Freitag, 6. September 2013

Munly & The Lee Lewis Harlots – Munly & The Lee Lewis Harlots




Munly & The Lee Lewis Harlots – Munly & The Lee Lewis Harlots


Besetzung:

Munly Munly – ohne Instrumentenangabe
Paul Bradley – ohne Instrumentenangabe
Jeff Linsenmaier – ohne Instrumentenangabe
Robert Ferbrache – ohne Instrumentenangabe
Elin Palmer – ohne Instrumentenangabe
Frieda Stalheim – ohne Instrumentenangabe
Rebecca Vera – ohne Instrumentenangabe


Label: Alternative Tentacles Records; Smooch Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Alternative Country, Alternative Rock


Trackliste:

1. Amen Corner (4:01)
2. Big Black Bull Comes Like A Caesar (6:45)
3. Old Service Road (3:56)
4. Another Song About Jesus, A Wedding Sheet, And A Bowie Knife (5:39)
5. Cassius Castrato The She-Male Of The Mens Prison (5:16)
6. Ragin' Cajun' (4:21)
7. Song Rebecca Calls, That Birdcage Song, Which Never Was Though Now Kind Of Is Because Of Her Influence... (6:14)
8. Goose Walking Over My Grave (5:41)
9. The Leavening Of The Spit-Bread Girls (3:08)
10. A Gentle Man's Jihad (5:05)
11. The Denvor Boot Redux (5:38)
12. Of Silas Fauntleroys Willingness To Influence The Panel (3:36)
13. Jacob Dumb (4:41)
14. My Second Salvation Army Choir (5:39)
15. River Forktine Tippecanoe (7:29)

Gesamtspieldauer: 1:17:07





Jay Munly ist ein Sänger, Songschreiber und Gitarrist aus Denver, Colorado, der im Jahr 2004 unter dem Titel „Munly & The Lee Lewis Harlots” bereits sein fünftes Album veröffentlichte. Das Ganze läuft unter der Überschrift “Alternative Country” hat mit diesem Genre allerdings, bis auf das ab und an auftauchende Banjo oder eine nach Fidel klingende Violine, nur am Rand etwas zu tun. Viel eher handelt es sich bei dem Album „Munly & The Lee Lewis Harlots” um Alternative Rock und zwar in einer sehr spannenden Ausführung.

Mal klingt es rockiger, ein anderes Mal sehr harmonisch, ruhig und melodiös, immer allerdings ist die Musik eingängig und bahnt sich zügig ihren Weg in das Musikzentrum des Hörers. Und auch der Spaß kommt dabei nicht zu kurz, was bei Titeln wie „Song Rebecca Calls, That Birdcage Song, Which Never Was Though Now Kind Of Is Because Of Her Influence...“ oder aber „Cassius Castrato The She-Male Of The Mens Prison“ auch nicht allzu überraschend ist. Und es ist ebenso nicht weiter verwunderlich, dass man „Cassius Castrato“ bei letztgenanntem Song auch trefflich singen hört.

Die Musik ist überaus abwechslungsreich, wird nie langweilig, sondern ganz im Gegenteil, sie bleibt immer spannend. Das liegt nicht zuletzt daran, dass kein Lied dem anderen gleicht. Das verbindende Element ist auf der Platte der Gesang Jay Munlys, der zwar auch, wie bereits erwähnt, sich mal kastratisch anhören kann, öfters allerdings auch an die Stimme David Eugene Edwards erinnert, womit dann doch der Brückenschlag zum Alternative Country gelungen wäre.

Ebenfalls ein verbindendes Element stellt die Violine beziehungsweise die Violinen dar, die häufig zum Einsatz kommen und dabei mitunter auch mal fast schon experimentell gespielt werden. Dabei wird es jedoch nur sehr selten mal ein wenig atonal, uneben oder schräg, allerdings werden damit Ecken und Kanten eingefügt, die die Musik auf „Munly & The Lee Lewis Harlots” unverwechselbar und noch interessanter werden lassen.

Fazit: Auch wenn das Genre Alternative Country nur gestreift wird, so werden Liebhaber solcher Musik mit diesem Album etwas für sich finden. Auch Freunde des Alternative Rock kommen auf ihre Kosten sowie all jene, die sich für Musik jenseits des Mainstream interessieren. Musik also für solche Hörer, die der Musik lieber zuhören, als sie im Hintergrund dudeln zu lassen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Goose Walking Over My Grave, The Leavening Of The Spit-Bread Girls





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