Dienstag, 16. August 2011

Eloy – Silent Cries And Mighty Echoes





Eloy – Silent Cries And Mighty Echoes


Besetzung:

Frank Bornemann – lead vocals, all electric, acoustic and effect guitars
Klaus-Peter Matziol – vocals, thunderbird and fender fretless bass guitars
Detlev Schmitchen – Hammond organ, mini moog and arp synthesizers, mellotron, rmi keyboard computer, xylophone, angelic voices
Jürgen Rosenthal – sonor genuine rosewood drums, paiste cymbals, timbales, roto-toms, temple blocks, kettle-drums, tubular bells, morse key, voice triangles, paper and flute


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Astral Entrance (3:03)
2. Master Of Sensation (6:01)
3. The Apocalypse (14:55)
a. Silent Cries Divide The Night
b. The Vision – Burning
c. Force Majeure
4. Pilot To Paradise (7:03)
5. De Labore Solis (5:06)
6. Mighty Echoes (7:13)


Bonus Tracks:

7. Child Migration (4:05)
8. Let The Sun Rise In My Brain (3:29)




Eloy waren in den 70ern eine der angesagtesten Bands in Deutschland. Und sogar in England hatten sie Erfolg. „Silent Cries And Mighty Echoes“ aus dem Jahre 1979 stellte dabei bereits die siebte LP-Veröffentlichung der Hannoveraner dar.

Gleich beim ersten Track können die vier Musiker nicht verheimlichen, dass Pink Floyd eine ihrer Lieblingsbands ist. Das klingt schon sehr nach „Shine On You Crazy Diamond“ und ein wenig Alan Parsons mit „The Fall Of The House Of Usher“ ist zu Beginn des Stücks auch mit dabei. Aber immerhin haben sie das ganz gut adaptiert.

Kraftvoll und melodiös geht es dann weiter mit „Master Of Sensation“. Ein schönes Lied mit ordentlichem „Groove“, welches auch das Highlight der kompletten Silberscheibe darstellt. Anschließend folgt mit „The Apocalypse“ das längste Lied des Albums. Es wird sehr langsam eingeleitet und hier macht sich gleich zu Beginn des Stücks das Manko, welches Eloy allgemein anhaftet, am deutlichsten bemerkbar: Der Gesang von Frank Bornemann! Sicherlich muss man nicht fließend Englisch sprechen können und vielleicht kann er das sogar, aber die Aussprache Bornemanns ist so was von „Denglisch“, dass es nur sehr schwer fällt, darüber hinwegzusehen. Der knapp 15-Minüter gehört aber auch ansonsten nicht zu den besten Stücken, die Eloy bisher veröffentlicht haben. Das Lied will nicht so recht ins Ohr gehen und stellt gerade mal Durchschnitt dar. Und das, obwohl sich in dem Song einige schöne Tempowechsel finden lassen.

„Pilot To Paradise“ klingt anschließend sehr sphärisch und das Lied schafft es auch, zumindest zu Beginn, dass man sich beim Zuhören wie auf einer Reise durch das Weltall fühlt. Unabhängig davon, ob man dort überhaupt das Paradies findet. „De Labore Solis“ weiß durch sein Gitarrenspiel in Verbindung mit einem sehr breiten Synthesizer-Sound zu gefallen. Irgendwie ganz nett, allerdings zünden auch hier wieder bei mir die Melodien nicht so, wie sie es noch auf „Dawn“ oder „Ocean“ getan haben. Und genau das war immer die Stärke von Eloy: Klasse Sound und wunderschöne Melodien, wobei auf "Silent Cries And Mighty Echoes" letztere immer nur in Ansätzen zu finden sind.

Das letzte „offizielle Lied“ heißt dann „Mighty Echoes“. Dieses beginnt sehr schön mit einer tollen Keyboardsequenz. Wenn der Track dann allerdings nach knapp einer Minute an Fahrt gewinnt, wird er gleichzeitig auch langweilig. Und das kann dann Bornemanns Gitarrensolo auch nicht mehr ausgleichen.

Blieben noch, die auf der CD vorhandenen Bonustracks: „Child Migration“ und „Let The Sun Rise In My Brain“. Die erste der beiden Zugaben beginnt sehr sphärisch und als Gimmick befindet sich in diesem Stück eine Chorpassage, die überrascht. Ansonsten gibt dieses Stück jedoch nicht viel her. Deutlich besser gelungen ist da schon der letzte Track, der eine schöne Melodieführung aufweist und bei dem auch eine Jethro Tull-mäßige Querflöte zum Einsatz kommt.

Fazit: „Silent Cries And Mighty Echoes“ ist mit Sicherheit eine der schwächeren Veröffentlichungen Eloys in den 70ern. Sicherlich ein Muss für Fans und immer wieder mal mit ganz überraschenden und auch guten Ideen, die allerdings nicht ausgebaut werden. Da hat Eloy schon sehr viel Besseres produziert. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Astral Entrance, Master Of Sensation, The Apocalypse, Let The Sun Rise In My Brain.



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