Samstag, 14. Dezember 2013

Mike Oldfield – Crisis




Mike Oldfield – Crisis


Besetzung:

Mike Oldfield – guitars, fairlight, oberheim, dsx & dmx, simmons drums, bass, piano, prophet, farfisa, harp, mandolin, quantec room simulator, roland strings, adamus, acoustic bass, bells, tambourine, shaker, banjo, vocals


Gastmusiker:


Phil Spalding – bass
Anthony Glynne – guitars
Rick Fenn – guitars
Simon Phillips – drums, shaker, finger snaps, bells, tambourine, boots
Maggie Reilly – vocals
Jon Anderson – vocals
Pierre Moerlen – vibraphone, percussion
Roger Chapman – vocals
Tim Renwick – guitars
Tim Cross – keyboards
Morris Pert – percussion, keyboards
Barry Palmer – vocals


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1983; Deluxe Edition 2013


Stil: Instrumentalmusik, Pop


Trackliste:

1. Crises (20:58)
2. Moonlight Shadow (3:39)
3. In High Places (3:34)
4. Foreign Affair (3:54)
5. Taurus 3 (2:26)
6. Shadow On The Wall (3:14)


Bonus Tracks (30th Anniversary Edition):

7. Moonlight Shadow (3:37)
8. Shadow On The Wall (3:24)
9. Mistake (2:57)
10. Crime Of Passion (4:12)
11. Jungle Gardenia (2:47)
12. Moonlight Shadow (5:17)
13. Shadow On The Wall (5:10)

Gesamtspieldauer: 1:05:07




Nach den ersten Hitparadenerfolgen mit „Five Miles Out“ legte Mike Oldfield gleich im darauffolgenden Jahr mit „Crises“ nach. Die Hits dieses Albums, welches 1983 erschien, hießen „Moonlight Shadow“, erneut gesungen von Maggie Reilly und „Shadow On The Wall“, wobei hier Roger Chapman den Titel einsang. Aber diese beiden Musiker waren nicht die einzigen bekannten Protagonisten, die sich auf diesem Album mit ihrer Stimme verewigten. Auch Jon Anderson von Yes ist zu hören und zwar beim Titel „In High Places”.

Das Album hat allerdings so gar nichts mehr mit progressivem Rock zu tun. Das, was auf “Crises” zu hören ist, das ist Pop-Musik, die manchmal auch ein wenig in die Richtung Rock abdriftet, wie beim bereits erwähnten Stück “Shadow On The Wall” mit Roger Chapman und zum Teil auch im Titeltrack. Was man den einzelnen Liedern dabei wahrlich nicht absprechen kann, ist die Eingängigkeit und Melodiösität, die vielen der Titel innewohnt. Nicht anders lässt sich auch der große Erfolg der Platte erklären.

Und klar, irgendetwas haben die Songs auch. Das kann man alles sehr gut anhören, manchmal nervt ein wenig dieser Plastik-Sound, der vielen der Lieder anhängt, aber die Nummern gehen nichtsdestotrotz schnell ins Ohr. Etwas Besonderes ist das allerdings aber auch nicht mehr. Genauso wenig wie der Titelsong “Crises”, von dem man alleine aufgrund der Länge vermuten würde, dass er in der Tradition Mike Oldfields durchaus dem Progressive Rock hinzuzuzählen wäre. Ist er aber nicht. Die Länge macht es hier nicht aus. Das Lied ist eher eine Instrumentalnummer, die nicht so recht weiß, was sie eigentlich will. Überaus langweilig und langatmig. Das Stück schafft es einfach nicht, den Hörer einzufangen. Das wirkt alles etwas konstruiert und auf die Schnelle hinzugefügt. Man erkennt dabei zwar, dass es ein Mike Oldfield Stück ist, was durch den Gitarrensound absolut unüberhörbar ist, aber interessanter wird der Titel dadurch leider auch nicht.

Zum 30. “Geburtstag” des Albums gibt es 2013 eine erweiterte Version von “Crises”. Neu abgemischt und mit einigen Zugaben versehen, die sich allerdings häufig als alternative Versionen der beiden Hits des Albums herausstellen. Dazu gesellt sich mit “Mistake” eine weitere Pop-Nummer, die dieses Mal allerdings auch nicht gelungen ist. “Jungle Gardenia” ist eine Art Chill-Out-Stück und lediglich “Crime Of Passion” kann hier wieder als Pop-Lied überzeugen. Hier singt Barry Palmer und dieser Song schafft es dann auch wieder besser hängenzubleiben.

Fazit: Ein Pop-Album mit einem Longtrack stellt „Crises“ dar. Eingängig allerdings nicht unbedingt essentiell. Mike Oldfield hat deutlich schlechtere Platten veröffentlicht. Jedoch auch schon deutlich bessere Scheiben. Somit liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Wer auf guten gemachten und melodiösen Pop steht, der kann mit dieser Platte wahrlich nichts falsch machen. Wer den Mike Oldfield von seinen Wurzeln her liebt, der wird wahrscheinlich beim Hören so seine Schwierigkeiten haben. Acht Punkte.

Anspieltipps: Moonlight Shadow, In High Places, Shadow On The Wall



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