Mittwoch, 12. Juni 2013

Neil Young – After The Goldrush




Neil Young – After The Goldrush


Besetzung:

Neil Young – vocals, guitar, piano, harmonica, vibes


Gastmusiker:

Danny Whitten – guitar, vocals
Nils Lofgren – piano, guitar, vocals
Jack Nitzsche – piano
Billy Talbot – bass
Greg Reeves – bass
Ralph Molina – drums, vocals
Bill Peterson – flugelhorn
Stephen Stills – vocals
Susan Young – patches


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1970


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. Tell Me Why (2:59)
2. After The Gold Rush (3:47)
3. Only Love Can Break Your Heart (3:10)
4. Southern Man (5:31)
5. Till The Morning Comes (1:28)
6. Oh Lonesome Me (3:50)
7. Don't Let It Bring You Down (2:58)
8. Birds (2:33)
9. When You Dance, I Can Really Love (3:46)
10. I Believe In You (3:27)
11. Cripple Creek Ferry (1:34)

Gesamtspieldauer: 35:03




Bei Neil Young scheiden sich ja allzu oft die Geister, wenn es um die Beurteilung seines Gesangs geht. Dieses Genuschel geht vielen Hörern auf den Senkel. Ich habe damit überhaupt kein Problem, ich finde es passt sogar sehr gut zu der Art Folk-Rock, die er macht. Dazu dieser relativ hohe Gesang, der nicht so ohne weiteres zu interpretieren ist, das hat schon etwas Besonderes.

„After The Goldrush“ ist die dritte Platte Neil Youngs, die 1970 veröffentlicht wurde. Und mit dem Titeltrack enthält sie auch gleich einen der Höhepunkte im Schaffen des US-Amerikaners. Kann Musik sehr viel schöner klingen als beim Titel „After The Goldrush“ selbst? Kaum möglich, oder? Mit „Southern Man“ ist noch ein ganz bemerkenswertes Lied auf dem Album vertreten. Es klingt mwlodiös und eingängig und inspirierte die Süd-Staatler von Lynyrd Skynyrd seinerzeit zu ihrem „Sweet Home Alabama“. Im Verlauf dieses Songs erwähnen sie Neil Young auch wortwörtlich und klagen ihn sogar ein klein wenig an, da ihnen bei „Southern Man“ die Menschen der Süd-Staaten der USA etwas zu schlecht wegkommen.

Auch noch sehr gelungen ist der Song „Don't Let It Bring You Down“, bei dem dieses Folk Rock Feeling so herrlich transportiert wird. Im Übrigen befindet sich kein wirklich schlechtes Lied auf der Platte. Mir sagt das zwar nicht immer alles so absolut zu, was ich da auf „After The Goldrush“ höre, trotzdem finde ich die Platte überaus gelungen. Wenn es zu american-folk-mäßig wird und in die Country-Richtung abdriftet, dann steige ich manches Mal ein klein wenig aus. Keine Ahnung, vielleicht bin ich da einfach zu sehr Europäer und mir fehlt das entsprechende amerikanische Gen. Nichtsdestotrotz, hörbar ist das alles sehr gut und so wird sicher die ein- oder der andere ein völlig anderes Lied absolut genial auf dieser Scheibe finden. Mir haben es die drei beschriebenen Stücke angetan, der Rest läuft bei mir so mit.

Fazit: Folk Rock, immer sehr gemäßigt und ruhig, selten mal, dass der Rhythmus an Fahrt gewinnt, alles wirkt auf seine Art sehr bedacht. Dabei entwickelt Neil Young allerdings Melodien, die ich nicht mehr missen möchte. Schlecht finde ich nichts auf der Platte, absolut überzeugen mich allerdings auch nur ein paar, nämlich die bereits erwähnten Stücke. Da ich diese allerdings für so gut halte, dass sie wahrlich eine Bereicherung meines musikalischen Lebens darstellen, gebe ich dem Album elf Punkte.

Anspieltipps: After The Gold Rush, Southern Man, Don't Let It Bring You Down





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