Mittwoch, 24. August 2011

Talk Talk – It’s My Life






Talk Talk – It’s My Life


Besetzung:

Mark Hollis – vocals
Lee Harris – drums
Paul Webb – bass


Gastmusiker:

Tim Friese-Greene – keyboards
Ian Curnow – keyboards
Phil Ramocon – piano
Robbie McIntosh – guitar
Morris Pert – percussion
Henry Lowther – trumpet


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: New Wave / Pop


Trackliste

1. Dum Dum Girl (3:51)
2. Such A Shame (5:42)
3. Renée (6:22)
4. It's My Life (3:53)
5. Tomorrow Started (5:57)
6. The Last Time (4:23)
7. Call In The Night Boy (3:47)
8. Does Caroline Know? (4:40)
9. It's You (4:41)




Auf diesem Album, It’s My Life, zeigen die Mannen um Mark Hollies bereits, dass sie in der Lage sind sehr viel anspruchsvollere New Wave- beziehungsweise Popmusik zu produzieren, als der Großteil ihrer Bandkollegen Mitte der 80er Jahre.

Der bekannteste Song auf der Platte ist mit Sicherheit „Such A Shame“, wenn nicht sogar das bekannteste Stück der ganzen Band-Geschichte. Wahrlich ein klasse Stück Musik, sehr eingängig mit einer tollen Melodie, bei dem es sich lohnt, auch mal das Video anzusehen.

Die zweite Singleauskopplung war „It’s My Life“, ein typisches Synthipop-Lied, welches längst nicht an die Klasse von „Such A Shame“ herankommt, ohne dabei richtig schlecht zu sein. Aber dem Stück fehlt das „gewisse Etwas“.

Und da wären wir schon bei den nicht so bekannten Liedern des Albums. Dieses wird eröffnet mit dem toll instrumentierten „Dum Dum Girl“, bei dem auf dem Synthesizer flötenähnliche Töne produziert werden, die dem Lied im Refrain diesen schönen, ungewöhnlichen Touch geben. Sonst ist das Stück eine ganz nette New Wave Nummer.

Der dritte Track auf dem Album heißt „Renée“. Ein sehr ruhiges Lied und mit deutlich über sechs Minuten auch das längste Lied auf der CD. Hier zeigen die Musiker von Talk Talk bereits, wohin die Reise auf den nächsten Alben gehen wird: Weg von der radiotauglichen Musik, hin zu fast schon progressiven Ansätzen, ohne, dass hier natürlich ein Vergleich, zum Beispiel mit den frühen Genesis, standhalten könnte. „Tomorrow Started” beginnt ähnlich wie “Such A Shame”, entwickelt sich dann allerdings in eine ganz andere Richtung. In diesem Lied geht es weiter weg vom Synthie-Pop, was auch der Einsatz einer Trompete belegt.

„The Last Time“, „Call In The Night Boy“ und “It’s You” sind dann wieder typische Poplieder, wie sie Mitte der Achtziger „in“ waren. Nichts Besonderes, aber man muss auch nicht gleich auf der Fernbedienung weiterskippen, um zum nächsten Track zu gelangen.

Bliebe noch „Does Caroline Know“ zu erwähnen, welches von einem ganz interessanten Basslauf und langgezogenen Synthesizerklängen lebt. Ansonsten ist das Stück allerdings ein wenig monoton und schafft es durch genau diese Eintönigkeit nicht, mich zu begeistern.

Fazit: Auf „It’s My Life“ zeigen die Musiker von Talk Talk im Ansatz, wohin die Reise auf zukünftigen Veröffentlichungen gehen wird. Das Album beinhaltet einige ganz nette Stücke, ohne vollständig überzeugen zu können. Von mir gibt es daher für dieses Werk sieben Punkte.

Anspieltipps: Dum Dum Girl, Such A Shame, Renée



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