Mittwoch, 20. Februar 2013

Porcupine Tree – On The Sunday Of Life…




Porcupine Tree – On The Sunday Of Life…


Besetzung:

Steven Wilson – vocals and all instruments


Gastmusiker:

John Marshall – drums on “Third Eye Surfer”
Solomon St. Jemain – additional guitar and voice on “Queen Quotes Crowley”
Master Timothy Masters – oboe


Label: Snapper


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Music For The Head (2:42)
2. Jupiter Island (6:12)
3. Third Eye Surfer (2:48)
4. On The Sunday Of Life (2:12)
5. The Nostalgia Factory (7:27)
6. Space Transmission (2:59)
7. Message From A Self-Destructing Turnip (0:27)
8. Radioactive Toy (10:01)
9. Nine Cats (3:57)
10. Hymn (1:14)
11. Footprints (5:52)
12. Linton Samuel Dawson (3:04)
13. And The Swallows Dance Above The Sun (4:04)
14. Queen Quotes Crowley (3:57)
15. No Luck With Rabbits (0:47)
16. Begonia Seduction Scene (2:20)
17. This Long Silence (5:01)
18. It Will Rain For A Million Years (10:50)

Gesamtspieldauer: 1:15:53




Als „On The Sunday Of Life…“ 1991 unter der Überschrift „Porcupine Tree“ veröffentlicht wurde, da gab es diese „Band“ im Grunde genommen noch überhaupt nicht. Porcupine Tree war zu diesem Zeitpunkt eine One-Man-Show, das erste Solo-Werk Steven Wilsons, der die Musik zu allen Stücken auf dem Album schrieb. Bei den Texten ließ er sich noch von einem ehemaligen Schulfreund, Alan Duffy, unterstützen. Eingespielt wurde das Album von Steven Wilson dann wieder fast im Alleingang. Nur bei wenigen Titeln holte er sich diesbezüglich Unterstützung. Die einzelnen Lieder auf „On The Sunday Of Life…“ waren dabei noch nicht einmal neu, denn sie entstammen Kassetten-Veröffentlichungen („Tarquin's Seaweed Farm“, 1989 und „The Nostalgia Factory“, 1990), die Wilson in Kleinstauflage selbst produzierte und veröffentlichte. Das restliche Material, welches sich auf diesen Kassetten befand und nicht auf „On The Sunday Of Life…“ Verwendung fand, wurde schließlich 1994 unter dem Titel „Yellow Hedgerow Dreamscape“ veröffentlicht.

Die Musik auf „On The Sunday Of Life…“ ist noch sehr uneinheitlich und hat nur wenig mit den Klängen zu tun, die man in letzter Zeit auf einem Porcupine Tree Album serviert bekommt. Hier, auf diesem Debut, schwankt die Spannbreite der Musik von Psychedelic Rock über Ambient und elektronischer Musik zu Pop bis hin zu sehr experimentellen Stücken. Der Hörer bekommt also jede Menge geboten - nur einheitlich ist das Ganze nicht besonders.

Höhepunkte sind das zehnminütige „Radioactive Toy“, bei dem die Musik dem Genre „Progressive Rock“ schon recht nahe kommt und „Nine Cats“, eine eingängige Nummer, die folkig beginnt und im weiteren Verlauf etwas psychedelischer wird. Der Rest der Platte hat einige Überraschungen zu bieten, die von Sphäre pur bis hin zum Mickey Mouse Gesang in Verbindung mit Synthie-Pop reichen.

Fazit: Für Porcupine Tree Fans ist diese Platte natürlich ein „Must Have“, um die Anfänge der Band, die Wurzeln der späteren Platten auch mal kennenzulernen. Für alle anderen dürfte diese Scheibe etwas weniger interessant sein, da sie so unglaublich uneinheitlich ist. Es fällt einem als Hörer schwer, sich auf eine bestimmte Stimmung einzustellen, da diese ziemlich schnell wieder vergangen ist und man sofort etwas Neues, völlig anderes dargeboten bekommt. Ein paar schöne Stellen gibt es allerdings, genauso wie die etwas langweiligeren und deutlich gewöhnungsbedürftigeren Passagen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Radioactive Toy, Nine Cats, Footprints, And The Swallows Dance Above The Sun, Begonia Seduction Scene





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