Montag, 19. August 2013

New Model Army – Eight




New Model Army – Eight


Besetzung:

Justin Sullivan – vocals, guitars, keyboards, bass, harmonica on “You Weren’t There”
Michael Dean – drums, percussion, backing vocals
Dean White – keyboards, guitars, bass, programming and manuals
Nelson – bass, percussion
Dave Blomberg – guitars


Gastmusiker:

Mark Feltham – harmonica on “Someone Like Jesus” and “Wixam”


Label: Attack Attack (Records) Ltd.


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Alternative, Independent, Rock


Trackliste:

1. Flying Through The Smoke (3:14)
2. You Weren't There (3:36)
3. Orange Tree Roads (3:56)
4. Someone Like Jesus (6:37)
5. Stranger (3:36)
6. R&R (3:37)
7. Snelsmore Wood (4:15)
8. Paekakariki Beach (4:44)
9. Leeds Road 3 a.m. (5:19)
10. Mixam (3:32)
11. Wipeout (4:13)

Gesamtspieldauer: 46:38




Kurz mit „Eight“ bezifferte die Band New Model Army ihr achtes Studioalbum, welches im Jahr 2000 erschien. Und wer auf handwerklich perfekt gemachten Rock steht, der sollte sich diese Scheibe unbedingt zulegen. Hier gibt es die treibenden Beats genauso, wie die ruhigeren Abschnitte, die Songs zum Mitwippen, genau wie die sehr nachdenklichen Momente in der Musik.

Das Album fängt in den ersten Takten mit „Flying Through The Smoke“ orientalisch klingend an, um dann gleich ordentlich los zu rocken. Eine tolle und treibende Nummer, die das Album eröffnet. Im Anschluss daran folgt mit „You Weren't There“ gleich einer der Höhepunkte der Platte. Ein ruhiges und langsames Lied, mit einem tollen Text. Melodiösität bis in den hintersten Winkel des Songs. Ein schöner Kontrast zum Opener und auch das Mundharmonika-Spiel des Justin Sullivan erzeugt hier eine schöne und doch fast schon verzweifelte Stimmung.

Nun, der Schwerpunkt des Albums liegt auf dem Wechsel. „Orange Tree Roads“ rockt und groovt wieder mit einer sehr eingängigen Melodie. Im Anschluss daran folgt eines der bewegendsten Lieder in der Bandgeschichte von New Model Army: „Someone Like Jesus“. Den Text muss man sich als Hörer unbedingt zu Gemüte führen. Einfach der Wahnsinn und sehr ergreifend.

Die Regelmäßigkeit in der Anordnung der Lieder wird fortgesetzt. „Stranger“ ist erneut ein ERocktitel – allerdings das nun folgende „R&R“ ebenso, hier wird jetzt ordentlich Fahrt aufgenommen und zwar ziemlich kompromisslos. Erst „Snelsmore Wood“ ist wieder ein ruhigerer Song, der hauptsächlich von der akustischen Gitarre und natürlich dem eindringlichen Gesang des Justin Sullivan dominiert wird. Auch „Paekakariki Beach“ ist ein „stillerer“ und langsamerer Titel, der allerdings nicht ganz so melodiös klingt wie die Vorgänger.

„Leeds Road 3 a.m.“ beginnt, der Tageszeit entsprechend, fast schon unheimlich, nimmt dann allerdings etwas an Geschwindigkeit zu, ohne jedoch richtig zu rocken. Sehr viel Atmosphäre versprüht dieser Titel, ebenfalls ein Höhepunkt auf dem Album. Es folgt mit „Mixam“ Rhythmik pur und schließlich wird das Album mit der zunächst sehr sphärischen und stillen, dann rockigen Nummer „Wipe Out“ beendet.

Fazit: Im Grunde genommen hätte ich hier fast jedes Lied als Anspieltipp angeben können, denn Ausfälle gibt es auf „Eight“ nicht. Das Album stellt nicht die Erfindung des Alternative Rocks dar, präsentiert ihn aber auf einem sehr hohen Niveau. Für alle, die eingängigen und vor allen Dingen abwechslungsreichen Rock lieben, die ideale Anschaffung. Und wenn sich dann noch jemand zusätzlich für die Texte der Lieder interessiert, die hier eben keine Liebeslieder sind, dann stellt dieses Album „Eight“ eine unbedingte Kaufempfehlung dar. Elf Punkte.

Anspieltipps: You Weren't There, Orange Tree Roads, Someone Like Jesus, Leeds Road 3 a.m.




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