Dienstag, 11. März 2014

Nelly Furtado – Loose




Nelly Furtado – Loose


Besetzung:

Nelly Furtado – vocals


Gastmusiker:

Attitude – vocals
Rusty Anderson – acoustic guitar
David Campbell – conductor
Robert Cani – violin
Luis Conte – percussion
Larry Corbett – cello
Maria DeLeon – violin
Joel Derouin – violin
Danja – drums, keyboard, piano
Hilario Duran – piano
Amen Garabedian – violin
Gerado Hilera – violin
Sharon Jackson – violin
Dean Jarvis – bass guitar
Juanes – acoustic guitar, electric guitar
Suzie Katayama – cello
Peter Kent – violin
Greg Kurstin – keyboard
Jamie Muhoberac – keyboard
Rick Nowels – guitar, keyboard, piano
Blake O – guitar
Luis Orbego – percussion
Stever Richards – cello
Kevin Rudolph – guitar
David Schommer – percussion
Ramón Stagnaro – acoustic guitar, electric guitar
Nisan Stewart – drums
Daniel Stone – percussion
Taku Hirano – percussion
Timbaland – bass guitar, drums, keyboard, percussion
Josefina Vergara – violin
Dan Warner – guitar
Joey Waronker – drums


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 2006


Stil: Dance Pop, Hip Hop


Trackliste:

1. Afraid (3:35)
2. Maneater (4:25)
3. Promiscuous (4:02)
4. Glow (4:03)
5. Showtime (4:16)
6. No Hay Igual (3:36)
7. Te Busque (3:38)
8. Say It Right (3:43)
9. Do It (3:42)
10. In God's Hands (4:54)
11. Wait For You (5:11)
12. Somebody To Love (4:57)
13. All Good Things (Come To An End) (5:11)

Gesamtspieldauer: 55:13




Wenn man viele Jahre Musik hört und auch sammelt, dann kann man es gar nicht umgehen, dass sich auch CD’s und Platten bei einem einfinden, vollgefüllt mit Musik, die im Grunde genommen gar nicht dem eigenen Beuteschema, sprich dem eigenen Geschmack entsprechen. Ein solches Beispiel wäre in meinem Fall „Loose“ von Nelly Furtado, das dritte Studio-Album der kanadischen Sängerin mit portugiesischen Wurzeln aus dem Jahr 2006. Doch auch hier gibt es durchaus etwas zu entdecken.

Wenn man die Platte so durchhört, dann bekommt man schon einen gewissen Stil-Mix auf die Ohren, der zwar häufig in die Richtung „Dance“ geht, manches mal allerdings Hip Hop Einflüsse in sich trägt, dann wieder orientalische Wurzeln offenbart, ein anderes Mal portugiesisch angehaucht ist, spanische Akzente enthält und schließlich wiederum reine Pop-Musik für den Hörer bereithält. So einen breiten Fächer an Stimmungen, Rhythmen und Eindrücken muss man natürlich mögen können.

Gut, Freunde des „Dance-Pop“ kommen hier durchaus auf ihre Kosten. Tanzbar ist auf „Lose“ sehr Vieles, wenn nicht sogar das Meiste. Eingängig sind die Stücke dabei durchaus auch, wenn es auch nicht die Musik ist, die einen aus dem Sessel haut beziehungsweise über viele Jahre nachhalt. Obwohl einen Titel gibt es da doch, aber der hört sich weniger nach Rap oder portugiesischer Folklore an, ist eher englischer Folk-Pop und wohl auch eines der bekanntesten Lieder der Sängerin. „All Good Things (Come To An End)“. Dieses Lied ist nun wahrlich mit einer tollen Melodie ausgestattet, eingängig und kurz und knapp mit dem Adjektiv „schön“ zu umschreiben. Ein Titel mit dem absoluten Wiedererkennungswert.

„Maneater“, Lied Nummer 2 auf der Platte, ist ein Dance-Pop-Stück. Beginnt auch irgendwie etwas seltsam mit vielen „Oh’s“ aus dem Off, verfügt allerdings ebenfalls über einen sehr eingängigen Refrain, der das Ganze durchaus hörenswert werden lässt. Das Video zu dem Song brachte Nelly Furtado allerdings auch einigen Ärger ein, denn ihr wurde nachgesagt, dass sie nun versuchen würde mit Sex Kohle zu machen, da sie hier, entgegen früheren Haltungen, sich nun sehr lasziv vor der Kamera präsentierte. „Glow“, ebenfalls ein Dance-Titel, wirkt nach mehrmaligem Hören auch immer vertrauter. „Te Busque” ist dagegen eine getragene Pop-Nummer, die schließlich im Refrain sehr folkloristisch klingt, was nicht nur an der Sprache liegt. „Say It Right“ war ein weiterer Hit des Albums. Dance, mit viel Rhythmus, trotzdem irgendwie getragen. Noch ein wenig besser gelungen ist „In God Hands“, eine sentimentale Ballade, nichts für jeden Tag, trotzdem ganz nett und man muss nicht fluchtartig den Raum verlassen. Das passiert, zumindest mir, allerdings bei so Titeln „Promiscuous”, „Showtime” oder bei dem unfassbar nervigen „No Hay Igual“, einem portugiesischen-spanischen Rap – aber natürlich wie immer: Geschmackssache.

Fazit: Im Grunde genommen überhaupt nicht mein Ding, trotzdem finde ich vor allem den letzten Titel wirklich schön. Vieles vom Rest können sich die Tänzer in vielen Discos reinziehen, denn über Rhythmus, zu dem man bestens die Hüften schwingen kann, verfügt das Album reichlich. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Maneater, In God's Hands, All Good Things (Come To An End)



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