Freitag, 12. April 2013

Sigur Rós – Ágætis Byrjun




Sigur Rós – Ágætis Byrjun


Besetzung:


Jón Þór Birgisson – vocals, guitar
Kjartan Sveinsson – keyboard
Georg Hólm – bass
Ágúst Ævar Gunnarsson – drums


Label: fatcat Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Post-Rock, Art-Rock


Trackliste:

1. Intro (1:36)
2. Svefn-G-Englar (10:04)
3. Starálfur (6:46)
4. Flugufrelsarinn (7:49)
5. Ný Batterí (8:10)
6. Hjartað Hamast (Bamm Bamm Bamm) (7:10)
7. Viðrar Vel Til Loftárása (10:18)
8. Olsen Olsen (8:03)
9. Ágætis Byrjun (7:56)
10. Avalon (4:04)

Gesamtspieldauer: 1:11:57




„Ágætis Byrjun“ nannte die isländische Band Sigur Rós ihr zweites Album, welches 1999 erschien. Und ganz ehrlich gesagt: Dieses Album wird niemals den Massenmarkt erobern. Die Musik auf „Ágætis Byrjun“ gefällt mit Sicherheit nur einigen „ausgewählten“ Musikfreunden. Für mich befindet sich auf diesem Album jedoch Musik, die ein Grund dafür ist, dass ich überhaupt so gerne und viel Musik höre. Musik, die mich trifft.

Auf „Ágætis Byrjun“ gibt es wieder viel Stimmung und Atmosphäre. Musikalische Eindrücke, Momentaufnahmen, die manchmal sphärischer klingen, ein anderes Mal durchaus rockiger. Alles ist dabei jedoch immer sehr melodiös gehalten. Es klingt und rauscht und summt alles sehr harmonisch. Dazu muss man aber auch etwas mit der Stimme des Jón Þór Birgisson anzufangen wissen, denn die hört sich nicht selten elfenhaft an. Für einen Mann wahrlich ungewöhnlich.

Die Musik ist stets traurig und melancholisch, das Wetter scheint in Island sehr oft schlecht zu sein. Irgendwie passt das alles zu einem verregneten Tag, an dem man sich in seiner Melancholie und Sentimentalität suhlen möchte. Schöne Verzweiflung, die einem da entgegenklingt. Und dann kommt da plötzlich so ein „rockiger“ Song wie „Hjartað Hamast (Bamm Bamm Bamm)“. Absolut genial gemacht, schnellere und langsamere Abschnitte, fast schon Geflüster und dann wieder kraftvoller Gesang. Seltsame, verrauschte Hintergrundgeräusche und plötzlich erneut ganz klare Harmonien. Dazu eine zum steinerweichende Melodie, die mal mehr von der Orgel, mal mehr von den Streichern dominiert wird. Da kann ich jedem nur Kopfhörer und Zeit empfehlen.

Fazit: „Ágætis Byrjun“ macht einfach Spaß, wenn man mal was anderes hören möchte. Nichts für das Radio, nichts für die Party und auch keine Musik zum Nebenbeihören. „Ágætis Byrjun“ verlangt die volle Konzentration vom Zuhörer, der dafür allerdings auch belohnt wird. Einfach gute Musik zum Träumen, zum Entspannen und zum Ausklingenlassen des Tages. Elf Punkte.

Anspieltipps: Ný Batterí, Hjartað Hamast (Bamm Bamm Bamm), Ágætis Byrjun (Ich hätte außer diesen dreien Titeln aber noch fünf bis sechs weitere dazuschreiben können.)





1 Kommentar:

  1. Eine schöne Kritik, den Punkten würde ich in jedem Fall zustimmen, Sigur Rós vereinen Melodie und Melancholie perfekt.
    LG.

    AntwortenLöschen