Donnerstag, 16. Januar 2014

The Cranberries – No Need To Argue




The Cranberries – No Need To Argue


Besetzung:

Dolores O'Riordan – vocals, electric and acoustic guitars, keyboards
Noel Hogan – electric and acoustic guitars
Mike Hogan – bass guitar
Feargal Lawler – drums and percussion


Gastmusiker:

John And His String Section  strings


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Pop, Rock, Alternative Rock


Trackliste:

1. Ode To My Family (4:31)
2. I Can't Be With You (3:08)
3. Twenty One (3:08)
4. Zombie (5:06)
5. Empty (3:26)
6. Everything I Said (3:53)
7. The Icicle Melts (2:54)
8. Disappointment (4:15)
9. Ridiculous Thoughts (4:32)
10. Dreaming My Dreams (3:36)
11. Yeats' Grave (3:00)
12. Daffodil Lament (6:14)
13. No Need To Argue (2:57)

Gesamtspieldauer: 50:39




Das Lied „Zombie“ kennt wohl jeder. Es war der Hit auf dem zweiten Album der irischen Band Cranberries mit dem Titel „No Need To Argue“. Sicherlich war diese Nummer auch ein Grund dafür, dass die Band mit dieser 1994 erschienenen Platte ihren internationalen Durchbruch feiern konnte. Allerdings ist „Zombie“, welches textlich vom Nordirland-Konflikt handelt, absolut untypisch für „No Need To Argue“. Ist dieser Hit kraftvoll, rockig und treibend, so entsprechen die anderen zwölf Titel auf dem Album eher Adjektiven wie sanft, ruhig und zerbrechlich.

Das beginnt gleich mit dem ersten Lied „Ode To My Family“. Sehr weich, sehr melodiös und getragen kommt hier die Stimme der Dolores O'Riordan wunderschön zur Geltung. Den Background-Gesang hat sie dabei auch noch übernommen, sodass es hier gleich die volle Ladung dieses Gesangs zu hören gibt, der so gerne gegen Ende einer Zeile nach oben wegzukippen, sich zu überschlagen liebt. Sanft wie der Anfang ist auch das Ende der Platte mit dem Titelsong „No Need To Argue“ gestaltet. Hier wird es dann sogar schon minimalistisch in Bezug auf die Instrumentierung. Dolores O'Riordan flüstert fast und diese zerbrechliche Stimme wird nur durch sanfte Orgelklänge untermalt.

Zwischen diesen beiden Titeln gibt es, neben dem bereits erwähnten „Zombie“, noch zehn weitere Songs, die alle in die gleiche verträumte Richtung tendieren. Sanfte, ruhige Musik, meist sehr melancholisch vorgetragen, mitunter sentimental, nur ab und an mal von einem schnelleren oder flotteren Part unterbrochen. So ist „No Need To Argue“ irgendwie ein November-Album, eine Platte für graue Tage, um den eigenen Blues so richtig aufleben zu lassen.

Fazit: Wunderschön verträumt klingt dieses zweite Werk der Cranberries. Dazwischen dann noch so eine rockige Nummer wie „Zombie“. Wahrlich überzeugend das Ganze. Wer auf Melodiösität und Harmonie in der Musik steht, der sollte hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. Elf Punkte.

Anspieltipps: Ode To My Family, Zombie, Daffodil Lament



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