Samstag, 7. September 2013

Get Well Soon – Vexations





Get Well Soon – Vexations


Besetzung (Vexations):

Verena Gropper – vocals, violin
Paul Kenny – drums
Tim Kumpf – bass, vocals
Maximilian Schenkel – guitar
Sebastian Benkler – vocals
Teresa Freund – violin
Daniel Auder – viola
Carolin Wandel – cello
Christoph Moschberger – trumpet, flügelhorn
Christian Ehringer – trumpet, flügelhorn
Felix Fromm – trombone
Roland Vanacek – tuba, susaphone
Liz Riches – narrater
Nina Haas – vocals
Maike Rosa Vogel – vocals
Jan-Ole Gerster – vocals
Mia Diekow – vocals
Marcus Wuest – additional drums
Konstantin Gropper – everything else


Besetzung (Songs For / From Films):

Wallis Bird – guest vocals on „Teenage FBI“
Nina Haas – raconteuse à „Good Friday“
Konstantin Gropper – everything else


Label: City Slang


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Pop, Folk, Filmmusik


Trackliste:

CD1 (Vexations):

1. Nausea (3:13)
2. Seneca's Silence (4:21)
3. We Are Free (4:18)
4. Red Nose Day (4:33)
5. 5 Steps / 7 Swords (4:32)
6. We Are Still... (1:07)
7. A Voice In The Louvre (5:32)
8. Werner Herzog Gets Shot (3:46)
9. That Love (5:49)
10. Aureate! (4:33)
11. We Are Ghosts (4:20)
12. A Burial At Sea (6:34)
13. Angry Young Man (4:51)
14. We Are The Roman Empire (5:00)

Gesamtspieldauer CD1: 1:02:28


CD2 (Songs For / From Films):

1. Teenage FBI (4:52)
2. Busy Hope (3:12)
3. La Chanson D'Hélène (3:46)
4. The World Needs A New... (4:16)
5. Harmour Love (4:09)
6. My Door (3:38)
7. I'm Deranged (4:02)
8. Good Friday (4:44)

Gesamtspieldauer CD2: 32:37

Gesamtspieldauer CD1 & CD2: 1:35:06




Hier sind beide Cover des Albums aufgeführt, da die CD auch in diesen zwei Editionen ausgeliefert wird. Bei ersterer handelt es sich um die Deluxe-Edition, die zusätzlich zum Album „Vexations“ noch die Filmmusik des Konstantin Gropper enthält, welche er zu einigen Produktionen beisteuerte. Wer auf künstlerisch bearbeitete CD-Cover steht oder auch Sammler ist, dem kann man diese Deluxe-Version nur ans Herz legen. Sie ist wie ein kleines Buch gestaltet, mit allen Lied-Texten und einigen feinen Zeichnungen. Das Ganze passt allerdings nur recht schlecht zwischen die anderen CD’s, es ragt weit heraus, dafür ist es jedoch etwas Besonderes und wahrlich schön gestaltet.

Nun zur Musik auf „Vexations“. Diese ist durchaus vergleichbar mit dem Erstlingswerk von Get Well Soon - beziehungsweise Konstantin Gropper. Erneut gibt es hier wieder jede Menge ruhiger, nachdenklicher Musik zu hören, die hauptsächlich für die etwas stilleren Stunden des Lebens gedacht ist. Wer solche Musik mag, die dieses Mal offensichtlich deutlich weniger von der Musik anderer Länder beeinflusst wurde, der wird auch hier seine Favoriten entdecken.

Das Debut „Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon“ ist dabei sogar noch ein wenig eingängiger, als dieses zweite Album von Get Well Soon – auch wenn man bereits dort feststellen musste, dass es einiger Durchläufe der CD bedurfte, um richtig in diese Musik eintauchen zu können. Trotzdem war dieses erste Werk doch noch ein wenig massentauglicher geartet, als das zweite Album des Konstantin Gropper. Die einzelnen Titel benötigen hier noch ein wenig mehr Zeit, um den Hörer zu treffen, um so richtig Eindruck hinterlassen zu können. Noch mehr gilt das übrigens für die Zusatz-CD auf der Deluxe-Edition. Diese Lieder, allesamt Filmmusik, schaffen es dabei nur schwerlich gleich beim Hörer zu punkten, auch wenn David Bowie und Brian Eno zum Teil ihre Finger mit im Spiel hatten. Oftmals so gar nicht mehr eingängig, bedarf es hier noch ein paar Durchgänge mehr, um in der Musik richtig ankommen zu können.

Die CD „Vexations“ selbst lohnt sich für alle diejenigen unter den Musikhörern, die das Besondere in der Musik suchen. Hier gibt es keinen Allerwelts-Pop zu hören, sondern wahrlich spannende und intelligente Musik, die sich dem Konsumenten zwar meist noch nicht beim ersten Hören erschließt, dann allerdings immer mehr seine Feinheit, Melodiösität und man möchte fast sagen, seine Intelligenz offenbart. Keine einfache Musik, komplexer in seinem Aufbau, häufig ruhig gehalten, selten treibend und dabei stets ein wenig schwermütig, manches Mal sogar traurig wirkend. Dazu tragen nicht zuletzt die vielen Streicher bei, die die in den einzelnen Titeln vorhandene Dichte und Schwere noch zusätzlich untermalen.

Fazit: „Get Well Soon“ ist Musik für die stillen Momente des Lebens. Das ist definitiv keine Stimmungsmusik. Manche Menschen benötigen so etwas ab und an, andere werden damit gar nichts anfangen können. Ist das Ohr des Hörers jedoch offen, für auch häufig mal ganz leise Töne, so sei ihm „Vexations“ wärmstens empfohlen. Und kennt man „Vexations“, möchte sich der süßen Melancholie hingeben und sucht Musik, um dieses Gefühl noch zu unterstreichen – ich bin sicher, das Einlegen dieser CD kommt dabei in die ganz enge Wahl. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Seneca's Silence, We Are Free, Aureate!, We Are Ghosts, Angry Young Man





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