Donnerstag, 2. Oktober 2014

David Bowie – Outside




David Bowie – Outside


Besetzung:

David Bowie – vocals, saxophone, guitar, keyboards


Gastmusiker:

Brian Eno – synthesizers, treatments, strategies
Reeves Gabrels – guitar
Erdal Kizilcay – bass, keyboards
Mike Garson – grand piano
Sterling Campbell – drums
Carlos Alomar – rhythm guitar
Joey Baron – drums
Yossi Fine – bass
Tom Frish – additional guitar on “Strangers When We Meet”
Kevin Armstrong – additional guitar on “Thru' These Architect's Eyes”
Bryony, Lola, Josey and Ruby Edwards – background vocals on “The Hearts Filthy Lesson” and “I Am With Name”


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Art Rock, Experimental Rock


Trackliste:

1. Leon Takes Us Outside (1:25)
2. Outside (4:05)
3. The Hearts Filthy Lesson (4:58)
4. A Small Plot Of Land (6:35)
5. Segue - Baby Grace (A Horrid Cassette) (1:40)
6. Hallo Spaceboy (5:15)
7. The Motel (6:51)
8. I Have Not Been To Oxford Town (3:49)
9. No Control (4:33)
10. Segue - Algeria Touchshriek (2:04)
11. The Voyeur Of Utter Destruction (As Beauty) (4:21)
12. Segue - Ramona A. Stone/I Am With Name (4:02)
13. Wishful Beginnings (5:09)
14. We Prick You (4:36)
15. Segue - Nathan Adler (1:01)
16. I'm Deranged (4:31)
17. Thru' These Architects Eyes (4:22)
18. Segue - Nathan Adler #2 (0:29)
19. Strangers When We Meet (5:07)

Gesamtspieldauer: 1:14:51




„Outside“ ist ein Konzeptalbum und die insgesamt zwanzigste Studio-Veröffentlichung von David Bowie. Erzählt wird hier die Science Fiction Story von Nathan Adler, einem Privatdetektiv. Nun, die Platten davor hießen „Never Let Me Down”, „Black Tie White Noise” und „The Buddha Of Suburbia”. Alles drei Alben, die absolute Fehlschläge waren und jedem David Bowie Fan die Tränen in die Augen trieben. Und dann kam „Outside“, ein Album, welches den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Konzeptalben darstellen sollte.

„Outside“ ist anders, als das, was David Bowie zuletzt abgeliefert hat. Schön. Das liegt wohl zu einem nicht unerheblichen Teil daran, dass hier Brian Eno wieder mit eingebunden wurde, den Bowie erstmals seit längerer Zeit wieder auf seiner Hochzeit im Jahr 1992 traf. Man kam sich erneut näher und das Ergebnis ist dieses wahrlich beeindruckende Album geworden.

„Outside“ klingt nicht wie „Heroes“ oder „Low“, bei deren Herstellung Brian Eno auch eine bedeutende Rolle zukam. „Outside“ ist anders als alles, was David Bowie bisher veröffentlicht hat. Die Platte wirkt wie ein Experiment, vollgestopft mit Musik, die beim ersten Hören gar nicht eingängig klingen will. Wieder mal Musik, die erst im Ohr des Hörers reifen muss. Ein wenig düster, dann wieder sphärisch, aber auch etwas verschroben und seltsam. Doch dann hört man auch wieder Pop, der ziemlich geradlinig ans Ohr des Hörers dringt. Dazu gesellen sich verschiedene Gesangsstimmen, die verschiedene Charaktere der Geschichte von „Outside“ verkörpern – und die können mitunter sogar auch lustig wirken. Trotzdem oder auch darum bleibt ein wenig der Stempel: „Nicht ganz einfache Kost“.

Fazit: Wahrlich ungewöhnlich ist „Outside“. Musik in Worte zu fassen ist nie so ganz einfach, hier ist es noch mal ein Stückchen schwieriger. Ein dunkles Album ist es geworden, welches unbedingt mehrmals gehört werden muss, bevor das endgültige Urteil darüber getroffen werden kann. Ein spannendes Album auf jeden Fall, da hier nichts vorauszusehen ist, immer wieder Überraschendes passiert. Ein Album, bei dem es schwer fällt, einzelne Titel herauszuheben, da irgendwie alles zusammen zu gehören scheint. Ach ja, „Outside” blieb übrigens die einzige Veröffentlichung der ursprünglich geplanten Reihe mit Konzept-Alben. Vielleicht, weil sich die Scheibe am Anfang nicht sonderlich gut verkaufte? Schade. Elf Punkte.

Anspieltipps: The Hearts Filthy Lesson, No Control, I'm Deranged



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