Samstag, 5. Juli 2014

Ben Folds – Rockin’ The Suburbs




Ben Folds – Rockin’ The Suburbs


Besetzung:

Ben Folds – piano, vocals, keyboards, drums, guitar, bass guitar


Gastmusiker:

Larry Corbett – cello
DJ Swamp – beats
Richard Fortus – guitar
John McCrea – vocals (on "Fred Jones Part 2")
Frally Hynes – vocals (on "Gone" and "The Luckiest)
Vincent Palmeri – acoustic guitar, vocals


Label: EPIC


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Annie Waits (4:17)
2. Zak And Sara (3:12)
3. Still Fighting It (4:26)
4. Gone (3:23)
5. Fred Jones Part 2 (3:46)
6. The Ascent Of Stan (4:15)
7. Losing Lisa (4:11)
8. Carrying Cathy (3:49)
9. Not The Same (4:18)
10. Rockin' The Suburbs (4:59)
11. Fired (3:50)
12. The Luckiest (4:25)

Gesamtspieldauer: 48:49




Das erste Solo-Album Ben Folds‘ mit dem Namen „Rockin‘ The Suburbs“ wurde am 11. September 2001 veröffentlicht. Der Titel selbst ist dabei ein wenig verwirrend. Denn Rock hört man hier nur ganz am Rande, wie zum Beispiel am Ende des Titelliedes „Rockin‘ The Suburbs“, da gibt es Geschrei und ganz harte Gitarren zu hören. Dies bleibt allerdings die ganz große Ausnahme, da Ben Folds auf dieses Instrument bei den meisten anderen Titeln weitestgehend verzichtet.

Die Platte ist viel mehr vollgestopft mit ruhiger, sehr Piano-lastiger Popmusik. Die kann mal sehr verträumt klingen, ein anderes Mal dann deutlich grooviger und auch treibender. An erster Stelle steht bei Ben Folds auf jeden Fall immer die Harmonie, die eingängige Melodie. Alles wirkt in sich geschlossen und hört sich sehr einnehmend an. Das soll heißen, die einzelnen Titel kommen einem bereits beim zweiten Hören sehr vertraut vor, besitzen diese gewisse Nachhaltigkeit und die eine oder andere Melodie möchte einem gar nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ohrwurmcharakter eben.

War Ben Folds vorher mit seiner Band „Ben Folds Five“ unterwegs, die allerdings – trotz des Namens – aus lediglich drei Musikern bestand, so spielte er hier, auf seinem ersten Solo-Album die Drums und den Bass gleich selbst mit ein. An der Musik des Ben Folds hat sich jedoch nichts geändert, soll heißen, diese weichen Balladen, für die auch schon seine Band stand, die gibt es hier auch zu hören. Dazu gesellen sich nachdenklich machende und auch witzige Texte, in denen man Liebes-Herzschmerz-Phrasierungen vergeblich sucht. Die Lieder handeln vom Wandel, von der Jugend, von amerikanischen Vorstädten. Immer werden kleinere Geschichten erzählt, die sich zu verfolgen lohnt.

Fazit: Ben Folds hat hier mit „Rockin‘ The Suburbs“ ein Album vorgestellt, welches zum Träumen einlädt. Man muss sich einfach in dieser Harmonie des Gehörten suhlen, daran führt irgendwie kein Weg vorbei. Selbst wenn man auf etwas härtere Töne steht, kann man auf diesem Album immer wieder etwas für sich entdecken. Füller befinden sich ebenfalls keine auf der Scheibe, alles besitzt Qualität und eben diese wunderschöne Eingängigkeit. Zu oft gehört, kann das zwar mitunter einen „Gewöhnungseffekt“ auslösen, der sich dann sogar beim ein oder anderen im Stempel „doch langweilig“ manifestieren könnte, was bei der entsprechenden Dosierung der Scheibe jedoch garantiert nicht eintritt. Wer also auf vom Piano dominierte weiche Pop-Musik steht, der sollte hier mal ein Ohr riskieren. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Zak And Sara, The Ascent Of Stan



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