Samstag, 3. August 2013

The Doors – The Soft Parade




The Doors – The Soft Parade


Besetzung:

Jim Morrison – lead vocals, maracas, tambourine
Ray Manzarek – piano, gibson g-101 organ, hammond organ on "Wild Child", "The Soft Parade" and "Do It"
Robby Krieger – guitar, chorus vocal on "Runnin' Blue"
John Densmore – drums


Gastmusiker:

Curtis Amy – sax solos on "Touch Me"
Reinol Andino – conga
George Bohanan – trombone solo
Douglas Lubahn – bass guitar (5)
Harvey Brooks – bass (tracks 1, 2, 6, 8)
Jimmy Buchanan – fiddle on "Running Blue"
Jesse McReynolds – mandolin
Champ Webb – english horn solo
Paul Harris – orchestral arrangements (tracks 1, 2, 6, 8)


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1969


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Tell All The People (3:22)
2. Touch Me (3:12)
3. Shaman's Blues (4:51)
4. Do It (3:10)
5. Easy Ride (2:41)
6. Wild Child (2:38)
7. Runnin' Blue (2:30)
8. Wishful Sinful (3:00)
9. The Soft Parade (9:41)


Bonustitel der 40th Anniversary Edition:

10. Who Scared You (3:59)
11. Whiskey, Mystics And Men (Version 1) (2:29)
12. Whiskey, Mystics And Men (Version 2) (3:05)
13. Push Push (6:06)
14. Touch Me (Dialogue) (0:28)
15. Touch Me (Take 3) (3:41)

Gesamtspieldauer: 54:52




Bläser und Streicher hielten Einzug auf dem vierten Album der Doors „The Soft Parade“, was die Musik der Band in einem ganz neuen Licht erscheinen ließ. Und noch etwas hatte sich auf diesem 1969 erschienenen Album geändert, dieses Mal wurden auch die Komponisten der jeweiligen Lieder einzeln aufgeführt. Vorher war es Usus bei den Doors gewesen, die ganze Band als die Kompositeure der einzelnen Stücke anzugeben. An der Integration von Orchester-Musikern kann es wohl kaum liegen, vielleicht jedoch an der nicht mehr ganz so intensiven Zusammenarbeit der vier Bandmitglieder, denn die Musik auf „The Soft Parade“ kann dieses Mal nicht mehr so überzeugen, wie es auf den drei vorher veröffentlichten Alben der Fall war. Die Titel sind nicht mehr so eingängig, irgendwie scheint auf der ganzen Platte der Stil des Albums gesucht, aber nicht mehr gefunden worden zu sein.

„Touch Me“ aus der Feder Robbie Kriegers lohnt sich auf jeden Fall. Ist auch ein Klassiker in der Titel-Palette der Band. Ein treibender und trotzdem sehr melodiöser Rock-Song. Auch „Wishful Sinful“ ist noch sehr gelungen, obwohl der Gesang Jimmy Morrisons einen dabei manchmal an Elvis erinnert. Hier werden die Streicher effektvoll eingesetzt und geben dem Song Fülle. Nun und dann ist da natürlich noch das ursprünglich letzte Lied und der Titeltrack „The Soft Parade“. Manchmal spricht hier Jim Morrison, manches Mal singt er. Teilweise ist das Lied ganz sanft und zurückhaltend, ein anderes Mal wird die Geschwindigkeit wieder angezogen. Es herrscht viel Abwechslung auf diesen knapp zehn Minuten, in denen zunächst kein Stil, keine Stimmung, kein Rhythmus und auch keine Melodie stringent durchgezogen wird. Das folgt alles erst ab etwa der Mitte des Stücks. Das Lied klingt zunächst sehr experimentell ist aber zu keiner Zeit atonal oder auch nur im Geringsten langweilig. Man kann sich immer wieder überraschen lassen. Diese Version des Liedes befindet sich allerdings nur auf der Ausgabe zum 40-jährigen Jubiläum der Platte.

Zu diesem Jubiläum des Albums wurde auch hier wieder reichlich Zusatzmaterial in Form von Bonus-Titeln beigemischt. So gibt es eine alternative Version zum Song „Touch Me“, etwas Studiogeplauder, sowie das Lied „Who Scared You“, welches allerdings teilweise so klingt, als sei es ein Part vom Stück „The Soft Parade“. Dann gibt es da noch zwei Versionen von „Whiskey, Mystics And Men“. In der ersten Version klingt das wie ein „Trinklied“, in der zweiten Version ist es dann deutlich bluesiger. Beide Versionen bereichern das Album allerdings. Bei „Push Push“ jammen die vier Musiker dann ein wenig zusammen im Aufnahme-Studio.

Fazit: In der ursprünglichen Version des Albums, ist diese Platte nur als durchschnittlich aufzufassen, da sich darauf einfach zu wenige Titel befinden, die es schaffen, den Hörer zu packen und einzufangen. Durch die verlängerte „The Soft Parade“-Version, sowie die Zugaben in Form der Bonus-Tracks, hat das Album jedoch deutlich an Wert gewonnen und weiß nun sehr viel mehr zu überzeugen. Sicherlich nicht der Höhepunkt im Schaffen der Doors, aber sicherlich dann doch zehn Punkte wert.

Anspieltipps: Touch Me, Wishful Sinful, The Soft Parade, Whiskey Mystics And Men





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