Donnerstag, 11. April 2013

Magna Carta – Lord Of The Ages




Magna Carta – Lord Of The Ages


Besetzung:

Chris Simpson – vocals and guitar
Glen Stuart – vocals and spoken word
Stan Gordon – guitar and vocals


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 1973


Stil: Folk Rock, Progressive Folk Rock


Trackliste:

1. Wish It Was (3:36)
2. Two Old Friends (3:34)
3. Lord Of The Ages (9:59)
4. Isn't It Funny (And Not A Little Bit Strange) (2:35)
5. Song Of Evening (3:46)
6. Father Song (6:44)
7. That Was Yesterday (3:25)
8. Falkland Grene (2:49)

Gesamtspieldauer: 36:28




„Magna Carta“ war eine englische Rock-Band, die 1969 gegründet wurde. „Lord Of The Ages“ stellt dabei ihr viertes Studioalbum dar und wurde 1973 veröffentlicht. Das Label „Progressive Folk Rock“ passt dabei eigentlich nur zu einem Teil des Albums. Der Ehrlichkeit halber muss man sogar sagen, dass dieses „Label“ nur bei einem einzigen Lied stimmt, dem Titellied „Lord Of The Ages“ – dort aber voll und ganz. Bei allen anderen kann man das „progressive“ vergessen. Da klingen Magna Carta mit ihren akustischen Gitarren und dem Gesang nach Folk-Musik. Nach süßlicher Folk-Musik.

Aber dann gibt es da eben noch diesen Titelsong „Lord Of The Ages“. Das ist dann sehr wohl progressive Musik und zwar richtig gut gelungene progressive Musik. Der Titel besteht aus mehreren Teilen, die mal sanfter, mal rockiger klingen. Wunderschönen Melodien und Harmonien gilt es hier zu lauschen, die sofort ins Ohr gehen. Ein richtig toller Song, den man gehört haben sollte. Allein dafür lohnt der Kauf.

Und der Rest? Nun, der klingt wahrlich folkig. So ein wenig nach Blumenkindern. Nicht ganz so mein Ding, obwohl ich Folk mag, aber hier klingt es manches Mal einfach doch zu süßlich, wirkt und klingt zu sehr auf Harmonie getrimmt. Man kann sich da leicht beschwingte, über eine blühende Sommerwiese hüpfende Gesellen vorstellen, die so ein verklärtes Lächeln auf den Lippen haben. Und die haben bestimmt keine Gänseblümchen geraucht.

Fazit: „Lord Of The Ages“ ist ein Hammerlied. Der Rest sehr gewöhnungsbedürftig. Folk-Musik, aber ganz weiche, sanfte, zarte, bei der zum Teil ein Mann und eine Frau gleichzeitig singen, dann wird es fast schon peinlich, wie süßlich dies schließlich arrangiert wurde und es dann auch klingt. Aber eben dieser eine Song, der sich mit seiner Länge von zehn Minuten auch deutlich über ein Viertel der Platte erstreckt. Der lohnt sich wahrlich. Neun Punkte.

Anspieltipps: Lord Of The Ages, Falkland Grene





Die Studio-Versionen sind auf YouTube alle durch die GEMA gesperrt worden. Man kann sich allerdings eine akustische und neuere Version von "Lord Of The Ages - live" ansehen, die ich hier allerdings nicht verlinken kann. Aber: Die originale Studio-Version ist um Klassen besser.

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