Donnerstag, 12. Juni 2014

Leæther Strip – Self-inflicted




Leæther Strip – Self-inflicted


Besetzung:

Claus Larsen – all instruments & vocals


Label: Zoth Ommog


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Industrial, Elektronische Musik


Trackliste:

1. Hate Me! (4:03)
2. Black Candle (5:08)
3. Understand My Torment (5:02)
4. Are We The Sinners? (5:21)
5. Give It Back (4:39)
6. Face The Fire (5:50)
7. Coming Up For Air (4:53)
8. Tell Me What To Do! (4:32)
9. Under My Control (4:27)
10. Kill A Raver (4:45)
11. Showroom Dummies (4:55)
12. X Files Theme (5:47)

Gesamtspieldauer: 59:22




Leæther Strip ist der Däne Claus Larsen, der mit seiner elektronischen Musik Anfang der 90er Jahre ein paar Dance-Floor-Erfolge errungen hatte. Mitte der neunziger Jahre vollzog dieser dann einen Stilwechsel, die Musik war nicht mehr richtig tanzbar, der Erfolg blieb schließlich aus. “Self-infelcted” ist das letzte Album dieser Phase, Claus Larsen ließ sein Projekt erst mal ruhen und veröffentlichte erst ab 2005 wieder neues Material.

Nun, was soll man mit dieser Scheibe anfangen? Sehr rhythmisch das Ganze, absolut elektronisch werden einem Beats um die Ohren gehauen. Dazu gesellt sich eine mal mehr, mal weniger verzerrte Gesangsstimme, die das Anhören der Platte etwas anstrengend macht. Das ist sogar noch leicht freundlich ausgedrückt, denn beim längeren Hören von „Self-inflicted“ scheint man unweigerlich auch selbst ein wenig aggressiver zu werden. Eingängig ist das alles auch nicht so richtig. „Coming Up For Air“ hebt sich da zumindest teilweise mal vom Rest des Albums ab, weil man bei diesem Titel sogar überraschenderweise eine fast schon liebliche Querflöte vernimmt.

Mag sein, dass solche Musik auf einem Rave wirkt, auf der Stereoanlage zu Hause allerdings nicht. Die Scheibe war, wie auch diejenigen danach, überaus erfolglos - an die anfänglichen Erfolge konnte Claus Larsen bisher nicht mehr anknüpfen. Mit den letzten beiden Titeln interpretiert er noch einen Titel von Kraftwerk und die Titelmelodie der „X-Files“, also „Akte X“. Besonders hörenswert sind diese Stücke deswegen jedoch auch nicht.

Fazit: Mag ja sein, dass diese Musik in einer Disko wirkt. Für den heimischen CD-Player stellt das allerdings keine wirkliche Alternative dar. Alles ist hektisch und diese übersteuerte Stimme nervt unglaublich mit ihrem aggressiven Geschrei. „Absolutely not my cup of tea“ würde an dieser Stelle wohl ein Engländer sagen. Recht hat er. Vier Punkte.

Anspieltipps: Coming Up For Air



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