Mittwoch, 19. September 2018

No-Man – Schoolyard Ghosts




No-Man – Schoolyard Ghosts


Besetzung:

Tim Bowness – vocals, mellotron, piano, chime guitars, vocal loops, musical box
Steven Wilson – piano, acoustic and electric guitars, bass, keyboards, glockenspiel, harmony vocals, harp, harmonium, percussion, mellotron, organ, drum programming, musical box, electronic piano


Gastmusiker:

Andy Booker – electronic percussion, drum loop
Marianne De Chastelaine – cello
Peter Chilvers – samples
Rick Edwards – percussion
Colin Edwin – fretless acoustic bass
Gavin Harrison – drums
Bruce Kaphan – pedal steel guitar, e-bow pedal steel guitar
Fabrice Levebvre – yang t‘chin
The London Session Orchestra strings
Dave Stewart – string arrangement
Pat Mastelotto – drums, percussion
Pete Morgan – bass
Theo Travis – flute, soprano sax, clarinet


Label: KScope


Erscheinungsdatum: 2008


Stil: Art Rock, Art Pop, Alternative


Trackliste:

CD1:

1. All Sweet Things (6:47)
2. Beautiful Songs You Should Know (4:25)
3. Pigeon Drummer (6:16)
4. Truenorth (12:51)
5. Wherever There Is Light (4:21)
6. Song Of The Surf (6:11)
7. Streaming (3:32)
8. Mixtaped (8:38)

CD2:

1. Another Winter (Demo) (2:35)
2. The City Sounds (Demo) (2:46)
3. Ominous Dancefloor (Demo) (4:17)
4. The Place Where You’d Hide (Demo) (3:44)
5. Truenorth (Strings) [Part 1] (1:48)
6. Truenorth (Alternate) [Part 2] (3:37)
7. Beautiful Songs You Should Know (Alternate) (4:06)
8. Pigeon Beater (3:03)
9. Lucky You Lucky Me (4:51)
10. Song Of The Surf (Duet) (3:53)
11. Counting (4:24)
12. Death Was California (3:09)

Gesamtspieldauer CD1 (53:03) und CD2 (42:18): 1:35:21




Steven Wilson ist wahrlich ein umtriebiger Musiker. Seine „Hauptband“ hieß lange Zeit Porcupine Tree, bis diese erst mal „auf Eis“ gelegt wurde. Dann gibt es da Blackfield, sein bis heute aktives Projekt mit Aviv Geffen. Während er Endphase von Porcupine Tree begann er auch Solo-Alben zu veröffentlichen, die inzwischen in schöner Regelmäßigkeit erscheinen. Dann gibt es inzwischen fast unzählige, von ihm remasterte Alben der Progressive Rock Heroen der 70er Jahre. Und schließlich war da auch noch das Duo No-Man, bestehend aus eben jenem Steven Wilson sowie Tim Bowness. In den Jahren von 1993 bis 2008 veröffentlichten diese beiden Musiker unter eben jenem Namen insgesamt sechs Studio-Alben. Das letzte Album dieser Reihe heißt bisher „Schoolyard Ghosts“ und erschien am 12. Mai 2008 auf dem Plattenlabel KScope.

No-Man, beziehungsweise Tim Bowness und Steven Wilson, präsentieren auf „Schoolyard Ghosts“ Musik, die man wohl am ehesten mit warm und sehr gefühlvoll umschreiben kann. Lieder für die ruhigen Momente des Tages, in denen man abschalten möchte, die Augen schließen, entspannen. Das Tempo wird niemals angezogen auf diesem Album, die Musik fließt dahin wie ein ruhiger bedächtiger Fluss. Ich würde nicht so weit gehen, hierbei von Ambient zu sprechen, doch nähern sich die weiten Ausläufer dieses musikalischen Genres durchaus manchmal auch der Musik von No-Man auf dieser Veröffentlichung an. Die Lieder klingen allesamt melodiös und eingängig, kuscheln die Hörerin und den Hörer sanft und weich ein. Einzige Ausnahme stellt da der Titel Lied „Pigeon Drummer“ dar, in dem es zu kurzen, jedoch fast schon brachialen Ausbrüchen kommt. Ein Schlagzeug- und Gitarren-Gewitter bricht plötzlich über einen herein, doch bereits nach ganz wenigen Augenblicken klart der Himmel wieder auf und alles wiegt sich erneut in sanfter Harmonie. Schade, dass diese kleinen „Explosionen“ nicht häufiger gezündet wurden, denn sie tragen durchaus mit zur Spannung und Abwechslung des ganzen Albums bei.

Die Höhepunkte der Platte sind der Opener „All Sweet Things“, dem auch der Album-Titel „Schoolyard Ghosts“ entnommen wurde. Ein sanftes und überaus melodisches Lied, welches gleich beim ersten Mal des Hörens ins Ohr geht und sehr gut die Gesamtstimmung der Platte wiedergibt. Dann wäre an dieser Stelle nochmals das bereits erwähnte „Pigeon Drummer“ zu nennen, ein schöner Kontrapunkt zur intensiven und alles überstrahlenden Harmonie. Schließlich ist da noch das längste Lied des Albums, „Truenorth“. Über zwölf Minuten hat man nun Zeit, ganz in diesen melodiösen Strukturen zu versinken, sich einhüllen zu lassen in sanfte Wohlklänge. Ganz bestimmt wird es Menschen geben, die diese geballten Relaxationsklänge eher langweilig finden werden – wenn sie die Augen schließen und zuhören, werden sie vielleicht verstehen. Schließlich sei hier noch das folgende Lied „Wherever There Is Light“ erwähnt. Wie der Auftakt ist es eine sanfte und eingängige Nummer, angefüllt mit Eingängigkeit, die sich festsetzt und die Atemfrequenz herunterfährt.

Mit der neuen Ausgabe des Albums im Jahr 2014 erhält man als Bonus eine zweite CD. Diese hält neben wenigen, bereits bekannten Titeln in Form von alternativen Versionen auch reichlich Neues für Hörerin und Hörer parat. Die Sound-Qualität der Stücke ist erstklassig, auch wenn es sich dabei zum Teil um Demos handelt. Solche Titel wie „Another Winter“, „Pigeon Beater“ oder „Lucky You Lucky Me“ hätten in dieser Form auch für das offizielle Album eine Bereicherung dargestellt. Von daher stellen diese Lieder eine wirkliche Zugabe zum ursprünglichen Album dar.

Fazit: Man sollte definitiv die sanften Momente in der Musik zu schätzen wissen, wenn man „Schoolyard Ghosts“ von No-Man einlegt und genießen möchte. Keine Hektik, Ruhe ist angesagt. Nur an wenigen Stellen passiert Außergewöhnliches, zumeist treiben die Lieder sanft vorwärts und schließlich auch vorbei. Das kann für die eine oder den anderen, zur richtigen Tageszeit genossen, wie ein Entspannungskur wirken. Wieder andere werden nur wegschlummern. Das Leben ist wunderbar vielfältig, Geschmäcker eben auch. Elf Punkte.

Anspieltipps: All Sweet Things, Pigeon Drummer, Truenorth, Wherever There Is Light



Dienstag, 18. September 2018

In Flames – Siren Charms




In Flames – Siren Charms


Besetzung:

Anders Fridén – vocals
Björn Gelotte – guitar
Niclas Engelin – guitar
Peter Iwers – bass
Daniel Svensson – drums, percussion


Gastmusiker:

Örjan Örnkloo – keyboards, programming
Emilia Feldt – backing vocals (7)
The Head Jester Choir – choir (8)
Martin Rubashov – backing vocals (9)


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Alternative Metal, Death Metal


Trackliste:

1. In Plain View (4:06)
2. Everything’s Gone (3:24)
3. Paralyzed (4:15)
4. Through Oblivion (3:37)
5. With Eyes Wide Open (3:58)
6. Siren Charms (3:05)
7. When The World Explodes (4:38)
8. Rusted Nail (4:54)
9. Dead Eyes (5:23)
10. Monsters In The Ballroom (3:53)
11. Filtered Truth (3:30)

Gesamtspieldauer: 44:48




„Siren Charms“ heißt das elfte Studioalbum der schwedischen Metal Band In Flames. Es wurde am 5. September 2014 in Europa und am 9. September 2014 in den USA auf dem Plattenlabel Sony Music Entertainment veröffentlicht. Es ist das letzte Album mit dem langjährigen Schlagzeuger Daniel Svensson, der im Jahr 2015 bei In Flames ausstieg und jetzt Bier in seiner Brauerei „Odd Island Brewing“ in der Nähe von Göteborg braut. Drei Singles wurden mit den Titeln „Rusted Nail“, „Through Oblivion“ und „Paralyzed“ aus dem Album ausgekoppelt. In Schweden kletterte „Siren Charms“ bis auf Platz 1 der Charts, in Deutschland immerhin bis auf Platz 7 und in den US Billboard 200 belegte das Album als höchste Platzierung Platz 26.

Die Kritiken zum Album waren sowohl bei den Fans wie auch bei den Kritikern sehr durchwachsen. Klang vielen langjährigen Fans die Musik auf „Siren Charms“ nicht mehr hart genug, klang die Scheibe für viele Kritiker eher banal und gewöhnlich. Diesem Eindruck muss ich mich leider anschließen, denn etwas Besonderes stellt die Musik von In Flames auf „Siren Charms“ keineswegs dar. Man hört hier Metal – durchaus hart – den man mit „Mainstream“ umschreiben könnte. Keine Besonderheiten sind hier zu hören, sehr viel eher wirkt das alles glattgeschliffen und im Durchschnitt verhaftet, ohne dabei auffällig werden zu wollen. Andererseits hinterlässt man auf diese Weise zwar keine großartigen Spuren, geht jedoch etwas leichter ins Ohr und verkauft sich besser. Ziel also definitiv erreicht.

Das Album läuft durch und verfügt hierbei durchaus über harte Riffs und jede Menge Geschrei. Von fehlender Härte kann da kaum die Rede sein. Ins Ohr geht „Siren Charms“ durchaus zügig, denn auch Metal kann eingängig sein, der vom In Flames auf „Siren Charm“ verbleibt dort allerdings nicht allzu lange. Ein wenig mehr Ecken und Kanten hätten hier definitiv geholfen. Höhepunkte sind die Titel „Paralyzed“, „Through Oblivion“ sowie „Dead Eyes“. Zu sehr stechen diese allerdings auch nicht aus der breiten Masse des Restes heraus.

Fazit: Ein eher durchschnittliches Album ist das bereits elfte Studioalbum „Siren Charms“ der schwedischen Meal Band In Flames geworden. Für viele der Fans aus den Anfängen der Band längst nicht mehr „hart“ genug, für mich alles andere als „weich“, jedoch auch wenig spektakulär. Spätestens beim dritten Mal des Hörens macht sich da eine gewisse Langweile breit, da die Lieder wenig nachhaltig und austauschbar klingen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Paralyzed, Through Oblivion, Dead Eyes



Montag, 17. September 2018

Anna von Hausswolff – The Miraculous




Anna von Hausswolff – The Miraculous


Besetzung:

Anna von Hausswolff – pipe organ, synthesizer, vocals


Gastmusiker:

Ulrik Ording – drums
Filip Leyman – drums, synthesizer, vocals
Karl Vento – guitar, vocals
Joel Fabiansson – guitar
Daniel Ögren – clavioline (track 1)
Maria von Hausswolff – vocals (track 9)


Label: City Slang


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: Gothic, Art Rock


Trackliste:

1. Discovery (8:45)
2. The Hope Only Of Empty Men (3:10)
3. Pomperipossa (2:12)
4. Come Wander With Me / Deliverance (10:49)
5. En Ensam Vandrare (2:54)
6. An Oath (3:01)
7. Evocation (3:07)
8. The Miraculous (9:59)
9. Stranger (5:28)

Gesamtspieldauer: 



„The Miraculous“ heißt das vierte Studioalbum der Schwedin Anna von Hausswolff, die mit ganzem Namen Anna Michaela Ebba Electra von Hausswolff heißt. Funeral Pop oder eine Prise Sakral bis Death Rock gefällig? In der Musik findet man genau diese Genres, die die Musik der gebürtigen Göteborgerin besser umschreiben als der manchmal in diesem Zusammenhang genannte Independent Rock. Pop ist das allerdings wahrlich nicht, was man hier zu hören bekommt. Diese Umschreibungen der Musik der Anna von Hausswolff resultieren auch nicht allein aus dem Umstand heraus, dass häufig eine Orgel im musikalischen Zentrum eines Liedes steht. Es ist die dunkle und düstere Atmosphäre, die mit der Musik transportiert wird, die einen packt, einhüllt und nicht so leicht wieder ziehen lässt.

Etwas Besonderes stellt die Musik der Anna von Hausswolff auf jeden Fall dar. Diese Instrumentierung gepaart mit einem Gesang, der zwischen engelsgleich und vom Teufel besessen wechselt. Dies alles so arrangiert, dass eine dichte und fesselnde Stimmung entsteht, die mit jeder Nummer erneut aus den Boxen beziehungsweise Kopfhörern fast schon wie eine zähe Masse herausquillt – ohne dass dies negativ gemeint sei. Doch ist diese Musik so schwermütig, dass ein schnelles Fließen metaphorisch einfach nicht passen will. Lieder die sich anschleichen, anwachsen, auftürmen, schließlich mächtig und voll alles zermalmen, was sich diesen Tönen glaubt in den Weg stellen zu müssen. Dieser Klang ist wahrlich intensiv und lässt einen nicht ungerührt.

Höhepunkte gibt es viele auf „The Miraculous“, Ausfälle keine. Hier als Highlights herauszustellen lohnt definitiv für den Opener des Albums, das Lied „Discovery“. Dieser intensive Orgelsound, einfach göttlich. Auch das folgende „The Hope Only Of Empty Men“ weiß sehr zu überzeugen. Eine Orgellinie, über die Anna von Hausswolff irgendwie entrückt, fast schon verstörend singt. Dann wäre da schließlich noch das längste Lied des Albums zu nennen, „Come Wander With Me / Deliverance“. Bei diesem Doppel-Titel wird die Steigerung so wundervoll ausgelebt, dass man dieser mit sehr viel, als nur dem Gehörsinn zu folgen glaubt und völlig von diesen Tonfolgen vereinnahmt wird. An manchen Stellen erinnert mich das Album an den Soundtrack zum Film Koyaanisqatsi von Philip Glass. Das mag allerdings nur mein ganz subjektives Empfinden sein. Die einzelnen Lieder klingen gegen Ende des Albums etwas unspektakulärer, ohne sich dabei jedoch uninteressant oder gar langweilig anzuhören. Gerade der Titeltrack ist sehr sphärisch angelegt, kann von daher nicht mehr ganz diese intensive Atmosphäre erzeugen. Somit befinden sich die Höhepunkte zu Beginn und in der Mitte von „The Miraculous“.

Fazit: Ein wunderschönes und sehr intensives Album ist „The Miraculous“ der Schwedin Anna von Hausswolff geworden. Das Album ist angefüllt mit Musik, in die man tief eintauchen kann, die mit Stimmungen spielt, welche zumeist der dunklen Seite zugewandt scheinen. Zum Nebenbei-Hören ist diese Art der Musik allerdings überhaupt nicht geeignet und bedarf zweifelsohne einer gewissen Aufmerksamkeit. Die Lieder klingen melodiös, dabei zum Teil auch etwas schräg und oftmals ein klein wenig unheimlich. Besondere Musik, die anders ist. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Discovery, The Hope Only Of Empty Men, Come Wander With Me / Deliverance



Sonntag, 16. September 2018

Lou Reed – Berlin




Lou Reed – Berlin


Besetzung:

Lou Reed – vocals, acoustic guitar, choir


Gastmusiker:

Bob Ezrin – piano, mellotron
Steve Hunter – electric guitar
Dick Wagner – electric guitar, backing vocals
Jack Bruce – bass guitar, except “Lady Day“ & “The Kids“
Aynsley Dunbar – drums, except “Lady Day“ & “The Kids“
Steve Winwood – organ, harmonium
Michael Brecker – tenor saxophone
Randy Brecker – trumpet
Tony Levin – bass guitar on “The Kids“
B. J. Wilson – drums on “Lady Day“ & “The Kids“
Allan Macmillan – piano on “Berlin“
Gene Martynec – acoustic guitar, synthesizer and vocal arrangement on “The Bed“, bass guitar on “Lady Day“
Jon Pierson – bass trombone
Blue Weaver – piano on “Men Of Good Fortune“
Steve Hyden – choir
Elizabeth March – choir
Dick Wagner – choir


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Rock


Trackliste:

1. Berlin (3:24)
2. Lady Day (3:39)
3. Men Of Good Fortune (4:38)
4. Caroline Says I (3:57)
5. How Do You Think It Feels (3:42)
6. Oh, Jim (5:14)
7. Caroline Says II (4:13)
8. The Kids (7:55)
9. The Bed (5:51)
10. Sad Song (6:56)

Gesamtspieldauer: 49:34




„Berlin“ nannte der US-amerikanische Musiker Lou Reed sein drittes Solo-Album. „Berlin“ wurde im Juli des Jahres 1973 auf dem Plattenlabel RCA Records veröffentlicht. Die Platte kletterte im Vereinigten Königreich bis auf Platz 7 der Album Charts, erreichte in den USA jedoch lediglich Platz 98 und verkaufte sich allgemein relativ schlecht. Dies mag auch daran gelegen haben, dass die allgemeinen Kritiken im Jahr 1973 sehr schlecht ausfielen. Das Rolling Stone Magazine betitelte die Platte zum Beispiel mit der Überschrift „Desaster“. Genau jene Zeitschrift nahm dreißig Jahre später „Berlin“ mit in ihr Ranking der 500 besten Alben aller Zeiten auf und setzte das Album auf Platz 344.

Das Album-Konzept entstand, als Produzent Bob Ezrin Lou Reed gegenüber erwähnte, dass die Geschichten, die Reeds Songs erzählten, zwar großartige Anfänge hätten, aber nie wirklich zu Ende erzählt werden würden. Konkret wollte Ezrin wissen, was mit dem Paar aus Berlin passiert sei, welches auf seinem ersten Solo-Album in dem Titel „Berlin“ erwähnt wurde. So wurde aus einer Frage die Platte einer tragischen Rockoper, die die Geschichte des unglücklichen Paares Jim und Caroline erzählt. Dabei werden die Themen Drogenkonsum, Prostitution, Depression, häusliche Gewalt und Selbstmord verarbeitet. „The Kids“ zum Beispiel erzählt, wie Caroline von Behördenseite die Kinder weggenommen werden. Man hört in dem Lied Kinder im Hintergrund, die nach ihrer Mutter rufen, um diese weinen. Die auf Plattenbesprechungen ebenfalls bereits erwähnte Band The Waterboys hat ihren Namen aus einer Zeile in diesem Lied entnommen.

„Berlin“ ist musikalisch ein überaus abwechslungsreiches und spannendes Album geworden. Keine Ahnung ob es Platz 344 der besten Alben aller Zeiten einnehmen sollte, allerdings ist es alles andere als ein Desaster. „Berlin“ ist eine Platte geworden, die packt. Die Lieder klingen melodiös, zum Teil auch irgendwie besonders. Mal etwas entrückt, dann wieder herrlich auf den Punkt kommend. Lou Reed wagt hier seine Rock-Musik sehr viel deutlicher zu variieren, als auf den beiden Vorgänger-Alben. Er spielt mit Stimmungen und Atmosphären und schafft es dabei zum Teil bedrückende, ein anderes Mal fröhliche Stimmungen zu verbreiten. Da klingt es mal sphärisch, dann wieder rockig, schließlich auch mal nach Zirkus-Musik und an anderer Stelle voll und orchestral.

Es fällt schwer auf „Berlin“ einzelne Höhepunkte herauszuheben, denn es gibt einige auf diesem Album. „Lady Day“, „Men Of Good Fortune“, „Caroline Says II“, „The Bed“ und „Sad Song“ heißen diese. Wahrscheinlich hätte ich aber wohl an dieser Stelle auch den überwiegenden Teil der anderen Hälfte der Lieder aufzählen können, denn „Berlin“ weiß wirklich zu begeistern. Das Lied „Caroline Says II“ dürfte am bekanntesten auf diesem Album sein, wurde auch sehr oft von anderen Musikern gecovert. Am Intensivsten ist die Musik allerdings beim Lied „The Bed“. Hier kann man die Verzweiflung, die diesem innewohnt nicht nur hören, nein man spürt sie – obwohl oder gerade, weil die Instrumentierung so rudimentär ausfällt. Deshalb sei an dieser Stelle auch entsprechender Text mit abgedruckt.

This is the place where she lay her head
When she went to bed at night
And this is the place our children were conceived
Candles lit the room at night

And this is the place where she cut her wrists
That odd and fateful night
And I said, oh, oh, oh, oh, oh, oh, what a feeling
And I said, oh, oh, oh, oh, oh, oh, what a feeling

This is the place where we used to live
I paid for it with love and blood
And these are the boxes that she kept on the shelf
Filled with her poetry and stuff

And this is the room where she took the razor
And cut her wrists that strange and fateful night
And I said, oh, oh, oh, oh, oh, oh, what a feeling
And I said, oh, oh, oh, oh, oh, oh, what a feeling

I never would have started if I'd known
That it'd end this way
But funny thing I'm not at all sad
That it stopped this way
Stopped this way

Fazit: „Berlin“ von Lou Reed ist ein sehr beeindruckendes Album geworden. Selten klang die Musik des US-Amerikaners abwechslungsreicher und auch intensiver, sieht man mal von seinen Veröffentlichungen mit Velvet Underground ab. Mal klingt es auf „Berlin“ sanft und verzweifelt, dann wieder orchestral und optimistisch. Viele wunderschöne Melodien gibt es hier zu hören und zu entdecken. Dazu werden Geschichten erzählt, die bewegen. Sehr empfehlenswert. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Lady Day, Men Of Good Fortune, Caroline Says II, The Bed, Sad Song



Samstag, 15. September 2018

The Pineapple Thief – Dissolution




The Pineapple Thief – Dissolution


Besetzung:

Bruce Soord – guitars & vocals
Steve Kitch – keyboards
Jon Sykes – bass & backing vocals
Gavin Harrison – drums & percussion


Gastmusiker:

David Torn – additional guitars on „White Mist“


Label: KScope


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Progressive Rock, Alternative Rock


Trackliste:

1. Not Naming Any Names (2:05)
2. Try As I Might (4:26)
3. Threatening War (6:37)
4. Uncovering Your Tracks (4:28)
5. All That You‘ve Got (3:27)
6. Far Below (4:35)
7. Pillar Of Salt (1:25)
8. White Mist (11:05)
9. Shed A Light (5:20)

Gesamtspieldauer: 43:32




„Dissolution“ heißt das zwölfte Studioalbum der britischen Rockband The Pineapple Thief, welches am 31. August 2018 auf dem Plattenlabel KScope veröffentlicht wurde. Das Album ist die zweite Platte, bei der der frühere Porcupine Tree Schlagzeuger Gavin Harrison an den Drums sitzt, der inzwischen die Band auch zu einem Quartett hat anwachsen lassen und festes Mitglied wurde. Zudem war dieser Gavin Harrison bei vielen der Titel auf „Dissolution“ mit am kompositorischen Prozess beteiligt. Lediglich die Titel „Not Naming Any Names“ und „Pillar Of Salt“ schrieb Bruce Soord noch im Alleingang.

Trotzdem ist „Dissolution“ ein durchaus typisches Pineapple Thief Album geworden. Die Harmonien und Wendungen kommen einem bekannt vor, auch wenn ich nicht so weit gehen möchte, dass die Band sich selbst kopiert. Doch der Stil der Musik ist eindeutig eben nur der Band The Pineapple Thief zuzuordnen. Zu komplex sind die einzelnen Lieder dabei freilich nicht. Ab und an mal ein kürzerer Part, der dem Genre Progressive Rock zugeordnet werden könnte, ansonsten bewegen sich The Pineapple Thief häufiger im Genre des Alternative Rock. Die entstehende Mischung ist allerdings durchaus interessant und weiß immer wieder zu überzeugen, da Bruce Soord in Zusammenarbeit mit Gavin Harrison einfach schöne und einprägsame Melodien zu kreieren versteht. Allerdings muss man genau dies natürlich zu schätzen wissen.

Besonders gelungen ist das bei dem etwas rockigeren Titel „Try As I Might“. Auch „Far Below“ rockt und geht dabei ganz gut ins Ohr. „Pillar Of Salt“ ist dagegen eine weiche, sanfte und akustische Nummer, absolut kein Progressive Rock mehr, jedoch wunderschön anzuhören. Einen etwas komplizierteren Aufbau hat anschließend das längste Stück der Platte, „White Mist“. Dieses steigert sich langsam, ist aus mehreren, ineinander übergehenden Teilen aufgebaut und erinnert sehr an frühere Veröffentlichungen der Engländer. Da auch die restlichen fünf Lieder auf „Dissolution“ durchaus gefallen können dürften Freundinnen und Freunde des überwiegend melodischen Rocks bestimmt auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Wer The Pineapple Thief schon vorher mochte, wird auch „Dissolation“ mögen. Umgekehrt ist dies wohl ebenfalls so. Mit „Dissolation“ wird ganz bestimmt niemand „bekehrt“. Was man allerdings den Musikern um Bruce Soord ganz bestimmt nicht absprechen kann ist das Gespür für die eingängige Melodie. Dies kommt auf „Dissolution“ sehr gut zum Tragen. Die Musik des Albums ist eine Mischung aus Alternative Rock und Progressive Rock, mit einem Übergewicht hin zur eher geradlinigen Variante der Rockmusik. Keine Neuerfindung von irgendwas – muss auch nicht sein. Lohnt sich trotzdem. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Try As I Might, Far Below, Pillar Of Salt, White Mist



Freitag, 14. September 2018

Various Artists – Two Niles To Sing A Melody – The Violins & Synths Of Sudan





Various Artists – Two Niles To Sing A Melody – The Violins & Synths Of Sudan




Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Weltmusik


In Zeiten von Fake News, Onlinebullying, anti-muslimischer Hetze erscheinen die Platten eines kleinen Indie-Labels aus New York wie das berühmte gallische Dorf im römischen Reich. Die Musikveröffentlichungen von Ostinato Records sind zwar ein Kampf gegen die übermächtigen Windmühlen, aber sie sind dennoch ein wunderbar kraftvoller Ausdruck dafür, dass noch nicht alles verloren ist.

Nach „Sweet As Broken Dates: Lost Somali Tapes from the Horn of Africa“ erscheint nun „Two Niles to Sing a Melody – the violins & synths of Sudan“. Ein Album mit Musik aus einem Land, dass man seit Jahrzehnten nur mit Krieg, Hunger, Menschenrechtsverletzungen und einem Präsidenten in Verbindung bringt, der mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wird. Ostinato Records hat auf dieser jüngsten Platte Musik zwischen den 70er und den 90er Jahren zusammen getragen, die gleich drei Episoden der sudanesischen Musikszene umfassen. Zum einen die Hochzeit Khartums in den 70ern, als der Ruf der sudanesischen Musiker vom Roten Meer bis an den Atlantik reichte. Man sprach vom sudanesischen Gürtel, der von Somalia und Dschibuti bis in den Senegal und Kamerun langte.

Der zweite Teil von „Two Niles to Sing a Melody“ dreht sich um die Musik nach der Einführung der Scharia 1983, als man als Musiker in Khartum vorsichtiger vorgehen und schließlich ganz das Land verlassen musste. Unter ihnen auch der legendäre muslimisch nubisch-sudanesische Sänger und Songwriter Mohammed Wadi. Der dritte Part dieser Dreifach-LP und Doppel-CD ist Musik aus dem Exil, denn die Stimmen wurden zwar außer Landes gezwungen, doch verstummten nie.
Die Lieder erzählen für sich die Geschichte einer vielschichtigen, offenen und selbstbewussten sudanesischen Musiklandschaft, die ohne Einflüsse aus anderen Kulturkreisen auskommt. Der Sudan als ein reiches Kulturland.

Ostinato Records ist erneut ein wichtiger Blick hinter die Schlagzeilen, die Nachrichten, das tagtägliche Getöse geglückt. Khartum wird durch die Musik ein Stück näher gebracht, so, wie es das Label mit Mogadischu auf „Sweet as broken dates“ schaffte. Hinter all dem Krieg und dem Horror blühte einst eine klangvolle und vielseitige Kulturlandschaft. Und wieder wird dabei deutlich, dass Musik die wohl einzige internationale Sprache ist, die uns alle verbindet. Auch wenn man die Worte nicht versteht, man wird auf eine besondere Reise entführt, die neugierig macht auf ein für mich bislang unbekanntes Land.

Donnerstag, 13. September 2018

Mimicking Birds – Layers Of Us




Mimicking Birds – Layers Of Us


Besetzung:

Nate Lacy – vocals, guitars, banjo, keyboards
Adam Hanson – drums, percussion, programming
Adam Trachsel – bass, keyboards


Gastmusiker:

Jeremy Sherrer – sampling, drums
Ian Luxton – guitars
Russel Higbee – marimba


Label: Glacial Pace Recordings


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Independent Rock


Trackliste:

1. Dust Layers (4:34)
2. Another Time (4:28)
3. Sunlight Daze (3:09)
4. Island Shore (4:27)
5. Great Wave (5:05)
6. A Part (3:14)
7. Belongings (3:34)
8. Lumens (6:05)
9. Time To Waste (1:06)
10. One Eyed Jack (6:39)

Gesamtspieldauer: 42:15



Die Mimicking Birds sind eine Rockband aus Portland, Oregon, welche als ein Projekt des Nate Lacy Anfang der 2000er Jahre startete. Als dieser schließlich im Jahr 2008 auf dem Label Glacial Pace Recordings des Isaac Brock, seines Zeichens Sänger, Gitarrist und Songschreiber bei Modest Mouse unterschrieb, wurde das ursprüngliche Solo-Projekt zu einer „richtigen“ Band mit drei festen Mitgliedern, die bei den Studio-Aufnahmen und Touren durch weitere Musiker unterstützt wird. „Layers Of Us“ heißt das vierte Studioalbum der Mimicking Birds und erschien Anfang des Jahres 2018.

Die Musik der Mimickimng Birds ist anders, als jene von Modest Mouse, auch wenn sie die Band als Vorgruppe bereits auf Tourneen unterstütze. Was jedoch zweifelsohne ähnlich ist, ist das Gespür für die tolle Melodie, die sich bei der Hörerin und beim Hörer schnell festsetzt. Dabei wachsen die einzelnen Titel noch mit jedem weiteren Durchlauf der Scheibe, werden schnell zu „guten Freunden“, auf die man sich freut. Die Musik klingt zumeist sanft, etwas verträumt, mitunter sogar ein wenig entrückt. Dabei haben elektronische Klänge deutlich mehr Einzug in die Musik der Mimicking Birds gefunden, als dies noch zu Beginn der Bandgeschichte der Fall war. Überzeugend klingen die einzelnen Nummern auf „Layers Of Us“ allerdings auch im Gewand des vermehrten Synthesizer-Einsatzes.

Höhepunkte des Albums sind die Titel „Another Time“, „Sunlight Daze“ sowie das so wunderschön verwunschen klingende „Lumens“. Alles drei Titel, die trotz oder gerade wegen ihrer Sanftheit kleine Ohrwürmer darstellen, die einen angenehm verfolgen. Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle allerdings bleiben, dass jeder der zehn Titel des Albums im selben Stil gehalten ist, was ein „Herauspicken“ der Höhepunkte noch mehr zu reiner Geschmackssache werden lässt.

Fazit: Die Mimicking Birds präsentieren ihren Hörerinnen und Hörern auf „Layers Of Us“ interessanten und abwechslungsreichen Independent Rock bis Pop, der zumeist sanft und immer völlig unaufgeregt klingt. Die Lieder wirken, gehen ins Ohr und verbleiben dort auch durchaus länger. Für alle, die gerne mal über den Tellerrand hinaussehen sehr zu empfehlen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Another Time, Sunlight Daze, Lumens



Mittwoch, 12. September 2018

Various Artists – Alpine Dreaming




Various Artists – Alpine Dreaming


Label: Archeophone Records


Erscheinungsdatum: 2018



Stil: Divers


Viel wurde schon über die amerikanische “Folk Music” geschrieben. Was dabei aber immer wieder übersehen und überhört wird ist, dass all die Einwanderer, die in die USA kamen, ihre Kultur und Musik mit- und in der neuen Heimat einbrachten. Mit “Alpine Dreaming” erscheint nun eine Doppel-CD auf Archeophone Records, die das kurzlebige US Label “Helvetia Records” vorstellt.

Viel ist nicht bekannt über Ferdinand Ingold, nur soviel, dass er 1860 in Bischofszell im Kanton Thurgau zur Welt kam. Im Alter von 32 Jahren zog er mit seiner Frau und seinen fünf Kindern von Bern in die USA. Dort siedelten sich die Ingolds in “Green County” in Wisconsin an, dem “Little Switzerland” in Amerika. Hier hatten Einwanderer aus dem Kanton Glarus “New Glarus” gegründet. Ferdinand Ingold unterhielt in der Kleinstadt Monroe einen Laden, in dem er unter anderem auch erste Schallplatten aus der alten Heimat verkaufte. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges hatte Ingold die Idee für ein eigenes Plattenlabel, eines, mit dem er seine Heimatverbundenheit und seine Kunden gleichermaßen zufrieden stellen konnte: Helvetia Records war geboren.

Der Musikethnologe James Leary stieß zum ersten Mal vor etwa 30 Jahren auf eine 78er Schellack Platte von Helvetia Records. In einem Plattenladen fand er eine Aufnahme von Otto Rindlisbacher, dem Sohn Schweizer Einwanderer. Learys Neugier war geweckt, von da an suchte er nach weiteren Scheiben des Labels. Im Musik Archiv der University of Wisconsin in Madison, an der er lehrt, konnte er über die Jahre zehn weitere 78er finden. Die Idee für eine Gesamtschau des Labels war geboren. „Man kann eine Mischung aus Jodlern hören, vor allem von Charles Schoenenberger. Aber es gibt auch Akkordeon und Violin Duette und rein männliche und gemischte Quartetts, daneben noch eine Art Operetten Jodler, gesungen von der Schweizer Nachtigall.“

Helvetia Records existierte gerade einmal vier Jahre, von 1920 – 1924, alle Aufnahmen wurden allerdings in den USA eingespielt, meist in New York City, wo es seinerzeit zahlreiche Recordings Studios gab. Zielgruppe waren vor allem die Schweizer in Amerika, die in New Jersey, Ohio und eben Wisconsin lebten, aber Ingold platzierte auch Werbung in Swiss-American Zeitungen, die an der Westküste gelesen wurden. “Alpine Dreaming” stellt nun zum ersten Mal den Gesamtkatalog von Helvetia Records vor, 36 Lieder konnte James Leary für dieses Album finden: „Wir hatten Glück, dass die Besitzer von Archeophone Records so ein gutes Netzwerk zu Sammlern haben. Darüber haben wir noch einige der 78er gefunden, die wir nicht in unserem Archiv hatten. Rich and Meagan vom Label sind dann mit einem Plattenspieler und Computer zu Sammlern nach Tennessee und Wisconsin gefahren, um dort einzelne Lieder zu digitalisieren.“

Begleitet wird die Doppel-CD von einem umfangreichen und reich bebilderten Booklet, in dem die Geschichte des Labels und der einzelnen Musiker erzählt wird. Für den Musikethnologen James Leary, der schon zahlreiche Bücher und Musikprojekte zur Geschichte der Einwanderer im Mittleren Westen veröffentlicht hat, war “Alpine Dreaming” eine Herausforderung. Die Sprache sei nicht leicht gewesen, lacht er. „Zum einen waren die Aufnahmen alt, sie waren gesungen und nicht gesprochen. Zum anderen sind diese Schweizer und diese verschiedenen österreichischen Dialekte keine geschriebene Sprache.“ Herausforderungen, die aber schließlich gemeistert wurden.

Auch wenn Helvetia Records nur vier Jahre existierte und 1924 im Konkurs endete, ist diese Episode und damit diese neue Veröffentlichung ein wichtiges und bislang übersehenes oder vergessenes Klangdokument in der langen Geschichte der Schweizer Einwanderer in den USA.

Dienstag, 11. September 2018

The Fur Coats – Mirror Gazing




The Fur Coats – Mirror Gazing


Besetzung:

Chris Karl Hoganson – lead vocals, saxophone, percussion
Betty Downey – saxophone, lead vocals
Anna Tyler – keyboards, vocals
Nathan Weber – bass, vocals
Jacob Early – guitar
Matthew Lynch – drums
Papi Fimbres – congas
Bambi Browning – cello


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Real Love (3:17)
2. We Live (4:10)
3. In The Garden (3:45)
4. Transmortal Vibes (4:24)
5. Don’t Be Cruel (2:20)

Gesamtspieldauer: 17:58



The Fur Coats sind eine Band aus Portland, Oregon, die stilistisch gar nicht so einfach einzuordnen sind. Ein wenig psychedelischer Garage Rock mit Soul- und Funk-Anleihen und selbstverständlich auch eine ordentliche Prise Pop und Rock, dafür stehen die Fur Coats. Mit der EP „Mirror Gazing“ bekommen die Hörerinnen und Hörer eine Sammlung der bisher veröffentlichten drei Singles mit den Namen „Mirror Gazing Pt.1: We Live”, „Mirror Gazing Pt.2: Real Love” sowie „Mirror Gazing Pt.3: In The Garden” passend zur bevorstehenden Europa-Tour geliefert. Ergänzt wird die Musik der EP durch die bisher unveröffentlichten Nummern „Transmortal Vibes“ sowie „Don’t Be Cruel“.

Wer auf eingängige und doch leicht psychedelisch angehauchte populäre Musik steht, welche groovt und ins Ohr geht, die oder der kann mit dieser kleinen Zusammenstellung wahrlich nichts falsch machen. Keine Durchschnittsmusik aus dem Radio, welches nebenbei dudelt und in dem uns immer fröhliche Moderatoren die Leichtigkeit des Seins näherzubringen versuchen, sondern frische und unverbrauchte Titel, die sich nicht im breiten Mainstream-Sound verlieren und manchmal die Leichtigkeit des Seins selbst zu verkörpern scheinen. Das klingt für Musikgenießer sehr spannend und sehr lohnend.

Um sich einen Überblick über die Musik der Band zu verschaffen, lohnt ein Besuch einer der Konzerte im September und Oktober in Deutschland und Österreich, die im Folgenden aufgeführt sind.


Di 18.09. Papp | Bremen (DE)
Mi 19.09. Hansa 48 | Kiel (DE)
Do 20.09. Sage Club | Berlin (DE)
Fr 21.09. Ex Sparr | Hamburg (DE)
Sa 22.09. Q | Marburg (DE)
Mo 24.09. Monomontag | Winterthur (CH)
Mi 26.09. Cafe Vinyl | Wetzlar (DE)
Do 27.09. La Parenthese | Nyon (CH)
Fr 28.09. Kasseturm | Weimar (DE)
Sa 29.09. Live Club | Bamberg (DE)
Mo 01.10. SCHICK & SCHÖN | Mainz (DE)
Di 02.10. Zauberberg | Passau (DE)
Mi 03.10. early show: Hafen 2 | Offenbach (DE) - late night show: Frischzelle | Darmstadt (DE)
Sa 06.10. Röda | Steyr (AT)
Di 09.10. Fluc | Wien (AT)
Mi 10.10. Lendhafen Cafe | Klagenfurt (AT)
Do 11.10. Bar Gabanyi | München (DE)
Fr 12.10. Altes Stellwerk | Solingen (DE)
Sa 13.10. Club Nacht @Prinz Willy | Kiel (DE)


Anspieltipps: In The Garden, Don’t Be Cruel



Montag, 10. September 2018

Tangerine Dream – Exit




Tangerine Dream – Exit


Besetzung:

Edgar Froese – keyboards
Chris Franke – keyboards
Johannes Schmoelling – keyboards


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Elektronische Musik


Trackliste:

1. Kiew Mission (9:21)
2. Pilots Of Purple Twilight (4:21)
3. Choronzon (4:09)
4. Exit (5:35)
5. Network 23 (4:57)
6. Remote Viewing (8:19)

Gesamtspieldauer: 36:46




„Exit“ heißt das sechzehnte Studioalbum der deutschen Band Tangerine Dream, die wohl wie kaum eine zweite für das Genre elektronische Musik steht. Veröffentlicht wurde die Scheibe im September 1981 auf dem Plattenlabel Virgin Records. Das Album konnte sich in Großbritannien in den Charts platzieren, kletterte dort bis auf Platz 43 und verblieb insgesamt fünf Wochen in diesen.

„Exit“ klingt zum Teil sehr poppig, diese sphärischen und elegischen Atmosphären der früheren Jahre waren fast vollständig aus der Musik der Berliner verschwunden. Der Rhythmus aus dem Synthesizer lädt dabei sogar zum Tanzen ein. Die Lieder gehen dabei durchaus auch manchmal ins Ohr und klingen melodiös. Dabei sind sie nun weitaus kompakter, als auf den früheren Veröffentlichungen von Tangerine Dream.

Beim ersten Titel „Kiew Mission“ hört man sogar eine Frau auf Russisch sprechen, die um den Weltfrieden bittet, der in der Zeit der Entstehung des Albums, also in der Hochzeit des kalten Krieges, durchaus auf dem Spiel stand. Ansonsten handelt es sich wieder um reine Instrumentalstücke, die sehr viel schneller, eine einmal erarbeitete Melodie wieder aufgeben, ohne sie auszuwalzen. Somit kling vieles auf „Exit“ wie Filmmusik, welche eine Szene untermalt und unterstreicht. Richtige Ohrwürmer sind dabei nicht vorhanden, auch wenn fast alles auf „Exit“ durchaus melodiös klingt. Im Falle von zu viel Anbiederei an den Pop, wie bei den Nummern „Choronzon“ und „Network 23“, mag man das jedoch sehr viel weniger gern hören – zumindest wenn einem die Band Tangerine Dream aufgrund der ersten Werke gefällt. Höhepunkt der Scheibe ist das letzte Lied, „Remote Viewing“. Hier klingen Tangerine Dream nochmals sphärisch, der Sequenzer setzt ein, ein zarter Rhythmus entsteht und alles klingt nach grenzenloser Melancholie.

Fazit: Tangerine Dream wurden mit ihren poppigen Alben in den 80er Jahren immer etwas uninteressanter für Leute, die die Band zu Beginn ihrer Karriere liebten. Ein schönes Beispiel für den Übergang zwischen musikalischen Phasen der Band stallt das Album „Exit“ dar. Vom tanzbaren Pop bis hin zu den, schließlich dann doch noch vorhandenen sphärischen Klängen, bekommt man hier einiges geboten. Nur überzeugend klingt das leider nicht mehr immer. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Remote Viewing



Sonntag, 9. September 2018

Walking On Cars – Everything This Way




Walking On Cars – Everything This Way


Besetzung:

Patrick Sheehy – vocals and acoustic guitar
Sorcha Durham – piano, keyboards and backing vocals
Dan Devane – guitar and backing vocals
Paul Flannery – bass and backing vocals
Evan Hadnett – drums


Gastmusiker:

Tim Bran – programming
Roy Kerr – programming
Jack Ruston – programming


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Indie Pop


Trackliste:

1. Catch Me If You Can (4:22)
2. Two Stones (3:08)
3. Don’t Mind Me (4:06)
4. Ship Goes Down (3:09)
5. Speeding Cars (4:02)
6. Love Backs Down (4:01)
7. Always Be With You (3:55)
8. Hand In Hand (3:48)
9. At Gunpoint (3:33)
10. Tick Tock (3:40)
11. Flying High Falling Low (4:21)
12. As We Fly South (3:53)

Gesamtspieldauer: 46:03



„Walking On Cars“ sind eine fünfköpfige irische Alternative-Pop-Band aus dem Ort Dingle im County Kerry. Am 29. Januar 2016 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum unter dem Titel „Everything This Way“ und erreichte damit in Irland gleich Platz 1 der Charts. Das Album erschien auf dem Plattenlabel Virgin Records, die daraus veröffentlichten sieben Singles „Catch Me If You Can“, „Everything This Way“, „Two Stones“, „Tick Tock”, „Hand In Hand”, „Always Be With You” sowie „Speeding Cars“ erschienen alle bereits in den Jahren 2013 bis 2015 und trugen nicht zuletzt auch mit zum Erfolg des Albums selbst bei.

Auf „Everything This Way“ hört man Mainstream Pop, auch wenn dieser durchaus noch dem Genre Indie Pop zuzuordnen ist. Doch die Musik ist durchgängig radiotauglich, klingt an der einen oder anderen Stelle schon etwas kommerziell ausgerichtet und die Lieder gehen schnell ins Ohr. Textlich beleuchten die einzelnen Stücke meist das große Thema der Liebe. Bei allen Titeln steht der Gesang des Patrick Sheehy im Vordergrund, der weich und sanft klingt, seine Stimme immer wieder leicht überschlagen lässt und dadurch das Bild der Zerbrechlichkeit transportiert. Sicherlich ein Stilmittel, zu penetrant eingesetzt kann dies allerdings auch zu Verdruss und Genervtheit führen. Die Leidesschwelle wird hier sicherlich jedoch bei allen Hörerinnen und Hörern unterschiedlich hoch liegen. Nach dem Genuss des Albums lege ich zumindest mal ganz gern AC/DC auf, um mich wieder zu erden.

Die einzelnen Stücke gehen allesamt ins Ohr, besonders gelungen klingen dabei die beiden Titel „Speeding Cars“ und „Always Be With You“, welche sich noch ein wenig mehr dem Ohrwurm annähern, als die restlichen Lieder. Melodiös klingt auf „Everything This Way“ im Grunde genommen jedoch alles, sodass letztlich der eigene Geschmack sicherlich über die einzelnen Höhepunkte entscheiden wird. Da auch keine Titel auf der Platte enthalten sind, die qualitativ nach unten ausschlagen, lässt sich das alles sehr gut anhören – auch ohne dauernd die Fernbedienung parat halten zu müssen.

Fazit: Ein ganz nettes Album ist „Everything This Way“, das Debut-Album der irischen Band „Walking On Cars“ geworden. Zu hören gibt es darauf sehr melodiösen und eingängigen Indie Pop, der es jederzeit schafft, von den Radiostationen dieser Welt gespielt zu werden. Dabei klingt die Musik jedoch weder flach noch anbiedernd, auch wenn sich nichts „Besonderes“ auf „Everything This Way“ versteckt. Kein schlechtes Album insgesamt, wenn man es mal nicht allzu kompliziert mag. Acht Punkte.

Anspieltipps: Speeding Cars, Always Be With You



Samstag, 8. September 2018

Roxy Music – Stranded




Roxy Music – Stranded


Besetzung:

Bryan Ferry – vocals, piano, electric piano, harmonica
John Gustafson – bass guitar
Eddie Jobson – synthesizers, keyboards, electric violin
Andy Mackay – oboe, saxophone, treatments
Phil Manzanera – guitar, treatments
Paul Thompson – drums, timpani


Gastmusiker:

Chris Laurence – string bass on “Sunset”
The London Welsh Male Choir – chorus on “Psalm”
Chris Thomas – bass on “Street Life”


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Art Pop


Trackliste:

1. Street Life (3:29)
2. Just Like You (3:36)
3. Amazona (4:16)
4. Psalm (8:04)
5. Serenade (2:59)
6. A Song For Europe (5:46)
7. Mother Of Pearl (6:52)
8. Sunset (6:04)

Gesamtspieldauer: 41:10




„Stranded“ heißt das dritte Studioalbum der englischen Rockband Roxy Music. Es erschien am 1. November 1973 ursprünglich auf den Plattenlabels Island Records und Polydor in Europa. Die ursprüngliche Platte platzierte sich auf Platz 1 der UK-Album-Charts. Das Cover zeigt Bryan Ferry‘s damalige Freundin und das 1973er „Playmate Of The Year“, Marilyn Cole. Es ist das erste Roxy Music Album, auf dem Bryan Ferry nicht der alleinige Songwriter ist, da auch der Multi-Instrumentalist Andy Mackay („A Song For Europe“) und Gitarrist Phil Manzanera („Amazona“) je ein Lied zusammen mit Bryan Ferry schrieben. Obwohl „Stranded“ auch die erste Scheibe ohne Beteiligung Brian Eno war, der die Gruppe nach dem zweiten Album „For Your Pleasure“ verlassen hatte, betitelte dieser später das Album angeblich als beste Platte von Roxy Music.

Wer nur die Veröffentlichungen von Roxy Music kennt, die Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre entstanden sind und alle Charts stürmten, der kennt die Band Roxy Music wahrlich nur zu einem sehr kleinen Teil. Es sind gerade die ersten Veröffentlichungen der Engländer, die überaus beeindruckend sind und klingen. Hier hört man spannenden und abwechslungsreichen Pop, ein wenig Rock und Musik, die an mancher Stelle durchaus sogar mal etwas experimenteller klingen kann. Dabei verlieren die Musiker allerdings niemals die einprägsame Melodie aus den Augen beziehungsweise Ohren und machen auch „Stranded“ zu einem hörenswerten Erlebnis.

Die Höhepunkte auf „Stranded“ heißen „Just Like You“, „A Song For Europe“ und „Sunset“. Sehr gute Pop-Musik, hunderte Male abwechslungsreicher als alles, was heutzutage in den Charts zu hören ist. Dazu gehen diese Titel auch noch bei aller Komplexität und Andersartigkeit wunderbar ins Ohr und verbleiben dort mit sehr großer Nachhaltigkeit. Roxy Music machen keinen reinen Rock, das ist Art Pop allererster Güte. Freilich gilt dies nicht für alle Titel des Albums. Der Titel „Street Life“, ein gar nicht ungewöhnlicher Pop-Titel und ganz bestimmt nicht der Höhepunkt der Scheibe, wurde als einiges Lied der Platte als Single ausgekoppelt und kletterte in den britischen Charts bis auf Platz 9. Somit macht es auch die Mischung auf „Stranded“, die dieses Album zu einer richtig guten Platte werden lässt.

Fazit: Pop kann komplex klingen und dabei doch eingängig und melodiös sein. Dies beweisen die Musiker um Bryan Ferry hier auf ihrem dritten Album „Stranded“. Die Platte ist sehr abwechslungsreich, enthält poppige Abschnitte, einige rockige Passagen, ein paar Experimente und auch etwas progressiven Rock. Das macht Spaß, klingt interessant und geht auch nach weit über vierzig Jahren seit der Entstehung noch gut ins Ohr. Elf Punkte.

Anspieltipps: Just Like You, A Song For Europe, Sunset



Freitag, 7. September 2018

Various Artists – Platin - Das Album Der Megastars




Various Artists – Platin - Das Album Der Megastars


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

CD1:

1. Queen - You Don't Fool Me (3:54)
2. Bon Jovi - Hey God (4:46)
3. Bryan Adams - The Only Thing Thats Looks Good On Me Is You (3:26)
4. Westernhagen - Sexy (3:56)
5. The Cranberries - Free To Decide (4:26)
6. Alanis Morissette - You Oughta Know (4:09)
7. Guns N' Roses - Knockin' On Heaven's Door (5:36)
8. Deep Blue Something - Breakfast At Tiffany's (4:18)
9. Sheryl Crow - All I Wanna Do (4:34)
10. Joe Cocker - Don't Let Me Be Misunderstood (3:54)
11. Oasis - Wonderwall (4:20)
12. Amanda Marshall - Let It Rain (4:33)
13. R.E.M. - Strange Currencies (3:53)
14. Tina Turner - Goldeneye (3:30)
15. Everything But The Girl - Missing (4:06)
16. Robert Miles - Children (3:52)
17. Maxi Priest Feat. Shaggy - That Girl (3:59)
18. George Michael - Fast Love (4:24)

CD2:

1. Chris Rea - On The Beach (3:45)
2. Simply Red - Fairground (4:25)
3. Zucchero - My Love (5:30)
4. Fool's Garden - Lemon Tree (3:12)
5. Pur - Daß Es Dir Leid Tut (4:27)
6. Cher - One By One (5:03)
7. Rod Stewart - Every Beat Of My Heart (5:20)
8. Celine Dion - Think Twice (4:12)
9. Janet Jackson - Runaway (3:36)
10. Sting Feat. Pato Banton - This Cowboy Song (Remix) (3:59)
11. Roxette - She Doesn't Live Here Anymore (4:06)
12. Joan Osborne - One Of Us (4:18)
13. Scorpions - You And I (4:21)
14. Bonnie Tyler - Limelight (4:08)
15. The Corrs - The Right Time (4:09)
16. Meat Loaf - There Is Not A Dry Eye In The House (5:01)
17. Enya - Anywhere (3:45)
18. Vangelis - Conquest Of Paradise (4:53)

Gesamtspieldauer CD1 (1:15:42) und CD2 (1:18:18): 2:34:00




„Platin - Das Album Der Megastars“ heißt die erste Ausgabe einer ganzen Reihe von „Platin-Veröffentlichungen“, die im Jahr 1996 begann und von den Fernsehsendern SAT1 und Pro7 mit promotet wurde. Die letzte mir bekannte Ausgabe der Reihe heißt „Platin - Das Album Der Megastars Volume 13“. Veröffentlicht wurden die verschiedenen Ausgaben auf dem Plattenlabel Warner Music. 

Der Untertitel der Reihe ist dabei allerdings etwas zweideutig. Zwar hört man auf dieser Zusammenstellung durchaus Bands wie Queen, R.E.M., Guns’N Roses, Oasis und viele mehr, jedoch sind diese nur mit Titeln vertreten, die eher in der zweiten Liga ihrer musikalischen Karriere spielen. Richtige Hits wie zum Beispiel „Wonderwall“ von Oasis sind äußerst rar gesät auf „Platin - Das Album Der Megastars“.

Musikalisch ist irgendwie wohl für jede und jeden etwas dabei. Andersherum ist es jedoch leider genauso. Eine einheitliche musikalische Richtung besitzt das Album nicht, wodurch man dringend auf die Fernbedienung seines CD-Players angewiesen ist. Einem ganz guten Lied folgt sogleich eine Grausamkeit. Welche Titel man hierbei allerdings wo einordnet, wird unterschiedlich sein und ist reine Geschmackssache.

Fazit: Eine sehr weitgefasste Mischung populärer Musik wurde auf „Platin - Das Album Der Megastars“ zusammengefasst. Die Künstler sind bekannt, die Lieder häufig unbekannt und ganz bestimmt nicht die besten Werke ihrer Komponisten. Einige Höhepunkte gibt es allerdings doch, trotzdem kann man diese Scheibe kaum in einem Zug durchhören, da jede Hörerin und jeder Hörer hier auf Lieder stoßen wird, die gar nicht so recht ins eigene musikalische „Beuteschema“ passen wollen. Vier Punkte.

Anspieltipps: Wonderwall, Lemon Tree