Sonntag, 4. August 2013

New Model Army – Strange Brotherhood




New Model Army – Strange Brotherhood


Besetzung:

Justin Sullivan – vocals, guitar, keyboards, harmonica
Robert Heaton – drums, guitar, synthesizer, harmonica, backing vocals
Nelson – bass, guitar, percussion, violin, backing vocals
Dave Blomberg – guitar, keyboards, backing vocals
Dean White – keyboards, clarinet


Gastmusiker:

Rachel Hunter – strings
Tobias Unterberg – strings
Samantha Rowe – strings
Ed Wolstenholme – strings
Becky Pugh – strings
Ed Collins – brass
Simon Pugsley – brass
Stuart Edge – brass


Label: Attack Attack Records


Erscheinungsdatum: 1998


Stil: Alternative, Independent, Rock


Trackliste:

1. Wonderful Way To Go (5:43)
2. Whites Of Their Eyes (4:42)
3. Aimless Desire (5:06)
4. Over The Wire (3:28)
5. Queen Of My Heart (4:16)
6. Gigabyte Wars (4:15)
7. Killing (5:43)
8. No Pain (4:56)
9. Headlights (5:36)
10. Big Blue (4:23)
11. Long Goodbye (3:20)
12. Lullaby (5:38)

Gesamtspieldauer: 57:06




Das siebte Studioalbum New Model Armys wurde 1998 veröffentlicht und erhielt den Titel „Strange Brotherhood“. Und im Gegensatz zum Vorgänger, kann dieses Album nicht so richtig überzeugen, obwohl sich natürlich auch hier einige wunderschöne Stücke ausfindig machen lassen. Aber es wird auch mehr experimentiert. Anders kann man so ein Lied wie „Whites Of Their Eyes“ wohl nicht eingruppieren, bei dem eine sehr stark vom Synthesizer verfremdete Stimme singt. Auch sonst ist der Song in seiner Machart sehr technisch gehalten und eher ungewöhnlich für die Musik von New Model Army. Das Stück „Gigabyte Wars“ geht zumindest zum Teil ebenso ein wenig in diese Richtung, obwohl hier die Brass-Sektion viel zu „retten“ vermag.

Die richtigen Höhepunkte des Albums folgen etwa in der Mitte der Platte und beginnen mit „Killing“. Ein Lied, welches stark an „Here Comes The War“ vom Vorgänger-Album erinnert und ebenfalls sehr gelungen, da mitreißend rockig ist. „No Pain“ ist im Anschluss daran eine sehr schöne und ruhige Ballade, die sich im weiteren Verlauf steigert. Das funktioniert ebenfalls gut. Anschließend folgt mit „Headlights“ der Höhepunkt des Albums. Ein eher ruhiges Lied, welches mit vorbeifahrenden Autos startet und sich dann zu einem überaus eingängigen Titel entwickelt. Schön getragen und doch nicht langsam, ein Mid-Tempo Lied, welches alles mitbringt, was ein guter Song haben muss: Tolle Melodie, schöne Wechsel und eine abwechslungsreiche Instrumentierung. Diese ist hier sogar ziemlich innovativ. Mal sind es Autos, mal irgendein Kröten-Gequake, Grillen-Gezirpe, dann eine Mundharmonika und auch eine Klarinette. Einfach klasse zusammengestellt.

Ganz am Ende des Albums wartet mit „Lullaby“ noch ein richtig schönes „Wiegenlied“ auf den Hörer. Sehr eingängige Melodie, langsamer Rhythmus – alles was man benötigt, um angenehm wegschlummern zu können. Das wäre allerdings schade, denn das Lied hat es durchaus verdient, ganz gehört zu werden. Ein sehr schöner Abschluss für dieses Album.

Fazit: Die Band New Model Army hat den Synthesizer für sich entdeckt. Dieser wird glücklicherweise nur sehr zurückhaltend eingesetzt. Wo er denn dann im Vordergrund steht, können die Lieder auch nicht mehr ganz so überzeugen. Trotzdem besitzt dieses Album seine Höhepunkte neben einigen einfach nur durchschnittlichen Titeln. Aber ab der Mitte nimmt die Qualität der Songs wieder stark zu, sodass dieses Album durchaus noch zehn Punkte verdient hat.

Anspieltipps: Killing, No Pain, Headlights, Lullaby




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