Montag, 27. Mai 2013

Porcupine Tree – Metanoia




Porcupine Tree – Metanoia


Besetzung:

Richard Barbieri – synthesizers
Colin Edwin – fretless bass
Chris Maitland – drums
Steven Wilson – guitar, radio, additional keyboards


Label: Snapper


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Elektronische, improvisierte Instrumentalmusik


Trackliste:

1. Mesmer I (8:34)
2. Mesmer II (6:05)
3. Mesmer III / Coma Divine (13:16)
4. Door To The River (4:45)
5. Metanoia / Intermediate Jesus (14:15)
6. Insignificance (4:57)
7. Metanoia II (10:56)
8. Milan (2:30)

Gesamtspieldauer: 1:05:18




Das Cover passt ganz gut zu dieser Improvisations-CD der englischen progressiv Rocker von Porcupine Tree. Man sieht irgendwie bunten Nebel, das war es. Und dieser Nebel lichtet sich nicht, genau so wenig wie die Musik auf „Metanoia“, die während den Sessions zur Aufnahme des Albums „Signify“ entstand und 2001, fünf Jahre später, selbst veröffentlicht wurde. Jedoch glaubt man diesen Nebel immer wieder deutlich zu hören auf dieser CD, mit der wohl nicht allzu viele Musikfreunde etwas werden anfangen können.

Die Lieder auf „Metanoia“ sind Improvisationen, das ist auch genau so im Booklet der CD vermerkt und dient damit wahrscheinlich als Warnhinweis an alle Porcupine Tree Fans, die erst durch die späteren Alben auf diese Band aufmerksam wurden. Denn nach Improvisationen klingt das Ganze – überdeutlich sogar. Sphärisch, mal treibender, wenn Chris Mailtand sich etwas mehr austoben darf, ein anderes Mal aber nur noch schwebend und befreit von jeglicher Schwere. Vier Musiker, manchmal auch nur drei, versuchen hier gemeinsam ihre Instrumente zu bedienen. Ohne Songstruktur wie Strophe und Refrain, ohne Melodie, ohne Text.

Das kann mitunter ganz spannend wirken, manches Mal allerdings auch sehr gewöhnungsbedürftig sein, da einfach zu abgehoben und nur noch nach Tönen, überhaupt nicht mehr nach Musik klingend. Wenn schließlich jegliche Struktur hinter sich gelassen wurde, bleibt dem Hörer lediglich die Möglichkeit ganz darin einzutauchen oder aber nach festem Untergrund zu suchen. Wer ersteres kann, hat es mit diesem Werk deutlich leichter.

Fazit: Wer Spaß an einer Reise durch abgefahrene Welten hat, der sollte es sich auf dem Sofa bequem machen, die CD „Metanoia“ einlegen, die Kopfhören aufsetzen und los geht der Ausflug in die Sphäre und in die Weiten von Irgendwas. Keine einfache Kost, etwas für Genießer des außergewöhnlichen Klangerlebnisses, welches konturlos nicht mit Melodiösität, sondern mit Atmosphäre punkten will. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Alle Titel, da ziemlich gleich aufgebaut





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