Donnerstag, 21. Februar 2013

Ufo – Ufo 2 - Flying




Ufo – Ufo 2 - Flying

Besetzung:

Mick Bolton – Lead Guitar
Pete Way – Bass Guitar
Andy Parker – Drums
Phil Mogg – Vocals


Label: Repertoire Records


Erscheinungsdatum: 1971 (Wiederveröffentlicht: 2008)


Stil: Psychedelic Blues Rock


Trackliste:

1. Silver Bird (6:54)
2. Star Storm (18:54)
3. Prince Kajuku (3:56)
4. The Coming Of Prince Kajuku (3:43)
5. Flying (26:32)


Bonus Track:

6. Galactic Love (2:57)

Gesamtspieldauer: 1:02:55




Irgendwie konnten sich die vier Londoner bei ihrem zweiten Album nicht so richtig auf einen Titel einigen. Zumindest erscheint das so, wenn man sich das Cover der zweiten Veröffentlichung ansieht: „Ufo 2“ oder „Flying“ ist da zu lesen. Und um dem ganzen noch eins draufzusetzen wurde der Platte zusätzlich noch mit dem Untertitel „One Hour Of Space Rock“ versehen. Dieser Untertitel löst allerdings einen gewissen Einspruch aus, denn wer hier Space Rock à la Hawkwind erwartet, der wird enttäuscht werden. Denn auch wenn „Ufo 2“ ursprünglich im selben Jahr wie Hawkwinds „In Search Of Space“ erschien, welches wirklich „Space Rock“ beinhaltete, so ist die Musik auf dem Ufo-Album eine andere. Die Musik auf „Ufo 2 – Flying“ ist wohl am besten mit dem Label „Psychedelic Blues Rock“ zu versehen, wenn es dieses Genre denn wirklich geben sollte.

Aber ganz genau so klingt die Musik auf diesem Album. Hier wird selten hart gerockt, eher liegt über den Liedern eine schwere, manchmal traurige, blueslastige und immer gitarrenorientierte Stimmung, die sehr häufig in die Richtung Psychedelic Rock abdriftet. Dazu gibt es ellenlange Instrumentalpassagen, repetitive Abschnitte, die in die Richtung „Förderung des transzendenten Zustands“ gehen, wobei hierzu keine weitere Medikation von Nöten ist. Manches Mal klingt das auch fast schon improvisiert, was dem Hörer hier serviert wird. Dies ist vor allem bei dem tollen „Star Storm“ und dem Titellied „Floating“ zu wahrzunehmen.

Richtig schön melodisch wird es selten, am ehesten wohl bei der Nummer „The Coming Of Prince Kajuku“. Allerdings stört dieser Umstand nicht weiter, denn die Musik lebt von der Atmosphäre, der mitunter vorhandenen Eindringlichkeit und dieser Grenzenlosigkeit, die sich in der Länge der Lieder ausdrückt, welche gespielt werden und wirken, gespielt werden und wirken, gespielt werden und wirken. Mit sechzig Minuten Laufzeit war die Platte ursprünglich für die damalige Zeit fast schon unglaublich lang, durch den Bonus Track „Galactic Love“, eine nicht ganz ungewöhnliche Rock-Nummer, die man leicht der damaligen Zeit zuordnen kann, wird diese Stunde sogar noch ein wenig überboten.

Fazit: Wer gitarrenorientierten Blues mag, wird diese Platte lieben. Wer Gitarrenimprovisationen etwas abgewinnen kann, der kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Und auch jene werden belohnt, die der psychedelischen Rock-Musik etwas abgewinnen können. Für Hit-Radio-Hörer definitiv die falsche Kost. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Star Storm, The Coming Of Prince Kajuku, Flying



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