Donnerstag, 9. Januar 2014

Uriah Heep – Demons And Wizards




Uriah Heep – Demons And Wizards


Besetzung:

David Byron – lead vocals
Mick Box – lead guitar, vocals
Ken Hensley – acoustic, electric and slide guitar, vocals, keyboards, percussion
Lee Kerslake – drums, percussion, vocals
Gary Thain – bass guitar
Mark Clarke – bass guitar, lead vocals ("The Wizard")


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. The Wizard (3:03)
2. Traveller In Time (3:27)
3. Easy Livin' (2:38)
4. Poet's Justice (4:18)
5. Circle Of Hands (6:27)
6. Rainbow Demon (4:28)
7. All My Life (2:48)
8. Paradise / The Spell (12:42)

Gesamtspieldauer: 39:51




„Demons And Wizards” nannten die englischen Rocker von Uriah Heep ihr viertes Album, welches 1972 veröffentlicht wurde. Und auch auf dieser Veröffentlichung gibt es wieder jede Menge gut gemachten Hard Rock zu hören, der allerdings nicht mehr diese Höhepunkte bereithält, die man auf den Vorgängerplatten immer wieder finden konnte. Trotzdem hält die Scheibe einige gute Titel parat, die mit jedem weiteren Hören zu schönen Begleitern werden können.

Das bekannteste Stück des Albums ist wohl „Easy Livin'“. Eine treibende und rockige Nummer, die auch mit vom genialen Sound der fetten Orgel Ken Hensleys lebt. Das Stück geht einem sofort in die Beine, die unweigerlich mitwippen möchten. Ebenfalls überaus gelungen ist „Traveller In Time”. Das Lied setzt sich aus sanfteren und sehr rockigen Abschnitten zusammen, ist dabei überaus melodiös und geht schnell ins Ohr. Dies gilt auch für „Circle Of Hands”, wobei hier wieder der Orgel Ken Hensley eine dominierende Rolle zufällt. Gerade in den ruhigeren Passagen kommt auch die Stimme David Byrons klasse zur Geltung. Die Orgel steht auch beim darauffolgenden Song „Rainbow Demon” zunächst im Mittelpunkt. Schwer und kraftvoll wirkt sie hier und es entwickelt sich schließlich eine etwas getragenere und durchaus auch melodiöse Nummer, die sich schnell im Ohr festsetzt.

Den Ausschlag nach unten bildet die vorletzte Nummer „All My Life“. Das wiederum liegt nicht nur an der Musik alleine, die es irgendwie nicht schafft, den Hörer einzufangen. Es ist auch dieser schleimig, schmalzige Text, der einen vor allen gegen Ende des Liedes, nach dem hundertsten „I will love you all my live“, fast schon Reißaus nehmen lässt. Es folgt als letztes Lied, das mit knapp dreizehn Minuten Spieldauer gleichzeitig längste Stück des Albums ist: „Paradise / The Spell”. Auch hier gibt es sehr schöne und begeisternde Abschnitte zu hören, dann allerdings auch wieder Passagen, die einen sehr viel weniger zu packen verstehen. Da gibt es so einen Part, der ein wenig an „Boogie Woogie“ erinnert, so gar nicht zum Rest des Liedes passen will und somit wirkt die Nummer hier auch ein kleinwenig „zusammengestöpselt“ – ist sie wohl auch, da sie sogar zwei verschiedene Titel hat und anscheinend auf späteren Veröffentlichungen durch ein wenig Stille getrennt wurde.

Fazit: Die Höhepunkte gibt es auf „Demons And Wizards“. Dabei auch nur wenig „Ausschussware“ und ein paar Songs, die in die Richtung „Mittelmaß“ tendieren. Trotzdem lohnenswert, für all diejenigen Musikfreunde, die auf etwas härteren Rock der frühen 70er Jahre stehen und natürlich auch für alle Uriah Heep Fans. Neun Punkte.

Anspieltipps: Circle Of Hands, Rainbow Demon



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