Mittwoch, 14. August 2013

New Model Army – ... & Nobody Else




New Model Army – ... & Nobody Else


Besetzung:

Justin Sullivan – vocals, guitar
Michael Dean – drums, percussion
Nelson – bass, guitar on „Modern Times“ and „Eleven Years“, 2nd drum kit on „No Sense“
Dave Blomberg – guitars, bass on „Modern Times“ and „Eleven Years“
Dean White – keyboards


Label: Attack Attack Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Live-Album, Alternative Rock


Trackliste:

CD1:

1. Brave New World II (3:47)
2. Snelsmore Wood (3:50)
3. Eleven Years (4:12)
4. Rainy Night 65 (4:54)
5. Big Blue (4:20)
6. Queen Of My Heart (4:23)
7. Prison (4:31)
8. No Sense (3:27)
9. Fate (3:07)
10. The Hunt (5:18)


CD2:

11. Whitelight (4:46)
12. Over The Wire (3:11)
13. Long Goodbye (2:51)
14. Aimless Desire (4:58)
15. Wonderful Way To Go (5:53)
16. Inheritance (4:15)
17. Lust For Power (3:59)
18. Headlights (5:02)
19. 51st State (2:52)
20. Get Me Out (3:34)
21. No Pain (5:36)
22. Stupid Questions (3:33)
23. Here Comes The War (5:44)
24. Living In The Rose (3:50)
25. Modern Times (4:05)
26. Vengeance (5:14)

Gesamtspieldauer: 1:51:13




Bei „… & Nobody Else“ handelt es sich um ein Live-Album New Model Armys, welches im Frühjahr 1998 eingespielt und 1999 schließlich veröffentlicht wurde. Es ist darauf allerdings nicht nur ein Konzert zu hören, sondern die Titel stammen von unterschiedlichen Auftritten. Dies merkt man dann, wenn Justin Sullivan die Leute auf CD1 mal auf „Deutsch“ begrüßt und sich mit „Danke“ für den Applaus bedankt, er dies auf CD2 ein anderes Mal auf Französisch macht.

Dem Flair dieses Albums schadet dies allerdings nicht, soll heißen, wenn man es in den Credits nicht nachlesen könnte, würde man diesen Umstand der verschiedenen Aufnahmeorte gar nicht bemerken. Vielleicht würde man sich über die verschiedenen Sprachen wundern, aber das wäre es dann auch schon.

Zur Songauswahl ist anzumerken, dass sich auf CD1 die eher ruhigeren Titel befinden, auf CD2 wird dann deutlich mehr gerockt. Ist die Stimmung auf CD1 noch melancholisch und ein wenig nachdenklich, wird sie auf CD2 gleich mit dem „Kracher“ „Whitelight“ eingeleitet und es wird gerockt, obwohl es dort natürlich auch ruhigere Titel zu hören gibt – jedoch deutlich weniger.

Die Songauswahl ist gut, obwohl da natürlich jeder noch den ein oder anderen „Favoriten“ auch gerne gehört hätte. Trotzdem, das Live-Flair kommt sehr gut rüber. Allerdings - und das ist jetzt wirklich ein kleiner Nachteil - habe ich schon deutlich besser abgemischte Live-Alben gehört. Manches Mal ist die Stimme Justin Sullivans einfach zu leise, ein anderes Mal verwischen Gitarre und Keyboard ein wenig zu sehr. Aber so bleibt natürlich das Live-Feeling besser erhalten, denn auch auf einem Konzert hört man je nach Standort mal das eine, mal das andere Instrument besser. Manchmal zumindest. Es zeigt zumindest, dass die Platte nicht noch nachträglich groß überarbeitet wurde, was ich auch mal ganz angenehm finde. Warum auch etwas vorgaukeln, wenn es in Wirklichkeit anders war.

Fazit: Man erhält auf „… & Nobody Else“ einen guten Überblick über die Songs der Band bis kurz vor der Jahrtausendwende. Klar, auf den Studio-Alben klingen die Titel besser, aber das ist ja auch nicht der Sinn einer Live-Einspielung. Das Flair des Konzerts soll transportiert werden. Das gelingt New Model Army hier auch. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Darauf verzichte ich hier mal, ist alles hörenswert.





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