Sonntag, 29. Juni 2014

Duran Duran – Arena




Duran Duran – Arena


Besetzung:

Simon Le Bon – vocals
Nick Rhodes – keyboards
John Taylor – bass guitar
Roger Taylor – drums
Andy Taylor – guitar


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: New Wave, Pop


Trackliste:

1. Is There Something I Should Know? (4:34)
2. Hungry Like The Wolf (4:01)
3. New Religion (5:37)
4. Save A Prayer (6:12)
5. The Wild Boys (4:19)
6. The Seventh Stranger (5:11)
7. Careless Memories (4:08)
8. Planet Earth (4:31)
9. The Chauffeur (5:24)
10. Union Of The Snake (4:08)

Gesamtspieldauer: 48:06




„Arena“ ist das erste Live-Album der britischen Band Duran Duran aus Birmingham. 1984 war es deren vierte Veröffentlichung, nach zuvor drei Studio-Alben. Die Betitelung als Live-Album muss man allerdings der Ehrlichkeit halber im Grunde genommen in Anführungsstrichen setzen, denn wie ein Live-Album klingt „Arena“ wahrlich nicht. Keine Ahnung, wie viele Spuren hier im Studio nachträglich über den Sound des Live-Mitschnittes gelegt wurden, es waren allerdings mit Sicherheit eine ganze Menge. Das wiederum führt zu der Tatsache, dass der Sound auf „Arena“ sehr gut ist. Alles wurde perfekt abgemischt, klingt voll und klar. Dies bedeutet allerdings auch, dass der Applaus der Zuschauer lediglich ab und an als leises, schrilles Kreischen zu vernehmen ist und dies vor allem gegen Ende der jeweiligen Titel. Dabei scheint es sich zusätzlich hauptsächlich um junge Mädels gehandelt zu haben, denn dieser Output klingt irgendwie unnatürlich hoch oder eben nach weiblichen Teenies. Neun der zehn Titel sind auf den ersten Platten der Band zu finden, nur bei „The Wild Boys“ handelt es sich um eine bisher noch nicht veröffentlichte Nummer. Umso überraschender ist dabei der Fakt, dass diese Nummer eine reine Studio-Aufnahme darstellt, die zwischen diese Live-Aufnahmen gesetzt wurde.

Nun, die Musik lohnt sich jedoch trotzdem, wenn man auf etwas rockig gespielten New Wave steht. Alle Nummern sind sehr eingängig und haben durchaus „Ohrwurm-Potential“. Die ganz großen Hits der Band befinden sich dabei eher auf der ehemaligen ersten Plattenseite. „Is There Something I Should Know?”, „Hungry Like The Wolf” und „Save A Prayer” sind alles Lieder, die zu den jeweiligen Veröffentlichungsterminen in den Radios rauf und runter liefen. Alles geht schnell ins Ohr und besitzt dabei sogar eine gewisse Nachhaltigkeit. Vielleicht keine Musik, die man jeden Tag hören kann, jedoch immer wieder sehr gerne. Und dann ist da noch das bereits erwähnte „The Wild Boys“. Klasse Nummer, ebenfalls sehr erfolgreich als auskoppelte Single und überaus eingängig und nachhallend.

Auf der ehemaligen zweiten Seite der Platte befinden sich die bekanntesten Stücke mit „Planet Earth“ und „Union Of The Snake“ eher am Ende. Auch hier gilt, was ich bereits schon für die radiotauglichen Hits der ersten Seite geschrieben habe. Überaus eingängig, schnell ins Ohr gehend, ohne dabei schnell langweilig zu werden. Auch die nicht so im Radio gespielten Stücke haben auf beiden Seiten durchaus ihre Qualität. Etwas hervorzuheben ist dabei unter diesen Titeln „The Chauffeur”. Hier klingen Duran Duran sehr nach New Wave, hier ist dieses Genre am ausgeprägtesten zu hören. Vielleicht nicht ganz so eingängig bei der allerersten Konfrontation, aber spätestens beim dritten Durchlauf hat sich auch dieser Titel fest im Gehirn des Konsumenten verankert. Schön gemacht.

Fazit: Wer New Wave oder noch besser Duran Duran mag, die oder der bekommt hier eine sehr schöne Zusammenstellung der großen Erfolge der Band geliefert, wobei auch die nicht ganz so bekannten Nummern durchaus ihren Reiz besitzen. Schade dabei ist ein wenig, dass dieser Live-Charakter im Grunde genommen mit Füßen getreten wurde und man muss sich wundern, warum die Band nicht gleich ein Best Of Album veröffentlichte. Nun, trotzdem sind die Stücke hörenswert. Zehn Punkte.

Anspieltipps: The Wild Boys, The Chauffeur



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