Dienstag, 19. März 2013

Leonard Cohen – I’m Your Man




Leonard Cohen – I’m Your Man


Besetzung:

Leonard Cohen – vocals, keyboards


Gastmusiker:

Jude Johnson – vocals
Anjani Thomas – vocals
Jennifer Warnes – vocals
Mayel Assouly – backing vocals
Evelyine Hebey – backing vocals
Elisabeth Valletti – backing vocals
Jeff Fisher – keyboards
Bob Stanley – guitar
Sneaky Pete Kleinow – pedal steel guitar
Peter Kisilenko – bass
Tom Brechtlein – drums
Vinnie Colaiuta – drums
Lenny Castro – percussion
Michel Robidoux – drums, keyboards
John Bilezikjian – oud
Richard Beaudet – saxophone
Raffi Hakopian – violin


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Pop


Trackliste:

1. First We Take Manhattan (6:02)
2. Ain't No Cure For Love (4:51)
3. Everybody Knows (5:37)
4. I'm Your Man (4:26)
5. Take This Waltz (6:00)
6. Jazz Police (3:54)
7. I Can't Forget (4:32)
8. Tower Of Song (5:39)

Gesamtspieldauer: 41:00




1988 erschien das achte Album Leonard Cohens, welches mit dem Titel “I’m Your Man” versehen wurde. Dieses Album ist nun noch mal ein wenig poppiger geworden als der Vorgänger. Folk Musik ist das nun eigentlich nicht mehr, der Synthie-Pop-Hintergrund ist allgegenwärtig. Dabei klingt die Stimme Leonard Cohens hier auf diesem Album sogar noch ein wenig sonor und tiefer und eindringlicher. Das funktioniert gut, was jedoch deutlich weniger passt, zumindest am Beginn des Albums, das ist der Hintergrundgesang, dieses soulige Geschleime mit “Baby”- oder “Oh Baby”-, „Aaaahs“- und „Oooohs“-Ausrufen nervt bereits beim ersten Hören und wird mir den weiteren Durchgängen leider auch nicht besser.

Die einzelnen Stücke haben allerdings was. Sie gehen sehr schnell ins Ohr und besitzen auch durchaus die Qualität dort länger zu verweilen. Eingängig und melodiös ist die gesamte Platte geworden, Ausnahme ist da vielleicht das ein wenig schräge und irgendwie experimentelle „Jazz Police“, mit dem wohl eine ganze Menge Hörer des früheren Leonard Cohens weniger anfangen können werden. Alle anderen Stücke wirken, mal mehr, mal weniger.

Fazit: Wenn jemand keine Probleme mit gelegentlichem Synthie-Sound hat, an tollen Texten interessiert ist, eine sehr tiefe Stimme zu schätzen weiß und melodiöse Musik mag, dann wird sie oder er mit „I’m Your Man“ bestens bedient. Klar, das ist hier nicht mehr der Leonard Cohen der 60er Jahre. Aber irgendwie ist er es doch noch. Der Sound ist ein völlig anderer geworden, die Botschaften sind jedoch dieselben geblieben und die eingängigen Melodien auch. Das Album hat was, da kann man ruhig mal ein Ohr riskieren. Neun Punkte.

Anspieltipps: First We Take Manhattan, Everybody Knows, I'm Your Man, Take This Waltz





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