Sonntag, 20. Januar 2013

Shiny Gnomes – MC Creatrix




Shiny Gnomes – MC Creatrix


Besetzung:

Hanz – basses, 12-string-guitar, strings
Limo – vicals, guitars, synthesizers, mandolin, sitar, drum programming, farfisa organ, samples
Ufo – drums, percussion, synthesizers, drum programming, samples, farfisa, guitar on „Birthday Om“


Gastmusiker:

Markus Rießbeck – soprano saxophon, flute
Hanna Pietzcker – cello
Mrs. Fit – vocal


Label: Rough Trade


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Elektronische Musik, Psychedelic Rock, Art Rock und Pop


Trackliste:

1. Birthday Om (4:01)
2. Healingsounds Asleep (4:44)
3. It's All Here (4:09)
4. In Nadreenas Garden (7:29)
5. Heartmoon (6:37)
6. Lavender Hill (3:34)
7. Dyade (3:12)
8. Triple Mother (4:14)
9. Thinking At The Edge Of The Unthinkable (8:35)
10. Hemlock 93 (6:15)
11. Ra (9:39)

Gesamtspieldauer: 1:02:29




1994 veröffentlichte die Nürnberger Band Shiny Gnomes mit „MC Creatix“ ein Album, welches das Herz des Freundes psychedelischer Klänge und elektronischer Musik durchaus erwärmen kann. Irgendwo im Spannungsfeld zwischen Kula Shaker und Klaus Schulze ist diese Musik angesiedelt, die mitunter fernöstlich, dann wieder sphärisch entspannend und wieder ein anderes Mal folkig bis rockig klingt. Jede Menge unterschiedliche Stile haben die drei Musiker hier auf „MC Creatrix“ vereinigt, die in dieser Konstellation trotzdem durchweg gut und spannend zusammenpassen.

Auf diesem Album kann man Eintauchen in indische Weisen, sich auf eine Reise hin zum Ende des Universums begeben, den mitwippenden Füßen freien Lauf lassen oder einfach nur träumen. Die Lieder klingen sehr ausgereift, durchdacht und sind spannend arrangiert, wobei der letzte Titel „Ra“ allerdings ein eher sehr, sehr sphärisches Ausklingen der CD darstellt. Schöne Melodien gibt es genauso zu entdecken, wie die schrägeren Titel, die sich erst mit dem wiederholten Hören dem Konsumenten erschließen. Neben den unterschiedlichen Stilen ist auch die Bandbreite der eingesetzten Instrumente beachtlich, die zusätzlich noch den Eindruck der Diversität verstärken.

Legt man das Album in den CD-Spieler, so macht man sich auf eine musikalische Reise durch eine sehr dichte und atmosphärische Platte, die immer wieder erstaunt, an etwas erinnert, mitunter berührt und nie langweilig wird. Überraschend dabei ist, dass die Shiny Gnomes mit ihren Werken nicht mehr Aufmerksamkeit erlangt haben, als ihnen, wenn man dieses Album hier hört, eigentlich zustehen müsste.

Fazit: „MC Creatrix“ von den Shiny Gnomes ist eine sehr intensive und gelungene Platte geworden. Die Musik auf dem Album wirkt. Allerdings ist das, was man hier zu hören bekommt nicht einheitlich, was für den einen oder anderen Hörer ein Nachteil darstellen könnte. Elektronische Musik überwiegt ein klein wenig, aber andere Genres wie Psychedelic, Rock und Pop werden eben auch bedient. Für mich ist das sogar gerade eine Stärke der Platte. Wo sonst bekommt man schon die Gelegenheit eine Reise von Tangerine Dream über Pink Floyd nach Kula Shaker mit einem Abstecher zu Klaus Schulze und zurück zu buchen? Elf Punkte.

Anspieltipps: Birthday Om, It's All Here, In Nadreenas Garden, Triple Mother, Hemlock 93




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