Mittwoch, 19. Juni 2013

And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Madonna




And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Madonna


Besetzung:

Jason Reece – ohne Instrumentenangabe
Conrad Keely – ohne Instrumentenangabe
Kevin Allen – ohne Instrumentenangabe
Neil Busch – ohne Instrumentenangabe


Gastmusiker:

Julie Pomerleau – horn
Carolyn Cremona – horn
Clay Embry – horn
Jimmy Burdine – horn
Steven Hall – drums


Label: Domino Recording Ltd.


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Rock, Hard Rock, Alternative


Trackliste:

1. And You Will Know Them By The Trail Of Dead (0:31)
2. Mistakes & Regrets (3:47)
3. Totally Natural (4:16)
4. Blight Takes All (4:44)
5. Clair De Line (3:26)
6. Flood Of Red (3:54)
7. Children Of The Hydras Teeth (1:23)
8. Mark David Chapman (4:10)
9. Up From Redemption (0:23)
10. Aged Dolls (7:17)
11. The Day The Air Turned Blue (1:03)
12. A Perfect Teenhood (5:17)
13. Sigh Your Children (5:00)

Gesamtspieldauer: 45:12



Sechszehn Monate nach ihrem Debut, veröffentlichten die Texaner von And You Will Know Us By The Trail Of Dead bereits ihr zweites Album. Musikalisch hatte sich nicht allzu viel getan, produktionstechnisch jedoch eine ganze Menge. Die einzelnen Titel waren nun nicht mehr übersteuert, sondern genau richtig und hörenswert abgemischt worden. Auch auf „Madonna“ belieferten die vier Musiker ihre Käufer wieder mit knallhartem Rock, der durchaus mit Hard Rock umschrieben werden kann, wenn auch der Alternative Einfluss ein klein wenig Einzug in die Musik von Trail Of Dead gefunden hatte.

Der Eingangstitel „And You Will Know Them By The Trail Of Dead“ ist eine kurze Soundkollage, während der verschiedene weibliche wie männliche Stimmen je ein Wort zum Titel des Liedes beisteuern. Interessant dabei das „Them“ anstatt des „Us“, wie es im wirklichen Bandtitel vorkommt. Allgemein kann man auf „Madonna“ feststellen, dass die Titel etwas melodischer geworden sind und sie haben in ihrer Songstruktur an Gehalt gewonnen. Es geht auf „Madonna“ nicht mehr nur um den ultimativen Kick, nicht mehr nur darum den Hörer wegzubeamen, auch Melodien stehen jetzt im Fokus der Songs und der Band – wenn auch nicht immer und manches Mal auch nur ganz zart angedeutet.

Eingängigkeit sieht jedoch definitiv anders aus, das Album will erarbeitet werden. Stück für Stück. Überwiegend „kracht“ wieder und das durchaus auch kompromisslos auf „Madonna“. Trotzdem „knallt“ es hier besser als noch auf dem Debut-Album, da man jetzt alles wesentlich besser nachvollziehen, in die Lieder besser eintauchen kann. Zudem haben sich nun auch etwas „ruhigere“ Songs wie „Claire De Lune“ oder das fast schon sphärisch zu nennende „Children Of The Hydra's Teeth“ mit auf das Album geschlichen. Und dann gibt es da auch noch so schöne Songs wie „Aged Dolls“, ruhig und fast schon untypisch für den Rest der Platte, aber eingängig und ein Vorgeschmack auf das, was And You Will Know Us By The Trail Of Dead dem Hörer später noch kredenzen werden. Aber das da kein Missverständnis aufkommt, auch bei diesem Titel wird im Refrain „hart“ gerockt, aber dieses Zusammenspiel, das eben nicht mehr nur noch aus „Augen zu und durch“ besteht, dieses ist verflogen. Die Band hat einen Schritt in Richtung der etwas anspruchsvolleren Musik gemacht, die nicht nur durch Lautstärke und eiskalt durchgezogenen Heavy Rock punkten will. Nicht umsonst folgt im Anschluss an „Aged Dolls“ auch gleich der kurze Titel „The Day The Air Turned Blue“. Sphärisch, pianolastig und so ganz neu im Songkatalog der US-Amerikaner. Okay, danach geht es erst mal wieder so richtig ab, aber allein dieser Wechsel wäre auf dem Debut-Album schon undenkbar gewesen.

Fazit: Stilistisch noch sehr am Erstling angelehnt, gibt es hier allerdings schon die sanfteren und auch durchaus interessanteren Zwischentöne zu hören, die die Musik von And You Will Know Us By The Trail Of Dead so bereichernd werden lassen. Es „kracht“ zwar wieder, jedoch nicht mehr durchgängig. Für Freunde des Hard’n’Heavy definitiv immer noch genau die richtige Scheibe. Für Freunde von Platten wie „World’s Apart“ eröffnen sich hier zum ersten Mal die Horizonte. Das Album knallt, für mich knallt es manches Mal noch ein klein wenig zu undifferenziert. Aber mit jedem weiteren Hören passt es Stückchen für Stückchen ein wenig mehr. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Mistakes & Regrets, Aged Dolls, The Day The Air Turned Blue





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