Donnerstag, 18. September 2014

John Waite – Ignition




John Waite – Ignition


Besetzung:

John Waite – vocals


Gastmusiker:

Ivan Kral – rhythm guitar, keyboards
Tim Pierce – lead guitar
Bruce Brody – keyboards, piano
Don “Donnie” Nossov – bass, backing vocals
Alan Childs – drums, percussion
Frankie La Rocka – drums, percussion
Crispin Cioe – horns
Arno Hecht – horns
“Hollywood Paul” Litteral – horns
Ilana Morrilo – backing vocals
Patty Smyth – backing vocals
Rahni Kugel – backing vocals
Brendan Bourke – handclaps, screams
John Elijah Wright – handclaps, screams
Dave Lang – handclaps, screams


Label: Chrysalis Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Mainstream Rock, AOR


Trackliste:

1. White Heat (3:22)
2. Change (3:15)
3. Mr. Wonderful (4:07)
4. Going to the Top (4:36)
5. Desperate Love (3:55)
6. Temptation (2:59)
7. Be My Baby Tonight (3:22)
8. Make It Happen (3:18)
9. Still in Love with You (3:42)
10 Wild Life (3:23)

Gesamtspieldauer: 36:22




„Ignition“ heißt das Debut-Album des Rock-Sängers John Waite, der zuvor Sänger bei der Band The Babys war. Veröffentlicht wurde die Scheibe im Juni des Jahres 1982 auf dem Label Chrysalis. Zu hören gibt es auf „Ignition“ Mainstream Rock bis hin zum Adult Oriented Rock (AOR), wie er in den 80er Jahren auch von Bands wie Journey, Boston oder Foreigner zelebriert wurde. Das geht natürlich gut ins Ohr, sehr schnell sogar, besitzt jedoch allzu häufig nicht die Tiefe, um dort auch länger zu verbleiben.

So ist es leider auch mit „Ignition“. Treibender Rhythmus und eine Melodie-Linie, einfach und eingängig. Der Fuß mit wippt und alles wirkt relativ unspektakulär. Doch leider geht die Musik genauso schnell wieder aus dem Ohr, wie sie auch darin hineingelangt ist. Ein großer Nachteil an der Geschichte ist zudem einmal mehr – wie praktisch immer bei dieser Art der Musik – dass kaum Wert auf die Texte gelegt wird. Diese handeln von Liebe und noch viel mehr von Schmalz, dass es einem die Röte in das Gesicht treibt. Es bleibt immer nur zu hoffen, dass Außenstehende gar nicht mitbekommen, was man sich hier für eine süßliche Mixtur gerade reinzieht. Denn sonst könnte es wahrlich peinlich werden.

Nun, „Ignition“ wäre nicht viel Aufhebens wert und ganz bestimmt keine Platte, die man länger in Erinnerung behält – auch wenn hier dieses „80er-Jahre-Rock-Gefühl“ perfekt wiedergegeben wird. Trotzdem bleibt die Scheibe hängen und das liegt an einem Lied: „Mr. Wonderful“. Dieses eine Lied, macht die Platte dann doch zu einer hörenswerten. Das Stück fängt mit einem groovigen Pianospiel an und entwickelt sich dann zu einem mitreißenden Rocker, der zwar immer noch im Mainstream angesiedelt ist, jedoch eben diese Melodie besitzt, die sich festsetzt und zum Ohrwurm wird. „Mr. Wonderful“ ist das Lied des John Waite, wenn auch sein bekanntestes Stück, „Missing You“, erst auf dem Album „No Brakes“ veröffentlicht werden sollte.

Fazit: Mainstream Rock bis AOR hört man größtenteils auf „Ignition“, dem Solo-Debut-Album des John Waite. Dazu gibt es ziemlich langweilige bis schleimige Liebestexte zu hören, die alles andere als überzeugen. Langweilig bis hierhin. Doch dann ist da eben noch die Nummer „Mr. Wonderful“, ein absoluter Ohrwurm und ein Lied, das auf jeden Fall hängenbleibt. Der Rest der Scheibe klingt manchmal ganz nett, langweilt aber größtenteils, doch mit „Mr. Wonderful“ brilliert John Waite. Acht Punkte.


Anspieltipps: Mr. Wonderful



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