Mittwoch, 7. Mai 2014

Seven Mary Three – American Standard




Seven Mary Three – American Standard


Besetzung:

Jason Ross – lead vocals, guitars
Jason Pollock – lead guitars, vocals
Casey Daniel – bass
Giti Khalsa – drums


Label: Mammoth Records


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Alternative, Post Grunge


Trackliste:

1. Water's Edge (3:53)
2. Cumbersome (3:59)
3. Roderigo (4:25)
4. Devil Boy (4:25)
5. My My (2:53)
6. Lame (4:52)
7. Headstrong (4:47)
8. Anything (3:41)
9. Margaret (3:42)
10. Punch In Punch Out (2:48)
11. Favorite Dog (6:52)

Gesamtspieldauer: 46:16




Seven Mary Three oder auch 7M3, ist eine amerikanische Rockband aus Virginia, die sich 1992 gegründet hat und bisher sieben Alben veröffentlichte. „American Standard” ist die zweite Scheibe der Musiker und erblickte 1995 das Licht dieser Welt.

Nun, um es vorweg zu nehmen, wer Rock Musik mag, der wird auch sehr viel Gefallen an dieser Platte haben. Kraftvollen und ziemlich geradlinigen Rock gibt es auf „American Standard” zu hören. Musik, die noch nicht einmal eine lange Anlaufzeit benötigt, um das Herz des Rock-Fans zu erobern. Ein klein wenig erinnern die Titel von Seven Mary Three an die von Pearl Jam, die Parallelen sind mal mehr, mal weniger deutlich, aber sie sind eindeutig vorhanden.

Dies liegt nicht zuletzt auch ein bisschen am Gesang des Jason Ross, der nach einer Mischung aus Michael Stipe von R.E.M. und eben Eddie Vedder von Pearl Jam klingt. Dazu gesellt sich eine Gitarren-lastige Rock-Musik, die häufig auch an den Grunge diverser Bands aus Seattle erinnert. Die einzelnen Titel sind melodiös und eingängig, die ruhigeren Nummern stehen dabei nicht so sehr im Fokus, wie die treibenden und rockigen Lieder, die auch über diesen Groove verfügen, der sofort in die Beine geht und diese zum Mitwippen einlädt.

Bekanntestes Lied des Albums ist sicherlich „Cumbersome“. Eine tolle Rock-Nummer, die sich auch noch von den anderen zehn Titeln der Platte abhebt. Hier passt einfach alles. Intelligenter Text, tolle Melodie und ein Rhythmus, der einfach immer weiter und weiter möchte. Dazwischen gibt es noch einen ruhigeren Abschnitt, der schließlich wieder in den packenden Rock-Teil überführt wird. Klasse gemacht. Nun aber auch sonst haben es die Titel auf „American Standard” in sich. Ausfälle gibt es überhaupt nicht zu beklagen. Richtig überzeugend fängt es sofort mit „Water's Edge“ an, ebenfalls ein klasse Rock-Titel, der mal hart, mal sehnsüchtig klingt. Und wer dann eher die leiseren Töne in der Rock-Musik liebt, die oder der wird sicherlich Gefallen an „Lame“ finden. Schön getragen und mittels akustischer Gitarre umgesetzt, kann hier Jason Ross seinen Gesang wunderbar einbringen. Abwechslung ist auch noch in Form des Titels „Punch In Punch Out“ vorhanden. Hier singt Jason Ross zunächst ohne jegliche Begleitung, bis er sich schließlich lediglich vom Schlagzeug unterstützen lässt.

Fazit: Seven Mary Three ist in Deutschland nicht so bekannt. Schade eigentlich, denn die vier Musiker machen Musik, die Freunden des Rocks durchaus zusagen dürfte. Die Band legt dabei eine ganze Menge Wert auf die Melodie, welche mit härteren Riffs unterfüttert wird. Kein Lied gleicht dem anderen und keines ist überflüssig auf dieser Scheibe. Lohnt sich. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Lame, Cumbersome, Water's Edge



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