Montag, 18. August 2014

Genesis – Genesis




Genesis – Genesis


Besetzung:

Tony Banks – keyboards, backing vocals
Phil Collins – lead & backing vocals, drums, percussion, trumpet on "Illegal Alien", drum machines
Mike Rutherford – guitars, bass guitar, backing vocals, drum machine on "Mama"


Label: Charisma Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: Pop


Trackliste:

1. Mama (6:46)
2. That's All (4:22)
3. Home By The Sea (4:46)
4. Second Home By The Sea (6:22)
5. Illegal Alien (5:12)
6. Taking It All Too Hard (3:54)
7. Just A Job To Do (4:44)
8. Silver Rainbow (4:27)
9. It's Gonna Get Better (5:00)

Gesamtspieldauer: 45:59




Zwei Jahre nach „Abacab“ erschien das selbstbetitelte zwölfte Album „Genesis“ im Jahr 1983. Jetzt hatten es die drei Musiker endgültig vollbracht, auf „Genesis“ war nun nicht mal mehr ein Hauch von Progressive Rock zu vernehmen, die Platte war eine reine Pop-Scheibe geworden, die mit dem ersten Titel „Mama“ auch einen weltweiten Hit beinhaltete – und das war nicht der einzige, wenn auch der größte Charterfolg.

Nun, würde man jetzt eine Rezension aus Sicht eines Fans progressiver Rockmusik, für die Genesis wenige Jahre zuvor standen, schreiben, so müsste man das Album zerreißen. Allerdings von der Pop-Seite her betrachtet ist die Platte durchaus gelungen. Jede Menge Titel sind darauf vereinigt, die ziemlich schnell ins Ohr gehen und dort auch längerfristig zu verbleiben verstehen. Das beginnt mit dem bereits erwähnten „Mama“, einer kraftvollen und etwas verwunschen klingenden Nummer. Es folgt „That’s All“. Sehr viel einfacher gestrickt, allerdings ebenfalls sehr eingängig und durchaus hörenswert. Etwas rockiger wird es dann bei „Home By The Sea“. Auch hier ist es die Melodie, die zu überzeugen weiß und stilistisch zwischen Rock und Pop angesiedelt ist. Die Nummer geht fließend in „Second Home By The Sea” über. Jetzt hört man zunächst einen instrumentalen Synthie-Pop-Titel, der gegen Ende wieder in „Home By The Sea“ übergeht.

„Illegal Alien“ ist ein kleines Pop-Liedchen, welches nun nicht mehr besonders hervorsticht. „Taking It All Too Hard” dann ein Schmachtfetzen à la Phil Collins, allerdings mit einer durchaus schönen Melodie ausgestattet. „Just A Job To Do” stellt schließlich einen etwas schneller gespielten Funk dar und mit „Silver Rainbow“ folgt noch mal ein nettes Liebeslied. Pop pur mit lieblichem Text, trotzdem durchaus gelungen. Geschlossen wird die Platte mit „It's Gonna Get Better”, einer typischen Phil Collins Nummer, möglichst einfach gehalten, um wirklich jeden Hörer ansprechen zu können. 

Fazit: Als Pop-Album ist „Genesis“ durchaus gelungen. Einige wahrlich nette Melodien und Ideen befinden sich darauf. Für höhere Ansprüche genügen die Lieder zwar nicht mehr, trotzdem ist die Scheibe eingängig und hörbar. Die Titel klingen alle nach Pop, aber eben nicht alle nach Phil-Collins-Pop, was das Ganze wieder interessant werden lässt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Mama, Silver Rainbow



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