Donnerstag, 18. April 2013

The Unwinding Hours – The Unwinding Hours




The Unwinding Hours – The Unwinding Hours


Besetzung:

Craig B – vocals, guitar
Iain Cook – guitar, bass guitar, piano


Gastmusiker:

Alex Grant –bass guitar
Jonny Scott – drums
Campbell McNeil – bass guitar
Martin Doherty – piano, guitar
Graeme Smillie – bass guitar


Label: Chemikal Underground Records


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Post Rock


Trackliste:

1. Knut (5:56)
2. Tightrope (3:21)
3. Little One (4:16)
4. There Are Worse Things Than Being Alone (5:02)
5. Solstice (2:56)
6. Peaceful Liquid Shell (5:03)
7. Child (4:46)
8. Traces (3:56)
9. Annie Jane (4:51)
10. The Final Hour (5:22)

Gesamtspieldauer: 45:30




Die schottische Band Aereogramme hat einfach nicht den Durchbruch geschafft. Schade, denn deren Musik war wahrlich nicht schlecht. Auf jeden Fall haben zwei der ehemaligen Mitglieder der Band, Sänger und Gitarrist Craig B sowie Bassist Iain Cook nach der Auflösung von Aereogramme eine neue Band gegründet. Diese heißt „The Unwinding Hours“, genau wie ihr Erstlingswerk und erschien 2010, drei Jahre nach der letzten Veröffentlichung von Aereogramme.

Nun, wer auf ruhige Musik steht, auf sehr ruhige wohlgemerkt, der sollte unbedingt mal ein Ohr bei den Unwinding Hours riskieren. Denn diese machen zarte, nur ganz sanft akzentuierte Musik, die durchgehend sehr melodiös und harmonisch klingt. Allerdings läuft diese auch ein wenig Gefahr, durch die immer gleich bleibende Geschwindigkeit der einzelnen Stücke, mit der Zeit etwas langweilig zu wirken.

Das ist allerdings nicht so beim Opener des Albums mit dem Titel „Knut“. Ich weiß nicht, ob da jener Eisbär Knut aus dem Berliner Tiergarten mit gemeint war, dessen Aufzucht weltweit Wellen schlug. Aus dem Text geht das jedenfalls nicht hervor, denn der lautet: „If we care, We will, We must, Get out“. Und diese neun Worte werden immer und immer wieder wiederholt. Dabei steigert sich allerdings die Geschwindigkeit wie die Lautstärke des Songs, was sehr gelungen ist und richtig gut klingt.

Nicht bei jedem Lied werden die Drums eingesetzt, oftmals gibt es allerdings Streicher zu hören, die in den Credits auf dem Album allerdings nicht erwähnt werden. Diese tragen natürlich noch zusätzlich zu dieser getragenen Stimmung bei, die dem ganzen Album anhaftet. Das wirkt alles so melancholisch verträumt und auch mitunter traurig, dass man die Musiker fast drücken möchte, damit sie mal wieder auf heiterere Gedanken kommen. Beim letzten Song „The Final Hour“ geben sie dann zum Schluss noch mal alles, was sich durchaus positiv, wenn auch für das Album ungewohnt, vom Rest abhebt.

Fazit: Wenn man im Kopf hat zu springen und diese Musik hört – dann springt man. Trotzdem ist das schön, was The Unwinding Hours da auf CD gepresst haben. Nur eben sehr, sehr traurig und melancholisch. Perfekte Musik für einen Abend vor dem Kamin, wenn man den denn besitzt oder um den Tag mal ganz ruhig ausklingen zu lassen. Manchmal vielleicht ein bisschen zu ruhig, aber nichts anderes scheint das Ziel der Schotten gewesen zu sein: Schöne, ruhige Musik. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Knut, Peaceful Liquid Shell, Traces, The Final Hour





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