Sonntag, 1. Dezember 2013

Iggy Pop – Avenue B




Iggy Pop – Avenue B


Besetzung:

Iggy Pop – vocals, keyboards, guitar


Gastmusiker:

David Mansfield – violin, viola
Hal Cragin – bass, synth bass
Larry Mullins – drums, vibes, table, 808
Michael Chaves – keyboards
John Medeski – hammond b3, wurlitzer piano
Billy Martin – drums
Chris Wood – bass
Lenny Castro – percussion
Whitey Kirst – guitar
Andrew Scheps – loop stuff
Don Was – slide guitar
Pete Marshall – guitar


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. No Shit (1:21)
2. Nazi Girlfriend (3:00)
3. Avenue B (5:21)
4. Miss Argentina (4:15)
5. Afraid To Get Close (1:02)
6. Shakin' All Over (4:36)
7. Long Distance (4:57)
8. Corruption (4:24)
9. She Called Me Daddy (1:53)
10. I Felt The Luxury (6:32)
11. Español (4:12)
12. Motorcycle (2:43)
13. Facade (5:29)

Gesamtspieldauer: 49:43




Sechzehn Solo-Alben hat Iggy Pop, der mit bürgerlichem Namen eigentlich James Newell Osterberg Jr. heißt, bisher veröffentlicht. „Avenue B“ ist das zwölfte in dieser Reihe. Und es ist ein sehr abwechslungsreiches Album geworden, auf dem sehr sphärische Töne gleichberechtigt neben Rock’n’Roll, Sprechgesang und Pop-Liedern zu hören sind.

Gerade dieser Stilmix sorgt für jede Menge Abwechslung und trägt dazu bei, dass sich Langeweile erst gar nicht einstellen kann. Zwar benötigt man mehrere Durchläufe der CD, damit diese auch in all ihren verschiedenen Facetten wirken kann, dann allerdings bleiben die Lieder auch längerfristig hängen. Zwar rockt Iggy Pop immer wieder auch auf dieser Scheibe, der Schwerpunkt liegt bei „Avenue B“ jedoch ganz deutlich auf den ruhigeren und nachdenklicheren Tönen. Vieles klingt hier sentimental bis melancholisch. Dabei ist es durchaus lohnenswert, sich auch mal die Texte etwas genauer zu Gemüte zu führen. Denn dabei handelt es sich keineswegs um 08/15-Liebesschmalz-Kalauer, sondern durchaus um Inhalte mit Tiefgang, die sich oft mit seiner Sicht der Dinge, zu der Zeit 52-jährig, beschäftigen. Allerdings steht der Aufdruck „Explicit Content“ nicht umsonst groß links unten auf dem CD-Cover.

Die Stimme des Iggy Pop trägt ebenfalls – wie immer – sehr zum Hörerlebnis auf „Avenue B“ bei. Sehr viel Wärme strömt diese bei den ruhigeren Songs aus, kann dann jedoch bei den rockigeren Stücken wie zum Beispiel „Corruption“ auch überaus aggressiv und hart klingen. Auch hier macht es die Diversität, die das Gesamtbild überaus spannend werden lässt.

Fazit: „Avenue B“ hat nichts mit Punk oder den Stooges zu tun. „Avenue B“ ist anders, wie Vieles von Iggy Pop. Immer wieder schafft es der Amerikaner seine Zuhörer zu überraschen. So auch auf diesem Album, auf dem zwar die sanfteren Töne überwiegen, jedoch auch der Rock-Freund auf seine Kosten kommt. Dazu diese Erzählpassagen und fertig ist ein Album, welches irgendwie nicht so einheitlich aus den Boxen kommen will, dafür jedoch überraschende Wendungen aufweist und mit jedem weiteren Hören noch wächst. Neun Punkte.

Anspieltipps: Nazi Girlfriend, Miss Argentina




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