Donnerstag, 8. Mai 2014

Van Der Graaf Generator – World Record




Van Der Graaf Generator – World Record


Besetzung:

Hugh Banton – manuals and pedals (manual and his music of pedallos)
Guy Evans – drums, cymbal, percussion & fingerpop
Peter Hammill – vox, meurglys III and wassistderpunktenhacker
David Jackson – alto, tenor and soprano saxophone and accoutrements and flute (all in the grotto)


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. When She Comes (8:03)
2. A Place To Survive (10:04)
3. Masks (6:56)
4. Meurglys III (The Songwriter’s Guild) (20:51)
5. Wondering (6:35)

Gesamtspieldauer: 52:29




„World Record“ heißt das siebte Album Van Der Graaf Generators und es ist gleichzeitig die dritte Scheibe der Band, die nach der Wiedervereinigung innerhalb von lediglich dreizehn Monaten veröffentlicht wurde. Lauscht man den drei Platten „Godbluff“, „Still Life“ und „World Record“, die in diesem Zeitraum eingespielt wurden, hintereinander, so wird unüberhörbar, dass die Eingängigkeit in der Musik der Band immer weiter zurückgedrängt wurde, zugunsten eines eher rockigeren und manchmal auch experimentelleren Stils. „World Record“ klingt dabei zum Teil sogar richtiggehend aggressiv, was nicht zuletzt auch am Gesangsstil des Peter Hammill liegt.

Auch die Klanggebilde auf dieser Platte werden deutlich schroffer, sperriger und ein wenig unzugänglicher, als dies noch auf den beiden Vorgängeralben der Fall war. Dies bedeutet nichts anderes, als dass sich der Hörer hier noch mehr Zeit nehmen muss, um in das Universum von Van Der Graaf Generator restlos eintauchen zu können. Eine von zwei Ausnahmen stellt hier – zumindest zu Beginn – die Nummer „Masks“ dar, die fast schon „lieblich“ und durchaus auch eingängig beginnt, um dann im weiteren Verlauf des Stückes ein wenig an Impulsivität zu gewinnen, bis es letztendlich wieder deutlich ruhiger wird.

Besonders erwähnenswert ist sicherlich auch der Titel „Meurglys III (The Songwriter’s Guild)“. Über zwanzig Minuten beinhaltet das Lied eine Ansammlung an verschiedenen Stimmungen und Abschnitten, die mal mehr von der Orgel geprägt sind, häufig steht jedoch auch die Gitarre des Peter Hammill im Vordergrund. Vor allem im letzten Drittel der Nummer wirkt das alles ein wenig skurril und abgefahren. Da hört man einen Reggae-ähnlichen Grundsound, über den Peter Hammill dann eine elektrische Gitarre legt. Das klingt alles überaus schräg und Peter Hammill entlockt hier seinem Saiteninstrument auch Töne, die nicht so ohne weiteres zum Rest des Gespielten passen wollen. Interessant ist das zu Hörende allerdings auf jeden Fall.

Für die letzte Nummer zeichnet sich Hugh Banton als Komponist aus. Peter Hammill steuerte hierzu, anders als sonst üblich, lediglich den Text bei. „Wondering” ist wohl der melodiöseste Titel des Albums. Fast schon symphonisch wirkt das Ganze, mit viel Mellotron unterliegt, entwickelt sich hier ein Lied, welches sehr schnell ins Ohr geht, bei dem Peter Hammill auch deutlich zurückhaltender singt und welches stilistisch gar nicht so recht zum Rest der Platte passen will, allerdings durchaus gelungen ist.

Fazit: Ein sehr viel fordernderes als auch unheitlicheres Album ist „World Record“ geworden, zumindest wenn man es mit den beiden Vorgängern vergleicht. Ein wenig scheint es auch so, dass die Band hier immer wieder experimentiert hat. Bei „Meurglys III (The Songwriter’s Guild)“ trifft das zumindest mit Sicherheit zu. Auch dieser Scheibe sollte man die Zeit zum „Reifen“ einräumen, denn auf „World Record“ lassen sich ebenfalls einige tolle Stellen und Lieder entdecken. Zehn Punkte.

Anspieltipps: When She Comes



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