Dienstag, 20. August 2013

Syd Barrett – Opel




Syd Barrett – Opel


Besetzung:

Syd Barrett – guitars, vocals, bass, percussion


Gastmusiker:

Mike Ratledge – organ (2)
Hugh Hopper – bass (2)
Robert Wyatt – drums (2)


Label: EMI / Harvest


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Opel (6:27)
2. Clowns & Jugglers (3:28)
3. Rats (3:13)
4. Golden Hair (Instrumental) (1:44)
5. Dolly Rocker (3:01)
6. Word Song (3:20)
7. Wined And Dined (3:04)
8. Swan Lee (Silas Lang) (3:14)
9. Birdie Hop (2:30)
10. Let's Split (2:23)
11. Lanky (Part One) (5:32)
12. Wouldn't You Miss Me (Dark Globe) (3:00)
13. Milky Way (3:07)
14. Golden Hair (Instrumental) (1:56)


Bonus Tracks:

15. Gigolo Aunt (Take 9) (4:02)
16. It Is Obvious (Take 3) (3:45)
17. It Is Obvious (Take 5) (3:07)
18. Clowns & Jugglers (Take 1) (3:33)
19. Late Night (Take 2) (3:19)
20. Effervescing Elephant (Take 2) (1:29)

Gesamtspieldauer: 1:05:14




Das 1988 erschienene Werk „Opel“ stellt nach den beiden Veröffentlichungen von 1970 nicht das dritte Studio-Album Syd Barretts dar, sondern enthält Aufnahmen aus den Jahren 1968 bis 1970. Diese wurden zum Teil bereits auf „The Madcap Laughs“ und „Barrett“ veröffentlicht, liegen auf „Opel“ dann allerdings in alternativer Version vor oder stellen, wie in acht weiteren Fällen, bisher unveröffentlichtes Material dar. Dies trifft jedoch nicht auf „Clowns & Jugglers“ zu, denn hierbei handelt es sich lediglich um eine alternative Version des Songs „Octopus“ vom Album „The Madcap Laughs“.

Im Grunde genommen hört man auf „Opel“ eine Ansammlung von Ideen, die meist völlig unausgegoren sind. Wenn man es gut meint, dann kann man das auch als Demo-Versionen bezeichnen. Die Lieder bestehen häufig nur aus dem Gesang Syd Barretts untermalt mit manchmal überaus schrägen und falsch klingenden Gitarrenakkorden. Da allerdings auch der Gesang häufig den Ton nicht trifft, entsteht ein wirres und sehr gewöhnungsbedürftiges Gesamtwerk, was so ohne weiteres nicht mit „normaler“, auf CD gebrannter oder auf Platte gepresster Musik vergleichbar ist.

Interessant ist lediglich der Titel „Lanky (Part One)“, bei dem ein wenig eine gewisse „Interstellar Overdrive“-Stimmung aufkommt. Gar nicht überraschend ist dabei, dass dieser Titel nur ein Jahr nach „The Piper At The Gates Of Dawn“ mit eben jenem „Interstellar Overderive“ aufgenommen wurde.

Erneut, wie auf den offiziellen Alben Syd Barretts, gibt es auch auf „Opel“ Studiounterhaltungen zu hören, die sowohl bei den Bonus-Tracks wie auch bei einigen, ursprünglich auf der Platte vorhanden Titeln nicht weggeschnitten wurden. Das lässt das ganze Album noch ein wenig schräger und auch experimenteller erscheinen.

Fazit: Nur etwas für eingefleischte Syd Barrett Fans und mit Abstrichen noch für Pink Floyd Freunde. Hätte es nicht die erste Platte Pink Floyds mit einem begnadeten Songschreiber Syd Barrett gegeben, dann würde es dieses Album hier nicht geben, denn wirklich hörenswert ist darauf nichts mehr und jeder Hörer, der von der Geschichte des ehemaligen Pink Floyd Musikers noch nichts gehört hat, wird zumindest sehr überrascht sein über das, was sie oder er hier auf „Opel“ geboten bekommt. Vielleicht ist die Musik aber auch noch interessant für Wissenschaftler, die ergründen wollen, was LSD mit einem Gehirn so alles anstellen kann. Mehr kann ich mir echt nicht vorstellen. Vier Punkte.

Anspieltipps: Swan Lee (Silas Lang), Lanky (Part One)





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