Montag, 23. Dezember 2013

Strawbs – Grave New World




Strawbs – Grave New World


Besetzung:

Dave Cousins – lead vocals, backing vocals, acoustic guitar, electric guitar, dulcimer, recorder
Tony Hooper – lead vocals, backing vocals, acoustic guitar, autoharp, tambourine
Blue Weaver – organ, piano, harmonium, mellotron, clavioline
John Ford – lead vocals, backing vocals, bass guitar, acoustic guitar
Richard Hudson – backing vocals, drums, sitar, tablas


Gastmusiker:

Trevor Lucas – backing vocals on "Benedictus"
Anne Collins – backing vocals on "Benedictus"


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Folk Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Benedictus (4:25)
2. Hey, Little Man ... Thursday's Child (1:06)
3. Queen Of Dreams (5:32)
4. Heavy Disguise (2:53)
5. New World (4:13)
6. Hey, Little Man ... Wednesday's Child (1:07)
7. The Flower And The Young Man (4:18)
8. Tomorrow (4:49)
9. On Growing Older (1:56)
10. Ah Me, Ah My (1:26)
11. Is It Today, Lord? (3:08)
12. The Jorney's End (1:46)
13. Here It Comes (2:44)
14. I'm Going Home (3:16)

Gesamtspieldauer: 42:39




„Grave New World“ ist das vierte offizielle Studio-Album der englischen Band Strawbs. Und wieder einmal hatte es eine Umbesetzung gegeben. Rick Wakeman hatte die Strawbs wieder verlassen und sich Yes angeschlossen, um dort gleich mit dem ersten Wurf das Meisterwerk „Close To The Edge“ zu veröffentlichen. Nun Progressive Rockmusik findet sich auf „Grave New World“ nur am Rande, auch wenn dieses Genre ebenfalls immer wieder ein klein wenig bedient wird.

Andeutungen beziehungsweise Ansätze zu diesem Musikstil gibt es bei den Titeln „Queen Of Dreams“, „Heavy Disguise“, „Tomorrow“ und auch noch ein klein wenig auf „New World“. Sehr melodischer Progressive Rock ist das dann allerdings. Deutlich mehr im Fokus steht da schon die Folk-Musik, die jedoch so gar nichts mit der Musik eines Bob Dylan gemein hat. Sehr viel eher handelt es sich bei den Strawbs um die englische Ausprägung dieses Musikstils.

Die einzelnen Titel sind dabei überaus melodiös und gehen bereits nach wenigen Malen des Hörens in das Langzeitgedächtnis des Musikzentrums über. Alles wirkt sehr harmonisch und in sich geschlossen und die großen Stärken besitzt das Album wahrlich, wenn diese beiden eben erwähnten Musikstile miteinander verwoben werden. Den beiden „Hey, Little Man …“-Stücken fehlt jedoch zum Beispiel diese Abwechslung, genau wie „On Growing Older” wodurch diese Nummern zwar ebenfalls überzeugend klingen, allerdings könnte man das auch mit „ganz nett“ umschreiben, da ihnen das gewisse Etwas, was mitunter einen Song ausmacht, einfach abgeht.

Dann gibt da auch noch so eine Spielerei wie „Ah Me, Ah My“, was wie eine Persiflage aus einem Film der 50er Jahre klingt. Wahrlich nicht unbedingt Musik, die zum Rest der Platte passen will, jedoch auf seine Art sehr witzig. Auch „Is It Today, Lord?” unterscheidet sich von den anderen Liedern. Zwar kann man dies durchaus auch noch als Folk durchgehen lassen, allerdings spielt hier die Sitar eine ganz zentrale Rolle, sodass auch dieser Song zum breiten Spektrum auf „Grave New World“ beiträgt.

Fazit: Mich erinnern die Strawbs auf “Grave New World” immer wieder an Barclay James Harvest zu deren Anfängen, als diese noch nicht diese Hitparaden-Combo waren. Die Musik kann hier bei den Strawbs wahrlich überzeugen, die Platte ist abwechslungsreich und immer auch spannend. Neben den leisen Tönen haben die Musiker auch rockige Töne zugelassen, wie beim tollen „Tomorrow“, sodass ein abwechslungsreiches Album entstand, was überaus hörenswert ist. Elf Punkte.

Anspieltipps: Queen Of Dreams, Heavy Disguise, New World, Tomorrow



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