Dienstag, 9. April 2013

Madonna – Ray Of Light




Madonna – Ray Of Light


Besetzung:

Madonna – vocals


Gastmusiker:

Craig Armstrong – string arrangements
Mike Bradford – programming
Pablo Cook – flute
Fergus Gerrand – drums, percussion
Nikki Harris – background vocals
Donna De Lory – background vocals
Marc Moreau – guitar
William Orbit – sound effects
Steve Sidelnyk – drum programming
Marius de Vries – keyboards, programming


Label: Warner Brothers Records Inc.


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Pop


Trackliste:

1. Drowned World / Substitute For Love (5:09)
2. Swim (5:01)
3. Ray Of Light (5:21)
4. Candy Perfume Girl (4:37)
5. Skin (6:22)
6. Nothing Really Matters (4:27)
7. Sky Fits Heaven (4:48)
8. Shanti / Ashtangi (4:29)
9. Frozen (6:13)
10. The Power Of Good-Bye (4:12)
11. To Have And Not To Hold (5:23)
12. Little Star (5:19)
13. Mer Girl (5:32)

Gesamtspieldauer: 1:06:51




Ich hätte es fast nicht mehr vermutet, aber Madonna hat es tatsächlich geschafft ein Album zu veröffentlichen, welches mich überzeugt. „Ray Of Light“ ist vollgestopft mit Pop-Musik, allerdings sehr ruhiger, nicht immer sofort eingängiger und vor allem nachdenklicher Pop-Musik. Dabei gelingt es der Amerikanerin Lieder wiederzugeben, die nicht alltäglich sind, nicht unbedingt in den Radiostationen der Welt rauf und runter gespielt werden - was an sich ja nichts Schlechtes bedeuten muss. Aber die Musik auf „Ray Of Light“ ist nicht so radiotauglich, es sind sehr nachdenkliche und melancholische Töne, die man hier zu hören bekommt.

Madonna hat auf „Ray Of Light“ einen Spagat gemacht, weg von all jener Musik, die sie vorher veröffentlichte, denn die Titel auf ihrem siebten Studio-Album sind deutlich anspruchsvoller und auch besser geworden. Klar gibt es immer mal wieder auch eine Drum-Machine zu hören (warum eigentlich?), jedoch wirken die einzelnen Titel nicht mehr so steril, wie auf vielen Vorgängerwerken der so erfolgreichen Musikerin. Und auch wenn die Musik mitunter gar nicht mal so eingängig ist, zumindest nicht beim ersten Hören, so bleibt sie doch etwas später, nach dem wiederholten Einlegen der CD haften und hängen. Zudem experimentiert Madonna auf „Ray Of Light“ mit Atmosphären und Stimmungen, die meist zwar ein wenig traurig bis melancholisch klingen, jedoch glücklicherweise nicht mehr nur diesen Gute-Laune-Simpel-Pop darstellen, für den Madonna bisher bekannt war – wenn es denn überhaupt dafür gereicht hat. Alles wirkt ein wenig schwebend und nachdenklich und das richtig gut gemacht. Nur wenige Ausnahmen besitzen einen treibenden Beat, der sich auch für die Disco eignen würde. Dafür hatte Madonna allerdings auch schon auf ihren früheren Werken genügend Material geliefert. Und selbst indische Klänge nimmt man ihr hier auf „Ray Of Light“ ab. Madonna scheint irgendwie mit diesem Album gewachsen zu sein.

Die Höhepunkte des Albums sind die drei Titel ab „Frozen“, welches auch mit einem sehr schönen Video zusätzlich noch geadelt wurde. In diesen Nummern kommt dieses Gefühl der Sehnsucht sehr gut zur Geltung, welches ich immer wieder in den Liedern auf „Ray Of Light“ auszumachen glaube.

Fazit: „Ray Of Light“ ist völlig anders als alles, was Madonna bisher veröffentlicht hat. Die Musik kann man mit schön und nachdenklich umschreiben. Madonnas Stimme wirkt ausgereift und die kleinen, kurzen Rückfälle in die Synthie-Pop-Phase, die es auch hier auf „Ray Of Light“ gibt sind zu verschmerzen, denn der überwiegende Teil des Albums ist geglückt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Frozen, The Power Of Good-Bye, To Have And Not To Hold, Mer Girl





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