Montag, 14. Januar 2013

Rainald Grebe – Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung




Rainald Grebe – Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung


Besetzung:

Rainald Grebe – Gesang, Tasteninstrumente
Martin Brauer – Schlaginstrumente, 2. Stimme
Marcus Baumgart – Zupfinstrumente


Gastmusiker:

Andreas Advokado – Bass
Bert Smaak – Shaker und Bongos im ICE


Label: Wort Art


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. ICE (3:51)
2. Beckenbauer (3:00)
3. Guido Knopp (3:45)
4. Unterschiede (5:10)
5. Mann ohne Gefühle (5:44)
6. Mittelmäßiger Klaus (4:45)
7. Ich-AG (5:30)
8. Eberhard und Emma (0:22)
9. Er und Sie (5:21)
10. Leg Dich in die Badewanne (4:34)
11. Brandenburg (3:51)
12. Es ist gut (4:25)
13. Die Fete (10:54)

Gesamtspieldauer: 1:01:11




Diese erste Platte, die Rainald Gebe mit der „Kapelle der Versöhnung“ 2005 aufnahm, vereinigt mehrere Stile in sich: Pop, Rock und auch Comedy, musikalische Comedy. Das deutet schon darauf hin, dass auf der CD „Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung“ eines auf jeden Fall nicht zu finden ist: Langeweile. Egal wie man dabei zur Musik und den Texten steht, für Abwechslung ist stets gesorgt.

Der Hörer wird mit diesem Album sehr gut unterhalten. Die meisten Songs sind überaus eingängige Pop- bis Rocknummern und die Texte, für die sich ausschließlich Rainald Grebe verantwortlich zeichnet, zaubern einem immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Die drei Musiker überraschen öfters mit neuen und schönen Ideen, die von ziemlich „abgefahren“, wie der hintere Part von „Unterschiede“, bis herrlich melodiös klingen können. „ICE“ ist zum Beispiel ein wunderschönes Lied. Das Piano steht im Vordergrund und die Stimmung des Liedes ist so herrlich melancholisch, ein wenig sentimental und packt den Hörer einfach. „Guido Knopp“ hört sich dagegen sehr viel grooviger an und kann vor allem durch eine Soundkollage gefallen, bei der, passend zur Person „Guido Knopp“, einige Persönlichkeiten der Geschichte zu Wort kommen. Und wenn dabei dann noch zusätzlich Zitate aus Filmen wie „The Fight Club“ oder „Der Herr der Ringe“ Einzug in dieses Soundgebilde finden, dann lockert dies das Lied noch zusätzlich auf.

Abwechslungsreich geht es weiter. „Mann ohne Gefühle“ ist ein wenig tragend, „Mittelmäßiger Klaus“ herrlich ironisch mit tollem Banjo-Spiel. Die „Ich-AG“ rockt schließlich mit schwerer Gitarre, wohingegen „Er und Sie“ hauptsächlich ganz spärlich mit Pfeifen, Fingerschnippen, Bass und ein klein wenig Banjo instrumentiert wird. Immer wieder etwas Neues.

Und dann gibt es da ja noch dieses geniale „Brandenburg“. Tolle Musik und herrlich ironischer Text, einfach klasse gemacht. Ich bin mir zwar sicher, dass diese Art von Humor nicht jeder versteht, bei mir und allen die ich kenne, trifft das allerdings in die Vollen. Aber – ich komme natürlich auch nicht aus Brandenburg. Die letzte Nummer, „Die Fete“, dauert bis 5:17. Dann gibt es wieder mal so einen unsäglichen „Hidden Track“. Dieser folgt ab 10:22. Ein Spaß, nun, der nicht mehr unbedingt hätte sein müssen. Im Grunde genommen sind das in diesen letzten dreißig Sekunden sogar drei „Späße“.

Fazit: „Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung“ ist sehr geistreich, überzeugt immer wieder mit klasse Melodien und macht einfach Spaß. Die Texte wirken, die Musik klingt und laufend wird dem Hörer auch etwas Überraschendes geboten. Das kann vielleicht nicht immer zünden, aber sehr oft passt das einfach. Eine schöne Platte. Elf Punkte.

Anspieltipps: ICE, Guido Knopp, Mann ohne Gefühle, Mittelmäßiger Klaus, Brandenburg, Es ist gut





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