Montag, 18. März 2013

Curved Air – Midnight Wire




Curved Air – Midnight Wire


Besetzung:

Sonja Kristina – vocals
Darryl Way – violin
Mick Jacques – guitars
Stewart Copeland – drums, percussion


Gastmusiker:

John Perry – bass
Peter Wood – keyboards
Derek Damain – backing vocals on “The Fool”


Label: Repertoire Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Woman On A One Night Stand (4:56)
2. Day Breaks My Heart (4:36)
3. The Fool (4:24)
4. Pipe Of Dreams (3:38)
5. Orange Street Blues (4:55)
6. Dance Of Love (4:32)
7. Midnight Wire (7:17)

Gesamtspieldauer: 34:37




„Midnight Wire“ aus dem Jahr 1975 ist bereits das fünfte Studioalbum der britischen Band „Curved Air“. Violinist Darryl Way, der bereits auf den ersten Platten der Band zu hören war, war nach der Pause auf dem letzten Album wieder zurückgekehrt, zudem hatte Stewart Copeland, der nur wenig später mit Police Erfolge feiern sollte, ein kurzes Gastspiel an den Drums.

Der Musik von Curved Air taten diese ständigen Umbesetzungen allerdings keinen Gefallen. „Midnight Wire“ ist eine Ansammlung von Belanglosigkeiten geworden mit Liedern, die zumindest eines kaum vermögen: Den Hörer zu treffen, zu packen, ihn zu interessieren. Die Songs bewegen sich irgendwo im Raum zwischen Pop, Blues und Rock, dieses Mal allerdings mit sehr viel mehr Ausschlag in Richtung zur einfachen Pop-Musik.

Die Violine Darryl Ways ist auf „Midnight Wire“ eher zum schmückenden Beiwerk verkommen, als zu einem tragenden Instrument in der Musik der Band. Die Lieder plätschern fast durch die Bank weg so vor sich hin, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Oder noch schlimmer, wie beim Stück „Day Breaks My Heart“, währenddessen Gefühle der Dankbarkeit entstehen, wenn Sonja Kristina endlich zum letzten Mal „Day breaks my heart, takes you away“ gesungen hat und das Lied endlich ausgeblendet wird.

Hörenswert ist die Instrumentalnummer „Pipe Of Dreams“. Ein sehr verträumtes Stück, welches es zumindest schafft etwas Atmosphäre zu erzeugen. Das wiederum liegt nicht zuletzt auch am, dieses Mal dominanteren, Einbinden der Violine des Darryl Way. Ebenfalls noch mit Einschränkung zum Riskieren eines Ohres zu empfehlen ist der Titelsong am Ende des Albums. Das Lied „Midnight Wire“ ist ein Blues-Rock-Stück, auf dem Sonja Kristina schmachtet und die Gitarre ein langes und bluesiges Solo präsentiert. Immerhin klingt das Ganze hier sehr abwechslungsreich und besitzt auch eine eingängige Melodieführung. Aber progressiver Rock ist auch dieses Stück hier nicht mehr so wirklich.

Fazit: „Midnight Wire“ ist einfach langweilig geworden. Langweiliger Blues, langweiliger Pop, langweiliger Rock. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es Menschen gibt, die sich sagen: „So, jetzt lege ich mal „Midnight Wire“ von Curved Air ein. Genau auf diese Scheibe habe ich jetzt so richtig Lust!“ Irgendwie unvorstellbar bei all dieser Belanglosigkeit. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Pipe Of Dreams, Midnight Wire





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