Jahr zuvor zwölf Schüler und einen Lehrer erschossen und dabei wohl Marilyn Manson T-Shirts trugen und deren Musik häufig gehört hatten. Ein ziemlich rauer Wind wehte Marilyn Manson daraufhin ins Gesicht und somit beschäftigt sich das Album zwar mit Gewalt, allerdings unter der Fragestellung, wie es dazu überhaupt kommen kann.

Musikalisch gesehen macht es die Mischung, die die Platte zu einer guten Scheibe werden lässt. Die Lieder werden hier nicht nur in Höchstgeschwindigkeit durchgejagt, nein, es gibt auch richtig langsame Nummern, die sehr melodiös uns Ohr gehen. Zudem findet sich auch die Mischung aus beidem in einzelnen Songs, wodurch diese Titel noch zusätzlich an Spannung gewinnen. Und so gibt es auf „Holy Wood“ für den Hörer die Möglichkeit, dem Head Banging zu frönen, schönen und ruhigen Melodien zu lauschen oder nur den Fuß mitwippen zu lassen, bei einem Titel, der dann doch eher im Mid-Tempo angesiedelt ist. Dabei ist es zugegebenermaßen nicht ganz einfach, sich auf eine bestimmte Stimmung einzulassen, denn diese ist spätestens mit dem nächsten Lied bereits wieder überholt.

Und dann ist da natürlich noch die Stimme des Brian Hugh Warner alias Marilyn Manson. Die muss man mögen oder hat seine Schwierigkeiten damit. Gewöhnungsbedürftig ist sie auf alle Fälle. Und wenn er denn schreit oder auch flüstert, dann kann man sich sehr gut vorstellen, dass so wirklich die Stimme des Teufels klingen könnte. Marilyn Manson wollen ganz offensichtlich ein Gesamtpaket abgeben und schaffen das auch.

Fazit: Metal, egal ob jetzt „Industrial“ oder „Heavy“ steht auf „Holy Wood“ zwar auch im Vordergrund, allerdings längst nicht so präsent wie auf vielen anderen Platten der Band. Es lassen sich hier tolle und auch ungewöhnliche Melodien entdecken, die länger hängenbleiben und nachhallen. Eine gute und abwechslungsreiche Rock-Scheibe, auf der man etwas entdecken kann. Elf Punkte.

Anspieltipps: Target Audience, In The Shadow Of The Valley Of Death, Lamb Of God



Mittwoch, 2. April 2014

Propaganda – A Secret Wish




Propaganda – A Secret Wish


Besetzung (ohne Instrumentenangabe):

Michael Mertens
Suzanne Freytag
Claudia Brücken
Ralf Dorper


Gastmusiker (ohne Instrumentenangabe):

Andrew Richards
Steve Howe
David Sylvian
Glenn Gregory
Trevor Horn
Ian Mosely
Jonathan Sorrell
Andreas Thein
Stuart Copeland
Allen L. Kirkendale
S.J. Lipson



Label: ZTT Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Synthie Pop


Trackliste:

1. Dream Within A Dream (9:08)
2. The Murder Of Love (5:13)
3. Jewel (6:23)
4. Duel (4:43)
5. Frozen Faces (4:25)
6. P-Machinery (3:51)
7. Sorry For Laughing (3:27)
8. The Chase (4:05)
9. Dr. Mabuse (10:42)

Gesamtspieldauer: 51:57




Propaganda, eine deutsche Band aus Düsseldorf, machte Musik, bei deren Hören man sofort das passende Jahrzehnt parat hat. Synthie-Pop in Reinkultur, das müssen die 80er Jahre sein. Von der Musik her ist das auch nicht weiter verwunderlich, denn Trevor Horn hatte sich der Band angenommen und zum Teil das Album mitproduziert. Jener Trevor Horn, der zusammen mit Geoff Downes die Buggles bildete und kurzzeitig auch ein Mitglied von Yes war, wobei er dort viel zum Meisterwerk „Drama“ beitrug. Von daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass auch Steve Howe von Yes hier einen Gastauftritt bekam, bei welchem Titel der Gitarrenvirtuose allerdings in die Saiten griff, ist nicht so ohne weiteres festzustellen. Aber es gibt noch mehr berühmte Namen neben den Bandmitgliedern. Stuart Copeland von Police sitzt mal an den Drums, wobei in diesem Fall die Überraschung darin liegt, dass er in den Credits des Albums mit Stuart Coppland aufgeführt wird. Und auch Glenn Gregory von Heaven 17 und David Sylvian von Japan gehören zu den Studiomusikern.

Mit dem Titel „Dr. Mabuse“, der schon vor dem Album vorlag, gelang den Musikern von Propaganda ein charttechnischer Achtungserfolg. Wenn man eher von der rockigeren Seite der Musik herkommt, kann man das kaum verstehen. Zwar gibt es auch im Synthie-Pop ganz interessante und eingängige Lieder, „Dr. Mabuse“ gehört da jedoch irgendwie nicht dazu. Auf über zehn Minuten wird so ziemlich alles aus den Synthesizern herausgeholt was geht, es wird englisch und deutsch gesungen, meist vor dem Hintergrund eines fetten Beats im Zusammenspiel mit poppigen und sphärischen Synthie-Klängen. Als Dance-Nummer sicherlich ganz brauchbar, richtig musikalisch interessant ist allerdings nur der Mittelteil, bei dem um ein Drum-Solo einige Sounds und Instrumente herumdrapiert wurden. Das ist dann allerdings auch wieder der Teil, der nur relativ schlecht tanzbar ist.

Nun, der erste Single-Erfolg war da, jetzt wurde weiterkomponiert und schließlich im Juli 1985 „A Secret Wish“ veröffentlicht. Und da ist gleich der Opener besser gelungen als „Dr. Mabuse“. „Dream Within A Dream“, bei dem der Text einem Gedicht von Edgar Allen Poe entnommen wurde, wirkt mit seiner Musik mal melancholisch und sphärisch, dann wieder sehr sehnsüchtig. Hat was, wenn man auch mit künstlich erzeugten Klängen etwas anzufangen weiß. Doch die Hauptrolle spielt hier eigentlich eine Trompete, die das Flair des Titels zum Strahlen bringt. Der Höhepunkt der Platte ist jedoch „P-Machinery“. Synthie-Pop in Reinkultur, jedoch mitreißend und spannend arrangiert. Die Nummer beginnt sehr melodiös, die Gesänge und Stimmen von Suzanne Freytag und Claudia Brücken passen perfekt und das Lied steigert sich kraftvoll in vorher nicht für möglich gehaltene Höhen. Synthesizer-dominierter Pop der sehr viel besseren Sorte. Das war es dann aber auch schon, der Rest der Platte ist meist überaus gewöhnungsbedürftig für Menschen, die eine Gitarre klasse finden.

Fazit: Synthie-Pop ist nicht ganz so mein Ding, kann allerdings auch gut gemacht und spannend sein. Ist es hier auch auf „A Secret Wish” von Propaganda – zumindest ab und an. Manchmal noch ganz okay, so gibt es allerdings auch Stellen, die durch Langeweile nerven. Von daher sicher kein ganz schlechtes Album, aber richtig überzeugend ist das auch nicht. Acht Punkte.

Anspieltipps: Dream Within A Dream, P-Machinery



Dienstag, 1. April 2014

Strawbs – Ghosts




Strawbs – Ghosts


Besetzung:

Dave Cousins – vocals, acoustic and electric guitars, recorder
Dave Lambert – vocals, electric and acoustic guitars
John Hawken – piano, electric piano, harpsichord, mellotron, moog synthesizer, hammond organ, pipe organ
Chas Cronk – bass, acoustic guitar, backing vocals
Rod Coombes – drums, congas, percussion, backing vocals


Gastmusiker:

Claire Deniz – cello on "Starshine/Angel Wine"


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Folk Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Ghosts (8:31)
    a. Sweet Dreams
    b. Night Light
    c. Guardian Angel
2. Lemon Pie (4:03)
3. Starshine / Angel Wine (5:15)
4. Where Do You Go (When You Need A Hole To Crawl In) (3:03)
5. The Life Auction (6:52)
6. Don't Try To Change Me (4:28)
7. Remembering (0:55)
8. You And I (When We Were Young) (4:04)
9. Grace Darling (3:55)


Bonus Track:

10. Changes Arrange Us (3:55)

Gesamtspieldauer: 45:01




„Ghosts“ nannte die britische Band Strawbs ihr siebtes Studio-Album, welches im Jahr 1975 veröffentlicht wurde. Wenn man ein wenig recherchiert, dann findet man diese Platte immer unter dem Genre „Progressive Rock“ eingeordnet. Wenn man diese Scheibe allerdings kennt und bereits öfters gehört hat, dann scheint dieses „Label“ nur teilweise zuzutreffen. Die Musik fällt eher unter die Überschrift Folk-Rock und trägt Züge des Progressive Rock hauptsächlich noch im Titel-Lied und ebenfalls in der Nummer „The Life Auction“. Beide Titel sind sehr viel komplexer aufgebaut als der Rest der Platte, besitzen fordernde und auch beim ersten Hören sehr eingängige Passagen. Hier lässt sich dieser Einteilung durchaus zustimmen.

Hört man die gesamte Platte durch, so fällt einem durchaus die Mannigfaltigkeit und das breite Spektrum der Musik auf, was ebenfalls wieder eher in die progressive Schiene des Gesamtwerks weist. Trotzdem überwiegen hier die Folk-Rock- bis -Pop-Momente, die „Ghosts“ ebenfalls den Stempel aufdrücken. Dieser Umstand lässt das Album allerdings keineswegs an Intensität verlieren, denn die Lieder sind fast durch die Bank weg überaus gelungen und können überzeugen. Sie wirken, verbreiten eine gewisse Wärme und tragen dazu bei, dass diese Platte zu einer sehr eingängigen wird.

Fast alle Titel haben dabei ihre Qualität. Ein klein wenig belanglos wird es am ehesten noch bei „Where Do You Go“ und „Don't Try To Change Me“, bei denen noch ein wenig mehr auf die Karte der schnellen Eingängigkeit gesetzt wurde. Der Rest - und das ist die überwiegende Mehrheit der Titel - überzeugt und wirkt. Es gibt auf „Ghosts“ zwar nicht diesen einen „Übertitel“, wie man ihn oftmals auf einem Album der Strawbs entdecken darf, jedoch hat alles seine Qualität, welche eine durchaus hohe ist. Und auch der Bonus Track der remasterten Veröffentlichung reiht sich hier mit ein. Das Besondere daran ist, dass hier nicht Dave Cousins oder Dave Lambert beim Gesang zu hören sind, sondern Drummer Rod Coombes, der seine Sache diesbezüglich ebenfalls sehr gut macht.

Fazit: „Ghosts“ ist ein schönes Album geworden, wenn man dieser Musik der 70er Jahre etwas abgewinnen kann. Und es ist auch eine intelligente Platte, bei der viel Wert auf die Details gelegt wurde. Alles passt perfekt zusammen und hüllt den Hörer immer wieder in dieses wohlige Gefühl der Wärme ein, die gute Musik auch in der Lage ist zu erzeugen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Ghosts, The Life Auction, Grace Darling



Montag, 31. März 2014

Yes – Fragile




Yes – Fragile


Besetzung:

Jon Anderson – vocals
Bill Bruford – drums, percussion
Steve Howe – electric and acoustic guitars, backing vocals
Chris Squire – bass guitars, backing vocals, guitar
Rick Wakeman – hammond organ, piano, rmi 368 electra-piano, harpsichord, mellotron, moog synthesizer


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1971


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Roundabout (8:35)
2. Cans And Brahms [Extracts From Brahms' 4th Symphony In E Minor, Third Movement] (1:42)
3. We Have Heaven (1.39)
4. South Side Of The Sky (7:58)
5. Five Per Cent For Nothing (0:37)
6. Long Distance Runaround (3:30)
7. The Fish [Schindleria Praematurus] (2:42)
8. Mood For A Day (3:02)
9. Heart Of The Sunrise (11:32)

Gesamtspieldauer: 41:11




Wenn ich irgendwelchen Bekannten zeigen wollen würde, was man unter Progressive Rock versteht, dann würde ich unter anderem „Fragile“ von Yes auflegen. Sicherlich neben einigen anderen Scheiben von Yes, Genesis-Alben mit Peter Gabriel, Emerson, Lake und Palmer Platten und etwas von Van Der Graaf Generator. „Fragile“ wäre allerdings definitiv mit dabei, denn auf diesem Album finden sich alle Zutaten, die ein Progressive Rock Album enthalten muss.

Hier gibt es die Lieder, die mit wunderschönen und eindringlichen Melodien aufwarten können, andererseits auch Titel, die unglaublich vertrackt sind und erst gehörtechnisch erarbeitet werden wollen, fordernde und ganz frei schwebende Passagen und jede Menge Abwechslung in der Musik. Dazu gesellt sich ein Umstand, der mir in vielen Jahren des Musik-Hörens eine gewisse Sicherheit vermittelte, zumindest in meinen Augen beziehungsweise Ohren, sehr gute Musik von solcher unterscheiden zu können, die okay ist, langweilig oder einfach nicht mein Ding. Es ist der Umstand, dass Musik, die gleich beim ersten Hören wirkt, ganz nett und schön ist, dass allerdings Musik, die mit der Zeit reift, ein sehr viel längerer Begleiter des Lebens ist und wird. Deshalb höre ich auch jede Platte beziehungsweise CD mindestens zehnmal an, bevor ich sie wieder zurückstelle. Und dann bekommt diese Musik noch mal eine Gelegenheit zu überzeugen, indem sie nach einer gewissen Phase wieder auf dem Plattenteller landet.

Genau so verhält es sich mit „Fragile“. Zugegebenermaßen hat mich solch ein Titel wie „Long Distance Runaround“ gleich beim ersten Hören umgehauen. Ein etwas „komischer“ Auftakt, seltsame Melodie, bei der noch nicht mal der Rhythmus zu stimmen scheint und dann folgt bereits nach wenigen Sekunden eine Melodie, die sich zusammen mit den Gesang Jon Andersons im Gehirn festbrennt. Wahrlich begeisternd. Ähnlich ergeht es einem beim Hören des ersten Stücks „Roundabout“, nur, dass hier die Reihenfolge eine andere ist. Melodiös startend, dann fordernd, dann wieder sehr harmonisch. Ein Wechselbad der Gefühle folgt auf das nächste, jede Stimmung wird wieder aufgelöst, um den Hörer erneut in eine andere Welt zu entlassen. Oder solch ein Titel wie „South Side Of The Sky”. Auch hier finden sich unglaublich spannende Passagen, die mal mehr, mal weniger ins Ohr gehen. Allerdings nur zunächst. Wenn man die Nummer immer wieder hört, lichtet sich der Nebel und alles scheint perfekt zusammenzupassen und die Abschnitte, die vorher noch seltsam klangen, werden zu bekannten Freunden, deren Dasein man schätzt und schließlich weiß und begreift, dass diese genau so und nicht anders klingen müssen. Das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Passagen macht es aus.

Es gibt jede Menge Stücke auf dieser Platte, die genau dies beinhalten. Einfach richtig gut gemacht. Wenn man etwas an dieser Platte bemängeln möchte, dann wohl diese Klassik-Adaptionen, die Yes hier schon nicht mehr nötig gehabt hätte. Aber das haben sie wohl auch eingesehen und auf zukünftigen Alben darauf verzichtet.

Fazit: Musik ist einfach genial. Na, sagen wir mal so, Musik kann einfach genial sein. Respekt vor allen, die dies zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben und andere Menschen damit beglücken. Manches Mal klingen Alben eben so, dass Sie Menschen begeistern können, begleiten können, rühren können. Ein solches Album ist „Fragile“ von Yes, zumindest für Freunde des Progressive Rock der 70er Jahre. Für Soul-, Hard Rock-, Pop-, Jazz-, etc-Liebhaber gibt es da anderes. „Fragile“ hat unter diesem Aspekt auf jeden Fall dreizehn Punkte verdient.

Anspieltipps: Roundabout, Long Distance Runaround



Sonntag, 30. März 2014

Various Artists – Big Blue Ball




Various Artists – Big Blue Ball


Besetzung (ohne Instrumentenangabe):

"Whole Thing (Original Mix)" (featuring Francis Bebey, Alex Faku, Tim Finn, Peter Gabriel, Karl Wallinger, Andy White)
"Habibe" (featuring Natacha Atlas, Hossam Ramzy, Neil Sparkes, The Hossam Ramzy Egyptian Ensemble (Adel Eskander, Wael Abu Bakr, Momtaz Talaat))
"Shadow" (featuring Juan Cañizares, Papa Wemba)
"Altus Silva" (featuring Joseph Arthur, Ronan Browne, Deep Forest, James McNally, Iarla Ó Lionáird, Vernon Reid)
"Exit Through You" (featuring Joseph Arthur, Peter Gabriel, Karl Wallinger)
"Everything Comes From You" (featuring Richard Evans, Joji Hirota, Sevara Nazarkhan, Sinéad O'Connor, Guo Yue)
"Burn You Up, Burn You Down" (featuring Billy Cobham, Peter Gabriel, The Holmes Brothers, Wendy Melvoin, Arona N’diaye, Jah Wobble)
"Forest" (featuring Levon Minassian, Arona N’Diaye, Vernon Reid, Hukwe Zawose)
"Rivers" (featuring Vernon Reid, Márta Sebestyén, Karl Wallinger)
"Jijy" (featuring Arona N’Diaye, Rossy, Jah Wobble)
"Big Blue Ball" (featuring Peter Gabriel, Manu Katché, Karl Wallinger)


Label: Real World Records


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: World Music


Trackliste:

1. Whole Thing (Original Mix) (5:27)
2. Habibe (7:12)
3. Shadow (4:28)
4. Altus Silva (6:07)
5. Exit Through You (5:52)
6. Everything Comes From You (4:42)
7. Burn You Up, Burn You Down (4:31)
8. Forest (6:17)
9. Rivers (5:45)
10. Jijy (4:00)
11. Big Blue Ball (4:52)

Gesamtspieldauer: 59:13




Zur Fertigstellung dieses „Projekts“ benötigte Peter Gabriel insgesamt fast 18 Jahre. In den Sommern von 1991, 1992 und 1995 trafen sich in seinen Real World Studios, unter seiner und Karl Wallingers Federführung – der vielen Musikhörern ebenfalls durch seine Soloprojekte, World Party oder The Waterboys bekannt sein dürfte – Musiker aus allen Ecken der Erde, um gemeinsam eine Platte aufzunehmen. Die Tapes blieben dann allerdings irgendwie liegen und erst im Jahr 2008 veröffentlichte Peter Gabriel schließlich die Scheibe.

Die Musik auf "Big Blue Ball" ist wahrlich mannigfaltig und wahre Welt-Musik. Man hört den typischen Pop des Peter Gabriel gleichberechtigt neben arabischen Klängen und afrikanischer Musik. Dann klingt es wieder schottisch folkloristisch, ein anderes Mal verträumt sphärisch und wieder an einer anderen Stelle soulig. Die Mischung zwischen westlichen Klängen und Musik aus anderen Kontinenten ist dabei ein klein wenig hin zum Westen verschoben, allerdings nur ein kleines bisschen. So bekommt man trotzdem einen guten Eindruck von Musik aus ganz unterschiedlichen Gegenden der Erde. Dabei liegt es in der Sache der Dinge, dass dieses Album auch ein Beißer sein kann. Könnte der erste Titel „Whole Thing” auf jedem Peter Gabriel Album vertreten sein, ist „Everything Comes From You” eine wunderschöne sphärische Nummer mit sehr eindrucksvollem Gesang der Sinéad O'Connor, wohingegen „Habibe“ den Hörer auf einen orientalischen Basar versetzt und „Shadow“ zunächst spanisch angehaucht klingt, wenn dann allerdings hier der Gesang einsetzt, ist man – nun – zumindest überrascht. Soll heißen, so richtig einstellen kann man sich auf diese Musik oder besser gesagt das Album nicht, da man von einer Stimmung in die andere gerissen wird. „Big Blue Ball“ schafft einen schönen Überblick über die Mannigfaltigkeit der Musik, kann den Hörer aber eben durch diese Verschiedenartigkeit der Songs nicht durchweg mitnehmen.

Fazit: Spannend ist „Big Blue Ball“ auf alle Fälle. Und interessant auch. Dazu gesellen sich zwei Titel für den Peter Gabriel Fan, weitere gut gemachte Pop-Musik und viele Klänge aus weiter entfernten Teilen dieser Erde. Und auch hier, bei diesen für westliche Ohren sehr ungewohnten Klängen, lässt sich Eingängigkeit, Melodiösität und Interessantes entdecken. Das wiederum macht diese Platte zu einer schönen, wenn man mal über den Tellerrand hinwegblicken möchte. Zugeben muss ich allerdings, dass meine Favoriten hier auch auf den eher „gewohnten Klängen“ liegen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Whole Thing, Everything Comes From You



Samstag, 29. März 2014

David Bowie – Pin Ups




David Bowie – Pin Ups


Besetzung:

David Bowie – vocals, guitar, tenor and alto saxophone, harmonica, backing vocals, moog synthesiser


Gastmusiker:

Mick Ronson – guitar, piano, vocals
Trevor Bolder – bass guitar
Aynsley Dunbar – drums
Mike Garson – piano, organ, harpsichord, electric piano
Ken Fordham – baritone saxophone
G.A. MacCormack – backing vocals
Ron Wood – guitar on "Growin' Up"

Label: RCA


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: GlamRock


Trackliste:

1. Rosalyn (2:21)
2. Here Comes The Night (3:09)
3. I Wish You Would (2:47)
4. See Emily Play (4:12)
5. Everything's Alright (2:28)
6. I Can't Explain (2:11)
7. Friday On My Mind (2:56)
8. Sorrow (2:53)
9. Don't Bring Me Down (2:05)
10. Shapes Of Things (2:53)
11. Anyway, Anyhow, Anywhere? (3:12)
12. Where Have All The Good Times Gone (2:41)

Gesamtspieldauer: 33:48




Lediglich ein halbes Jahr nach „Aladdin Sane“, veröffentlichte David Bowie 1973 bereits sein siebtes Studio-Album unter dem Namen „Pin Ups“. Auf dem Front-Cover ist er dabei mit dem Model Twiggy zu sehen. Die Aufnahme entstand während einer Fotosession für das Magazin Vogue in Paris. David Bowie bat allerdings darum, dass er das Bild für dieses Album verwenden dürfe. Durfte er. Nun lediglich sechs Monate nach einer Veröffentlichung ist es natürlich etwas schwierig, schon wieder genügend Song-Material zusammen zu haben, um damit ein weiteres Album bestücken zu können. Hatte David Bowie auch nicht, denn auf „Pin Ups“ hört man Cover Songs, Lieder, die ursprünglich in den Jahren 1964 bis 1967 entstanden sind.

Auf der Scheibe hört man Stücke, die von The Pretty Things, Them, The Yardbirds, Pink Floyd, The Mojos, The Who, The Easybeats, The Merseys oder The Kinks stammen. Es ist ja immer wieder auch ganz nett, wenn ein Song mal von einer anderen Band nachgespielt wird, die der Nummer dann ihren eigenen Stempel aufdrückt. In Perfektion gelang das immer Johnny Cash, der in seinen späten Jahren fast nur noch auf Musik anderer Künstler und Bands zurückgriff und diese Lieder dann wahrlich zu seinen eigenen machte. Nun und David Bowie? Der spielt hier auch Lieder nach. Wenn man diese im Original kennt, dann fragt man sich allerdings, warum er das macht, denn gelungen klingt das in diesem Fall nicht. „See Emily Play“ ist sicher ein toller Song von Syd Barrett mit Pink Floyd, jetzt klingt er - na sagen wir mal „seltsam“. Nicht viel anders ergeht es einem da beim Hören der zwei ehemaligen Who-Titel, wie auch beim Rest der Platte. Gewonnen haben die Nummern hier im Grunde genommen nichts. Angeblich wollte David Bowie mit der Platte Lieder in den USA bekanntmachen, die in England Hits waren, in Amerika allerdings noch nicht mal wahrgenommen worden sind. In England lief „Pin Ups“ auch gut, in den USA deutlich weniger, hat also leider nicht geklappt.

Fazit: David Bowie war schon immer für eine Überraschung gut, vor allem so etwa in den ersten fünfzehn Jahren seiner Karriere. Eine Überraschung ist „Pin Ups“ auch, leider allerdings eine sehr entbehrliche. An dieser Scheibe ist nichts essentiell und auch wenn er damit versucht haben sollte, britische Kollegen und Bands in den USA bekannter zu machen, so bleibt man doch ein wenig ratlos zurück. Musikalisch treffen kann einen jedenfalls nichts auf diesem Album. Damit ist gar nicht mal die Musik an sich gemeint, denn die ursprünglichen Titel haben zum Teil schon was. Treffen kann einen jedoch nicht die Umsetzung, wenn man die Originale kennt. Ich wiederhole mich: entbehrlich! Vier Punkte.

Anspieltipps: See Emily Play, Shapes Of Things