Freitag, 13. Dezember 2013

John Cougar Mellencamp – American Fool




John Cougar Mellencamp – American Fool


Besetzung:

John Cougar – lead vocals


Gastmusiker:

Larry Crane – guitar, background vocals
Mike Wanchic – guitar, background vocals
Kenny Aronoff – drums
George "Chocolate" Perry – bass


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Mainstream Rock, AOR


Trackliste:

1. Hurts So Good (3:42)
2. Jack & Diane (4:16)
3. Hand To Hold On To (3:26)
4. Danger List (4:29)
5. Can You Take It (3:35)
6. Thundering Hearts (3:40)
7. China Girl (3:35)
8. Close Enough (3:39)
9. Weakest Moments (4:07)

Gesamtspieldauer: 34:28




„American Fool“ nannte der Amerikaner John Cougar Mellencamp sein fünftes und auch erfolgreichstes Album, welches 1982 erschien. Der Sänger veröffentlichte seine Platten mal unter dem Namen John Cougar, dann wieder unter John Mellencamp oder aber auch John Cougar Mellencamp ist in seinem Repertoire. Dieses hier erschien unter dem Namen John Cougar. Und zu hören gibt es auf „American Fool“ amerikanischen Mainstream Rock in Reinkultur. „Adult Oriented Rock“, also AOR ist dafür auch ein passender Begriff.

So reiht sich auf der Scheibe Rock-Song an Rock-Song, die alle austauschbar erscheinen. Die Texte handeln zum großen Teil von der Liebe und schmachten vor sich hin. Alles ist relativ einfach konstruiert, durchaus eingängig und trachtet danach, dem Hörer möglichst schnell ins Ohr zu gehen. Das schaffen die Lieder auch, allerdings ist das mehr ein „Passieren“. Denn genauso schnell, wie man die Lieder aufnimmt, genauso schnell hat man sie auch wieder vergessen. Da gibt es nichts „Greifbares“, welches sich länger im Gehirn des Hörers festzusetzen weiß. Die einzelnen Titel haben durchweg eine gewisse „Härte“, sodass man wahrlich nicht von Pop-Musik, sondern viel mehr von Rock-Musik sprechen muss. Die Ausnahme aus diesem Einheitsbrei stellt dabei der letzte Song „Weakest Moments“ dar, der eher eine Ballade als einen Rock-Song darstellt. Durchaus noch gelungen.

Aber noch ein Lied gilt es hier ein wenig herauszuheben: „Jack & Diane“. Diese Nummer hat das gewisse Etwas, welches beim Musikkonsumenten hängenbleibt. Der Titel ist rockig und melodiös und hat das Potential sich durchaus längerfristig im Musikzentrum des Hörers zu verankern. Und er ist gleichzeitig auch eines der bekanntesten, wenn nicht sogar das bekannteste Lied des John Cougar Mellencamp, welches auch einen nicht unerheblichen Anteil daran hatte, dass sich die Platte so gut verkaufte. Leider aber die Ausnahme und das einzige wirkliche Highlight auf „American Fool“.

Fazit: Wenn Belanglosigkeit in der Musik exemplarisch dargestellt werden sollte, dann wäre „American Fool“ von John Cougar ein heißer Anwärter dafür, hier als Beispiel Erwähnung zu finden. Okay, zwei Ausnahmen gibt es und eine davon ist mit „Jack & Diane“ sogar richtig gut gelungen. Das war es allerdings auch bereits. Die anderen Titel sind Lieder, die einen zwar nicht dazu zwingen, ganz schnell das Zimmer verlassen zu müssen, allerdings nicht nachhallen, keine Spuren hinterlassen – belanglos eben. Sich allerdings mit Musikhören zu langweilen, kann nicht der Sinn des Musikhörens sein. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Jack & Diane, Weakest Moments



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