Mittwoch, 8. Januar 2014

David Bowie – David Bowie






David Bowie – David Bowie


Besetzung:

David Bowie – vocals, guitar, etc.


Gastmusiker:

Jede Menge, nicht weiter aufgeführte Musiker.


Label: DERAM (Universal)


Erscheinungsdatum: 1967 (1975, 1997, 2010)


Stil: Pop


Trackliste:

1. Rubber Band (Single Version) (2:05)
2. The London Boys (3:23)
3. The Laughing Gnome (3:03)
4. The Gospel According To Tony Day (2:50)
5. Uncle Arthur (2:10)
6. Sell Me A Coat (3:01)
7. Rubber Band (2:20)
8. Love You Till Tuesday (3:12)
9. There Is A Happy Land (3:15)
10. We Are Hungry Men (3:00)
11. When I Live My Dream (3:24)
12. Little Bombardier (3:27)
13. Silly Boy Blue (3:53)
14. Come And Buy My Toys (2:10)
15. Join The Gang (2:20)
16. She's Got Medals (2:26)
17. Maid Of Bond Street (1:45)
18. Please Mr. Gravedigger (2:40)
19. Love You Till Tuesday (Single Version) (3:02)
20. Did You Ever Have A Dream (2:09)
21. Karma Man (3:06)
22. Let Me Sleep Beside You (3:27)
23. In The Heat Of The Morning (2:59)
24. Ching-A-Ling (2:05)
25. Sell Me A Coat (Remixed Version) (2:54)
26. When I Live My Dream (Version 2) (3:52)
27. Space Oddity (Original Version) (3:47)

Gesamtspieldauer: 1:17:42




Drei Cover, im Grunde genommen eine Platte, die sich allerdings trotzdem in ihren Zusammenstellungen beziehungsweise Anordnungen der Lieder unterscheiden. Das ursprünglich 1967 veröffentlichte erste Album David Bowies mit selbigem Titel, beinhaltete insgesamt vierzehn Lieder. Auf den Nachveröffentlichungen und Zusammenstellungen der damaligen Zeit wurden diese noch um weitere, bisher nicht auf einem Album erschienene Singles erweitert. Bei „Images“ handelt es sich um eine Doppel-LP, die wohl nie auf CD erschienen ist, ohne zusätzliche Mixe auskommt, dafür beim Aufklappen des Covers mit sehr fantasievollen Comic-Bildern aufwartet, welche jeweils einem Lied entsprechen. „The Deram Anthology 1966-1968“ ist dagegen ziemlich deckungsgleich mit der remasterten und erweiterten Version vom Album „David Bowie“. Unterschiede finden sich in der Art der „alternativ“ hinzugefügten Songs, die beim Album „David Bowie“ auch die Mono-Versionen der Lieder enthalten sowie diverse Mixe und den Titel „London, Bye, Ta Ta“. Währenddessen wird auf „The Deram Anthology 1966-1968“ noch die ursprüngliche Version von „Space Oddity“ wiedergegeben. Deshalb auch das „1966 – 1968“ im Titel des Albums. Alle anderen Lieder entstanden nämlich 1966 oder 1967 und wurden zu dieser Zeit auch veröffentlicht. Die oben angegebene Trackliste zeigt übrigens die Anordnung auf „The Deram Anthology 1966-1968“.

Zur Musik ist zu sagen, dass es sich hierbei um englischen sechziger Jahre Pop handelt, der nicht allzu tiefgründig ist. Ein klein wenig klingt es manchmal auch nach englischsprachigem Schlager, ein anderes Mal dann sehr skurril, wie bei „The Laughing Gnome“ oder „Please Mr. Gravedigger“. Bei ersterem fühlt man sich unweigerlich an das „Lied der Schlümpfe“ mit Vadder Abraham erinnert. Die Musik ist zwar nicht gleich, jedoch „unterhält“ sich David Bowie hier mit einem „Gnom“, der mit seiner Stimme sehr an Donald Duck erinnert. Bei „Please Mr. Gravedigger“ hört man dann Glockengeläut, Donnergrollen, Regen, viel „Gegrabe“, einen verschnupften David Bowie und keine Begleitmusik. Sicherlich experimentell für die damalige Zeit. Auf den beiden CD-Versionen bekommt man David Bowie übrigens in dem Song „Ching-A-Ling“ auch in der Formation „Feathers“ zu hören. Diese bestand kurzfristig aus David Bowie selbst, seiner Freundin Hermione Farthingale (an die auf „Space Oddity“ der Titel „Letter To Hermione“ erinnert) sowie John Hutchinson. Alle Drei singen hier auch und es ist so ein typischer Pop-Titel für die damalige Zeit.

Nun, es findet sich wie bereits erwähnt jede Menge sechziger Jahre Pop auf den Alben. Oftmals nicht sehr weltbewegend, aber durchaus mit einigen Höhepunkten durchsetzt. Da ist zunächst das schöne und getragene „The London Boys“, welches bereits einen Vorgeschmack auf zukünftige Veröffentlichungen des David Bowie macht und stilistisch auch auf „Diamond Dogs“ seinen Platz hätte finden können. Sehr eingängig ist „Rubber Band“, was nicht zuletzt auch an der Instrumentierung mit diversen Bläsern liegt. Hier ist allerdings definitiv die Album-Version besser gelungen, als die Single-Version. Ein tolles und spannendes Stück und auf seine Art außergewöhnlich. In die Richtung Folk geht die Nummer „Come And Buy My Toys“. Wunderbar eingängig und melodiös. Auch sehr gelungen: “In The Heat Of The Morning”. Was zunächst ebenfalls wie ein Pop-Song beginnt, wird im weiteren Verlauf sogar noch ein wenig rockig.

Fazit: Dieses erste Album des David Bowie ist anders, als alles, was da noch folgen sollte. Wer auf 60ies Pop steht, wird viel Spaß an der Scheibe haben. Wer David Bowie Fan ist sollte durchaus auch mal ein Ohr riskieren, denn hier gibt es durchaus Ungewöhnliches des Musikers zu hören. Interessant sind auf jeden Fall die Ansätze, die David Bowie hier bereits seinen Hörern zeigt. Nichts Weltbewegendes – zugegeben, trotzdem irgendwie „nett“. Neun Punkte.

Anspieltipps: The London Boys, Rubber Band, Come And Buy My Toys, She's Got Medals, In The Heat Of The Morning



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